Neue Rubrik: Fraktion im Ortsbeirat

Die Wählergemeinschaft Zukunft Schierstein ist als neue Bewerberin zur Kommunalwahl 2021 mit 27 Prozent – und damit mit den meisten Wählerstimmen – in den Ortsbeirat eingezogen.

Zukunft Schierstein ist weiterhin eine Bürgerinitiative, aber zusätzlich auch mit vier Vertretern eine

Fraktion im Ortsbeirat Schierstein

Wir haben darum eine gleichnamige Rubrik auf unserer Homepage zukunft-schierstein.de eingerichtet: https://zukunft-schierstein.de/fraktion-im-ortsbeirat/ 
Dort gibt es alle Infos, die unsere Fraktion betreffen: z.B. zu den Personen, die sich im Ortsbeirat engagieren, und den Anträgen, die wir im Ortsbeirat Schierstein stellen:

Zu den Anträgen der Fraktion Zukunft Schierstein im Ortsbeirat geht es HIER!

 

 


Freizeitgelände zwischen Hafen und Rhein

Im Zuge des Neubaus der Schiersteiner Brücke soll sich auch das direkte Umfeld der Schiersteiner Brücke verändern. Pläne für einen Großparkplatz hat Umwelt- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol bereits vorgestellt. Weniger Beachtung fand dabei bisher Kowols Aufforderung, sich in die Planungen für das freiwerdende Grundstück zwischen Raiffeisen-Silo und Brücke einzubringen. Auf den ersten Blick erscheint das nicht unbedingt als das attraktivste Grundstück im Hafenumfeld. Aber es ist nunmal das einzige, auf dem wir offenbar noch frei über die Nutzung entscheiden können und das zumindest eine beachtliche Größe hat, um hier eine größere zusammenhängende Fläche zu entwickeln.

Claudia Wagner hat sich hierzu einige Gedanken gemacht, die wir gerne mit den Menschen in Schierstein diskutieren möchten:

Jugendliche und junge Erwachsene treffen sich gerne im öffentlichen Raum. Dies zeigte u.a. die Wiesbadener Jugendbefragung 2017. In Schierstein sind die Möglichkeiten für solche Treffen sehr beschränkt. Der zwar mit viel Elan und Engagement gestaltete Jugendplatz an der Saarbrücker Allee sollte nicht alles sein, was wir für unsere Jugendlichen „übrig“ haben. Auf Spielplätzen sind sie nicht erwünscht und die wenigen kleinen Parkanlagen bieten ihnen nichts außer Sitzbänke.

Die freiwerdende Fläche zwischen dem Futtersilo von Agravis und der Schiersteiner Brücke böte ausreichend Platz, eine attraktive Freifläche für Jugendliche und junge Erwachsene direkt zwischen Hafen und Rhein zu gestalten. Möglich wären Aufschüttungen mit Sand, wo z.B. ein Beachvolleyballfeld entstehen könnte. Auch Basketballkörbe mit entsprechendem Platz sind denkbar. Der Platz ist ortsnah, gut zu erreichen und gelegentlicher Lärm würde niemanden stören.

Möglicherweise könnten die Schiersteiner Sportvereine ab und zu hier passende Veranstaltungen anbieten und wenn an den Wochenenden im Sommer ein Getränkeverkauf stattfinden könnte, ein paar trendige Sitzliegen (siehe Rheinufer Eltville) und zum Beispiel in untermittelbarer Nähe auf dem Großparkplatz unter der Brücke eine Toilettenanlage vorhanden wären, könnte dieser Platz zu einer runden Sache werden – auch über alle Generationen hinweg.

Denkbar wäre auch, einen Teil der Fläche unter der Schiersteiner Brücke in das Konzept zu integrieren und hier überdachte Freizeitmöglichkeiten zu schaffen.

Nicht vergessen sollten wir gerade an dieser Stelle direkt neben der Autobahnbrücke das Stadtklima: Eine Idee könnte die Begrünung der Fassade des Agravis-Gebäudes sein. Eine verbesserte Luftqualität und Abkühlung an heißen Sommertagen wären die Investition wert.

Claudia Wagner, Initiative Zukunft Schierstein

Ausschnitt aus dem Strukturkonzept Mainz-Wiesbaden, abrufbar unter: https://www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/planen/stadtentwicklung/regionale-projekte/rheinuferentwicklungskonzept.php

Der Westhafen wird vorrangig von den Vereinen genutzt, die Hafenpromenade steht zum „Flanieren“ und für gastronomische Angebote zur Verfügung, am Osthafen dominiert künftig die Büronutzung und die Bismarksaue wird seit Jahren als Biotopfläche entwickelt, auf der zwar Spaziergänge aber möglichst kein Aufenthalt stattfinden soll.


Flyer zu aktuellen Entwicklungen – Vor-Ort-Termine

Zukunft Schierstein informiert seit einigen Tagen per Flyer über aktuelle Entwicklungen in Schierstein:

Download hier: Flyer Zukunft Schierstein, April 2021

Wir laden alle Menschen in Schierstein ein, sich in die Diskussion und Ideenfindung einzubringen.
Gerne per Mail an: info@zukunft-schierstein.de

oder auch im persönlichen Gespräch:

Zukunft Schierstein vor Ort

Wir laden ein, uns am Hafenweg an der Brachfläche oberhalb der Bootsrampe am Osthafen zu treffen

  • am Samstag, 17. April 2021, um 10 Uhr und
  • am Donnerstag, 22. April 2021, um 18 Uhr.

Coronabedingt planen wir aktuell, uns jeweils mit deutlichem Abstand in Einzelgesprächen mit Ihnen vor Ort auszutauschen.


Wählerwille entscheidend für Besetzung der Position von Ortsvorsteher/in und Stellvertreter/in in Schierstein

In der konstituierenden Sitzung des Schiersteiner Ortsbeirats am 21. April 2021 wird der Ortsbeirat aus seiner Mitte eine/n Ortsvorsteher/in und eine/n Stellvertreter/in wählen. Für uns steht außer Frage, dass Zukunft Schierstein als die Fraktion mit den meisten Wählerstimmen bei der Besetzung dieser Positionen eine Rolle spielen muss.

Anhand des Wahlergebnisses gibt es nur zwei mögliche Varianten, die den Wählerwillen widerspiegeln:

  • Die Mehrheit der rein personenbezogenen Stimmen spricht für Urban Egert (SPD) als Ortsvorsteher mit 2.482 Stimmen, gefolgt von Christina Kahlen-Pappas (Zukunft Schierstein) als seine Stellvertreterin mit 2.170 Stimmen.
Grafik: Zukunft Schierstein
  • Denkbar wäre auch eine Konstellation, die das absolute Wahlergebnis widergibt, also in der die beiden Fraktionen mit dem stärksten Wahlergebnis Ortsvorsteher/in (Zukunft Schierstein mit 27 Prozent der Wählerstimmen) und Stellvertreter/in (CDU mit 26,2 Prozent der Wählerstimmen) stellen.
Abweichungen zum Wahlergebnis 2016 ergänzt von Zukunft Schierstein.

Eine Konstellation in der Zukunft Schierstein als Wahlgewinnerin und mit der nach Personenstimmen zweitstärksten Kandidatin unberücksichtigt bliebe, wäre nicht mit dem Wählerwillen vereinbar.

Vor dem Hintergrund, dass mit diesen Personalentscheidungen keinerlei Vorfestlegungen in Sachfragen verbunden sind, sondern der Ortsvorsteher vornehmlich die Sitzungen des Ortsbeirats leitet und das Gremium nach außen fraktionsübergreifend vertritt, sehen wir uns in der Entscheidung bestärkt, den Personenstimmen in der Frage der Besetzung dieses Amtes mehr Gewicht einzuräumen und hoffen, dem Wählerwunsch mit einer weiteren Amtsperiode für Urban Egert als Ortsvorsteher und Christina Kahlen-Pappas als seiner Stellvertreterin am nächsten zu kommen.

Zukunft Schierstein hat ein positives Feedback von der SPD erhalten, die Urban Egert erneut als Ortsvorsteher aufstellen und Christina Kahlen-Pappas als seine Stellvertreterin wählen will. Wir sind bereit, diesen Weg mitzugehen.

Auf die Sachpolitik von Zukunft Schierstein hat diese Entscheidung ausdrücklich keinerlei Einfluss. Eine Kooperation oder Koalition mit Vorfestlegungen in Sachfragen oder internen Absprachen mit den anderen Fraktionen im Ortsbeirat gibt es nicht. Leitlinien für unser politisches Handeln in der Sache sind unsere zehn Eckpunkte zur Wahl. Für diese wollen wir unabhängig, transparent und themenorientiert mit guten Sachargumenten Mitstreiter/innen im Ortsbeirat finden.


Pilotprojekt Ortspartnerschaft: Schierstein und Delkenheim

Die Stadt Wiesbaden zieht aus der Corona-Pandemie nun auch erste Konsequenzen für das Thema Städtepartnerschaften. Angesichts der Reisebeschränkungen, die den Kontakt mit den Städten im Ausland seit über einem Jahr erschweren, sollen sich in den nächsten Monaten alle Wiesbadener Ortsteile zu „Pärchen“ zusammenfinden  und sogenannte „Ortspartnerschaften“ eingehen. Das Projekt läuft unter dem Motto: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“.

Die Verpartnerung soll bewusst nicht zwischen nebeneinanderliegenden Ortsteilen, sondern möglichst von Ost nach West und von Süd nach Nord stattfinden. Als Pilot-Partner-Ortsteile wurden im Ausschuss für Städtepartnerschaften bereits vor einigen Monaten Delkenheim und Schierstein festgelegt. Beide Ortsteile verbinden bereits jetzt mehrere Projekte miteinander.

Projekt „Atmen in Delkenheim“

Eines der bedeutendsten Projekte ist „Schiersteiner*innen atmen in Delkenheim“. Hierzu sollen in den heißen Sommermonaten Bustouren für Menschen aus Schierstein zur Delkenheimer Kiesgrube angeboten werden. Ab Außentemperaturen von 30°C im Schatten werden bevorzugt ältere Mitbürger*innen, die erwiesenermaßen besonders unter der Hitze leiden, zu Tagestouren durch die Kiesgrube eingeladen. Um dieses Highlight zu ermöglichen, wurde viel Geld in die Hand genommen. Die Finanzierung ist durch die Bebauung des Osthafens gesichert, die zwar zu schlechterem Klima in Schierstein führt, aber finanzielle Mittel für „Kompensationsmaßnahmen“ und damit bessere Luft im 15 km entfernten Delkenheim ermöglicht hat, von der auch Schiersteiner*innen profitieren sollen.

Projekt „Jugend unterm Dach“

Eine weitere wichtige Kooperation besteht im Bereich Jugend: Im Zuge des Projekts „Jugend unterm Dach in Delkenheim“ entsteht auf dem Bolzplatz an der Kölner Straße in Delkenheim mit Unterstützung des Grünflächenamtes ein Unterstand für Jugendliche, der mit 3.500 Euro über das Handlungsprogramm Jugend finanziert wird. Ziel der Maßnahme ist ausdrücklich, die „Schaffung eines Treffpunktes für Jugendliche in Delkenheim“, nicht nur „aus“ Delkenheim. Schiersteiner Jugendliche, die unter den Vordächern in Schierstein bei Regen keinen Platz mehr finden, sind herzlich eingeladen, den Unterstand in Delkenheim zu nutzen. Die Stadt beweist hier Weitblick angesichts zunehmender Starkregenereignisse. Sobald die Coronalage es erlaubt, sind sogar regelrechte organisierte Treffen der Delkenheimer und der Schiersteiner Jugend unter dem Unterstand geplant. Aktuell ist außerdem eine Aufnahme des Highlights "Jugend unterm Dach" in das Ferienprogramm der Stadt Wiesbaden geplant.

Projekt „Schiersteiner*innen parken in Delkenheim“

Noch in der Planung, aber vielsprechend ist das Projekt „Schiersteiner*innen parken in Delkenheim“. Gegen einen geringen monatlichen Kostenbeitrag erhalten Schiersteiner*innen ein exklusives Anrecht auf einen der öffentlichen Delkenheimer Parkplätze. Dieser soll nicht nur von Tagesausflüglern genutzt werden, die mit dem eigenen PKW am Projekt „Atmen in Delkenheim“ teilnehmen oder ihre Jugendlichen am Unterstand abholen wollen, sondern ganz gezielt auch, um die Parkplatzsuche für Schiersteiner Anwohner*innen nach einem langen Arbeitstag zu erleichtern. Statt in den Schiersteiner Gassen unter Umständen stundenlang nach einem geeigneten Plätzchen suchen zu müssen, sollen die Bewohner*innen vom Rhein direkt Delkenheim ansteuern, wo sie bequem parken und nahtlos in den gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr zwischen Delkenheim und Schierstein umsteigen und ganz entspannt in den Feierabend starten können. Wer mag, kann zuvor noch einen tiefen Atemzug aus dem Projekt „Schiersteiner*innen atmen in Delkenheim“ nehmen.

„Win-Win-Situation“ für beide Ortsteile

Damit diese Pilotpartnerschaft zwische Delkenheim und Schierstein langfristig zu einer „Win-Win-Situation“ für beide Ortsteile wird, sind nun alle Schiersteiner*innen aufgerufen, Ideen einzubringen, welche Angebote Schierstein für Menschen aus Delkenheim in der Ortspartnerschaft einrichten könnte.

 


Bürgervorschlag: Outdoor-Fitness-Park am Osthafen

Uns erreichte ein Bürgervorschlag zur Umgestaltung des 1.000 bis 2.000 qm großen Dreiecks aus Gras und Bäumen an der Spitze des Schiersteiner Osthafens ungefähr vor dem Raiffeisen-Silo.

Der Vorschlag ist so detailliert erläutert und mit einem Für und Wider versehen ist, dass wir ihn gerne hier mit Ihnen teilen und zur Diskussion stellen möchten.

Haben Sie Anregungen dazu oder eigene (auch andere) Ideen für diese (oder andere) Flächen und Projekte in Schierstein?
Dann schreiben Sie uns: info@zukunft-schierstein.de

Outdoor-Fitness-Park für jedermann

„Es sind verschiedenerlei Geräte aus Metall die zur Gesunderhaltung dienen und an Geräte aus dem Fitnessstudio erinnern. Dabei denke ich weniger an die klassischen Klimmzugstangen, sondern an frei gelagerte Geräte, die praktisch wie Kabelzugmaschinen, Stepper und Crosstrainer funktionieren. Diese wirken recht massiv und belastbar. Man könnte es quasi als Spielplatz für Erwachsene beschreiben.

Ein paar Impressionen, was ich meine, findet ihr hier:

https://doyouremember.com/105394/elderly-playgrounds-boost-activity

https://www.caloo.co.uk/product/community-gym-bundle/

https://www.globalmobilefamily.com/2011/10/adult-playground/

https://pin.it/3yTQoy2

Vorteile:

  • Ich denke, dass ein solcher kleiner Fitnesspark gut auf das Dreieck am Osthafen passen könnte. Man hätte beim Sporttreiben einen tollen Blick über den Hafen.
  • Es würde Schierstein als Jogging/Workout-Standort in Wiesbaden ausprägen (man sieht aktuell ja schon viele Menschen joggen, die könnten dort einen Zwischenstopp einlegen und ihre Kräftigungsübungen machen).
  • Da die Geräte recht einfach in der Handhabung sind und mit Eigengewicht arbeiten, sind diese für Hobbysportler und vor allem auch für Senioren, die sich fithalten möchten, gut geeignet.
  • Aber auch die einheimischen Sportvereine könnten die Station in ihrer Saisonvorbereitung (in der Rundenlaufen am Hafen zum Pflichtprogramm gehört) mit einbeziehen.
  • Ein öffentlich zugänglicher Fitness-/Gesundheitspark würde sozial Benachteiligten die Teilhabe bzw. den Zugang zu gesundheitserhaltenden Geräten ermöglichen. Eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio kann und will sich ja nicht jeder leisten.
  • Vielleicht gibt es auch Bundesprogramme oder Sponsoren die eine Umsetzung eines solchen Programmes fördern würden. Vielleicht spendet auch jede der Schiersteiner Firmen Geräte -> vor allem für die Schufa oder DOW, deren Mitarbeiter in ihrer Mittagspause dort ein kleines Workout machen könnten,  bevor es wieder an den Schreibtisch geht ;-).
  • Der Park könnte zudem sicherlich organisch in die Natur eingebunden werden. (Muss nicht so „steril“ und futuristisch sein, wie man es in manchen Internetfotos so sieht.)

Mögliche Bedenken:

  • Ich kann nicht genau beurteilen, wie wartungsintensiv diese Geräte sind. Sie wirken recht robust, ich weiß aber nicht wie „Vandalismus-resistent“ sie sind und ob vor allem die beweglichen Geräte nicht regelmäßig gewartet werden müssen.
  • Vor allem die „aufwendigeren“, freischwingenden Geräte werden sicherlich etwas kostenintensiver sein. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass so ein Projekt gefördert werden könnte (s.o.)
  • Zudem höre ich schon die Kommentare „ein Spielplatz für Senioren wird für X€ gebaut und der für die Kinder vergammelt“. Hier wäre es sicherlich ratsam, wenn eine Neugestaltung des Hafenspielplatzes im zeitlichen Zusammenhang auch stattfindet. ;-)

Vielleicht gefällt euch ja die Idee so gut wie mir und ihr könnt was mit meinen Ausführungen anfangen :-).“


Veränderungen am Rheinufer - Entwurf für Bismarksaue

Am Donnerstag Nachmittag, 18. März 2021, hat das Umweltamt zusammen mit Stadtrat Andreas Kowol einen Entwurf für Veränderungen auf der Bismarksaue vorgestellt. Während eines Rundgangs erläuterten Vertreter des Umweltamtes, darunter auch Amtsleiter Dr. Klaus Friedrich, einigen Ortsbeiratsmitgliedern und uns „Neuen“ von Zukunft Schierstein ihre Vorstellungen für die Bismarksaue.

Eine Plandarstellung hierzu, die uns als Plakat gezeigt wurde, soll zeitnah veröffentlicht werden. So zumindest der einhellige Wunsch der anwesenden Schiersteiner*innen bzw. Ortsbeiratsmitglieder. Die Pläne könnten so gemeinsame Diskussionsgrundlage für die Weiterentwicklung des Rheinufers – und hier speziell der Bismarksaue – sein. Vielleicht könnten damit auch schon gezieltere Vorschläge der Bürger*innen im Rahmen der aktuell nur noch bis zum 18. April laufenden Bürgerbeteiligung zur Rheinufergestaltung mit einfließen. Das ist natürlich nur dann möglich, wenn auch alle die Pläne zum – vom Umweltamt so genannten – „Masterplan Bismarksaue“ schnellstmöglich kennen.

Bis dahin wollen wir hier schon über ein paar Punkte aus dem Rundgang mit dem Umweltamt informieren.

Damit kein Missverständnis entsteht: Die Pläne des Umweltamtes sind in der Entwurfsphase, können sich also noch verändern!

Quelle: Google Maps - Bearbeitung: Zukunft Schierstein

 

Gestaltungsfreiheit besteht vor allem noch für

  • das ca. 1.000 bis 2.000 qm große Dreieck aus Gras und Bäumen an der Spitze des Schiersteiner Osthafens ungefähr vor dem Raiffeisen-Silo. Dieses Grundstück könnte auch für Freizeitnutzung herhalten.

    Quelle: Google Maps
  • Außerdem ist noch ein Grundstück frei gestaltbar, das zwischen Autobahnbrücke und Silo am Rheinufer liegt (wir berichteten).

 

Für den „Eingang“ zur Bismarksaue wünscht sich das Umweltamt eine Schranke, damit der Hafenweg ab dort wirklich nur noch von Anliegern (Wasser- und Schifffahrtsamt, DLRG, Angelsportverein und natürlich Feuerwehr und Rettungsdienste) befahren werden kann.

Das ehemalige CEMEX-Betonmisch-Gelände westlich neben dem Raiffeisen-Gebäude, das derzeit noch als Lagerfläche für den Brückenneubau genutzt wird, soll sehr wahrscheinlich an das Wasser- und Schifffahrtsamt gehen, das dort Schiffsanleger einrichten könnte (wir berichteten).

Im Gegenzug könnte der Stadt das Gelände des ehemaligen Tankdienstes Rein im Westen der Bismarksaue übertragen werden. Es ist aktuell noch im Eigentum des Wasser- und Schifffahrtsamts. Das Grundstück wäre aber frühestens 2025 nutzbar, da es kontaminiert ist durch einen Mineralölschaden, der sich über die Jahre auf natürliche Weise abbauen soll. So lange soll die Oberflächenversiegelung erhalten bleiben. (Siehe hierzu auch einen ausführlichen Bericht auf Schierstein 24). Gegen den Rückbau der Betonaufbauten auf dem Grundstück spreche aber nichts.

 

Ein weiteres Grundstück, für das Handlungsbedarf besteht, ist das Gelände neben dem Angelverein am Nordufer der Bismarksaue. Hier hat das Umweltamt Rodungen und Rückschnitte vornehmen lassen, die notwendig gewesen seien, um zum Beispiel Nistplätze für Buschbrüter zu schaffen, also für Vögel, die nicht auf Bäumen, sondern in Büschen ihre Nester bauen.

 

Das Umweltamt will auch hier – wie auf der gesamten Bismarksaue – keine Freizeitnutzung oder Aufenthaltsmöglichkeiten. Trotzdem sind Gestaltungsideen gefragt.

Die Bismarcksaue soll also vorrangig zum Spaziergang, aber nicht zum „Verweilen“ einladen.

Der bestehende Asphaltweg (Hafenweg) am Rheinufer im Südwesten der Bismarksaue soll entsiegelt und zum „Leinpfad“ für Fußgänger umgewandelt werden.

Quelle: Google Maps

Der jetzige bessere „Trampelpfad“ unmittelbar hinter dem Wasser- und Schiffahrtsamt und dem Angelverein soll ausgebaut und befestigt werden, sodass er mit PKW und Rettungswagen befahren werden kann. Auch Radfahrer sollen zukünftig nur noch diesen Weg nutzen und nicht mehr unten am Rhein entlangfahren dürfen.

Wir würden uns sehr über Rückmeldungen/Ideen hierzu freuen!
Gerne per Mail an: info@zukunft-schierstein.de


Ortsbeiratswahl: Ergebnisse stehen fest

Die Ergebnisse zur Wahl des Schiersteiner Ortsbeirats stehen fest.

Die meisten Stimmen entfallen mit 27 Prozent auf Zukunft Schierstein. Die CDU folgt mit 26,2 Prozent, die SPD mit 25,8 Prozent. Die Grünen haben 17,5 Prozent der Stimmen erhalten.

Zukunft Schierstein, CDU und SPD sind ab sofort mit jeweils 4 Sitzen im Ortsbeirat vertreten. Damit verliert die CDU einen und die SPD zwei Sitze. Bei den Grünen bleibt die Anzahl der Sitze mit drei unverändert - genauso wie deren Besetzung. Die FDP verliert ihren einzigen Sitz im Ortsbeirat. Zukunft Schierstein ist zum ersten Mal zur Wahl angetreten und somit auch erstmals im Ortsbeirat.

Die Sitze gehen an (Kandidatenstimmen in Klammern):

Zukunft Schierstein:

  1. Christina Kahlen-Pappas (2.170)
  2. Herbert G. Just (1.838)
  3. Katja Hammer (1.761)
  4. Stefan Bussmann (1.555)

CDU:

  1. Wilhelm Vogel (1.804)
  2. Freda Börgers (1.658)
  3. Volker Dietz (1.390)
  4. Gisela Neudeck (1.092)

SPD:

  1. Urban Egert (2.482)
  2. Volker Birck (1.768)
  3. Annette Schmitt (1.052)
  4. Anton Schardt, SPD (882)

Grüne:

  1. Walter Richters (1.671)
  2. Thomas Mahler (1.139)
  3. Axel Wolf (1.030)

Alle Daten im Detail und den Überblick über die Kandidatenstimmen gibt es auch hier:

https://votemanager-wi.ekom21cdn.de/2021-03-14/06414000/html5/Ortsbeiratswahl_Hessen_27_Ortsbezirk_Schierstein.html


Im Trend: Ortsbeiratswahl Schierstein - Wir sagen Danke!

Die ersten Trendergebnisse der Schiersteiner Ortsbeiratswahl liegen vor und können hier verfolgt werden:
Votemanager Wiesbaden

Stand Montag früh sind in diese Ergebnisse nur die unveränderten Stimmzettel zur Ortsbeiratswahl eingeflossen. Sämtliche Stimmzettel, die verändert sind (panaschiert und kumuliert) werden erst ab heute ausgezählt. Auf der Homepage der Stadt Wiesbaden heißt es hierzu:

„Die Auszählung kann sich über mehrere Tage erstrecken. Zwischenergebnisse werden, je nach Verlauf der Auszählung, an den Nachmittagen aktualisiert.“

Sobald das Endergebnis feststeht, melden wir uns hierzu und zu unseren ersten Schritten nach der Wahl.

Jetzt schon ein herzliches Dankeschön an alle, die uns Ihr Vertrauen schenken!

Zukunft Schierstein


Kompensation für Bürobauten am Osthafen – Park & Ride unter der Schiersteiner Brücke

Anfang März hat Andreas Kowol, Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr, sowohl im Schiersteiner Ortsbeirat als auch in einer Online-Sitzung über die Pläne für das Osthafen-Umfeld und einen Park & Ride-Parkplatz unter der Schiersteiner Brücke informiert.

Am Osthafen sei eine sehr dichte Bebauung geplant, sagte Kowol. „Man muss nicht alles machen, was baulich geht, aber die Verdichtung, die jetzt nicht auszuschließen ist, muss ausgeglichen werden an vielen anderen Stellen.“

Doch keine Freizeitnutzung für CEMEX-Gelände

Genaue Pläne dazu, wie das im direkten Umfeld des Osthafens geschehen könnte, stellte Kowol noch nicht vor. Er schränkte allerdings ein, dass eine Renaturierung des ehemaligen CEMEX-Betonmisch-Geländes neben dem Raiffeisen-Gebäude ausgeschlossen sei. Dieses Gelände war in der Diskussion um die Osthafenbebauung häufig als „grüne Ausgleichsfläche“ genannt worden. Aber daraus wird wohl nichts: „Wir mussten feststellen, dass sich die Verträge mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt nicht nur auf das jetzige Betriebsgelände auf der Bismarksaue beschränken“, sagte Kowol. Dem Amt stehe auch die Nutzung des Geländes auf der Westseite des Raiffeisengebäudes (ehemals CEMEX) zu. Was genau das Wasser- und Schifffahrtsamt hier plane, konnte Kowol nicht sagen. Er habe auch davon gehört, dass Schiffsanleger eine Option seien.

Derzeit wird das ehemalige CEMEX-Gelände noch als Lagerfläche für den Neubau der Schiersteiner Brücke genutzt. Doch mit der Fertigstellung der Brücke ist auch eine Umnutzung – dann wohl durch das Wasser- und Schifffahrtsamt – möglich.

Bild: Auf dem ehemaligen CEMEX-Gelände lagert aktuell Material für den Neubau der Schiersteiner Brücke. Eine Renaturierung des Geländes wird es voraussichtlich auch nach Abschluss der Brückenbauarbeiten nicht geben. 

Ideen für Grundstücksstreifen zwischen Silo und Autobahn gefragt

Doch ein anderes Grundstück stehe noch zur Verfügung: Kowol forderte die Schiersteiner*innen ausdrücklich auf, Ideen für den Streifen zwischen dem Raiffeisen-Silo und der Autobahnbrücke zu entwickeln. Hier könnten sich Ortsbeirat und Bürger*innen mit Gestaltungsideen einbringen.

Bild: Über die Nutzung des Streifens zwischen Silo und Autobahn sollen sich die Schiersteiner*innen Gedanken machen. 

Bis zu 450 Stellplätze unter der Brücke

Eigene detaillierte Ideen hat das Dezernat von Stadtrat Kowol zu einem Park & Ride-Parkplatz unter der Schiersteiner Brücke vorgelegt. Hier will das Verkehrsdezernat unter der gesamten Länge der Brücke 400 bis 450 Stellplätze schaffen. Noch könne der Schiersteiner Ortsbeirat Ideen dazu einbringen und über das Bewirtschaftungskonzept mitentscheiden, aber spätestens in diesem Sommer sollen die Pläne für den Parkplatz stehen, damit sie gleich mit dem Rückbau der Baustelle unter der Brücke umgesetzt werden können.

Zufahrt über den Hafenweg?

Irritationen gab es in der Online-Konferenz über die geplante Zufahrt zu diesem Großparkplatz. In der Ortsbeiratssitzung am 5. März hatte Kowol hierfür noch die Rheingaustraße direkt unter der Brücke genannt. In der Online-Sitzung am 7. März sprach er dann davon, dass die Zufahrt über den Hafenweg westlich der Brücke erfolgen solle. Die Skizze, die Kowol in der Ortsbeiratssitzung und zwei Tage später auch in der Online-Sitzung zeigte, lässt beide Varianten zu (siehe gelbe Markierungen): Einmal die direkte Zufahrt über die Rheingaustraße und die Zufahrt über den Hafenweg in einen Kreisel und von dort wahlweise auf den nördlichen oder südlichen Teil des Parkplatzes.

Bildquelle: Stadt Wiesbaden - Beschriftung "Rheingaustraße", "Hafenweg" und "Rad- und Fußweg" ergänzt durch "Zukunft Schierstein".

Sollte die Zu- und Abfahrt über den Hafenweg erfolgen, dürfte hier mit einem erheblichen zusätzlichen Verkehrsaufkommen zu rechnen sein, das gerade an Wochenenden (jetzt schon) zu gefährlichen Situationen zwischen Autofahrern, Fußgängern und Radfahrern führt.

Ähnlich schwierig oder sogar gefährlich dürfte sich die Situation am Hafenweg gestalten, wenn dort – wie von Ortsvorsteher Urban Egert in der Ortsbeiratssitzung ins Gespräch gebracht – noch zusätzliche Stellflächen geschaffen werden bzw. beibehalten bleiben, die dann weiterhin Park- und Parksuchverkehr an die Hafenpromenade ziehen.

Bild: Der Hafenweg wird jetzt schon als Parkfläche genutzt. Das führt gerade an Wochenenden zu Konflikten mit Fußgängern und Radfahrern.

Parkplatz für Flohmärkte und Festivals nutzbar

Die Großraum-Park & Ride-Anlage soll nach den Vorstellungen des Dezernats zweigeteilt werden, sodass ein Teil des Parkplatzes auch für Flohmärkte oder Festivals genutzt werden könne. Die Trennung der Parkanlage ist dort vorgesehen, wo ein Streifen für Radfahrer und Fußgänger ihn durchquert.

Pendler aus Rheinland-Pfalz abfangen

Der Parkplatz unter der Brücke soll vor allem auch Pendler aus Rheinland-Pfalz aus der Stadt heraushalten. Über die Autobahnabfahrt Äppelallee und nach drei Ampelanlagen könnten diese die Park & Ride-Anlage anfahren.

Um ausreichend attraktiv für Pendler zu sein, könnte eine Schnellbuslinie von der Park & Ride-Anlage direkt in die Wiesbadener Innenstadt eingerichtet werden.

Bilder: Nach der Autobahnabfahrt Äppelalle müssen Pendler aus Rheinland-Pfalz drei Ampelanlagen passieren, um die geplante Park & Ride-Anlage zu erreichen.

Parkplätze für neue Bürostadt am Osthafen

Ob für Pendler überhaupt noch ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen, wenn erst einmal alle Bürobauten am Schiersteiner Osthafen fertiggestellt sind, wurde in beiden Sitzungen nicht thematisiert. Eine Bruttogeschossfläche von 16.000 qm kann nach den Plänen des Stadtplanungsamtes am Schiersteiner Osthafen für Büros und Gewerbe entstehen. Hierfür müssen ca. 300 bis 400 Stellplätze eingeplant werden, wobei vermutlich mit doppelt so vielen Arbeitsplätzen zu rechnen ist. Einen Großteil der Plätze unter der Brücke dürften dann an Werktagen die neuen Mitarbeiter*innen in der Bürostadt am Osthafen belegen – vor allem dann, wenn die Parkplätze unter der Brücke im Gegensatz zu den Tiefgaragenplätzen kostenfrei wären.

Bewohnerparken im Ortskern

Ausdrücklich angesprochen wurde hingegen, dass der Großparkplatz den Ortskern vor allen Dingen am Wochenende entlasten und für externe Hafenbesucher zur Verfügung stehen soll. Damit diese den Parkplatz annehmen, der gut zehn Gehminuten vom Weinstand auf dem Hans-Römer-Platz und 20 Minuten Gehweg vom Westhafen entfernt ist, schlug Kowol vor, im Ortskern Bewohnerparken einzurichten: „Wir wollen diejenigen, die von außen im Ortskern parken möchten, gar nicht mehr dort zulassen. Das ist aber eine Entscheidung des Ortsbeirats.“

Bislang hat der Schiersteiner Ortsbeirat eine Bewohnerparkregelung für den Ortskern immer abgelehnt. Zuletzt war dieses Thema bei einer Bürgerversammlung im Oktober 2018 ausführlich mit rund 100 Bürger*innen diskutiert worden.

Die damaligen Ausführungen der Verwaltung zum Thema hatten nahegelegt, dass für die Einführung des Bewohnerparkens die jetzigen Parkgelegenheiten umstrukturiert werden müssten. Das könnte dazu führen, dass im Ortskern am Ende weniger Parkraum für die Anwohner zur Verfügung steht: So müssten weiterhin Parkplätze für Besucher eingerichtet werden, die dann zwei Stunden mit Parkscheibe dort stehen könnten. Gleichzeitig könne so manche Parkmöglichkeit wegfallen, da im Anwohnerparkgebiet die Parkplätze eingezeichnet sein müssten.

Kowol relativierte nun diese Vorgaben: „Der halblegale Zustand, den wir jetzt haben, könnte weiter aufrechterhalten werden. Wir müssten gerade im Ortskern nicht jeden Platz markieren.“