Wassersportler befürchten Beeinträchtigungen durch weitere Bebauung des Osthafens

Segeln im Osthafen – könnte mit der geplanten fast 22 m hohen Bebauung schwierig werden

Die vorgesehene Bebauung des Schiersteiner Osthafens stößt bei den Bewohnern im Ortsteil aber auch bei Tagestouristen auf massive Ablehnung. Außer Nachteilen für das Klima und den allgemeinen Freizeitwert am Hafen befürchten einige Wassersportler starke Einschränkungen für den Schiersteiner Hafen vor allem als Segelrevier. Die Bebauung des Osthafens beeinflusse das „filigrane Windsystem negativ“.

Schon jetzt seien „durch die ersten Büro- und Wohngebäude im Nord-Osten etwa 20 % des Osthafens für Segler nicht mehr nutzbar“. Diese bestehenden Gebäude sind aber noch deutlich niedriger als die mit bis zu 22 m hohe Planung für weitere Büros und Verwaltungsbauten. Hohe Gebäude könnten den Hafen je nach Windrichtung „komplett abdecken oder zu weitreichenden Luftwirbeln führen“, äußern sich Segler unter anderem in den Kommentaren zur Petition gegen den Bebauungsplan. 

Der Schiersteiner Hafen wird von Wassersportlern aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet genutzt, da er eine von wenigen Möglichkeiten bietet, diesen Sport auf einem Stillgewässer auszuüben. Darum ist der Schiersteiner Hafen auch beliebtes Trainingsrevier für die Jugendsegler. „Man übt und lernt das (insbesondere Kinder) im Hafen, nicht gleich auf dem Rhein“, mahnt ein Petitions-Unterzeichner an. Aber auch die unterschiedlichsten Regatten – angefangen bei der Wiesbadener Stadtmeisterschaft vom Wiesbadener Yacht Club bis hin zur für jeden offenen „Mittwochsregatta“ – seien betroffen.

Hier geht es zum Windfinder mit aktuellen Wetter- und Windvorhersagen für den Schiersteiner Hafen:

https://de.windfinder.com/forecast/schiersteiner_hafen