Flyer zu aktuellen Entwicklungen – Vor-Ort-Termine

Zukunft Schierstein informiert seit einigen Tagen per Flyer über aktuelle Entwicklungen in Schierstein:

Download hier: Flyer Zukunft Schierstein, April 2021

Wir laden alle Menschen in Schierstein ein, sich in die Diskussion und Ideenfindung einzubringen.
Gerne per Mail an: info@zukunft-schierstein.de

oder auch im persönlichen Gespräch:

Zukunft Schierstein vor Ort

Wir laden ein, uns am Hafenweg an der Brachfläche oberhalb der Bootsrampe am Osthafen zu treffen

  • am Samstag, 17. April 2021, um 10 Uhr und
  • am Donnerstag, 22. April 2021, um 18 Uhr.

Coronabedingt planen wir aktuell, uns jeweils mit deutlichem Abstand in Einzelgesprächen mit Ihnen vor Ort auszutauschen.


Wählerwille entscheidend für Besetzung der Position von Ortsvorsteher/in und Stellvertreter/in in Schierstein

In der konstituierenden Sitzung des Schiersteiner Ortsbeirats am 21. April 2021 wird der Ortsbeirat aus seiner Mitte eine/n Ortsvorsteher/in und eine/n Stellvertreter/in wählen. Für uns steht außer Frage, dass Zukunft Schierstein als die Fraktion mit den meisten Wählerstimmen bei der Besetzung dieser Positionen eine Rolle spielen muss.

Anhand des Wahlergebnisses gibt es nur zwei mögliche Varianten, die den Wählerwillen widerspiegeln:

  • Die Mehrheit der rein personenbezogenen Stimmen spricht für Urban Egert (SPD) als Ortsvorsteher mit 2.482 Stimmen, gefolgt von Christina Kahlen-Pappas (Zukunft Schierstein) als seine Stellvertreterin mit 2.170 Stimmen.
Grafik: Zukunft Schierstein
  • Denkbar wäre auch eine Konstellation, die das absolute Wahlergebnis widergibt, also in der die beiden Fraktionen mit dem stärksten Wahlergebnis Ortsvorsteher/in (Zukunft Schierstein mit 27 Prozent der Wählerstimmen) und Stellvertreter/in (CDU mit 26,2 Prozent der Wählerstimmen) stellen.
Abweichungen zum Wahlergebnis 2016 ergänzt von Zukunft Schierstein.

Eine Konstellation in der Zukunft Schierstein als Wahlgewinnerin und mit der nach Personenstimmen zweitstärksten Kandidatin unberücksichtigt bliebe, wäre nicht mit dem Wählerwillen vereinbar.

Vor dem Hintergrund, dass mit diesen Personalentscheidungen keinerlei Vorfestlegungen in Sachfragen verbunden sind, sondern der Ortsvorsteher vornehmlich die Sitzungen des Ortsbeirats leitet und das Gremium nach außen fraktionsübergreifend vertritt, sehen wir uns in der Entscheidung bestärkt, den Personenstimmen in der Frage der Besetzung dieses Amtes mehr Gewicht einzuräumen und hoffen, dem Wählerwunsch mit einer weiteren Amtsperiode für Urban Egert als Ortsvorsteher und Christina Kahlen-Pappas als seiner Stellvertreterin am nächsten zu kommen.

Zukunft Schierstein hat ein positives Feedback von der SPD erhalten, die Urban Egert erneut als Ortsvorsteher aufstellen und Christina Kahlen-Pappas als seine Stellvertreterin wählen will. Wir sind bereit, diesen Weg mitzugehen.

Auf die Sachpolitik von Zukunft Schierstein hat diese Entscheidung ausdrücklich keinerlei Einfluss. Eine Kooperation oder Koalition mit Vorfestlegungen in Sachfragen oder internen Absprachen mit den anderen Fraktionen im Ortsbeirat gibt es nicht. Leitlinien für unser politisches Handeln in der Sache sind unsere zehn Eckpunkte zur Wahl. Für diese wollen wir unabhängig, transparent und themenorientiert mit guten Sachargumenten Mitstreiter/innen im Ortsbeirat finden.


Pilotprojekt Ortspartnerschaft: Schierstein und Delkenheim

Die Stadt Wiesbaden zieht aus der Corona-Pandemie nun auch erste Konsequenzen für das Thema Städtepartnerschaften. Angesichts der Reisebeschränkungen, die den Kontakt mit den Städten im Ausland seit über einem Jahr erschweren, sollen sich in den nächsten Monaten alle Wiesbadener Ortsteile zu „Pärchen“ zusammenfinden  und sogenannte „Ortspartnerschaften“ eingehen. Das Projekt läuft unter dem Motto: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“.

Die Verpartnerung soll bewusst nicht zwischen nebeneinanderliegenden Ortsteilen, sondern möglichst von Ost nach West und von Süd nach Nord stattfinden. Als Pilot-Partner-Ortsteile wurden im Ausschuss für Städtepartnerschaften bereits vor einigen Monaten Delkenheim und Schierstein festgelegt. Beide Ortsteile verbinden bereits jetzt mehrere Projekte miteinander.

Projekt „Atmen in Delkenheim“

Eines der bedeutendsten Projekte ist „Schiersteiner*innen atmen in Delkenheim“. Hierzu sollen in den heißen Sommermonaten Bustouren für Menschen aus Schierstein zur Delkenheimer Kiesgrube angeboten werden. Ab Außentemperaturen von 30°C im Schatten werden bevorzugt ältere Mitbürger*innen, die erwiesenermaßen besonders unter der Hitze leiden, zu Tagestouren durch die Kiesgrube eingeladen. Um dieses Highlight zu ermöglichen, wurde viel Geld in die Hand genommen. Die Finanzierung ist durch die Bebauung des Osthafens gesichert, die zwar zu schlechterem Klima in Schierstein führt, aber finanzielle Mittel für „Kompensationsmaßnahmen“ und damit bessere Luft im 15 km entfernten Delkenheim ermöglicht hat, von der auch Schiersteiner*innen profitieren sollen.

Projekt „Jugend unterm Dach“

Eine weitere wichtige Kooperation besteht im Bereich Jugend: Im Zuge des Projekts „Jugend unterm Dach in Delkenheim“ entsteht auf dem Bolzplatz an der Kölner Straße in Delkenheim mit Unterstützung des Grünflächenamtes ein Unterstand für Jugendliche, der mit 3.500 Euro über das Handlungsprogramm Jugend finanziert wird. Ziel der Maßnahme ist ausdrücklich, die „Schaffung eines Treffpunktes für Jugendliche in Delkenheim“, nicht nur „aus“ Delkenheim. Schiersteiner Jugendliche, die unter den Vordächern in Schierstein bei Regen keinen Platz mehr finden, sind herzlich eingeladen, den Unterstand in Delkenheim zu nutzen. Die Stadt beweist hier Weitblick angesichts zunehmender Starkregenereignisse. Sobald die Coronalage es erlaubt, sind sogar regelrechte organisierte Treffen der Delkenheimer und der Schiersteiner Jugend unter dem Unterstand geplant. Aktuell ist außerdem eine Aufnahme des Highlights "Jugend unterm Dach" in das Ferienprogramm der Stadt Wiesbaden geplant.

Projekt „Schiersteiner*innen parken in Delkenheim“

Noch in der Planung, aber vielsprechend ist das Projekt „Schiersteiner*innen parken in Delkenheim“. Gegen einen geringen monatlichen Kostenbeitrag erhalten Schiersteiner*innen ein exklusives Anrecht auf einen der öffentlichen Delkenheimer Parkplätze. Dieser soll nicht nur von Tagesausflüglern genutzt werden, die mit dem eigenen PKW am Projekt „Atmen in Delkenheim“ teilnehmen oder ihre Jugendlichen am Unterstand abholen wollen, sondern ganz gezielt auch, um die Parkplatzsuche für Schiersteiner Anwohner*innen nach einem langen Arbeitstag zu erleichtern. Statt in den Schiersteiner Gassen unter Umständen stundenlang nach einem geeigneten Plätzchen suchen zu müssen, sollen die Bewohner*innen vom Rhein direkt Delkenheim ansteuern, wo sie bequem parken und nahtlos in den gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr zwischen Delkenheim und Schierstein umsteigen und ganz entspannt in den Feierabend starten können. Wer mag, kann zuvor noch einen tiefen Atemzug aus dem Projekt „Schiersteiner*innen atmen in Delkenheim“ nehmen.

„Win-Win-Situation“ für beide Ortsteile

Damit diese Pilotpartnerschaft zwische Delkenheim und Schierstein langfristig zu einer „Win-Win-Situation“ für beide Ortsteile wird, sind nun alle Schiersteiner*innen aufgerufen, Ideen einzubringen, welche Angebote Schierstein für Menschen aus Delkenheim in der Ortspartnerschaft einrichten könnte.

 


Der Lindenbach als Lebensader

Die Renaturierung des Lindenbaches stand bereits im März 2019 im Ortsbeirat Schierstein auf der Tagesordnung. Katja Folland vom Umweltamt Wiesbaden referierte mögliche Maßnahmen und zeigte erste Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie. Die AG Hafen des Ortsbeirats sagte in dieser Sitzung zu, Ideen zum Thema zu entwickeln. Ob das geschehen ist, ist zumindest nicht öffentlich bekannt. Das Thema scheint vielmehr seit zwei Jahren brach zu liegen. Doch das sollte sich ändern, denn die Renaturierung könnte durchaus mehrere positive Effekte auf den Lindenbach und seine Umgebung haben. Je nach Planung könnte eventuell auch das Thema Hochwasser entschärft werden.

Grundsätzlich ist das Ziel der Renaturierung, den Lindenbach in einen besseren Zustand zu versetzen, wie ihn die europäische Wasserrahmenrichtlinie vorsieht. Die Renaturierung des Lindenbaches könnte vor allem auch die Biodiversität stärken: Fischbestände und andere Wassertiere könnten sich erholen bzw. ansiedeln. Auch das Mikroklima in unmittelbarer Nähe eines natürlichen Bachlaufes ist um ein Vielfaches günstiger. Die Wohn-, und Lebensqualität nehmen dadurch zu.

Oberhalb von Frauenstein wurden bei den Zuflüssen des Lindenbachs schon einige Maßnahmen getroffen, doch in Schierstein ist das Bild des Lindenbaches noch ein ganz anderes: Spätestens ab dem Grunselsbörnchen und gut sichtbar ab der Bahnlinie fließt er mit hoher Geschwindigkeit in einer „Abflussrinne“ auf den Hafen zu. Mehrere Abstürze (Stufen) verstärken diesen Effekt. Fische haben hier keine Chance. Die letzte „Betonierung“ der Bachsohle erfolgte entlang des Geländes der ehemaligen Söhnlein Sektkellerei vor ein paar Jahren. Es entstand ein Fließgewässer, das keinerlei Lebensraum für Fische, Amphibien, bachbegleitende Insekten, Schmetterlinge und andere Tiere bietet.

Sicherlich ist es nicht einfach in einem dicht bewohnten Stadtteil einem Bach seine „natürliche“ Form zurückzugeben und auch die Hochwassergefahr nicht aus dem Auge zu verlieren. Aber unmöglich ist es nicht. Dies zeigt die Renaturierung des Klingenbaches in Breckenheim, die im August des letzten Jahres abgeschlossen wurde. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Nach anfänglicher Skepsis fand die Maßnahme eine breite Unterstützung und ist ein zusätzlicher Gewinn an Lebensqualität für die Breckenheimer. Übrigens wurden 85 % der Kosten vom Land Hessen übernommen. Auch für den Lindenbach könnte die Stadt Wiesbaden auf Fördermittel zurückgreifen.

Wir möchten, dass der Lindenbach wieder eine Lebensader wird.

Die Machbarkeitsstudie sollte zu einem Abschluss gebracht und die daraus resultierenden Maßnahmen vor Ort und vor allem mit den direkt betroffenen Lindenbach-Anliegern besprochen und geplant werden.

Nicht ganz einfach wird eine Lösung für den Verlauf des Baches unter der Christian-Bücher-Straße und der Loos-Anlage sein. In unserer Nachbargemeinde Walluf, wo ganz ähnliche Gegebenheiten anzutreffen sind, kann man sehen, wie eine Lösung für den Wallufbach, die Straße und die Grünanlage gefunden und sehr attraktiv gestaltet wurde.

Dass all diese Maßnahmen nicht von heute auf morgen geschehen, versteht sich von selbst, aber sie sollten in Angriff genommen werden.

Claudia Wagner

 


Am Schiersteiner Osthafen werden erste Fakten geschaffen

Am Rosenmontag 2021 wurden mit Baumfällungen entlang der Ostseite des Schufa-Gebäudes erste Tatsachen zur Bebauung des Areals geschaffen. Betroffen ist das bereits vor dem Beschluss über den Bebauungsplan an einen Investor verkaufte Grundstück, das direkt an das Schufa-Gebäude anschließt.

Für alle anderen Grundstücke sollten gemäß der Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung vom 17. September 2020 Einschränkungen bzgl. der Bebaubarkeit mit der SEG vereinbart werden. Unbekannt ist, ob die Stadt Wiesbaden inzwischen wie vereinbart, einen dazu notwendigen Gesellschafterbeschluss der SEG erwirkt hat. Zukunft Schierstein hat darum heute in einem Brief an Oberbürgermeister Mende nachgefragt, wie weit die Stadt mit der Umsetzung der bereits im September beschlossenen Einschränkungen zur Bebauung des Osthafens ist.

Der Brief ist hier abrufbar:

Brief an OB Mende, Osthafen - Gesellschafterbeschluss SEG, 15.2.2021

Es geht um folgenden Sachverhalt: Flankierend zum Beschluss über den Bebauungsplan Osthafen hatte die Rathauskoalition aus CDU, Grünen und SPD im September 2020 wenige Zugeständnisse bezüglich der Bauhöhen und -breiten am Osthafen beschlossen. Damit sollte unter anderem sichergestellt werden, dass kein Hochhaus auf den im Eigentum der SEG befindlichen Grundstücken errichtet wird und dies auch bei einem Verkauf an einen Investor ausgeschlossen ist. Außerdem sollte vermieden werden, dass eine Gebäudebreite über 50 Meter realisiert wird.

Der beschlossene Bebauungsplan selbst schließt all dies nicht aus. Darum sollte die SEG als möglicher Bauherr oder Vermarkter der Grundstücke in die Pflicht genommen werden. Dazu ist allerdings ein Gesellschafterbeschluss notwendig, den der Magistrat der Stadt Wiesbaden erwirken sollte.

Ob und wann dieser Gesellschafterbeschluss getroffen wurde, ist nicht öffentlich bekannt.
Falls der Magistrat fünf Monate nach der Verabschiedung des Bebauungsplans noch keinen Gesellschafterbeschluss zum Osthafen erwirkt haben sollte, ist die Stadtentwicklungsgesellschaft auch noch nicht verpflichtet, geringere Bauhöhen und -breiten am Osthafen einzuhalten als sie der Bebauungsplan vorsieht. Auch Investoren, die ohne diese Bindung aus dem Gesellschafterbeschluss Grundstücke kaufen, können den Bebauungsplan voll ausschöpfen und die befürchteten „Hochhäuser” und „Bauriegel” an den Hafen setzen.

Die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung vom September 2020 würden so ad absurdum geführt. Die Rodungen am Osthafen zeigen, dass keine weitere Zeit verstreichen sollte, um zumindest für die anderen Grundstücke noch zu retten, was gerettet werden kann.


Helau Schierstein: Büttenrede 2021

https://www.youtube.com/watch?fbclid=IwAR2s9sjS8chnTCbJlimMrRg9zDtoYYnVROFTzhcieV645GQVqW39eD7sqWA&v=hJPfmmYBiTk&feature=youtu.be


Neue Spielplatz-Broschüre

Die neue Spielplatz-Broschüre führt für Schierstein insgesamt sieben Spielplätze auf - einer davon ist mit einem Stern als "besonders schön" gekennzeichnet: der Spielplatz Elbestraße.

Die Stadt verspricht, bei der Neugestaltung von Spielplätzen in Zukunft auch Kinderwünsche zu berücksichtigen.

Hört sich so an, als könnten unsere kleinen "Bürger*innen" sich dann aktiv einbringen...

Zur Spielplatzbroschüre geht es hier:


Wie still ruht der See am Osthafen?

Am Mittwoch, 27. Januar 2021, haben sich Ortsbeiratsmitglieder zu einem informellen Video-Austausch getroffen. Die reguläre für diesen Abend geplante Ortsbeiratssitzung ist entfallen.

Zukunft Schierstein hatte in einem Beitrag daran erinnert, dass aktuell einige Fragen offen sind – unter anderem:

  • Wie geht es weiter mit unseren Schulen, gibt es schon erste Erkenntnisse zum Verbleib von Hafenschule und Erich Kästner-Schule an ihren Standorten?
  • Vor vier Monaten wurde der Bebauungsplan Osthafen beschlossen. Hat bereits ein Investor einen Bauantrag gestellt? Gibt es inzwischen Interessenten für die Grundstücke am östlichen Ende des Areals?
  • Bereits Ende 2019 wurde über die Entwicklung des Grundstücks an der Freudenbergstraße hinter dem Bahnübergang diskutiert. Anwohner berichteten, dass es Gerüchte über den Verkauf des Grundstücks der Firma Georg Luh und der Pferdewiese daneben gebe. Gibt es hierzu Neuigkeiten?

Der stellvertretende Ortsvorsteher, Walter Richters, teilte am Freitag mit, dass alle drei Punkte mit "Nein" zu beantworten seien.

Unbekannt ist auch, ob oder wann der Magistrat der Stadt Wiesbaden den versprochenen Gesellschafterbeschluss zu den Bauhöhen und Baubreiten am Osthafen bei der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) erwirkt hat.

Kurz erklärt:
Die SEG vermarktet die Grundstücke am Osthafen - verkauft also an Investoren, die Büros bauen wollen, oder baut selbst und verkauft dann. Der Gesellschafterbeschluss soll die Stadtentwicklungsgesellschaft verpflichten, bestimmte Bauhöhen und -breiten am Osthafen nicht zu überschreiten. Daran könnten dann auch zukünftige Investoren, die selbst bauen wollen, gebunden werden.

Doch Investoren, die ohne diese Bindung aus dem Gesellschafterbeschluss Grundstücke kaufen, können den Bebauungsplan voll ausschöpfen und die befürchteten "Hochhäuser" und "Bauriegel" an den Hafen setzen. Darum ist es wichtig, dass der Magistrat der Stadt Wiesbaden schnellstmöglich (eigentlich schon vor vier Monaten) die SEG anweist, den Gesellschafterbeschluss zu fassen. Ansonsten wird jede Eingriffsmöglichkeit, die uns im vergangenen September vollmundig in den Zusatzanträgen der Koalitions-Parteien zum Bebauungsplan versprochen wurde, hinfällig.


Unser Flyer zur Ortsbeiratswahl 2021

Seit Ende Januar verteilen wir in ganz Schierstein unseren Flyer. Hier sehen Sie auf einen Blick unsere 10 Eckpunkte und 9 Kandidat*innen für den Schiersteiner Ortsbeirat – zum Öffnen bitte anklicken:

Flyer Zukunft Schierstein, Kommunalwahl 2021


Ein Schiersteiner Jahresrückblick

Ein Schiersteiner Jahresrückblick – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ergänzungsvorschläge oder Korrekturen sind sehr erwünscht.

Gerne per Mail an info@zukunft-schierstein.de

31. Dezember 2019/ 1. Januar 2020:


Der Jahreswechsel verläuft in Schierstein wie immer – unter anderem mit Raketen und viel Geböller am Hans-Römer-Platz. Noch ahnt niemand, was 2020 bringt und dass es ein Jahr später deutlich stiller zugehen wird. (Korrektur 1.1.2021: es ging nicht wirklich viel stiller zu, da Schierstein gar nicht erfasst war von der Allgemeinverfügung zur Bestimmung publikumsträchtiger öffentlicher Orte im Sinne von § 6b Satz 1 CoKoBeV, auf denen zum Jahreswechsel das Abbrennen von Feuerwerkskörpern untersagt ist )

14. Januar:
2. Infoveranstaltung der Initiative Zukunft Schierstein zur geplanten Osthafenbebauung und den Schulen in Schierstein.

21. Januar:
Die Zusammenlegung von Hafenschule und Erich Kästner-Schule (EKS) am selben Standort wird von der Stadt Wiesbaden nicht weiter verfolgt. Stattdessen soll die Erich Kästner-Schule im Trinkwasserschutzgebiet neu gebaut werden und die Hafenschule auf ca. einem Drittel der Fläche des bisherigen EKS-Standorts untergebracht werden. Der Rest des Geländes soll mit Wohnungen bebaut werden.

23. Januar:


Die große alte Trauerweide am Grunselsbörnchen wird gefällt. Grund dafür ist laut Wiesbadener Umweltamt starker Pilzbefall.

Anfang Februar:
Die Hafenanlieger halten gebannt den Rheinpegel im Blick. Das Hochwasser fließt aber dann doch relativ unaufgeregt an Schierstein vorbei.

10. Februar:
Sturmtief Sabine gibt uns einen Vorgeschmack auf das, was uns ab Mitte März blühen wird: Alle Schulen bleiben an diesem Montag geschlossen.

Februar:
Schierstein feiert Fastnacht: Zwei Kappensitzungen und die „TG-Night Fever-Party“ sind gesetzt. Noch macht sich keiner wirklich Sorgen um “Corona”.

26. Februar:

Bei nasskaltem Wetter eröffnen Stadtrat Andreas Kowol, Ortsvorsteher Urban Egert und der Leiter des Straßenverkehrsamts, Winnrich Tischel, am Aschermittwoch die Fußgängerzone in der Hafenstraße.

1. März:
Der erste offizielle Coronavirus-Fall in Wiesbaden: Eine 1967 geborene Frau kehrte mit grippalen Symptomen aus Südtirol zurück und wurde positiv getestet. Danach geht es Schlag auf Schlag mit den gemeldeten Fällen …

13. März:
Corona – es wird ernst:
– Verbot von Großveranstaltungen
– Schulen und Kindertagesstätten schließen
– Kultureinrichtungen schließen
– Bäder schließen usw.

Gefühlt die halbe Region verbringt ihre Freizeit jetzt bei einem Spaziergang um den Schiersteiner Hafen – es ist proppenvoll bei schönstem Frühlingswetter.

22. März 2020:
Der erste „Lockdown“ in Deutschland tritt in Kraft. Er soll mindestens zwei Wochen gelten, dauert dann aber bis Anfang Mai.

März:


Ausgerechnet Klopapier wird Mangelware und türmt sich ab sofort in privaten Kellern, Abstellkammern oder auf Balkonen – nur nicht mehr im Real in der Äppelallee.

April:


Spazieren und Wandern sind die neuen Trend-Freizeitbeschäftigungen. Da lockt vor allem die Frauensteiner Kirschblüte.

1. April:

Sensationsfund aus der Merowingerzeit unter dem Grundstück der Schiersteiner Hafenschule:

https://zukunft-schierstein.de/sensationsfund-aus-der…/

11. April:
Zur Osternacht brennen unzählige Kerzen in St. Peter und Paul Schierstein. Viele Menschen haben dort im Tagesverlauf ihre Kerzen und zum Teil auch Bilder von ihren Familien in die Bänke gelegt. Die Kerzen werden in der Nacht am Osterfeuer entzündet.

Ende April:
Das Leben geht ganz langsam wieder normaler weiter. Schulen, Geschäfte und Eisdielen dürfen unter Auflagen wieder öffnen …

27. April:
Die Maskenpflicht in Geschäften und dem öffentlichen Nahverkehr wird eingeführt.

15. Mai:
Restaurants, Cafés und Gaststätten dürfen unter Auflagen wieder für Gäste öffnen.

21. Mai:

Der Schiersteiner Weinstand öffnet mit einem detaillierten Sicherheitskonzept.

29. Mai:
Schierstein erhält neue Markierungen für Fahrradfaher: In den Einbahnstraßen, in denen man mit dem Fahrrad in beide Richtungen fahren darf, werden weiße Fahrrad-Piktogramme auf den Straßenbelag aufgebracht.

Anfang Juni:
Vollsperrung der Saarstraße und Teilsperrung der Stielstraße – die Radwege zwischen Schierstein und der Innenstadt werden ausgebaut.

19. Juni:
Die ersten Freibäder öffnen!

22. Juni:

Die Shisha-Bar „Nawabi’s Lounge“ gibt es nicht mehr. Im Jahr 2020 hatte sie nicht mehr geöffnet und ist nun abgemeldet.

24. Juni:
Nach einer Corona-Pause tagt auch wieder der Schiersteiner Ortsbeirat – allerdings bis auf weiteres nicht mehr im Schiersteiner Rathaus, sondern zuerst im Gemeindehaus von St. Peter und Paul in Schierstein und dann im Bürgerhaus Dotzheim.

Juni:
Auch das Restaurant „Rheinhalle“ am Schiersteiner Hafen steht nun erstmal leer und wird umgebaut. 2020 wird es nicht mehr öffnen.

26. Juni:


Mit Verspätung öffnet die Ausstellung auf der Kunstmole.

Ende Juni:
Die Spatzen pfeifen es schon von den Dächern: Aus dem Neubau der EKS im Trinkwasserschutzgebiet wird wohl nichts. Das Umweltamt hat Einwände. Gewissheit über die gescheiterten Ideen zum  Neubau erhalten die Schiersteiner*innen aber erst Anfang Dezember.

30. Juni:

Mit einer Postkarte von Schierstein wünscht die Initiative „Zukunft Schierstein“ schöne Ferien. „Einfach mal die Kirche im Dorf lassen…und die Schulen auch“, lautet die Botschaft, die Anfang Dezember wieder ganz aktuell werden soll.

5. Juli:
Die Tamara sticht „in See“! Die Überfahrt auf die Rettbergsau ist wieder möglich.

Juli 2020:
Das 72. Schiersteiner Hafenfest findet 2020 nicht statt.

28. Juli:
Das ZDF besucht den „Lieblingsplatz“, das Kaffeemobil, am Schiersteiner Hafen. Ein Bericht der „Aktion Mensch“ folgt am 23. August im ZDF.

Ende Juli:

Eine Befestigung für die „Liebesschlösser“ auf der Dyckerhoff Brücke wird zerstört. Viele Schlösser verschwinden. Das „gekappte“ Seil wurde wenig später ersetzt – inzwischen hängen auch wieder viele Schlösser.

Anfang August:
Die Initiative Zukunft Schierstein verteilt Flyer, mit denen sie die Schiersteiner*innen aufruft, den Ortsbeiratsmitgliedern ihre Meinung zur geplanten Osthafenbebauung mitzuteilen. Viele Schiersteiner*innen machen daraufhin ihrem Unmut über die Planungen Luft.

14. August:
Erst regnet es wochenlang überhaupt nicht und dann zu viel: Nach dem Starkregen am Freitagnachmittag steht die Unterführung in der Saarstraße in Wiesbaden-Schierstein unter Wasser.

19. August:
Lange sah es nicht danach aus, doch „auf den letzten Metern“ entscheidet sich der Schiersteiner Ortsbeirat fast einstimmig gegen die Bebauung des Osthafens. Nur die FDP-Vertreterin enthält sich, weil sie „nicht genug weiß“ über die Pläne, die seit 2018 öffentlich einsehbar sind.

21. August:

Die Initiative Zukunft Schierstein schlägt den  Ortsbeiratsmitgliedern vor, eine Demo gegen die Osthafenbebauung zu organsieren – so wie der Ortsbeirat auch vor einiger Zeit am Kreisel nach Walluf/Frauenstein demonstriert hatte. Die Resonanz ist verhalten. Zukunft Schierstein organisiert darum selbst zwei Demos.

22. August:
Die Initiative Zukunft Schierstein startet eine Petition gegen die Bebauungspläne für den Osthafen.

1. September:
Die anhaltende Wasserknappheit macht auch vor dem Lindenbach nicht halt. Die Stadt „schließt“ darum die Quelle am Grunsels Börnchen für die öffentliche Wasserentnahme.

6. und 13. September:


Lichterdemos am Osthafen. Viele Schiersteiner*innen demonstrieren unter Corona-Auflagen mit.

12. September:

Beim RhineCleanUp wird auch in Schierstein am Hafen jede Menge Müll von Ehrenamtlichen eingesammelt.

17. September:
Die Stadtverordnetenversammlung stimmt mehrheitlich für den Bebauungsplan Osthafen. Die Schiersteiner Urban Egert und Jens Groth stimmten im Stadtparlament gegen die Pläne. Der Schiersteiner Eberhard Seidensticker war bei der Abstimmung nicht anwesend. Aglaja Beyes, die auf der Liste der Schiersteiner SPD für den Ortsbeirat kandidiert, verließ vor der Abstimmung den Saal.

23. September:


Auf gemeinsame Initiative des Schiersteiner Ortsbeirats, der Auferstehungsgemeinde, der Christophorusgemeinde und von St. Peter und Paul wird an der Gedenkstätte “Schiersteiner Synagoge” eine Stele aufgestellt, die zum Erinnern und niemals vergessen einlädt.

25. September:
Der Kunstrasenplatz am Saareck (Ecke Alte Schmelze/Saarbrücker Allee) wird eingeweiht.

2. Oktober:


Dezernent Andreas Kowol kommt zum Kiezgespräch über die CityBahn auf den Hans-Römer-Platz in Schierstein.

14. Oktober:
Die Erich Kästner-Schule wird 50 Jahre alt! Am 14. Oktober 1970 wurde die Erich Kästner-Schule als Haupt- und Realschule eingeweiht. Höhepunkt dieser Feier war die Anwesenheit des Namensgebers Erich Kästner.

15. Oktober:
Die Corona-Fallzahlen ziehen wieder deutlich an und übersteigen die Werte aus dem Frühjahr: Wiesbaden erreicht die „Eskalationsstufe dunkelrot“

21. Oktober:
Der “Stifterabbeler” wird auf dem Hans-Römer-Platz aufgestellt.

25. Oktober:
Am Schiersteiner Osthafen sammeln mal wieder Ehrenamtliche Müll ein: Noch ein CleanUp!

1. November 2020:
Bürgerentscheid Citybahn – Die Wiesbadener*innen lehnen die City-Bahn mehrheitlich (62,1 Prozent) ab. In Schierstein geben weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Davon votieren aber sogar mehr als 70 Prozent mit „Nein“.

2. November 2020:
Der „Lockdown light“ beginnt. Die Gastronomie muss wieder schließen.

11. November:
Martins-Umzüge gibt es keine im Lockdown Light, aber überall trifft man am Hafen auf singende Kinder mit Laternen – coronakonform nur mit ihren Eltern und auf Abstand zu anderen „Martins-Lieder-Sängern“.

23. November:
Das Grunsels Börnchen bekommt eine neue Trauerweide.

26. November:

Die Initiative Zukunft Schierstein gibt bekannt: Wir treten zur Wahl des Schiersteiner Ortsbeirats am 14. März an!

27. November:
Die Weihnachtskrippe im Hafen wird (inoffiziell) eingeweiht.

28. November:
Lichterglanz für Schierstein – der Verschönerungsverein hängt die Weihnachtsbeleuchtung auf.

2. Dezember:
Lange hat es gedauert, bis wir einen Termin zur Übergabe der Petition gegen die Bebauungspläne zum Osthafen erhielten. Im Dezember werden dann zwei Vertreter von „Zukunft Schierstein“ zum Gespräch mit Oberbürgermeister Mende und Stadtrat Kessler eingeladen.

3. Dezember:
Der Wiesbadener Kurier berichtet über die Schiersteiner Schulen: Das Regierungspräsidium Darmstadt hat dem Neubau der EKS im Trinkwasserschutzgebiet eine Absage erteilt. Gerüchte darüber, dass nun neben der Autobahnbrücke auf Biebricher Seite neu gebaut werden könnte, zerstreut das Schulamt schnell: Die „Ertüchtigung“ von Hafen- und Erich Kästner-Schule an ihren jeweiligen Standorten wird nun geprüft.

16. Dezember:
Der „harte“ Lockdown beginnt – Schulen und Geschäfte schließen.

24. Dezember:
Frohe Weihnachten!

31. Dezember:

In der Neujahrsnacht sollte nicht geböllert werden. Verboten ist es in Schierstein aber nicht. Trotzdem richten sich die meisten auf eine stillere Feier – dafür läuten aber (wie jedes Jahr) die Kirchenglocken von St. Peter und Paul und der Christophoruskirche um Punkt 0 Uhr:

Frohes neues Jahr!