Vom Bootshaus für die Schulsanierung lernen

Das provisorische Bootshaus auf der Regattawiese am Westhafen

Es hat geklappt! Der Ausweichstandort für das seit Dezember 2021 gesperrte schwimmende Schulbootshaus im Schiersteiner Hafen steht: Auf der „Regattawiese“ im Westhafen wurde Anfang Juli ein Zelt zur Lagerung der Boote aufgebaut – unter strengen Auflagen und nur mit Ausnahmegenehmigung des Regierungspräsidiums Darmstadt.

Von der Sperrung des maroden schwimmenden Bootshauses im Schiersteiner Westhafen bis zum Aufbau des Provisoriums hat es „nur“ sieben Monate gedauert. Zwar lang genug für all diejenigen, die einige Monate nicht trainieren konnten: Schulen und Rudergesellschaft. Aber doch eine kurze Zeit im Vergleich zu anderen Projekten in Schierstein, die sich teils Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte hinziehen, immer wieder ins Stocken geraten und aktuell in der Warteschleife hängen. Prominentestes Beispiel sind Sanierung und Neubau von Erich Kästner-Schule und Hafenschule, die nicht wirklich vorankommen: Bisher hat dieses Projekt mehr als zehn Jahre Planungs-Hickhack mit Plan A, Plan B, Plan C, viel Stillstand und nun der unendlichen Suche nach dem passenden Ausweichstandort für die beiden Schulen auf dem Buckel.

Natürlich ist es wesentlich komplexer, zwei Schulen zu erneuern und für mehrere hundert Schülerinnen und Schüler eine provisorische Unterkunft während der Bauzeit zu finden. Aber trotzdem scheint es etwas zu geben, was beim Bootshaus deutlich besser lief, als bisher bei den Schulen: Kommunikation!

Von Beginn an waren die Nutzer des Schulbootshauses und der Schiersteiner Ortsbeirat in die enge Abstimmung mit der Verwaltung und der mit dem Projekt beauftragten Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) eingebunden. Ortstermine und ein regelmäßiger konstruktiver Austausch per Videokonferenz sorgten dafür, dass offene Fragen, Belange und örtliche Gegebenheiten schnell und unkompliziert in die Planungen miteinfließen konnten. Dazu geschah natürlich noch viel Planungs- und Koordinierungsarbeit hinter den Kulissen. Aber der offene und transparente Austausch mit den Betroffenen dürfte einen Großteil dazu beigetragen haben, dass der Prozess erfolgreich und zügig verlief.

Sicherlich ist auch beim Bootshaus nicht alles Gold was glänzt, denn dem Zelt-Provisorium auf der Regattawiese ging eine lange Zeit voraus, in der die Stadt mit dem schwimmenden Vorgänger im Westhafen sehenden Auges in ihr Unglück lief: Seit 2017 ist das Bootshaus auf dem Hafen in Schieflage, nur notdürftig mit einem zusätzlich angebrachten Schwimmkörper gestützt. Und auch das neu errichtete Zelt auf der Regattawiese im Westhafen ist nur für den Übergang geeignet und gedacht. Nun muss der Neubau des Bootshauses – wieder auf dem Wasser – folgen. Aber immerhin: Ein erster wichtiger Schritt dazu ist getan.

Ein Erfolg, den Schierstein in Sachen Schulen nicht verbuchen kann. Deshalb: Warum nicht vom Bootshaus für die Schulsanierung lernen?

Genau das beantragt die Fraktion ZUKUNFT SCHIERSTEIN zur kommenden Ortsbeiratssitzung am 20. Juli: „Einen regelmäßigen Runden Tisch zu Interimsstandort, Neubau bzw. Sanierung der Erich Kästner-Schule und der Hafenschule einzuberufen, an dem alle künftigen Nutzergruppen und der Ortsbeirat Schierstein beteiligt werden.“

5-2022, Schulsanierung

Hand in Hand arbeiten kann so einfach sein – und erfolgreich! Hoffen wir, dass das Beispiel Bootshaus Schule macht – im wahrsten Sinne des Wortes.

 


Simone Grün rückt für ZUKUNFT SCHIERSTEIN in den Ortsbeirat auf

Christina Kahlen-Pappas, Claudia Wagner, Simone Grün und Herbert G. Just

Simone Grün ist als Mitglied der Fraktion ZUKUNFT SCHIERSTEIN nachgerückt und nun eine unserer vier Vertreter*innen im Schiersteiner Ortsbeirat. Sie ist in Schierstein aufgewachsen und als Mitglied der Christophorusgemeinde in verschiedenen gemeindlichen und übergemeindlichen Bereichen tätig.

Zwei Herzen schlagen in unserer Brust angesichts dieser Meldung. Einerseits ist der Anlass für Simone Grüns Aufrücken der Verlust unseres Freundes und Weggefährten Stefan "Bussi" Bussmann. Andererseits sind wir froh, mit Simone eine Nachrückerin zu haben, die bereits von Beginn an eng in die Fraktionsarbeit eingebunden war, an allen Fraktionssitzungen und zumindest als Gast auch an den meisten Ortsbeiratssitzungen teilgenommen hat.

Simone Grün übernimmt auch die Position von Stefan Bussmann in der AG Jugend, Schule und Kultur - wobei sie ihren Schwerpunkt stärker auf dem Thema Kultur sieht. Die Themen Jugend und Schule werden weiterhin als ein besonderes Kernanliegen der gesamten Fraktion bearbeitet.

 

Mehr zur Fraktion ZUKUNFT SCHIERSTEIN im Ortsbeirat gibt es HIER!


Schulen: Ausweichstandort Frauenstein war "Missverständnis"

In einem Schreiben des Schuldezernenten vom Mai 2022 war dem Schiersteiner Ortsbeirat die Fläche des Kleinspielfeldes südlich des Sportplatzes "Bodenwaage" in Frauenstein als möglicher Ausweichstandort für die Schiersteiner Schulen EKS und Hafenschule genannt worden. Im Wiesbadener Kurier korrigiert Christian Lahr (bislang Schulplaner für Hafenschule und EKS) diese Aussage: Die Nennung des Standorts in Frauenstein sei ein Fehler im Schreiben gewesen. Gemeint wäre das Schiersteiner Saareck, also der Bereich der ehemaligen Tennisplätze und der Jugendplatz an der Saarbrücker Allee.

Auf den ehemaligen Tennisplätzen im Hintergrund könnten Schulcontainer aufgestellt und der Jugendplatz als "Schulhof" und nachmittags weiter von den Jugendlichen genutzt werden.

Das Gelände des Jugendplatzes könnte dann als Schulhof dienen und nachmittags weiterhin von den Jugendlichen genutzt werden. Schulcontainer könnten auf den ehemaligen öffentlichen Tennisplätzen aufgestellt werden, wird Lahr im Wiesbadener Kurier vom 7. Juni 2022 zitiert. Diese Ausweichfläche - so berichtet der Wiesbadener Kurier - sei dann gleichermaßen für die Schüler*innen von Erich-Kästner- und Hafenschule gedacht.

Der Schiersteiner Ortsbeirat war sehr verwundert über das Schreiben des Schuldezernats im Mai, in dem die Fläche in Frauenstein als Ausweichstandort genannt wurde. In einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen hatte das Gremium darum in seiner Sitzung am 1. Juni 2022 unter anderem nachgefragt, wie die betroffenen Schulen zu diesen Plänen stehen und wie insbesondere der Transport der Grundschüler*innen nach Frauenstein organisiert werden solle. Der Ortsbeirat hatte in seinem Antrag außerdem mehrere Optionen genannt, die das Schulamt als Ausweichstandort prüfen könne – darunter auch der Standort am Saareck.

Favorit des Ortsbeirats und laut Wiesbadener Kurier auch des Schulamts ist jedoch weiterhin die Festwiese an der Kleinaustraße als Ausweichstandort. Der hängt aber von einer Genehmigung des Regierungspräsidiums in Darmstadt ab, die vermutlich aus Trink- und Hochwasserschutzgründen nicht erfolgen wird.


Sondersitzung: Bioklima in Schierstein - Was kommt auf uns zu?

In einer Sondersitzung mit dem Schwerpunkt-Thema

"Bioklimatische Auswertung/Auswirkung für Wiesbaden und insbesondere Schierstein"

stellt das Wiesbadener Umweltamt die aktuellen Klimakarten für Wiesbaden und insbesondere Schierstein vor:

am Dienstag, 17. Mai 2022, um 19 Uhr,
im Gemeindesaal von St. Peter und Paul,
Alfred-Schumann-Straße 27,
65201 Wiesbaden-Schierstein

Häufigere Hitzewellen und „veränderte Niederschlagsmuster“ – gemeint sind Starkregenereignisse und Dürren – , davor warnt der Weltklimarat immer eindringlicher. Am 10. Mai 2022 berichtete die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf, dass die globale Durchschnittstemperatur eines Jahres bis 2026 erstmals mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau liegen könnte. Was hat das mit uns zu tun, mit Wiesbaden, mit Schierstein?

Analysen und umfangreiches Kartenmaterial des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) und der Landeshauptstadt Wiesbaden zeigen die Betroffenheit Wiesbadens und seiner Stadtteile jetzt und in der sehr nahen Zukunft. Bereits die ersten Anfang 2020 von der Stadt Wiesbaden veröffentlichten Karten, die auf der KlimPrax-Studie des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und des HLNUG basieren, zeigten, dass Schierstein ein „Hotspot“ der Klimakrise ist.

Im August 2021 hat die Stadt Wiesbaden weitere Klimakarten veröffentlicht, die konkrete Aussagen auch für unseren Ortsteil treffen:
Das Tiefgebiet zwischen Hafen und Bahnlinie gehört zu den Flächen mit den höchsten bioklimatischen Belastungen (Gesundheitsgefahr besonders für Menschen ab 75) in der (sehr nahen) Zukunft (ab 2031): dunkelviolett eingefärbt = extrem belastet.
Die Gebiete weiter nördlich sind dunkelrot eingefärbt = sehr hoch belastet.
Das sogenannte "Westfeld", für das die Stadt eine Bebauung plant, ist im südlichen Schiersteiner Bereich der Fläche dunkelviolett schraffiert. In der Legende zur Klimakarte wird dies beschrieben als

Besonders gefährdete Zonen

Zonen hoher thermischer Empfindlichkeit;
zusätzliche Versiegelungen und bauliche Verdichtungen könnten zur Verknüpfung von Überwärmungsgebieten und durch die Erhöhung des Verkehrsaufkommens zur Verstärkung der Luftbelastung führen.

* Aus klimafunktionalen Gründen sollten diese Zonen grundsätzlich von weiteren baulichen Entwicklungen frei gehalten werden.

Eine vergleichbare (extreme) Belastung wie im Schiersteiner Tiefgebiet zeigt sich in Wiesbaden nur in den weiteren an der Rheinschiene gelegenen Ortsteilen und im stark verdichteten Innenstadtbezirk.

Die Probleme sind also erkannt und vielfach belegt mit offiziellem Kartenmaterial von Stadt und Land, das bis in einzelne Straßenzüge unseres Ortsteils hinein Aussagen zur Entwicklung des Mikroklimas zulässt.

Weniger detailliert sind bisher allerdings die Schlussfolgerungen, die aus den bereits im nächsten Jahrzehnt zu erwartenden Klimaentwicklungen in Kombination mit der besonderen Lage Schiersteins zu ziehen sind. Eine der aktuellen Fragen lautet: Können und dürfen wir es uns leisten, ein 125 Hektar großes Areal wie das Westfeld (im Sprachgebrauch der Stadt "Perspektivfläche West") zu bebauen, das als Frischluft- und Kaltluftquellgebiet dient und ein bedeutender Temperaturpuffer ist? Welche Auswirkungen hat das auf Schierstein und Dotzheim?

 


Schiersteiner Ortsbeiratssitzung am 27. April 2022 in Dotzheim

Der Schiersteiner Ortsbeirat lädt zu seiner nächsten Sitzung wieder nach Dotzheim ein:

Mittwoch, 27. April 2022, um 19:00 Uhr,
Ortsverwaltung Dotzheim / Haus der Vereine, Saal im EG,
Im Wiesengrund 14,
65199 Wiesbaden-Dotzheim

Wie immer findet vor Eintritt in die Tagesordnung eine Fragestunde für Bürgerinnen und Bürger statt.

Es gibt KEINE Einlassbeschränkungen mehr! Allerdings wird dringend empfohlen, während der Sitzung eine medizinische oder FFP2-Maske zu tragen.

Zur Tagesordnung geht es hier:

https://piwi.wiesbaden.de/sitzung/detail/2817985/tagesordnung/oeffentlich

Tagesordnung
1. Geschäftsordnungsangelegenheiten
1.1 Tagesordnung
1.2 Mitteilungen des Vorsitzenden
1.3 Niederschrift über die Ortsbeiratssitzung am 09.03.2022
1.4 Fraktionspost
2. Situation an den Schiersteiner Schulen
3. Zukünftige Nutzung unter der Schiersteiner Brücke
22-V-61-0008
4. Neues Projekt in Verbindung mit dem Cafemobil an der Wilhelm-Loos-Anlage
5. Planungen für das Westfeld [alle Fraktionen]
22-O-22-0013
6. Masterplan Bismarksaue: Stand der Umsetzung und eventuelle Planänderungen [Zukunft Schierstein]
22-O-22-0014
7. Neuwahl eines Ortsgerichtsschöffen / einer Ortsgerichtsschöffin für den Ortsgerichtsbezirk VI (Wiesbaden-Schierstein)
8. Auferstehungsgemeinde; Mitnutzung des Gemeindehauses durch Kita
9. Ehrung von Herrn Thomas Mahler
10. Bericht AG Freizeit, Soziales und Bürgerbeteiligung
11. Bericht AG Jugend, Schule und Kultur
11.1 Geschwindigkeit-Anzeigetafel [OBM Mahler]
22-O-22-0011
12. Bericht AG Bau, Verkehr und Infrastruktur
12.1 Antrag Verkehrsüberwachung [AG Bau, Verkehr und Infrastruktur]
22-O-22-0015
13. Bericht AG Umwelt, Klima und Sauberkeit
14. Finanzmittel
14.1 Finanzmittel - Zuschussantrag Ortsring - Kunstmole
14.2 Finanzmittel - Zuschussantrag Ortsring - Beleuchtung an der Schiersteiner Brücke
14.3 Finanzmittel - Akkus und Material für Geschwindigkeitsmesstafel
15. Verschiedenes


Perspektivfläche West: Keine Fakten schaffen

Zur Ortsbeiratssitzung am 9. März 2022 stand auch die Perspektivfläche West (Westfeld) zwischen Schierstein und Dotzheim auf der Tagesordnung. In einer gemeinsamen nicht-öffentlichen Arbeitssitzung soll das Stadtplanungsamt die Ortsbeiräte Schierstein und Dotzheim aber erst am 21. März 2022 über den aktuellen Planungsstand informieren. 

Mehr als die Informationen, die bereits durch einen Beitrag im Wiesbadener Kurier bekannt geworden waren (wir haben berichtet), gab es in der Schiersteiner Ortsbeiratssitzung am 9. März nicht.

Es wurde aber schnell deutlich, dass die Pläne, diese Flächen zu bebauen, zumindest teils auf Unbehagen stoßen. Unter den Gästen der Ortsbeiratssitzung waren auch Anlieger von Flächen im Westfeld. Sie machten darauf aufmerksam, dass Bebauungspläne für das Westfeld ihre Existenzen gefährden könnten. Denn das Areal wird derzeit vor allem auch für Gartenbau und Landwirtschaft genutzt. In den vergangenen Jahren hatte so mancher Landwirt bzw. Gartenbauer in seinen Betrieb investiert und teils werden Generationswechsel vorbereitet. Ein Anlieger des Westfelds bat darum, auch diese Problematik mit in die Diskussion über das Westfeld einzubeziehen.

Ortsvorsteher Urban Egert äußerte sich zu den Plänen, einige Landespolizeibehörden in das Westfeld umzusiedeln: Die Behörden hätten bereits sehr gute Standorte in Wiesbaden. Dass nun überhaupt über eine Umsiedlung nachgedacht würde, habe seinen Auslöser darin, dass vor Jahrzehnten die Grundstücke dieser Behörden vom Land an Immobilienfirmen verkauft und zurückgemietet worden seien. Nun laufen diese Mietverträge aus.

Wilhelm Vogel erinnerte daran, dass bereits vor Jahrzehnten, als er noch Mitglied der Stadtverordnetenversammlung war,  bekannt war, dass die Flächen des sogenannten Westfelds aus klimatischen Gründen nicht bebaut werden dürften.

Auf Vorschlag der Fraktion Zukunft Schierstein nahm der Ortsbeirat in das Protokoll seiner Sitzung auf, dass er erwarte, dass die Stadt keine Fakten schaffe, bevor die Thematik nicht ausführlich in den städtischen Gremien behandelt wurde. Ganz konkret äußerte Christina Kahlen-Pappas die Befürchtung, dass ein „Letter of Intent“ (eine Absichtserklärung) in Bezug auf die Zentralisierung der Landespolizeibehörden im Westfeld bereits erste Pflöcke einschlagen könnte.

Von diesem Instrument wurde bereits in Bezug auf einen Zentralbau für das Bundeskriminalamt im Ostfeld Gebrauch gemacht. Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, der BKA-Präsident Holger Münch und weitere Vertreter von Bund und Land Hessen hatten am 13. August 2020 eine entsprechende Kooperationserklärung für einen Neubau des BKA im Wiesbadener "Entwicklungsgebiet Ostfeld" unterzeichnet. Und das noch bevor der grundlegend entscheidende Beschluss für die Stadtentwicklungsmaßnahme Ostfeld erst einen Monat später, am 17. September 2020, in der Stadtverordnetenversammlung getroffen wurde.

Näheres zu den Westfeld-Plänen auf unserer neuen Themenseite zum Westfeld:
https://zukunft-schierstein.de/westfeld/


Schiersteiner Ortsbeirat tagt in Dotzheim

Corona und die unterschiedlichen Bestimmungen für Sitzungsräume in öffentlicher bzw. in privater Hand verschlagen den Schiersteiner Ortsbeirat zu seiner nächsten Sitzung leider wieder nach Dotzheim:

Mittwoch, 9. März 2022, um 19:00 Uhr,
Ortsverwaltung Dotzheim / Haus der Vereine, Saal im EG,
Im Wiesengrund 14,
65199 Wiesbaden-Dotzheim

Wir hoffen trotzdem auf den Besuch interessierter Menschen aus Schierstein. Insgesamt 15 Besucher*innen dürfen in den Saal - unter 3G-Bedingungen.

Zur Tagesordnung geht es hier:

https://piwi.wiesbaden.de/sitzung/detail/2817985/tagesordnung/oeffentlich

Tagesordnung

1. Geschäftsordnungsangelegenheiten

1.1  Tagesordnung

1.2  Mitteilungen des Vorsitzenden

1.3  Niederschrift über die Ortsbeiratssitzung am 08.12.2021 und 26.01.2022

1.4  Fraktionspost

2. Abriss Rheinwasseraufbereitungsanlage

3. Wiesbaden-Schierstein, Stielstraße 11, Anbau eines dreigeschossigen Bürogebäudes an ein bestehendes Bürogebäude, Neubau eines eingeschossigen Parkdecks

22-V-63-0002 Teilnahme Dez. IV

4. Verkehrsüberwachung in Schierstein

Teilnahme Dez. V

5. Perspektivfläche West

6. Reichsapfelstraße / Schiffergasse Fahrradbügel

7. Gehrecht barrierefreier Weg am Osthafen [alle Fraktionen] 22-O-22-0008

8. Fuß- und Radweg unter der Schiersteiner Brücke [Bündnis 90 / Die Grünen] 22-O-22-0009

9. Bericht AG Freizeit, Soziales und Bürgerbeteiligung

9.1 Verkehrssichere Gestaltung des Flaggenpodests an der Dieter-Horschler-Promenade [AG Freizeit,

Soziales und Bürgerbeteiligung] 22-O-22-0010

10. Bericht AG Jugend, Schule und Kultur

10.1 Geschwindigkeit-Anzeigetafel[OBMMahler] 22-O-22-0011

11. Bericht AG Bau, Verkehr und Infrastruktur

12. Bericht AG Umwelt, Klima und Sauberkeit

Finanzmittel

13.1 Finanzmittel

  • Saalnutzung Kath. Kirchengemeinde Bürgerinformation 08.11.2021

13.2 Finanzmittel

  • Müllsäcke/Handschuhe für „Schierstein räumt auf“

13.3 Finanzmittel

  • Differenz für die Anschaffung eines Laptops für die Arbeitsgruppen

14. Verschiedenes


Infos zum Schiersteiner "Westfeld" gefordert

Das „Westfeld“ soll offenbar zeitnah überplant und bebaut werden. Selbst konkrete Anwärter für Teilflächen dürften bereits in den Startlöchern stehen. Der Schiersteiner Ortsbeirat ist bislang über all das nicht offiziell informiert worden.

Bisher war aus dem „Integrierten Stadtentwicklungskonzept Wiesbaden 2030+“ nur bekannt, dass sich im „Westfeld“ (Freudenberger Hang) ein Potenzial von ca. 3.000 neuen Wohneinheiten zuzüglich Potenzialen für Gewerbe biete. „Nur ein Gedankenspiel“ sei das, hieß es noch in einem Zeitungsbericht Anfang 2019. In einer Antwort des Oberbürgermeisters vom 10. Februar 2022 auf eine Anfrage des Stadtverordneten Hartmut Bohrer wurde es nun aber detaillierter. Auf die Frage, welche Landesbehörden in Erwägung ziehen, ihre Standorte in Wiesbaden dorthin zentralisieren zu wollen, antwortete der Oberbürgermeister jetzt: „Nach Kenntnis des Stadtplanungsamtes besteht seitens des Landes die Absicht, einen Teil der Landespolizeilichen Einrichtungen an einem Standort in Wiesbaden zu zentralisieren. In ersten Gesprächen mit den Landesbehörden wurden diese darum gebeten, zunächst den Bedarf vertieft zu erheben.“

Dem Vernehmen nach sollen auch bereits Gespräche zwischen Stadtplanungsamt und einzelnen Rathausfraktionen stattgefunden haben, in denen weitere Details zur konkreten Bebauung und Nutzung der Flächen besprochen wurden.

Zwar dürfte es noch Jahre dauern, bis die Bagger im Westfeld rollen, doch dass die Stadt aktuell an Plänen für die Bebauung arbeitet und der Flächennutzungsplan entsprechend geändert werden soll, daran dürfte kein Zweifel mehr bestehen. „Die erforderlichen, vertiefenden Untersuchungen durch das Stadtplanungsamt“ werden vorbereitet, heißt es dazu im Antwortschreiben des Oberbürgermeisters.

Bislang wurde der Schiersteiner Ortsbeirat in keiner Weise in die Überlegungen mit einbezogen. Und das obwohl dieser bereits in seiner Sitzung am 6. Oktober 2021 einen Antrag der Fraktion Zukunft Schierstein beschlossen hatte, mit dem der aktuelle Stand der Planungen erfragt werden sollte. Eine Antwort des als Dezernent für Stadtentwicklung zuständigen Oberbürgermeisters Gert-Uwe Mende gab es bis heute für die Schiersteiner nicht. Dabei sollte die frühzeitige Einbindung der beiden betroffenen Stadtteile Schierstein und Dotzheim selbstverständlich sein. Immerhin ist mit erheblichen Veränderungen für beide Ortsteile zu rechnen, die von dem 125 ha großen Gebiet zwischen der Siedlung „Sauerland“ im Norden, der Schönaustraße im Westen, der Saarstraße im Osten und der A66 im Süden ausgehen. Eine offene Diskussion zur Bebauung, zum Verkehr und zu Klimaaspekten sollte spätestens jetzt beginnen.

Mehr zum "Westfeld" gibt es hier:

https://zukunft-schierstein.de/perspektivflaeche-west-buergerinitiativen-zum-freudenbergerger-hang-zwischen-schierstein-und-dotzheim/

 


Schiersteiner Ortsbeirat tagt am 26. Januar 2022

SITZUNG DES SCHIERSTEINER ORTSBEIRATS
26.1.2022 – 19 Uhr
im Gemeindehaus von St. Peter und Paul

Wie immer wird es zu Beginn der Tagesordnung eine Bürgerfragestunde geben, aber auch zu den einzelnen Tagesordnungspunkten im Verlauf der Sitzung werden Fragen in der Regel zugelassen.

Diese Punkte stehen auf der Tagesordnung:

1. Geschäftsordnungsangelegenheiten
1.1 Tagesordnung
1.2 Mitteilungen des Vorsitzenden
1.3 Niederschrift über die Ortsbeiratssitzung am 08.12.2021
1.4 Fraktionspost

2. Interimsfläche für Auslagerung Erich Kästner- und Hafenschule

3. Carsharing-Standorte in Schierstein (Ergebnisse der Videokonferenz am 13.01.)

4. Einrichtung von Carsharing-Standorten in Schierstein [Zukunft Schierstein; SPD; Bündnis 90 / Die Grünen] 22-O-22-0001

5. Erweiterung der Zone „Nur zeitlich begrenztes Parken erlaubt“ in der Reichsapfelstraße [CDU] 22-O-22-0002

6. Barrierefreien Weg am Osthafen sicherstellen [Zukunft Schierstein] 22-O-22-0003

7. Wiederherstellung/Restaurierung der „Jupitersäule“ in der Wilhelm-Loos-Anlage [SPD] 22-O-22-0004

8. Bericht AG Freizeit, Soziales und Bürgerbeteiligung
8.1 Wiederaufnahme des Rudersports im Schiersteiner Hafen – Weitere Schritte Neubau Schulbootshaus [AG Freizeit, Soziales und Bürgerbeteiligung] 22-O-22-0005
8.2 Toilettenanlagen am Schiersteiner Hafen [AG Freizeit, Soziales und Bürgerbeteiligung] 22-O-22-0006

9. Bericht AG Jugend, Schule und Kultur

10. Bericht AG Bau, Verkehr und Infrastruktur

11. Bericht AG Umwelt, Klima und Sauberkeit

12. Finanzmittel

13. Verschiedenes

Zur kompletten Tagesordnung geht es hier:
https://piwi.wiesbaden.de/sitzung/detail/2817955

Die Sitzung wird unter 3G-Bedingungen durchgeführt. Das heißt: Der Zugang darf nur durch solche Personen erfolgen, die nachweislich geimpft, genesen oder negativ getestet sind (3G-Regelung). Als Testnachweis gilt ein vor höchstens 48 Stunden vor Sitzungsbeginn vorgenommener PCR-Test oder ein vor höchstens 24 Stunden vor Sitzungsbeginn vorgenommener Antigentest (z. B. vorgenommen im Rahmen einer sog. Bürgertestung).

Die genauen Regelungen finden Sie hier: Schierstein Anordnung der Ortsvorsteher für die Durchführung von OBRS unter 3G

Leider muss die Anzahl der Besucherplätze auch wieder begrenzt werden - auf 10.
Beim Betreten und Verlassen des Tagungsortes ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutz erforderlich, zusätzlich wird dringend empfohlen, während der gesamten Sitzung einen medizinischen Mund-Nase-Schutz zu tragen.


Carsharing-Standort in Schierstein ab Juli 2022 möglich

Schon im Juli 2022 könnte Schierstein ein eigenes Carsharing-Auto mit Stellplatz in der Reichsapfelstraße 29 erhalten. Hierzu muss der Ortsbeirat nun aber bereits in seiner nächsten Sitzung den vom Verkehrsdezernat und ESWE Verkehr vorgeschlagenen Stellplatz akzeptieren. Ansonsten fällt Schierstein aus dem aktuellen Ausschreibungsverfahren für Carsharing heraus und wird voraussichtlich in den nächsten vier Jahren keine neue Chance auf ein Carsharing-Angebot vor Ort erhalten.

Mit einem gemeinsamen Antrag wollen darum die drei Fraktionen ZUKUNFT SCHIERSTEIN, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Sitzung des Ortsbeirats Wiesbaden-Schierstein am 26. Januar 2021 die Einrichtung von Carsharing-Standorten in Schierstein in der Reichsapfelstraße 29 beschließen.

Möglich wurde die zusätzliche Einrichtung von Carsharing-Plätzen insbesondere durch die neue gesetzliche Regelung, dass auch an Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen Carsharing-Stellplätze ausgewiesen werden können.

ZUKUNFT SCHIERSTEIN hatte daher bereits zur Sitzung des Ortsbeirats am 8. Dezember 2021 beantragt, dass nun auch Schierstein ein Carsharing-Angebot erhält. Diesem Antrag hatten alle Fraktionen im Ortsbeirat zugestimmt.

Grund für den Antrag war auch das Bestreben, das Verkehrsaufkommen in Schierstein deutlich zu reduzieren, denn durch Carsharing-Angebote lässt sich die Pkw-Anzahl reduzieren, wie wissenschaftliche Studien belegen: Ein einzelnes stationsbasiertes Carsharing-Fahrzeug kann in der Regel bis zu 10 Privatfahrzeuge ersetzen – vereinzelt sogar bis zu 20 Privatfahrzeuge – egal ob Erst- oder Zweitfahrzeuge (Bundesverband Carsharing 2020: Fact Sheet. Verkehrsentlastung durch Carsharing). Damit ist die Ausweitung des städtischen Carsharing-Angebots gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung des allgemeinen Parkdrucks.

Am 21. Dezember 2021 erhielt der Ortsbeirat die Nachricht, dass bereits in den vergangenen Monaten verschiedene Standorte im Stadtgebiet identifiziert wurden – darunter auch in Schierstein –, die in der Vergaberunde Anfang 2022 für neue Carsharing-Stationen mit jeweils ein bis zwei Fahrzeugen für den Zeitraum von vier Jahren an Carsharing-Anbieter zu vergeben sind. In Schierstein soll der Anbieter die Station zunächst mit einem Fahrzeug zu bestücken. Sollte sich das Angebot innerhalb des Vergabezeitraums an der Station positiv entwickeln, wird dem Anbieter die Option gewährt, diese Station mit einem zweiten Fahrzeug aufzustocken.

Für Schierstein haben ESWE Verkehr und das Verkehrsdezernat nach bestimmten Kriterien (gute Sichtbarkeit der Station, gute Ausleuchtung zur Sicherheit, zentral, hohe Bevölkerungsdichte, Anbindung an ÖPNV) die Parkplätze in der Reichsapfelstraße 29 ausgewählt. Dem Ortsbeirat bleibt nur noch die Entscheidung, diesen Standort zu akzeptieren oder auf ein Carsharing-Angebot in Schierstein für die nächsten vier Jahre zu verzichten. Hierüber informierte am 13. Januar 2022 das Verkehrsdezernat gemeinsam mit Vertretern der ESWE Verkehr in einer Online-Konferenz, in der das Konzept zur Erweiterung des Carsharing-Angebots im Stadtgebiet Wiesbaden vorgestellt wurde.