Parken nach Vorbild „alter Ortskern“
Für die Parksituation in der Ehrengartstraße gibt es neue Entwicklungen. Die ursprünglich für den 23. März 2026 geplante Bürgerversammlung wird darum in Abstimmung mit dem Dezernat für Bauen und Verkehr auf einen Termin zeitnah nach Ostern verschoben. Hintergrund ist eine derzeit laufende Prüfung durch das Dezernat, inwieweit die bestehende Trennung zwischen Fahrbahn und Gehwegen in der Ehrengartstraße aufgehoben werden kann.
Ziel ist es, eine gemeinsame Nutzung der Verkehrsfläche durch alle Verkehrsteilnehmer – Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrzeuge – zu ermöglichen und gleichzeitig die Parksituation und die Durchfahrt für Rettungsdienste sowie die Müllabfuhr zu verbessern.
Ortsbeirat Schierstein: Sitzverteilung steht nun fest
WIE DER NEUE SCHIERSTEINER ORTSBEIRAT AUSSIEHT IST JETZT ERSTMAL KLAR.

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die CDU mit 37,5 % (6 Sitze),
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die SPD mit 34,8 % (5 Sitze),
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den Grünen mit 14,6 % (2 Sitze) und
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der AfD mit 6,7 % (1 Sitz),
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die Linke schafft es mit 4,6 % (1 Sitz) in den Ortsbeirat
MIT DEN IN KLAMMERN GENANNTEN PERSONENSTIMMEN WURDEN IN DEN NÄCHSTEN ORTSBEIRAT GEWÄHLT:
WER VON DIESEN KANDIDATEN NUN WIRKLICH IN DEN ORTSBEIRAT ZIEHT, HÄNGT NOCH DAVON OB, OB ALLE IHR MANDAT ANNEHMEN.
ORTSVORSTEHER/IN KANN REIN THEORETISCH JEDES ORTSBEIRATSMITGLIED WERDEN.
Einordnung zum Schiersteiner Wahlverhalten
Wie Schierstein gewählt hat und wie das vorläufige Wahlergebnis aussieht …
… sind zwei ziemlich verschiedene Dinge.
Das „Trendergebnis“ – es berücksichtigt nur die „unverändert“ angenommen Stimmzettel, die ausschließlich mit einem Listenkreuz gekennzeichnet sind – sieht die CDU vorn mit 36,2 %, dicht gefolgt von der SPD mit 34,4 %, dann mit einigem Abstand die Grünen mit 17,3 %, die AfD als viertstärkste Partei mit 7,4 %. Danach erst folgen die Linke mit 3,3 % und die FDP mit 1,3 % der Stimmen.
Aufruf zur Ortsbeiratswahl am 15. März
Liebe Schiersteinerinnen und Schiersteiner,
für ZUKUNFT SCHIERSTEIN hat als Teil des Ortsbeirats am 4. März 2026 die letzte Ortsbeiratssitzung stattgefunden. Am 15. März 2026 wird ein neuer Ortsbeirat gewählt – diesmal ohne ZUKUNFT SCHIERSTEIN.
Wir möchten Euch bitten, geht wählen!
Verkehrsdezernat will schrittweise auf Parksituation in Schierstein reagieren
Bürgerversammlung zu kleinteiligen Lösungen in der Ehrengartstraße geplant – Konzept für untere Alfred-Schumann-Straße beschlossen – weitere Straßen sollen folgen
Denkmalschutz im Rheingau-Palais wirft Fragen auf
In der Schiersteiner Ortsbeitratssitzung am 4. März 2026 fragte ein Bürger, ob es im Zusammenhang mit der Verlegung der Erich Kästner-Schule weitere Erkenntnisse über den Denkmalschutz im Rheingau-Palais gebe. Anlass für diese Frage waren Berichte darüber, dass bei einer Begehung mit dem Denkmalschutz im Rheingau-Palais erst nach dem Kauf des Gebäudes durch die Stadt, denkmalschutzwürdige Innenwände hinter Leichtbauwänden entdeckt worden seien. Dadurch könnten bestimmte für eine Nutzung durch die Schule notwendige räumliche Änderungen schwierig werden. Auch ZUKUNFT SCHIERSTEIN berichtete darüber nach einer Ortsbeiratssitzung am 5. November 2025 - hier geht es zum Bericht von damals.
Aus dem Ortsbeirat wurde auf die Frage des Bürgers hin bekräftigt, dass die denkmalgeschützten Innenwände offenbar überraschend für die Stadt waren und erst nach dem Kauf entdeckt wurden. Das hatte zumindest ein Vertreter des Schulamtes bei der Sitzung des Ortsbeirats am Mittwoch, 5. November 2025, berichtet. Neuere Informationen hierzu liegen dem Ortsbeirat allerdings nicht vor.
Der in der jüngsten Sitzung am 4. März anwesende Dezernent Andreas Kowol widersprach diesem Sachverhalt und gab an, dass die Begehung mit dem Denkmalschutz bereits vor dem Kauf des Rheingau-Palais stattgefunden habe und man die Situation gekannt und beim Kauf einkalkuliert hätte.
Diese Darstellung von Dezernent Kowol stimmt allerdings nicht mit der Sitzungsvorlage überein, die bei der Entscheidung zum Kauf des Rheingau-Palais im Ortsbeirat am 24. März 2025 öffentlich diskutiert wurde. Bei der Diskussion im Ortsbeirat wurde aus der Sitzungsvorlage öffentlich zitiert und dabei klar benannt, dass der Denkmalschutz bisher (also bis zur Entscheidung über den Kauf) noch nicht in das Projekt eingebunden war, weil die derzeitige Planung noch nicht die notwendige Tiefe erreicht hätte. Erst die weitergehende Planung (also die nach der Entscheidung zum Kauf) sollte intensiv mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden.
Diesen Umstand hatte der Schiersteiner Ortsbeirat auch bereits in seiner Sitzung im März 2025 im Beisein des Schuldezernenten Hendrik Schmehl kritisiert: Die Prüfungen für die Eignung des Rheingau-Palais seien nicht tief genug und vor allem auch der Denkmalschutz nicht eingebunden. In der Sitzung im März 2025 widersprach der anwesende Dezernent der Darstellung in der Sitzungsvorlage zum erst nach dem Kauf einzubindenden Denkmalschutz nicht.
Was nun stimmt und warum Andreas Kowol nun berichtet, der Denkmalschutz sei schon vor dem Kauf eingebunden gewesen und es hätte vor dem Kauf eine Begehung mit dem Denkmalschutz stattgefunden, konnte bei der Ortsbeiratssitzung am 4. März 2026 nicht abschließend geklärt werden.
Ortsbeirat will Gehwegparken erreichen
In seiner Sitzung am Mittwoch, 28. Januar 2026, berät der Schiersteiner Ortsbeirat über einen Dringlichkeitsantrag zum Parken in Schierstein.
Anlass sind die am 22. Januar 2026 durch die Stadt Wiesbaden aufgestellten Parkverbotsschilder in der Ehrengartstraße. Mit einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen im Schiersteiner Ortsbeirat soll die weitere Umsetzung von ähnlichen Maßnahmen zum Parkverbot in Schierstein mit sofortiger Wirkung gestoppt werden. Die bereits in diesem Zusammenhang in der Ehrengartstraße eingerichteten Verkehrszeichen sollen außer Kraft gesetzt bzw. abgedeckt werden.
In einer öffentlichen (Sonder-)Sitzung des Schiersteiner Ortsbeirats soll das Verkehrsdezernat erläutern, welches Gesamtkonzept zum Parken in Schierstein verfolgt wird. Vor allem soll das Dezernat darlegen wie und wo das Gehwegparken (Parken mit zwei Rädern auf dem Bordstein) erlaubt und entsprechend eingerichtet werden kann. Dabei sollen Fragen und Anregungen nicht nur des Ortsbeirats, sondern auch der Schiersteiner Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden.
Im Anschluss an diese Information und Beratung soll dem Schiersteiner Ortsbeirat ein Konzept zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Hintergrund dieses Antrags ist das (teilweise) Parken auf den Bürgersteigen in Schierstein, das mindestens seit November 2024 eins der beherrschenden Themen im Ort ist. Nachdem seit Jahrzehnten das halbseitige Parken auf den Gehwegen in unserem Ortsteil Usus war und offenbar geduldet wurde, ahndete die Stadt Wiesbaden das Gehwegparken nun ohne zuvor den Ortsbeirat oder die Bürgerinnen und Bürger auf die neue Praxis hinzuweisen. In Schierstein sorgte diese plötzlich und unangekündigt geänderte Praxis für Ärger.
Der Ortsbeirat suchte darum eine konstruktive Lösung, um regelkonformes Parken zu ermöglichen und dabei möglichst viele Parkflächen in Schierstein zu erhalten. Letzteres wäre durchaus möglich, da nach den durch den Ortsbeirat selbst durchgeführten Messungen in vielen Straßen, in denen das Gehwegparken seit Jahrzehnten praktiziert und geduldet wurde, die Bürgersteige breit genug sind, um zum Beispiel ein Parken (mit 2 Rädern) auf dem Bürgersteig ausdrücklich zu erlauben und entsprechend zu kennzeichnen.
Der Ortsbeirat nahm daher bereits Ende 2024 Kontakt zum Verkehrsdezernat auf, legte dort die Messungen zum möglichen erlaubten Gehwegparken vor und bat um einen dringenden Termin, damit ein Konzept zur Umsetzung des rechtskonformen Gehwegparkens in die Wege geleitet werden könnte.
In einem Termin im Frühjahr 2025 erläuterte das Dezernat den Ortsbeiratsmitgliedern der „AG Verkehr“ mündlich Ideen zu einem Konzeptentwurf und sagte zu, wenig später dem Ortsbeirat ein Konzept zur weiteren Beratung zur Verfügung zu stellen.
Trotz mehrfacher dringlicher Rückfragen wurde dem Schiersteiner Ortsbeirat nie ein Konzept vorgelegt. Stattdessen begann die Stadt am 22. Januar 2026 OHNE vorherige Beschlussfassung oder andere Befassung des Ortsbeirats oder auch nur eine blanke Information des Ortsbeirats mit der Umsetzung von Maßnahmen zum Parken (Parkverbot auf einer Straßenseite) in der Ehrengartstraße. Auch das weitere Konzept zum Parken ist dem Ortsbeirat bis heute nicht bekannt. Geschweige denn konnten sich die Schiersteiner Bürgerinnen und Bürger bzw. stellvertretend der Ortsbeirat mit einem Konzept auseinandersetzen. Die eigentlich angedachten Verbesserungen bzgl. einer rechtskonformen Parksituation, die durch eingezeichnete „Gehwegparkplätze“ hätte erreicht werden können, sind damit genau ins Gegenteil verkehrt worden. Das will der Schiersteiner Ortsbeirat mit seinem Antrag in der Sitzung am 28. Januar um 19 Uhr im Schiersteiner Rathaus ändern.
Krembergstraße wird Tempo-30-Zone
Kaum vorstellbar, aber in der Krembergstraße durfte Tempo 50 gefahren werden. Und da mancher tut, was man grundsätzlich darf, auch wenn es gegen jede Vernunft ist, haben Anwohner der Krembergstraße den Ortsbeirat darum gebeten, hier für eine Verkehrsberuhigung zu sorgen. Der Ortsbeirat beantragte daher am 13. November 2024 die Prüfung zur Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone für die Krembergstraße (https://piwi.wiesbaden.de/antrag/detail/3381164).
Die Stadt fand das nicht gut und lehnte die Verkehrsberuhigung im März 2025 ab (https://piwi.wiesbaden.de/dokument/v/3466320). Begründung: Die Krembergstraße müsse „durch ihre besondere Gestaltung den Eindruck vermitteln, dass die Aufenthaltsfunktion überwiegt und der Fahrzeugverkehr eine untergeordnete Rolle spielt“. Es sei aber so, dass der motorisierte Verkehr den öffentlichen Raum in der Krembergstraße dominiere, daher sei ein Umbau erforderlich, den die Stadt aber nicht vornehmen werde. Stattdessen wäre die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der gesamten Krembergstraße eine sinnvolle Alternative, teilte die Stadt mit.
Also beantragte der Schiersteiner Ortsbeirat bei der Stadt die Einrichtung einer Tempo-30-Zone (https://piwi.wiesbaden.de/antrag/detail/3468588) – das war im April 2025. Und nicht mal ein halbes Jahr später (kann man auch mal positiv erwähnen) kam die Antwort der Stadt: Machen wir!
Vielleicht stehen die neuen Tempo-30-Schilder ja schon an beiden Ein- bzw. Ausfahrten der Krembergstraße, wo sie laut einer verkehrsrechtlichen Anordnung vom Herbst 2025 aufgestellt werden sollten.
Ortsbeirat ehrt EKS und Hafenschule
In Schierstein ist es üblich, dass der Ortsbeirat zum Jahresende Bürgerinnen und Bürger für besondere ehrenamtliche Verdienste um den Ortsteil ehrt. In diesem Jahr weicht der Ortsbeirat von dieser Tradition erstmals ab und ehrt keine einzelnen Personen, sondern die beiden Schulgemeinschaften von Erich Kästner- und Hafenschule. Read more
Rheingaupalais als Schulstandort: Beim Denkmalschutz verrechnet?
Die zuständige Denkmalschutzbehörde hat das Rheingaupalais, in das die Erich Kästner-Schule im Jahr 2030 nach einem Umbau umziehen soll, jüngst untersucht. Dabei sei aufgefallen, dass einige Umbauten im Gebäude durch die bisherigen Nutzer, die dort ab dem Jahr 2010 Büros eingerichtet hatten, wohl nicht ganz denkmalschutzkonform umgesetzt worden seien. Konkret entdeckten die Denkmalschützer nun hinter Leichtbauwänden denkmalschutzwürdige Innenwände, berichtete ein Vertreter des Schulamtes bei der Sitzung des Ortsbeirats am Mittwoch, 5. November. Damit habe man so nicht gerechnet. Aber eine Einsparung von 30 Mio. Euro sei realisierbar gegenüber der Sanierung und dem Neubau der EKS am bisherigen Standort in der Zehntenhofstraße. „30 Mio. Euro? Es war doch im Frühjahr 2025 von 50 Mio. Euro Einsparungen die Rede“, hakten die Ortsbeiratsmitglieder nach. Vielleicht habe er auch die Zahlen jetzt nicht so ganz präsent, erwiderte der Vertreter des Schulamtes, der vom Schuldezernenten extra in den Ortsbeirat entsandt worden war, um über den Stand der Dinge bzgl. der Schiersteiner Schulen zu berichten.
Wie berichtet traf die Stadt bereits im Frühjahr dieses Jahres „im Schweinsgalopp“ die Entscheidung, die Erich Kästner-Schule nicht am alten Standort neu zu bauen. Die Planungen für den Neubau der EKS waren damals bereits so gut wie fertig, ein Interimsstandort für die Bauphase gefunden, doch man gehe davon aus, dass die veranschlagten Kosten sich auf 150 Mio. Euro summieren würden, statt der bisher veranschlagten 100 Mio. Euro. Zu teuer, so der Schul- und gleichzeitig Finanzdezernent Schmehl.
Statt Einsparpotenziale durch ein neues Raumprogramm am Standort der EKS zu prüfen, überraschte das Schuldezernat den Ortsbeirat und die Schule zum Jahreswechsel 2024/2025 mit der Nachricht, dass die Wiesbadener Stadtentwicklungsgesellschaft SEG eine Lösung habe: der Erwerb und Umbau des seit Jahren zum Verkauf stehenden mehr als 100 Jahre alten Rheingaupalais an der Söhnleinstraße. Damit könnten 50 Mio. Euro gespart werden.
Die Stadtverordneten entschieden sich mehrheitlich für den Vorschlag von SEG und Schuldezernent, aber damit auch gegen das einstimmige Votum des Schiersteiner Ortsbeirats, der auf die Prüfung von Einsparpotenzialen am Standort drängte und die EKS in der Zehntenhofstraße halten wollte.
Skeptisch war der Ortsbeirat auch, weil die Stadt den Denkmalschutz zum Zeitpunkt der Entscheidung über den Kauf und Umbau des Rheingaupalais noch nicht mit eingebunden hatte. Zu dieser Skepsis sah der Schuldezernent offenbar keinen Anlass, der bei einer Sondersitzung des Ortsbeirats Ende März 2025 erläuterte, dass nur das Äußere des Palais, Fassade und Fensteranordnung, zu beachten sei. Das Gebäude könne ansonsten entkernt und wie ein Rohling auf die Bedürfnisse des Schulbaus angepasst werden, indem man neue Wände einziehe.
Statt eines Rohlings entdeckte die Stadt nun die denkmalgeschützten Innenwände hinter vorgebauten neuen Wänden. Was das konkret für die Planung der Schule im Altbau Rheingaupalais bedeutet, wie sich das auf die angestrebten Einsparungen auswirkt und ob sich das Schuldezernat nur beim Denkmalschutz verrechnet hat oder es vielleicht noch andere Überraschungen in dem riesigen alten Gebäude zu entdecken gibt, werden wir sicher irgendwann erfahren.








