In der Stadtverordnetenversammlung wird am 30. September 2026 über den Vorentwurf zum Flächennutzungsplan (FNP) entschieden. Aller Voraussicht nach wird dem Vorentwurf mehrheitlich zugestimmt – so wie schon zuvor im Umwelt- und im Planungsausschuss. In beiden Ausschüssen hatte – abgesehen von einem Statement der Linken – vor der Verabschiedung keinerlei inhaltlicher Austausch zum FNP stattgefunden. Das obwohl der FNP stark umstritten ist, da er bisher als Grün- und landwirtschaftliche Flächen geschützte Bereiche für eine Bebauung vorsieht. Darunter auch so große zusammenhängende Gebiete wie das Westfeld zwischen Schierstein und Dotzheim und das Ostfeld rund um das Fort Biehler.

Kurz vor der Sitzung überreicht Tatjana Wink, die eine Petition zum Erhalt von Freiflächen gestartet hat, mehr als 4.000 Unterschriften an Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Obermayr.

Kernforderungen der Petition:

  • Kaltluftentstehungsgebiete und Frischluftschneisen konsequent erhalten.
  • eine möglichst lokale Trinkwassergewinnung für alle Einwohner*innen Wiesbadens sicherstellen.
  • alle landwirtschaftlichen Flächen erhalten und so die regionale Versorgung sichern.
  • günstigen Wohnraum schaffen, Leerstände vermeiden und die Ortskerne wiederbeleben, indem der vorhandene Gebäudebestand saniert, aufgestockt und umgenutzt wird.

Die Übergabe erfolgt am 30. September um 15.40 Uhr auf den Treppen zum Wiesbadener Rathaus. Leider ohne Kundgebung und Versammlung, da wegen der Sitzungswoche des Landtags eine Bannmeile gilt, die das Rathaus mit einschließt.

Mehr zur Petition gibt es hier: https://www.openpetition.de/petition/blog/wiesbaden-grund-zum-leben-luft-wasser-nahrung-wohnen/

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