Parallelen zum Westfeld? Info-Spaziergang zum Ostfeld

Der BUND Wiesbaden lädt ein zu einer Führung durch das „Ostfeld“-Planungsgebiet rund um die Siedlung Fort Biehler in Mainz-Kastel.

Treffpunkt ist

am Samstag, 13. August 2022,
um 14.45 Uhr
an der Bushaltestelle Fort Biehler in der Boelckestraße.

Die Stadt plant im Raum Erbenheim/Mainz-Kastel einen neuen Stadtteil für 8.000 bis 12.000 Einwohner*innen und einen großen Behördenstandort. Hierfür werden insgesamt rund 450 Hektar überplant.

Ganz ähnlich – wenn auch in deutlich kleinerer Dimension – könnten Planungen für das Westfeld zwischen Schierstein und Dotzheim aussehen. Hier geht es um einen neuen zentralisierten Behördenstandort für die Landespolizei und bis zu 3.000 Wohneinheiten (entspricht ca. 6.000 Einwohner*innen). Im Westfeld sind ca. 125 Hektar größtenteils landwirtschaftliche Fläche betroffen.

In Bezug auf das Ostfeld befürchtet der BUND schwerwiegende Umweltauswirkungen. Er hat darum im Oktober 2021 Klage eingereicht. Auf dem ca. 2,5-stündigen Rundgang möchte der BUND über mögliche Auswirkungen auf wertvolle Biotope im Planungsraum informieren.

Da auch im Westfeld starke negative Auswirkungen auf die Umwelt zu befürchten sind (siehe Aktionsgemeinschaft Westfeld erhalten!), dürfte der Rundgang auch für alle interessant sein, die sich um die Flächen zwischen Dotzheim und Schierstein sorgen. Möglicherweise hilft der Spaziergang, Parallelen zwischen den Gebieten und den Auswirkungen der Planungen zu erkennen und die Vorhaben in einen größeren Kontext für ganz Wiesbaden zu setzen.

So haben die Naturschutzverbände HGON und BUND ausführlich dargelegt, dass der Bedarf an Wohnraum in Wiesbaden ohne eine Bebauung des Ostfelds gedeckt werden kann. Das gleiche müsste dann für das Westfeld gelten. Siehe hierzu das Positionspapier von HGON und BUND: https://bund-wiesbaden.de/fileadmin/wiesbaden/Hintergrundpapier_Wohngebiet_Ostfeld_nicht_erforderlich.pdf

Anmeldung:
Der BUND bittet um Anmeldung unter info@bund-wiesbaden.de

Anreise mit dem ÖPNV
Ab Wiesbaden HBF:  14:09 h mit der S 9 bis BHF Mainz-Kastel, Umstieg in Buslinie 28 ab 14.26 h, Ankunft Fort Biehler um 14.36 h

Informationen zur Klage des BUND, Pressemitteilungen sowie ein Infoblatt zum Download sind abrufbar unter https://bund-wiesbaden.de/ostfeld-kalkofen/.


Sicherheit an der Hafenpromenade: Wie lässt sich Fuß- und Radverkehr vereinen?

In der Fußgängerzone der Hafenstraße wird es besonders am Wochenende eng.

In der Ortsbeiratssitzung am 20. Juli diskutierte der Ortsbeirat darüber, wie künftig gefährliche Situationen zwischen Radfahrer*innen und Fußgänger*innen an der Hafenpromenade vermieden werden können.

Ausgangspunkt für die Diskussion war die im östlichen Bereich auf Höhe der Rheinlounge sehr enge Dieter-Horschler-Promenade, an der wegen Bänken und Bäumen der eigentlich separate Fußweg kaum genutzt werden kann.

An dieser Engstelle laufen Fußgänger*innen "zwangsläufig" über den Radweg.

Hinzu kommt, dass der neue "eiserne Steg", der als Ersatzweg vom Kormoranweg zur Promenade dienen soll, für Fußgänger*innen unmittelbar auf dem Radweg endet. Weder für Radfahrer*innen an der Promenade noch für Fußgänger*innen auf dem "eisernen Steg" ist der jeweils andere Weg einsehbar, Unfälle damit vorprogrammiert und der "eiserne Steg" darum immer noch aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Der neue "eiserne Steg" führt Fußgänger direkt auf den Radweg.

Aber auch im folgenden Verlauf Richtung Westen gibt es mehrere Gefahrenstellen - so zum Beispiel am Weinstand auf dem Hans-Römer-Platz, über dessen Mitte der Radweg führt und auch in der Fußgängerzone der Hafenstraße.

Für Abhilfe könnten zum Beispiel sogenannte Umlaufgitter oder andere Vorrichtungen sorgen, die eine Reduzierung der Geschwindigkeit beim Radfahren erforderlich machen. Da der Radweg am Hafen aber gleichzeitig der offizielle Fernradweg R3 ist, erscheint es unsicher, ob solche (baulichen) Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung gestattet sind. Sollte dies nicht der Fall sein, wäre es überlegenswert, den Radfernweg R3 vom Ufer wegzulegen - so wie es auch im weiteren Verlauf Richtung Rheingau praktiziert wird.

Rad(fern)reisende, die nicht gezielt Schierstein anfahren, sondern nur durchfahren wollen, hätten dann eine zusätzliche Wegemöglichkeit, die ihnen ein schnelleres Fortkommen ermöglicht. Denn Ortsfremde werden durch die R3-Beschilderungen an den Hafen geleitet und bleiben gerade an Wochenende in denen viele Fußgänger*innen am Hafen unterwegs sind, unverhofft im "Getümmel stecken", obwohl sie Schierstein vielleicht nur als Durchfahrt zu einem anderen Ziel nutzen wollten.

Für Radfahrer*innen mit Ziel Schierstein bliebe dann weiterhin die Möglichkeit das Rheinufer mit dem Rad zu besuchen. Schnellfahrer*innen könnten dagegen optional auf die Umgehung ausweichen.

Eine entsprechende Beschilderung an Schiersteins Eingängen im Osten und Westen könnte das System verdeutlichen und einen "Genussweg" sowie einen "Schnellweg" ausweisen.

Die Ortsbeiratsmitglieder waren sich einig, dass der Ortsvorsteher Kontakt mit dem Wiesbadener Radbüro aufnimmt, um die Optionen und Vorgaben für baulich herbeigeführte Geschwindigkeitsreduzierungen zu erfragen. Erst dann kann entschieden werden, wie in der Frage der Verkehrssicherheit an der Hafenpromenade weiter vorgegangen werden kann.


Bremser-Anlage könnte schöner sein

Die Karl-Heinz-Bremser-Anlage zwischen Reichsapfelstraße und Karl-Lehr-Straße führt ein recht stiefmütterliches Dasein. Obwohl der Park viel Aufenthaltsfläche bietet, wird er hauptsächlich als Durchgang, aber selten zum Verweilen genutzt. Der relativ schmale und unübersichtliche Eingang im südlichen Bereich der Anlage mit teils dunklen Ecken wird häufig als Feilufttoilette genutzt. Vielen Menschen in Schierstein bereitet der Gang durch den Park – vor allem abends oder nachts – Unbehagen. Das Ergebnis ist, dass sie die Anlage meiden und so ein grünes Kleinod mitten in Schierstein sein eigentliches Potenzial nicht entfalten kann.

Das könnten wir ändern!

Helfen könnte eine übersichtlichere Gestaltung, so dass „dunkle Notdurftecken“ möglichst beseitigt werden. Der Park sollte zudem so beleuchtet sein, dass er auch nach Sonnenuntergang ein sicherer und einladender öffentlicher Raum ist. Hierzu wäre mindestens eine ausreichende und insektenverträgliche Ausleuchtung des jetzigen Fußweges notwendig. Eine Belebung – z.B. durch kulturelle Angebote – könnte eine weitere Möglichkeit sein, den Park aufzuwerten. Ideen dafür könnten sein:
• die Nutzung als Kulturpark mit niederschwelligen Angeboten für alle Altersgruppen ähnlich dem Freiherrs Garten in Biebrich;
• die Bereitstellung einer Fläche für „Urban Gardening“ durch interessierte Bürger und Bürgerinnen und/oder die ansässigen Schulen/Kindergärten.

Die Fraktion ZUKUNFT SCHIERSTEIN beantragt zur kommenden Ortsbeiratssitzung (20. Juli 2022) die Aufwertung der "Bremser-Anlage" in Angriff zu nehmen. Wir würden gerne mit den Bürgerinnen und Bürgern über Ideen sprechen - am besten in einer Bürgerveranstaltung und von Anfang an unter fachlicher Begleitung der entsprechenden städtischen Ämter.

5-2022, Aufwertung Bremser-Anlage


Vom Bootshaus für die Schulsanierung lernen

Das provisorische Bootshaus auf der Regattawiese am Westhafen

Es hat geklappt! Der Ausweichstandort für das seit Dezember 2021 gesperrte schwimmende Schulbootshaus im Schiersteiner Hafen steht: Auf der „Regattawiese“ im Westhafen wurde Anfang Juli ein Zelt zur Lagerung der Boote aufgebaut – unter strengen Auflagen und nur mit Ausnahmegenehmigung des Regierungspräsidiums Darmstadt.

Von der Sperrung des maroden schwimmenden Bootshauses im Schiersteiner Westhafen bis zum Aufbau des Provisoriums hat es „nur“ sieben Monate gedauert. Zwar lang genug für all diejenigen, die einige Monate nicht trainieren konnten: Schulen und Rudergesellschaft. Aber doch eine kurze Zeit im Vergleich zu anderen Projekten in Schierstein, die sich teils Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte hinziehen, immer wieder ins Stocken geraten und aktuell in der Warteschleife hängen. Prominentestes Beispiel sind Sanierung und Neubau von Erich Kästner-Schule und Hafenschule, die nicht wirklich vorankommen: Bisher hat dieses Projekt mehr als zehn Jahre Planungs-Hickhack mit Plan A, Plan B, Plan C, viel Stillstand und nun der unendlichen Suche nach dem passenden Ausweichstandort für die beiden Schulen auf dem Buckel.

Natürlich ist es wesentlich komplexer, zwei Schulen zu erneuern und für mehrere hundert Schülerinnen und Schüler eine provisorische Unterkunft während der Bauzeit zu finden. Aber trotzdem scheint es etwas zu geben, was beim Bootshaus deutlich besser lief, als bisher bei den Schulen: Kommunikation!

Von Beginn an waren die Nutzer des Schulbootshauses und der Schiersteiner Ortsbeirat in die enge Abstimmung mit der Verwaltung und der mit dem Projekt beauftragten Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) eingebunden. Ortstermine und ein regelmäßiger konstruktiver Austausch per Videokonferenz sorgten dafür, dass offene Fragen, Belange und örtliche Gegebenheiten schnell und unkompliziert in die Planungen miteinfließen konnten. Dazu geschah natürlich noch viel Planungs- und Koordinierungsarbeit hinter den Kulissen. Aber der offene und transparente Austausch mit den Betroffenen dürfte einen Großteil dazu beigetragen haben, dass der Prozess erfolgreich und zügig verlief.

Sicherlich ist auch beim Bootshaus nicht alles Gold was glänzt, denn dem Zelt-Provisorium auf der Regattawiese ging eine lange Zeit voraus, in der die Stadt mit dem schwimmenden Vorgänger im Westhafen sehenden Auges in ihr Unglück lief: Seit 2017 ist das Bootshaus auf dem Hafen in Schieflage, nur notdürftig mit einem zusätzlich angebrachten Schwimmkörper gestützt. Und auch das neu errichtete Zelt auf der Regattawiese im Westhafen ist nur für den Übergang geeignet und gedacht. Nun muss der Neubau des Bootshauses – wieder auf dem Wasser – folgen. Aber immerhin: Ein erster wichtiger Schritt dazu ist getan.

Ein Erfolg, den Schierstein in Sachen Schulen nicht verbuchen kann. Deshalb: Warum nicht vom Bootshaus für die Schulsanierung lernen?

Genau das beantragt die Fraktion ZUKUNFT SCHIERSTEIN zur kommenden Ortsbeiratssitzung am 20. Juli: „Einen regelmäßigen Runden Tisch zu Interimsstandort, Neubau bzw. Sanierung der Erich Kästner-Schule und der Hafenschule einzuberufen, an dem alle künftigen Nutzergruppen und der Ortsbeirat Schierstein beteiligt werden.“

5-2022, Schulsanierung

Hand in Hand arbeiten kann so einfach sein – und erfolgreich! Hoffen wir, dass das Beispiel Bootshaus Schule macht – im wahrsten Sinne des Wortes.

 


Simone Grün rückt für ZUKUNFT SCHIERSTEIN in den Ortsbeirat auf

Christina Kahlen-Pappas, Claudia Wagner, Simone Grün und Herbert G. Just

Simone Grün ist als Mitglied der Fraktion ZUKUNFT SCHIERSTEIN nachgerückt und nun eine unserer vier Vertreter*innen im Schiersteiner Ortsbeirat. Sie ist in Schierstein aufgewachsen und als Mitglied der Christophorusgemeinde in verschiedenen gemeindlichen und übergemeindlichen Bereichen tätig.

Zwei Herzen schlagen in unserer Brust angesichts dieser Meldung. Einerseits ist der Anlass für Simone Grüns Aufrücken der Verlust unseres Freundes und Weggefährten Stefan "Bussi" Bussmann. Andererseits sind wir froh, mit Simone eine Nachrückerin zu haben, die bereits von Beginn an eng in die Fraktionsarbeit eingebunden war, an allen Fraktionssitzungen und zumindest als Gast auch an den meisten Ortsbeiratssitzungen teilgenommen hat.

Simone Grün übernimmt auch die Position von Stefan Bussmann in der AG Jugend, Schule und Kultur - wobei sie ihren Schwerpunkt stärker auf dem Thema Kultur sieht. Die Themen Jugend und Schule werden weiterhin als ein besonderes Kernanliegen der gesamten Fraktion bearbeitet.

 

Mehr zur Fraktion ZUKUNFT SCHIERSTEIN im Ortsbeirat gibt es HIER!


HEUTE, 9.6.2022, 16 Uhr: Bürgerforum zum Verkehr in Schierstein

Noch bis zum 12. Juni online unter:

dein.wiesbaden.de/schierstein

oder heute, am 9. Juni, von 16 bis 18 Uhr,
am Hans-Römer-Platz
beim Bürgerforum zum Verkehr in Schierstein

können alle ihre Hinweise und Anregungen zum Thema Verkehr in Schierstein mitteilen!

Zum Beispiel:

  • Wie könnte ein Parkplatz unter der Schiersteiner Brücke unsere Parkprobleme lösen?
  • Wäre Bewohnerparken eine Lösung?
  • (Wo) wollen wir kostenpflichtige Parkplätze für Besucher/Pendler/Touristen?
  • Wie können wir die Kleinaustraße und das Lindenviertel vom Park(such)verkehr entlasten?
  • Könnte eine Tiefgarage unter der neuen Erich Kästner-Schule helfen?
  • Wo hapert es an Barrierefreiheit?
  • Wie können wir Konflikte zwischen Radfahrenden und Fußgänger*innen vermeiden?
  • Brauchen wir mehr Verkehrszeichen - z.B. Piktogramme auf den Straßen?
  • Wollen wir mehr Tempo 30?
  • Was bringt uns Carsharing?
  • Wie können wir den Hans-Römer-Platz "verkehrssicher" und mit hoher Aufenthaltsqualität gestalten?
  • ...

Schulen: Ausweichstandort Frauenstein war "Missverständnis"

In einem Schreiben des Schuldezernenten vom Mai 2022 war dem Schiersteiner Ortsbeirat die Fläche des Kleinspielfeldes südlich des Sportplatzes "Bodenwaage" in Frauenstein als möglicher Ausweichstandort für die Schiersteiner Schulen EKS und Hafenschule genannt worden. Im Wiesbadener Kurier korrigiert Christian Lahr (bislang Schulplaner für Hafenschule und EKS) diese Aussage: Die Nennung des Standorts in Frauenstein sei ein Fehler im Schreiben gewesen. Gemeint wäre das Schiersteiner Saareck, also der Bereich der ehemaligen Tennisplätze und der Jugendplatz an der Saarbrücker Allee.

Auf den ehemaligen Tennisplätzen im Hintergrund könnten Schulcontainer aufgestellt und der Jugendplatz als "Schulhof" und nachmittags weiter von den Jugendlichen genutzt werden.

Das Gelände des Jugendplatzes könnte dann als Schulhof dienen und nachmittags weiterhin von den Jugendlichen genutzt werden. Schulcontainer könnten auf den ehemaligen öffentlichen Tennisplätzen aufgestellt werden, wird Lahr im Wiesbadener Kurier vom 7. Juni 2022 zitiert. Diese Ausweichfläche - so berichtet der Wiesbadener Kurier - sei dann gleichermaßen für die Schüler*innen von Erich-Kästner- und Hafenschule gedacht.

Der Schiersteiner Ortsbeirat war sehr verwundert über das Schreiben des Schuldezernats im Mai, in dem die Fläche in Frauenstein als Ausweichstandort genannt wurde. In einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen hatte das Gremium darum in seiner Sitzung am 1. Juni 2022 unter anderem nachgefragt, wie die betroffenen Schulen zu diesen Plänen stehen und wie insbesondere der Transport der Grundschüler*innen nach Frauenstein organisiert werden solle. Der Ortsbeirat hatte in seinem Antrag außerdem mehrere Optionen genannt, die das Schulamt als Ausweichstandort prüfen könne – darunter auch der Standort am Saareck.

Favorit des Ortsbeirats und laut Wiesbadener Kurier auch des Schulamts ist jedoch weiterhin die Festwiese an der Kleinaustraße als Ausweichstandort. Der hängt aber von einer Genehmigung des Regierungspräsidiums in Darmstadt ab, die vermutlich aus Trink- und Hochwasserschutzgründen nicht erfolgen wird.


Zwei Carsharing-Autos für Schierstein

Voraussichtlich ab August 2022 bietet book-n-drive gleich zwei Carsharing-Autos in Schierstein an. Das Unternehmen hat sich entschieden, von der Möglichkeit der Stationierung eines zweiten Fahrzeuges in der Reichsapfelstraße von Beginn an Gebrauch zu machen.

Hier in der Reichsapfelstraße werden von Beginn an zwei Carsharing-Autos für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen.

Wer Fragen zum neuen Angebot hat: Im Rahmen der Bürgerbeteiligung "Viel los in Schierstein" wird am Donnerstag, 9. Juni 2022, ab 16 Uhr book-n-drive beim Forum am Weinstand zum Thema Mobilität und Verkehr am Hans-Römer-Platz dabei sein. Das Unternehmen gibt dort Auskunft zu Carsharing im Allgemeinen natürlich zum neuen Angebot in Schierstein.

Am Forum am Weinstand werden am 9. Juni nach aktuellem Stand außerdem dabei sein:

o Rad+ App Umweltamt
o Radbüro
o Community-Ladesäule ESWE-Versorgung
o ESWE-Verkehr: Allgemeine Mobilitätsberatung
o Lilja-Lastenrad
o Angefragte: Norschter Dorfmobil
o Stabsstelle Bürgerbeteiligung

Am 9. Juni können direkt auch Anregungen zum Thema Verkehr in Schierstein bei den Vertreterinnen der Stabsstelle Bürgerbeteiligung eingebracht werden. Wer sich vorher schon online beteiligen möchte, kann das hier tun:

https://dein.wiesbaden.de/wiesbaden/de/mapconsultation/57304


Schiersteiner Schulen: Suche nach Ausweichstandort bereitet Probleme

Im Dezember 2021 stellten Schulamt, Stadtplanungsamt und die beauftragten Architekten in einer öffentlichen Sitzung des Ortsbeirats die neuen Machbarkeitsstudien für Erich Kästner- und Hafenschule vor. Die freudige Nachricht: Beide Schulen können an ihren Standorten saniert bzw. erneuert werden.

ZUKUNFT SCHIERSTEIN hatte damals ausführlich berichtet:
https://zukunft-schierstein.de/unsere-themen/schulcampus-und-dreifeldersporthalle/

Doch eine wesentliche Frage blieb ungeklärt und ist offenbar auch bis heute nicht gelöst:
Wohin mit den Schulen während der Neubauzeit?

Der Ortsbeirat hat zu Beginn des neuen Jahres der Stadt mitgeteilt, dass idealer „Interimsstandort“ ein Teil des Festplatzes an der Kleinaustraße wäre. Die bekannten Probleme an dieser Stelle (Trinkwasser- und Hochwasserschutz) wollte das Schulamt schnellstmöglich mit dem Regierungspräsidium in Darmstadt abklären.

Mit Schreiben vom 11. Mai 2022 signalisierte das Schuldezernat dem Ortsbeirat, dass die bevorzugte Interimsfläche für beide Schulen, der Festplatz an der Kleinaustraße, möglicherweise aus Gründen des Trinkwasserschutzes und des Hochwasserschutzes nicht durch das Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt werde. Das Schulamt verfolge daher die Strategie, durch Einschaltung eines Gutachters diese Fläche doch noch in Anspruch nehmen zu können.

Alternativ werde geprüft,

  • ob das Wäldchen südlich des 08er-Sportplatzes als Fläche genutzt werden könne, da hier zwar Trinkwasserschutz bestehe, aber der Hochwasserschutz keine Hürde sei.
  • ob eine Fläche südlich des Sportplatzes Bodenwaage in Frauenstein für die Schulen in Frage komme,
  • ob die EKS-Sporthalle in der Zehntenhofstraße vorzeitig abgerissen werden könne und diese Fläche genutzt werden könne.
"Ich kann zu Fuß zur Schule gehen", mit einem Ausweichstandort in Frauenstein dürfte das für Schiersteiner Grundschulkinder unmöglich sein.

Für den Schiersteiner Ortsbeirat sind die genannten Alternativen nicht gerade überzeugend. Vor allen Dingen der Vorschlag einen Ausweichstandort in Frauenstein südlich des Sportplatzes Bodenwaage zu schaffen, scheint doch komplett an der Realität – vor allem der Grundschulkinder – vorbeizugehen. Wie soll allein der Transport der Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren in den Nachbarort funktionieren?

Aber auch die Idee die Sporthalle an der Erich Kästner-Schule vorzeitig abzureißen, ist wenig überzeugend: Welche Ausweichmöglichkeiten hätten die Schiersteiner Vereine, die durch einen vorzeitigen Abbruch ihre Hallentrainingsmöglichkeiten verlieren?

Der Ortsbeirat will darum in seiner nächsten Sitzung am 1. Juni von der Stadt wissen:

Ob die Fläche neben der Schiersteiner Brücke auf Biebricher Seite für beide Schulen als Interimsstandort – insbesondere in Bezug auf die dort vorgenommenen Bodensanierungsarbeiten – dienen könnte oder ob hier gesundheitliche Gefahren hinsichtlich Boden- oder Luftbelastung zu befürchten wären.

Ob folgende Optionen – zumindest für die ortsnahe Auslagerung der Hafenschule – durchgeprüft werden oder wurden (Wenn nein, warum nicht?):

  • Teile des Freigeländes/Schulhofs der Eichendorff-Schule
  • die Brachfläche der ehemaligen öffentlichen Tennisplätze hinter dem Jugendplatz Saareck in Kombination mit dem Fritz-Brüderlein-Haus, das über den Sportplatzweg nur wenige Minuten Fußweg entfernt ist.
  • die noch unbebauten Flächen am Osthafen im Sondergebiet 3 (SO 3), für die keine Einschränkungen durch Fischer Chemie bestehen und die nutzbar wären, sobald durch die Fertigstellung des Schufa-Baus keine Baustellenzufahrt mehr notwendig wäre und solange dieses Gebiet noch nicht vermarktet ist.

ZUKUNFT SCHIERSTEIN hatte bereits in den Weihnachtsferien eine Liste der möglichen Ausweichstandorte erstellt und mit in die öffentliche Diskussion eingebracht.

Siehe:

https://zukunft-schierstein.de/ausweichstandorte-wo-sollen-die-schulen-waehrend-der-bauzeit-hin/

 

Hierüber war in der Ortsbeiratssitzung im Januar aber nicht abschließend diskutiert worden, da die Ortsbeiratsmitglieder zunächst die Option „Festplatz“ prüfen lassen wollten. Eine gemeinsame Priorisierung weiterer möglicher Standorte gab es nicht. Wohl aber den ausdrücklichen Wunsch – für den Fall, dass der Standort am Festplatz nicht möglich sein sollte – zeitnah alternative Standorte gemeinsam zu besprechen.


Stefan "Bussi" Bussmann †23.5.2022

Wir sind dankbar für die Zeit, die wir mit Dir hatten.

Unser Freund und Weggefährte Stefan "Bussi" Bussmann ist am 23. Mai 2022 verstorben. Wir sind unendlich traurig, aber mindestens genauso dankbar, dass er einen wichtigen Teil unseres Weges mit uns gegangen ist. Wir vermissen ihn und möchten ihn gerne, wo und wie immer es geht, bei uns behalten, auch auf dieser Seite.