Bauen in Überschwemmungsgebieten in Schierstein – Osthafen auf den Prüfstand

Baugrube im Überschwemmungsgebiet am Schiersteiner Osthafen

Wer hat eigentlich zu verantworten, dass Wiesbaden zum Teil ganz schön nah am Wasser bzw. mitten in den Überschwemmungsgebieten am Rhein gebaut hat. Unsere Kommunalpolitiker in der Stadtverordnetenversammlung?

„Das kriegen wir nicht mit“, nimmt Nadine Ruf, umweltpolitische Sprecherin der SPD-Rathausfraktion die Stadtverordneten in einem Beitrag im Wiesbadener Kurier vom 31. August 2021 in Schutz. Die Verantwortung für Ausnahmegenehmigungen zum Bauen liege bei den Fachämtern, ist Ruf sich mit der CDU-Fraktionsvorsitzenden Daniela Georgi einig. Und die Grünen-Fraktionsvorsitzende Christiane Hinninger verweist im selben WK-Beitrag – auch in Übereinstimmung mit Ruf – darauf, dass die Kommune ja nicht unbedingt Einflussmöglichkeiten auf diese Ausnahmegenehmigungen habe.

Sind den Stadtverordneten also die Hände gebunden bzw. sind sie überhaupt nicht eingebunden in die Entscheidungen, ob und was in Wiesbadener Überschwemmungsgebieten gebaut wird?

Zumindest bei der zum Teil bereits im Bau befindlichen und noch zusätzlich geplanten Bürobebauung am Schiersteiner Osthafen haben die Fraktionen von Ruf (SPD), Georgi (CDU) und Hinninger (Grüne) sehr wohl den Weg dafür frei gemacht, dass mitten im Überschwemmungsgebiet am Schiersteiner Osthafen gebaut werden darf.

Die Stadtverordneten haben vor einem Jahr im September beschlossen, dass in den Überschwemmungsgebieten in Schierstein gebaut werden darf.

Vor fast genau einem Jahr haben die Stadtverordneten mehrheitlich dafür gestimmt, dass der Schufa-Anbau, zu dem jetzt schon die Baugrube ausgehoben ist, im Überschwemmungsgebiet (bei „extremem Hochwasser“) gebaut werden darf. Die weiteren, noch unbebauten Flächen am Osthafen, auf denen nach dem Beschluss der Stadtverordneten Bürogebäude entstehen sollen, liegen im Bereich des 100jährigen Hochwassers.

Hochwasserüberschwemmungsgebiet und Karte der SEG zur Osthafenbebauung übereinandergelegt. Quelle: Karte der Hochwasserüberschwemmungsgrenzen Schierstein und Darstellung des Baugebiets aus der Begründung zum Bebauungsplan Osthafen.

Bis zum Beschluss der Stadtverordneten im September 2020 hätte in diesen Überschwemmungsgebieten am Schiersteiner Osthafen überhaupt nicht gebaut werden dürfen. Nicht einmal mit Ausnahmegenehmigung der Fachämter. Denn das Gebiet am Osthafen war bis vor einem Jahr als öffentliche Grünfläche ausgewiesen. Erst eine Änderung des Flächennutzungsplans und ein neuer Bebauungsplan haben die Versiegelung dieser Überschwemmungsflächen ermöglicht.

Kurzum: Die Stadtverordneten haben vor einem Jahr im September beschlossen, dass in den Überschwemmungsgebieten in Schierstein gebaut werden darf.

Ein Fehler?! Dann ist jetzt noch Zeit, ihn zu korrigieren und die Vermarktung des Osthafens zu stoppen.

Aber, nachkarten zählt nicht. Lieber jetzt noch ändern, was zu ändern ist. Und auch das möchte Nadine Ruf: „Wir müssen jetzt etwas tun“, wird sie zu den Themen Starkregenereignisse und Klimaextreme zitiert. Sie spricht dabei von „Möglichkeiten für weichenstellende Investitionen zugunsten von besserem Hochwasser- und Überschwemmungsschutz, aber auch Hitze und Trockenheit, die andere Seite der Klimamedaille“.

Der beste Hochwasserschutz ist sicherlich, erst gar nicht im Überschwemmungsgebiet zu bauen - so wie es das Hessische Wasserhaushaltsgesetz (WHG, § 78 Abs. 1) verlangt. Stattdessen ist jedoch am Osthafen geplant – zumindest laut Begründung zum Bebauungsplan – einen Stauraumkanal in einer Größe von 236 m3 zu bauen, um eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten. Das alles steht und stand ausdrücklich und für jeden nachlesbar in den Unterlagen zum Bebauungsplan Osthafen, über den die Stadtverordneten entschieden haben. Offenbar waren die bei ihrer Entscheidung sicher, dass dieser Stauraumkanal reicht, um § 78 Abs. 2 WHG zu genügen, der die Ausweisung von neuen Baugebieten in Überschwemmungsgebieten nur zulässt, wenn:

  1. keine anderen Möglichkeiten der Siedlungsentwicklung bestehen oder geschaffen werden können,
  2. das neu auszuweisende Gebiet unmittelbar an ein bestehendes Baugebiet angrenzt,
  3. eine Gefährdung von Leben oder Gesundheit oder erhebliche Sachschäden nicht zu erwarten sind,
  4. der Hochwasserabfluss und die Höhe des Wasserstandes nicht nachteilig beeinflusst werden,
  5. die Hochwasserrückhaltung nicht beeinträchtigt und der Verlust von verloren gehendem Rückhalteraum umfang-, funktions- und zeitgleich ausgeglichen wird,
  6. der bestehende Hochwasserschutz nicht beeinträchtigt wird,
  7. keine nachteiligen Auswirkungen auf Oberlieger und Unterlieger zu erwarten sind,
  8. die Belange der Hochwasservorsorge beachtet sind und
  9. die Bauvorhaben so errichtet werden, dass bei dem Bemessungshochwasser nach § 76 Absatz 2 Satz 1, das der Festsetzung des Überschwemmungsgebietes zugrunde liegt, keine baulichen Schäden zu erwarten sind.

Nach den Ereignissen dieses Sommers steht das Baugebiet am Schiersteiner Osthafen zumindest gefühlt auf wackligen Beinen. Schon Punkt 1 des Anforderungskatalogs (keine anderen Möglichkeiten der Siedlungsentwicklung) erscheint mehr als fragwürdig im Fall des Baus von Büros im Osthafen. Und wer möchte hier die Garantie abgeben, dass „eine Gefährdung von Leben oder Gesundheit oder erhebliche Sachschäden nicht zu erwarten sind“ (Punkt 3)? Eine Frage, mit der sich spätestens die Versicherungsgesellschaft beschäftigen muss, die den neuen Gewerbeanliegern am Schiersteiner Osthafen eine Elementarversicherung anbieten will.

Aber vielleicht sollten sich auch die Stadtverordneten noch einmal mit dieser Frage auseinandersetzen, wenn sie wirklich – wie Nadine Ruf sagt – „jetzt etwas tun“ wollen. Sollte das nicht auch bedeuten, die Entscheidung für die Osthafenbebauung umgehend auf den Prüfstand zu stellen und die weitere Vermarktung als Gewerbeflächen zu stoppen? Wir denken: Ja – und zwar jetzt!

Claudia Wagner und Christina Kahlen-Pappas


Save the dates: RhineCleanUp und abendliches Picknick am 11.9.2021

Am 11. September 2021 ist viel los am Schiersteiner Hafen! Unter anderem findet wieder der RhineCleanUp statt und am Abend schaffen wir am Osthafen den Rahmen für ein "Picknick zur blauen Stunde". Für schöne Plätze, Livemusik und Kerzenschein sorgt Zukunft Schierstein. Mitzubringen: Picknick und gute Laune.

RhineCleanUp am Schiersteiner Osthafen ab 10 Uhr am 11.9.2021

RhineCleanUp am Osthafen 2020: Müll sammeln strengt an, aber das Ergebnis lässt sich sehen! Auch 2021 sind wir wieder am Start.

Die Bürgerinitiative Zukunft Schierstein macht beim RhineCleanUp am Schiersteiner Hafen mit und gibt am Osthafen Müllsäcke und (in begrenzter Stückzahl) Handschuhe und Greifer zum Sammeln aus. Wir freuen uns über Eure Unterstützung!

Die Ausgabe findet ab kurz vor 10 Uhr am Bootskran statt. Bitte bringt nach Möglichkeit auch eigene feste Handschuhe mit, falls unsere nicht reichen.

Wir wollen am Osthafen eine "Girlande der Schande" spannen, um einmal richtig sichtbar zu machen, was Menschen in die Natur schmeißen.

Picknick zur blauen Stunde am Schiersteiner Osthafen ab 17 Uhr am 11.9.2021

Lichter-Demo am Osthafen 2020: Schon damals hatten sich einige Schiersteiner*innen ein schönes Plätzchen gesucht und mit Picknick versorgt. 2021 sorgt das Bündnis Stadtklima zusammen mit Zukunft Schierstein für Sitzgelegenheiten, Livemusik und Kerzenschein.

Am Abend lädt das Bündnis Stadtklima (sposored by Zukunft Schierstein) unter dem Motto „Es wird heiß am Rhein“ zu einem Picknick am Osthafen ein.

Es erwarten Euch:

  • Infos zu Umwelt, Klimakrise, Stadtklima
  • Live-Musik von masomaso
  • Kerzenschein und
  • schöne Plätze und Sitzgelegenheiten für Euer Picknick

Bitte mitbringen:

  • einen vollen Picknick-Korb zur Selbstversorgung und
  • gute Laune

Dresscode:

  • BLAU, nur wenn Ihr wollt!

Genau vor einem Jahr haben wir bei „Lichter-Demos“ im September 2020 gegen die Bebauungspläne zum Osthafen demonstriert. Ein Grund für den Widerstand gegen die Pläne waren und sind die massive Versiegelung und bauliche Verdichtung des Gebiets am Schiersteiner Hafen, das ohnehin schon durch die Klimakrise in den nächsten Jahrzehnten stark belastet sein wird. In der Stadtpolitik sind wir vor einem Jahr leider nur auf wenig Verständnis gestoßen. Was ist seitdem geschehen und wie muss sich unser Ort, aber auch die Stadt Wiesbaden und die gesamte Region Mainz/Wiesbaden weiterentwickeln, um für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein?

Darüber wollen wir in lockerer Atmosphäre bei Kerzenschein und Livemusik ins Gespräch kommen.


Ortsbeirat positioniert sich zur Gestaltung der Flächen unter der Schiersteiner Brücke

Wie geht es weiter am Schiersteiner Osthafen und in dessen Umfeld? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein gemeinsamer Antrag aller Fraktionen zur Ortsbeiratssitzung am 16. Juni 2021.

Auslöser war der vorherige Austausch mit dem Stadtplanungsamt, das dem Ortsbeirat in einer Videokonferenz die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zum Rhein.Main.Ufer-Konzept vorgestellt hatte. In dieser Bürgerbeteiligung hatten sich viele Wiesbadener*innen dafür ausgesprochen, einen Teil der Fläche unter der Schiersteiner Brücke als Freizeitgelände bereitzustellen. Das Stadtplanungsamt hatte diese Anregung aufgegriffen und eine Idee entwickelt, die vom bisherigen Plan des Verkehrsdezernats für die Fläche unter der Schiersteiner Brücke abweicht. Das Verkehrsdezernat hatte im Frühjahr Pläne vorgelegt, nach denen die komplette Fläche bis zum Rheinufer als Park & Ride-Parkplatz für bis zu 450 PKW genutzt werden sollte.

 

Der Ortsbeirat hat sich in seinem Antrag nun deutlich für die Ideen des Stadtplanungsamts ausgesprochen, die unter anderem aus der Bürgerbeteiligung resultieren und nach denen der südliche Teil der Fläche zum Rhein hin als Freizeitareal genutzt werden könnte:

Darstellung der Vorschläge des Stadtplanungsamts bzw. der vom Ortsbeirat eingebrachten Option, die Werkszufahrt zum AGRAVIS-Gelände zu verlegen. Quelle der Bilder zur Freizeitfläche unter der Brücke: https://dein.wiesbaden.de/wiesbaden/de/home/file/fileId/2276/name/2021-06-10%20Journal_FINAL_web.pdf

Danach sollen nur im nördlichen Teil unter der Schiersteiner Brücke etwa 200 Parkplätze eingerichtet werden. Die vom Verkehrsdezernat vorgesehenen zusätzlichen 250 Park&Ride-Parkplätze, die bis zum Rheinufer reichen sollten, könnten stattdessen im Bereich der Autobahnausfahrt Äppelallee geschaffen werden. Bei Bedarf wären hier sogar noch mehr Parkplätze möglich.

Im Gegenzug entstünde unter der Brücke eine durchgängige Freizeitfläche, die eine (auch optisch) nahtlose Verbindung zwischen Biebricher Rheinwiesen und Schiersteiner Hafen ermöglicht.

Das Verkehrsdezernat hatte für diese Fläche unter der Brücke Parkplätze vorgeschlagen. Stadtplanungsamt und Ortsbeirat sprechen sich für eine durchgängige begrünte Freizeitfläche aus.

Ein weiterer Vorteil wäre mehr Verkehrssicherheit im Bereich des Hafenwegs, wenn der Rad- und Fußgängerverkehr ohne Konflikte mit den zusätzlichen Fahrzeugen, die auf Parkplatzsuche sind, unter der Brücke durchgeleitet werden kann. Denn – auch dafür sprach sich der Ortsbeirat in seinem gemeinsamen Antrag aus: Die Zufahrt zum Parkplatz unter der Schiersteiner Brücke sollte allein über die Rheingaustraße erfolgen, der Hafenweg vom Park- und Parksuchverkehr befreit und ausschließlich für Anlieger befahrbar sein.

Bezüglich der Anfahrt der LKW zum AGRAVIS-Silo hat der Ortsbeirat in seinem Antrag um Prüfung gebeten, ob eine eigene Werkszufahrt direkt von der Rheingaustraße aus westlich entlang der neuen Autobahnbrücke möglich ist. Das könnte dann gelingen, wenn die dazu benötigten Flächen im Eigentum der Stadt stehen (Dies lässt sich zumindest nach der aktuellen Flurkarte für diesen Bereich vermuten.) oder sich die Stadt mit dem Eigentümer über die benötigten Flächen einigt.

Ein Vorteil dieser direkten Werkszufahrt wäre außerdem, dass der Hafenweg weitestgehend begrünt und zum Fußgänger-/Radfahrweg mit deutlich mehr Aufenthaltsqualität werden könnte. So wünscht es sich zumindest der Ortsbeirat in seinem Antrag. Das Stadtplanungsamt hat für den nördlichen Bereich des Hafenwegs (entlang der Grenze zum ehemaligen Knochenmühlen-Gelände) Stellplätze für Bootstrailer ins Gespräch gebracht.

Eine ausführliche Ideensammlung aus einer Bürgerbefragung, die Zukunft Schierstein Anfang 2021 durchgeführt hat, finden Sie hier:

https://zukunft-schierstein.de/buergerideen-osthafen-zur-gestaltung-des-umfelds-und-parken-unter-der-bruecke/


Schufa stellt Neubau-Pläne vor

Vertreter der Schufa haben am 16. Juni 2021 im Schiersteiner Ortsbeirat über die Erweiterungspläne an ihrem Standort im Osthafen berichtet:

"Eiserner Steg" als neuer Rad- und Fußweg

Für den Fuß- und Radweg, der aktuell hinter dem Schufa-Gebäude entlang führt und der im Zuge der Baumaßnahmen wegfallen wird, ist inzwischen ein Ersatz geplant: Vom Wendehammer vor der Schufa (Kormoranweg) soll mit einem stählernen Steg an der Einfahrt zur Tiefgarage des Bürogebäudes Kormoranweg 1 die Verbindung zur Hafenpromenade hergestellt werden.

Aktuell sieht es an der Stelle, an der die neue Wegeverbindung vom Kormoranweg zum Hafen gebaut werden soll, noch so aus.

Angesprochen auf den Umstand, dass der Weg unmittelbar auf dem Radweg an der Promenade ende, berichtete Michael Glaßner, dass dieses Problem bei der Stadt im Blick sei.

Die Schiersteiner*innen müssen sich trotz dieser Lösung darauf einrichten, dass es während der Bauzeit für etwa sechs bis acht Wochen keine Verbindung von der Hafenpromenade zum Kormoranweg geben wird.

Neues Bürogebäude erhält fünf Stockwerke

In Bezug auf das neue Bürogebäude berichtete Glaßner, dass dieses – so wie die bestehenden Gebäude – fünfstöckig geplant und wegen Dachaufbauten um ca. anderthalb Meter höher sein werde als das bereits bestehende "Schufa-Hufeisen". Das neue Gebäude werde soweit an den Hafen heranrücken, wie die bereits bestehenden Bürogebäude am Kormoranweg.

Mit dem Neubau wird auch eine Tiefgarage gebaut mit 59 Stellplätzen. Insgesamt steige die Zahl der Tiefgaragenplätze damit auf 266. Im Außenbereich werden 10 Stellplätze geschaffen. Glaßner wies darauf hin, dass der Investor damit das gesetzlich geforderte Maß schon übererfülle. Alle Tiefgaragenplätze der Schufa werden ausschließlich über den Kormoranweg ihre Zu- und Abfahrt erhalten.

In das neue Bürogebäude sollen zunächst keine zusätzlichen Mitarbeiter*innen einziehen. Es diene vor allem dazu, mehr Platz für die bestehende Belegschaft und neue Anforderungen an die Arbeitswelt zu schaffen. Vor Corona seien ca. 660 Mitarbeiter*innen am Standort vor Ort gewesen.

Promenade soll während Bauphase frei bleiben

Um während der Bauphase die Hafenpromenade möglichst frei zu halten und die Zufahrt für Baufahrzeuge zu regeln, hat die Schufa von der SEG die östlichen Grundstücke entlang des Hafenwegs gepachtet. Dieser Pachtvertrag habe aber eine sehr kurze Kündigungsfrist, sodass – wenn etwa weitere Investoren auf den benachbarten Grundstücken mit dem Bau beginnen wollten - die Baustellenzufahrt doch verlegt werden müsste.

Die Schufa rechnet mit einer Fertigstellung des Baus bis Ende Dezember 2022.

Der Wiesbadener Kurier berichtet am 17. Juni 2021 ähnlich über einen Ortstermin mit Michael Glaßner und Holger Severitt:


Bürgerideen Osthafen Teil 3: Freizeitnutzung

Zukunft Schierstein hat in zwei Vor-Ort-Veranstaltungen, aus Zuschriften und in persönlichen Gesprächen die Ideen von vielen engagierten Menschen aus Schierstein zur Gestaltung des Osthafens zusammengetragen und diese in mehreren Beiträgen gebündelt. Da dies eine Sammlung ohne Wertung ist, können sich Vorschläge widersprechen oder auch alternativ gedacht sein. Die Sammlung soll zunächst zur Diskussion anregen und den Weg zu einer guten Lösung erleichtern.

Der erste Beitrag (Bürgerideen Osthafen Teil 1) beschäftigte sich mit der zu erwartenden Zunahme des PKW-Verkehrs durch den geplanten Park & Ride-Parkplatz am Osthafen – Klick hier, um zu Teil 1 zu gelangen.

Teil 2 thematisiert den geplanten Großparkplatz: Klick hier.

Der folgende dritte Beitrag beschäftigt sich mit Ideen zur

Freizeitnutzung am Osthafen

Brachfläche direkt oberhalb der Bootsrampe

Die Brachfläche direkt oberhalb der Bootsrampe wird aktuell häufig als PKW- und oder Trailer-Abstellfläche genutzt. Der Boden ist mit tiefen Reifenspuren durchfurcht und die Bordsteinkante – obwohl erst kürzlich erneuert – abgefahren. Es bilden sich bei Regen große Pfützen, die nicht abfließen können.

Diese Fläche sollte komplett umgestaltet werden. Direkt an der Kante zur Bootsrampe könnten Sitzbänke oder fest installierte Sonnenliegen aufgestellt werden. Der Ort ist beliebt, um dem Treiben an der Bootsrampe zuzuschauen und bietet auch besonders im Sonnenuntergang eine einzigartige Aussicht auf den Hafen. Es wäre auch sinnvoll hier den Fußweg entlanglaufen zu lassen und diesen durch halbhohe Blumenbeete/Pflanzungen von der Straße abzugrenzen.

Je nach Gestaltung und Großräumigkeit der Fläche könnte hier evtl. auch Sand aufgeschüttet werden, um „Strandfeeling“ zu erzeugen.

Es wurde vorgeschlagen, diese Fläche zu vergrößern, um mehr Freiraum direkt am Wasser zu erhalten und dafür die Zufahrt zur Bismarksaue weiter in Richtung Osten zu verlegen über das brachliegende Dreieck.

Dann wäre auch hier mehr Platz für zum Beispiel ein Wasserspiel.

Brachliegendes Dreieck an der Kreuzung

Für das gegenüberliegende aktuell mit Findlingen zur Straße hin abgegrenzte Dreieck aus Wiese und Bäumen liegen gleich mehrere Vorschläge vor:

  • Die Zufahrt zur Bismarksaue hierher „rücken“
  • Baumpflanzungen
  • Wasserspielplatz
  • Kneipp-Wassertretbecken
  • ein großer plätschernder Brunnen
  • Gastronomische Angebote (Verpachtung Gastro-Container für wechselnde Angebote von Neugastronomen, Streetfood-ähnliche Gastronomie, niedrigpreisige Angebote)
  • Fitnessparcour
  • Spielplatz für Kinder ab 6 mit Kletterparcour etc.

Freizeitgelände zwischen Rhein und Hafen

Hier wünschen sich viele einen Spiel- und Sportplatz für Jugendliche und junge Erwachsene: z.B. hoch eingezäuntes Basketball- oder auch Fußballfeld, Skateanlage, Streetsoccer etc. unter der Brücke am Rhein kombiniert mit der freiwerdenden Fläche zwischen dem Futtersilo von Agravis und der Schiersteiner Brücke direkt zwischen Hafen und Rhein mit viel Grün und zum Beispiel einem Beachvolleyballfeld.

Am Ufer sollten Bänke oder Liegen installiert sein.

In untermittelbarer Nähe auf dem Großparkplatz unter der Brücke (der nach Möglichkeit eben nicht bis runter zum Rheinufer reichen sollte) müsste dann auch unbedingt eine Toilettenanlage eingerichtet werden.

Eine zusätzliche Idee, um diesen Ort zu verschönern, könnte die Begrünung der Fassade des Agravis-Gebäudes sein. Eine verbesserte Luftqualität und Abkühlung an heißen Sommertagen wären die Investition wert.

Ein Schwimm- bzw. Badeschiff könnte im Rhein lagern.

Finanzierungsidee für die Freizeitgelände

Unter Beteiligung von Wiesbadener Unternehmen – besonders auch der am Hafen angesiedelten.

Allgemeine Wüsche:

  • Die Plätze müssen gepflegt werden.
  • Gerne auch mit mehr Kontrollen.
  • Ausreichend Mülleimer
  • Toiletten

 


Bericht zur Sondersitzung des Schiersteiner Ortsbeirats am 6. Mai 2021

Die Sondersitzung des Schiersteiner Ortsbeirats mit dem Schwerpunktthema Haushaltsanmeldungen war am Donnerstag, 6. Mai 2021, leider schlecht besucht. Einige Bürger*innen hatten offenbar die Fahrt nach Dotzheim gescheut, da bei der vorherigen Sitzung am 21. April viele keinen Platz mehr bekommen hatten. Die Presse hatte sich vorab aus Zeitgründen entschuldigt. Außer 14 Ortsbeiratsmitgliedern (Thomas Mahler fehlte) waren Frau Seel und Herr Seul von der Ortsverwaltung anwesend, aber nur ein einziger Gast:

Ab 1. August neuer "Schutzmann vor Ort"

Patrick Brzosa, der ab 1. August unser „Schutzmann vor Ort“ für Schierstein, Biebrich und Amöneburg sein wird. Aktuell ist Herr Brzosa noch als Jugendsachbearbeiter der Polizei in diesen Ortsteilen zuständig.

Claudia Wagner rückt im Ortsbeirat nach

Als neues Mitglied im Ortsbeirat nahm erstmals Claudia Wagner an der Sitzung teil. Sie ist Nachrückerin für Katja Hammer, die aus persönlichen Gründen ihr Mandat abgeben musste – siehe: https://zukunft-schierstein.de/katja-hammer-gibt-ortsbeiratsmandat-an-claudia-wagner-ab/

Für die Anmeldungen des Ortsbeirats zum Doppelhaushalt 2022/2023 hatten alle Fraktionen – darunter SPD und Grüne gemeinsam – vor der Sitzung Vorschläge eingereicht, die nun diskutiert und zu Anmeldungen des gesamten Ortsbeirats zusammengefügt wurden:

Anmeldungen des Ortsbeirats Schierstein für den Doppelhaushalt 2022/2023
(Gedächtnisprotokoll – der genaue Wortlaut kann abweichen)

  1. Mittel für die Planung/Umsetzung des Aus- und Neubaus von Hafenschule und Erich Kästner-Schule sowie Errichtung einer Sporthalle mit mindestens drei Feldern, jeweils mit ausreichenden Parkmöglichkeiten, unter Beachtung der ökologischen Bauweise nach dem Stand der Technik
  2. Haushaltsmittel für Maßnahmen „rund um den Hafen“
  • Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Bebauungsplan Osthafen insbesondere unter Beachtung der zugesagten Zusatzvereinbarungen bei der Beratung über den Bebauungsplan „Osthafen“ – Punkt 27.1 der öffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 17. September 2020 – sowie einer deutlichen Verkehrsberuhigung.
  • Getrennter Fuß-/Radweg von Biebrich (verlängerter Uferstraße) bis zum Hans-Römer-Platz als Fahrradstraße
  • Gestaltung der Flächen unter der Schiersteiner Brücke (Parkplätze & mehr)
  • Umsetzung der machbaren Vorschläge im Rahmen der Bürgerbeteiligung Rheinuferkonzept
  • Maßnahmen im Rahmen des Regionalparks Rhein-Main
  • Weitere Renaturierung der Bismarksaue
  • Verbesserung der Wasserqualität, Entschlammung und Entgiftung des Hafens
  • Erweiterung der bestehenden Toilettenanlage am Hans-Römer-Platz sowie Bau je einer Toilettenanlage am Westhafen und im Einzugsbereich der Bismarksaue und des neuen Parkplatzes unter der Autobahnbrücke
  • Mittel für einen Ersatz des defekten schwimmenden Schulbootshauses im Westhafen
  • Renaturierung des Lindenbachs
  • Barrierefreier Zugang zur Rheinlounge
  • Westhafen: Beseitigung der Schäden an der Uferböschung
  1. Straßenbauliche Maßnahmen und Verkehr
  • Mittel für die Erweiterung der Fußgängerzone auf den gesamten Bereich der Hafenstraße sowie die entsprechende Gestaltung und Möblierung
  • Mittel für die Sanierung von schadhaften Fahrbahndecken in Schierstein
  • Mittel für die vorgesehenen Lärmschutzmaßnahmen im Bereich der Schiersteiner Brücke (Westseite). Darüber hinaus Lärmmessungen und Mittel für die Realisierung von Lärmschutz an den Autobahnen A 643 und A 66 und der Bahnstrecke im Bereich Schierstein
  • Ganzheitliches Konzept zur Regelung des fließenden und ruhenden Verkehrs in Schierstein
  • Bereitstellung von Mitteln zur attraktiven und (bei Starkregen) überschwemmungssicheren Gestaltung der Bahnunterführung Saarstraße als Eingangsportal nach Schierstein
  1. Mittel für Maßnahmen rund um den Schiersteiner Bahnhof
  • Barrierefreiheit
  • Parkplätze für Rad (abschließbar) und Auto (Park&Ride)
  • Ladestationen für Rad und Auto
  • Busanbindung
  • Beseitigung des Unrats auf den Grundstücken an der Freudenbergstraße (zwischen Bahn und Stielstraße) und Anlage der Grundstücke
  1. Verschiedenes
  • Mittel für den Erhalt der Ortsverwaltung
  • Erhalt der Ortsbeiratsmittel
  • Planungsmittel für den Erhalt und Nutzung des Fritz-Brüderlein-Haus, z.B. für ein Mehrgenerationenprojekt oder Vereinsarbeit
  • Mittel für die Sanierung der Gebäude auf dem Friedhof sowie der Friedhofsmauer und für eine weitere Urnenwand
  • Mittel für die Gestaltung der restlichen Flächen an der Sportstätte Saareck, einschließlich des Bereichs des Jugendplatzes (Skaterbahn)
  • Übertragung der Mittel zur Durchführung der Bürgerbeteiligung Masterplan lebenswertes Schierstein
  • Gestalterische Aufwertung der Karl-Bremser-Anlage

Die Benennung einer/eines Stadtteiljugendbeauftragten wurde vertagt. Walter Richters teilte mit, dass der bisherige Stadtteiljugendbeauftragte Thomas Mahler für diese Position nicht mehr zur Verfügung stehe.

Ebenso wurde die Benennung eines/einer Integrationsbeauftragten vertagt.

Die Ortsbeiratsmitglieder einigten sich darauf, künftig vier Arbeitsgruppen des Ortsbeirats zu etablieren.

Die Aufteilung soll sein:

  • AG Jugend, Schule und Kultur
  • AG Umwelt, Klima und Sauberkeit
  • AG Bau, Verkehr und Infrastruktur
  • AG Freizeit, Soziales und Bürgerbeteiligung

Schließlich verabschiedete der Ortsbeirat einstimmig den gemeinsamen Antrag aller Fraktionen, der sich mit den Flugbewegungen über Schierstein befasst.
Hier geht es zum gemeinsamen Antrag:

05-2021, Gemeinsamer Antrag Airfield Erbenheim


Ortsbeiratssitzung: Haushaltsanmeldungen und Antrag zu Flugrouten

Am Donnerstag, 6. Mai 2021, findet um 19 Uhr eine "Sondersitzung" des Ortbeirats statt - wieder in Dotzheim.
Hier geht es zur Tagesordnung:

https://piwi.wiesbaden.de/sitzung/detail/2685559

Hauptthema werden die Haushaltsanmeldungen des Ortsbeirats sein.
Dazu hat Zukunft Schierstein sich bislang folgende Gedanken gemacht, die wir gerne in der Sitzung einbringen möchten:

Zukunft Schierstein, Vorschläge zum Haushaltsplan 2022/2023

Darüber hinaus gibt es aber auch einen gemeinsamen Antrag aller Fraktionen, der sich mit den Flugbewegungen über Schierstein befasst.
Hier geht es zum gemeinsamen Antrag:

05-2021, Gemeinsamer Antrag Airfield Erbenheim


Bürgerideen Osthafen Teil 2: Gestaltung und Ausstattung Park & Ride-Parkplatz

Zukunft Schierstein hat in zwei Vor-Ort-Veranstaltungen, aus Zuschriften und in persönlichen Gesprächen die Ideen von vielen engagierten Menschen aus Schierstein zur Gestaltung des Osthafens zusammengetragen und wird diese in mehreren Beiträgen bündeln. Da dies eine Sammlung ohne Wertung ist, können sich Vorschläge widersprechen oder auch alternativ gedacht sein. Die Sammlung soll zunächst zur Diskussion anregen und den Weg zu einer guten Lösung erleichtern.

Der erste Beitrag (Bürgerideen Osthafen Teil 1) beschäftigte sich mit der zu erwartenden Zunahme des PKW-Verkehrs durch den geplanten Park & Ride-Parkplatz am Osthafen - Klick hier, um zu Teil 1 zu gelangen.

Dieser zweite Beitrag dreht sich um den Park & Ride-Parkplatz selbst: Wie sollte er gestaltet und ausgestattet sein?

Hauptanliegen der meisten Schiersteiner*innen, die mit Zukunft Schierstein in Kontakt getreten sind, ist nicht die Schaffung von Park & Ride-Möglichkeiten, sondern die Entlastung des Ortskerns und des Hafens vom PKW-Verkehr. Ein Parkplatz unter der Schiersteiner Brücke wird durchaus als eine Lösung anerkannt, allerdings erscheint vielen problematisch, die Hafenbesucher tatsächlich dazu zu bewegen, unter der Schiersteiner Brücke zu parken und nicht weiterhin „ihr Glück“ in den Gassen im Ortskern oder direkt an der Hafenstraße zu versuchen. Der Weg von der Schiersteiner Brücke zum Hafen könnte manchem zu weit sein, zum Weinstand und zur Eisdiele erst recht. Abends – besonders für den Rückweg zum Auto – könnte manche/r Besucher/in den Weg über den hinteren Teil des Hafenwegs scheuen. Dies darf keine „Angst-Ecke“ werden – genauso wenig, wie der Parkplatz selbst.

Einigkeit bestand darum weitestgehend darüber, dass die Fläche/Strecke zwischen Parkplatz und Hafenpromenade einladend und sicher sein muss. Damit Spaziergänger und Hafenbesucher einen Sinn darin erkennen können, "fernab" unter der Brücke zu parken, wenn sie Schierstein besuchen wollen, könnten Freizeiteinrichtungen geschaffen werden - dazu mehr in einem weiteren Beitrag zu den Bürgerideen.

In diesem Beitrag stehen zunächst der Großparkplatz und der Weg von dort zum Hafen im Mittelpunkt - beides sollte möglichst attraktiv und sicher sein. Dies sind die Wünsche und Ideen der Bürger*innen:

Der Weg von und zum Parkplatz

sollte 

  • zum Großteil entsiegelt und begrünt werden,
  • eine halbhohe Beleuchtung erhalten, um den Weg auszuleuchten, aber möglichst wenig Beeinträchtigung ("Lichtverschmutzung") für Tiere zu schaffen,
  • mit getrennten Wegen für Fußgänger, Radfahrer und motorisierte Fahrzeuge angelegt werden,
  • auf der ehemaligen Bahntrasse ein Bähnchen erhalten, das den Parkplatz mit dem Hafen verbinden könnte - als Anziehungspunkt für Kinder und Erleichterung für Personen, die "nicht gut zu Fuß" sind.

Für den Parkplatz unter der Brücke wurden folgende Vorschläge eingereicht:

 

  • Hauptzufahrt über die Rheingaustraße – dies allein schon wegen des zu erwartenden höheren/hohen Verkehrsaufkommens – siehe Beitrag Bürgerideen Osthafen Teil 1
  • Gut getaktete Busverbindung – ansonsten macht der Parkplatz als Park & Ride-Parkplatz keinen Sinn
  • Mehrere Ladepunkte für E-Fahrzeuge
  • Eine Fahrradstation (nicht genauer beschrieben), insbesondere an Wochenenden
  • Um Straftaten (Fahrzeugaufbrüche etc.) vorzubeugen, ist eine entsprechende Ausleuchtung und regelmäßige Kontrolle der Parkflächen erstrebenswert
  • Um auch den Bootseignern entgegenzukommen, sollten z.B. 15-20 größere (PKW+Hänger-)Parkplätze eingebracht werden. Wenn diese im hinteren (Rheinseite) Bereich sind, erfolgt die Zufahrt einfach und direkt von der Bootsrampe über den Hafenweg erfolgen. (Anm.: Dies steht allerdings im Widerspruch zu dem überwiegenden Wunsch, keine Anfahrt zum Parkplatz über den Hafenweg zu ermöglichen.)
  • LKW-Stellplätze einplanen. Hier scheint Bedarf zu sein, da immer wieder gleich mehrere LKW (entgegen des dort geltenden Halteverbots) den Hafenweg für ihre Ruhepausen nutzen und dort parken. (Anm. Zukunft Schierstein hat nachgefragt: Die dort parkenden LKW "gehören" nicht zum Raiffeisensilo/AGRAVIS, sondern sind wahrscheinlich Fahrzeuge/Fahrer, die den Platz nutzen, um ihre Ruhezeiten einzuhalten.)
  • Eine entsprechende Ausschilderung mit Hinweis auf die gebührenfreie Parkmöglichkeit lässt eine Verbesserung der Parksituation für Besucher des Hafens erwarten.
  • Parkkontrollen durch Ordnungskräfte auch an Wochenenden und im Ortskern
  • Toilettenanlage unter der Brücke, die für Besucher des Parkplatzes, der Biebricher Rheinwiesen und des (vorgeschlagenen - siehe kommenden Beitrag Bürgerideen Osthafen Teil 3) Sport-/Freizeitparks am Raiffeisensilo nutzbar wäre.
  • Den südlichen Teil der Fläche unter der Brücke, die am Rhein endet, nicht durchgehend für Parkplätze nutzen, sondern Freizeitnutzung ermöglichen.
  • Ein für Spaziergänger und Radfahrer möglichst getrennter autofreier Weg unter der Schiersteiner Brücke hindurch von Biebrich nach Schierstein

Bäume und Ruhe

Bäume und Ruhe – auch das wünschen sich einige Schiersteiner*innen für die noch freien Flächen am Osthafen. „Schafft Renaturierung, pflanzt Bäume und Büsche und lasst der Natur ihren Lauf! Hört auf, neue ‚Attraktionen‘ in Schierstein zu schaffen,“ fordert eine Schiersteinerin. 

Vor allem die Hafenpromenade in Fortführung der Dieter-Horschler-Promenade ist vielen zu „nackt“. Hier fehle Schatten und Grün: Eine Allee aus Nussbäumen, Obstbäumen und Esskastanienbäumen bis hin zur Schiersteiner Brücke, ist eine der konkreten Ideen dazu.

Eine andere Bürgerin schlägt eine Beteiligung an der seit 1989 bestehenden Aktion „Jahresbaum“ vor: „Am Osthafen könnte sich Schierstein ab sofort an diesem Aktionstag mit der Pflanzung des Jahresbaumes beteiligen und in den folgenden Jahren dort die weiteren Bäume des Jahres pflanzen. Um insbesondere bei Kindern das Interesse an der heimischen Natur zu wecken und zu fördern, könnte der Rundweg um den Schiersteiner Hafen als Baumlehrpfad ausgewiesen werden. Der Osthafen sollte Pforte zum Baumlehrpfad werden“, erläutert sie ihre Idee und schlägt vor, dass Schautafeln einen umfassenden Überblick „über die Vielfalt der bereits vorhandenen Baumarten und deren besondere Eigenschaften“ geben könnten.

Denkbar sei dabei auch eine Beteiligung an der „Spendenaktion Stadtbaum Wiesbaden – Zukunft die wächst“, zu der die Stiftung Wiesbaden aufgerufen hat, einen Baum zu spenden. Der Standort für den gespendeten Baum darf selbst ausgesucht werden. Das könnte dann der Osthafen sein.

Der Wunsch nach Ruhe und Natur entspringt bei manchem vor allem aus der Wahrnehmung, dass Schierstein vor allem bei schönem Wetter an Wochenenden und auch nach Feierabend überlaufen ist: „Schon seit einigen Jahren können wir Ortsansässigen unseren Hafen an Wochenenden nicht mehr genießen, weil wir einen dermaßen großen Zulauf an Ausflüglern und Wochenendbesuchern zu verkraften haben, dass wir gerade in Corona-Zeiten nach Ausweichmöglichkeiten (Wald, Feld, Taunus etc.) suchen müssen. Unsere Hunde-Besitzer nehmen Reißaus und suchen bereits Ausweichmöglichkeiten im Umland“, beschreibt eine Schiersteinerin. Man müsse sich darüber im Klaren sein, dass Neuerungen (je nach Art der Gestaltung) auf den genannten Freiflächen weitere Ausflügler und Besucher nach Schierstein ziehen.

 

 


Zukunft Schierstein vor Ort: Gestaltung Osthafen

Treffen Sie Zukunft Schierstein vor Ort und sprechen Sie mit uns über die Gestaltung des Osthafens:

  • am Samstag, 17. April 2021, um 10 Uhr und
  • am Donnerstag, 22. April 2021, um 18 Uhr

am Schiersteiner Osthafen an der Brachfläche oberhalb der Bootsrampe

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