Zwei Carsharing-Autos für Schierstein

Voraussichtlich ab August 2022 bietet book-n-drive gleich zwei Carsharing-Autos in Schierstein an. Das Unternehmen hat sich entschieden, von der Möglichkeit der Stationierung eines zweiten Fahrzeuges in der Reichsapfelstraße von Beginn an Gebrauch zu machen.

Hier in der Reichsapfelstraße werden von Beginn an zwei Carsharing-Autos für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen.

Wer Fragen zum neuen Angebot hat: Im Rahmen der Bürgerbeteiligung "Viel los in Schierstein" wird am Donnerstag, 9. Juni 2022, ab 16 Uhr book-n-drive beim Forum am Weinstand zum Thema Mobilität und Verkehr am Hans-Römer-Platz dabei sein. Das Unternehmen gibt dort Auskunft zu Carsharing im Allgemeinen natürlich zum neuen Angebot in Schierstein.

Am Forum am Weinstand werden am 9. Juni nach aktuellem Stand außerdem dabei sein:

o Rad+ App Umweltamt
o Radbüro
o Community-Ladesäule ESWE-Versorgung
o ESWE-Verkehr: Allgemeine Mobilitätsberatung
o Lilja-Lastenrad
o Angefragte: Norschter Dorfmobil
o Stabsstelle Bürgerbeteiligung

Am 9. Juni können direkt auch Anregungen zum Thema Verkehr in Schierstein bei den Vertreterinnen der Stabsstelle Bürgerbeteiligung eingebracht werden. Wer sich vorher schon online beteiligen möchte, kann das hier tun:

https://dein.wiesbaden.de/wiesbaden/de/mapconsultation/57304


Stefan "Bussi" Bussmann †23.5.2022

Wir sind dankbar für die Zeit, die wir mit Dir hatten.

Unser Freund und Weggefährte Stefan "Bussi" Bussmann ist am 23. Mai 2022 verstorben. Wir sind unendlich traurig, aber mindestens genauso dankbar, dass er einen wichtigen Teil unseres Weges mit uns gegangen ist. Wir vermissen ihn und möchten ihn gerne, wo und wie immer es geht, bei uns behalten, auch auf dieser Seite.


April, April! Stadt Wiesbaden plant Südfeld

Noch nicht ganz verdaut sind die Nachrichten von der möglichen Bebauung des Westfelds und auch das Ostfeld sorgt noch für Diskussionen. Da werden durch eine Indiskretion schon neue Pläne der Stadt Wiesbaden zur Bebauung eines weiteren Areals bekannt: das „Südfeld“.

Die „Südfeld“ genannte 28 Hektar große Freifläche liegt im Schiersteiner Tiefgebiet. Grenzt im Süden, Osten und teils auch Norden an den Hafenweg, nordwestlich an die Hafenstraße und die Christian Bücher-Straße, sowie südwestlich an den Weg „Unterm Hafen“.

Lageplan: Ostfeld, Westfeld, Südfeld auf einen Blick.

Noch gehört das Gelände der Bundesrepublik Deutschland (BRD), mit der die Stadt Wiesbaden aber in Verhandlungen über das Areal steht. Auf Anfrage heißt es hierzu aus dem Rathaus: „Es ist ein deutschlandweit einzigartiges und zukunftsweisendes Projekt und wir arbeiten mit der BRD nun schon seit Jahren intensiv an der erforderlichen Landgewinnung.“ Es werde nicht mehr lange dauern, bis Baureife erreicht werden könne, zeigen sich Stadt und Bund in freudiger Erwartung.

Das Prinzip ist einfach: Aktuell ist das fast direkt am Rhein gelegene „Südfeld“ noch nahezu ganz von Wasser bedeckt. Die anhaltenden Trockenperioden, die im Zuge des Klimawandels zunehmen werden, wirken allerdings bereits wahre Wunder: immer mehr Land kommt zum Vorschein. „Wir hatten diesen einzigartigen Effekt bei den Planungen für das Areal gar nicht auf dem Schirm. Aber wir beschweren uns darüber natürlich auch nicht“, räumen Vertreter des Stadtverplanungsamtes und der Stadtverwicklungsgesellschaft hocherfreut über diese Entwicklung ein.

Ein toller Begleiteffekt des Klimawandels: Dank Trockenheit und Hitze entsteht ganz nebenbei neues Bauland wo vorher Grün vorherrschte und Wasser floss.

Eigentlicher Ideengeber für das neue „Südfeld“ ist allerdings das Dezernat für Umwelt, Wasserflächen und Verkehr. Denn das setzt bereits seit Jahren auf eine gezielte Verschlammung der Flächen in Süd-Schierstein, um so Bauland zu schaffen. „Die ständigen Anfragen aus dem Schiersteiner Ortsbeirat, wann denn endlich die giftigen Schlämme weggebaggert würden, habe ich erfolgreich ignoriert“, ist der amtierende Umwelt- und Wasserflächen-Dezernent stolz.

Tatsächlich hatte der Ortsbeirat im regelmäßigen Turnus diese Forderung wiederholt und damit auch noch die Leute verunsichert: Die Fläche gleiche einer Sondermülldeponie aus Schlamm mit sehr giftigen Organozinnverbindungen und Schwermetallen, wurde da behauptet. Schließlich machte auch noch das Gerücht die Runde, dass im Jahr 2010 Ironman-Teilnehmer an Durchfall erkrankten, weil sie ihren Sport auf dem Areal ausübten. Der Umwelt- und Wasserflächen-Dezernent räumt ein: „Das war's dann, der Ironman fand seitdem nie mehr in Wiesbaden statt. An der Stelle mussten wir natürlich reagieren. Wir wollten aber auf keinen Fall eine zweistellige Millionensumme investieren, um den angeblich giftigen Schlamm wegzubaggern.“ Also entschied der Dezernent, das bisher hauptsächlich für Freizeit und zur Verklappung von Fäkalien genutzte Areal solle Bauland werden. „Denn bekanntlich lässt sich unter Beton einiges begraben“, stimmte ihm das Stadtverplanungsamt zu.

Schluss mit Ironman in Wiesbaden: Grund ist die ständige Nörgelei über giftige Sedimente in Schierstein.

Die Sache habe natürlich zunächst unter höchster Geheimhaltung eingefädelt werden müssen. Außer ein paar Alt- und Ex-Oberbürgermeistern, die bereits vertrauensvoll ihre Intimi in der Immobilienbranche kontaktieren, wusste niemand Bescheid. „Uns war direkt klar, dass diese Fläche ein Sahnestückchen wird, das es mit den richtigen Leuten zu teilen gilt“, erklärt ein Geschäftsführer der Stadtverwicklungsgesellschaft.

Geschäftsmann aus der Immobilienbranche bei einer Tortenschlacht im Wiesbadener Rathaus.

Der Bürgermeister ließ auf Anfrage mitteilen, dass das Projekt „noch ganz am Anfang stehe“. Trotzdem habe er sich entschlossen, einige Wochen nach Erscheinen dieses Berichts vielleicht auch den Schiersteiner Ortsbeirat darüber zu informieren: „Wir lassen das Hafenbecken gezielt verschlammen und machen daraus ein Prestigeprojekt für die ganze Region! Sicher wird sich schon bald eine Landes- oder Bundesbehörde melden, die Interesse am Standort hat. Ich wette, der Ortsbeirat wird außer sich vor Freude sein - und mit ihm alle Leute in Schierstein.“

Modelldarstellung der künftigen Neubauten und Baugrube im "Südfeld".

Weil die Stadtverwaltung mit großer Resonanz aus der Bevölkerung rechnet, sei auch schon eine Bürgerbeteiligung angedacht. Die solle zwar unsinnige Themen wie Umweltverträglichkeit und Verkehrsbelastung komplett ausblenden, erläutert der Bürgermeister, „aber dafür dürfen die Bürgerinnen und Bürger bei der Namensgebung für das neue Baugebiet demokratisch mitentscheiden!“ Bisher gibt es schon zwei Vorschläge aus der Stadtverwaltung für das neue Quartier: „Südliches-Steinmeer“ und „Schlamm-Assel“. Weitere Vorschläge für den Quartiersnamen können in den Kommentaren zu diesem Beitrag bei Facebook hinterlassen werden:

https://www.facebook.com/groups/zukunftschierstein

APRIL, APRIL ;-)

 

 


Video: Das Jahr 2021 in Bildern

Mit einem Video-Rückblick auf das Jahr 2021 wünscht Zukunft Schierstein allen ein glückliches und gesundes Jahr 2022!

https://www.youtube.com/watch?v=Hz7R-YrxxW0


Zukunft Schierstein wünscht allen märchenhafte Schiersteiner Weihnachten

Liebe Schiersteiner*innen, liebe Interessierte, Freundinnen und Freunde!

Kurz vor Jahresende möchten wir Sie mit unserem Newsletter nochmals auf den neusten Stand der Entwicklungen in Schierstein bringen und Ihnen vor allen Dingen Danke sagen! Danke für Ihr Interesse und die vielen Anregungen, die uns in diesem Jahr per Mail oder im persönlichen Gespräch erreichten. Genau davon lebt unsere Initiative und damit auch die Fraktion „Zukunft Schierstein“ im Ortsbeirat.

Wir hoffen, Ihnen eine kleine Freude mit unserem „märchenhaften Weihnachtsgruß“ aus Schierstein bereiten zu können:

https://www.youtube.com/watch?v=siYHCq-nEk0

Infos zur Entstehungsgeschichte der Schiersteiner Märchenbilder finden Sie hier:

https://zukunft-schierstein.de/schiersteiner-maerchenbilder/

 

Frohe und glückliche Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch in ein gesundes neues Jahr 2022 wünscht Ihnen 

Ihre Initiative und Fraktion im Ortsbeirat
Zukunft Schierstein

Link zum Newsletter - hier klicken!

 


Schiersteiner Märchenbilder

Jedes Jahr im Advent putzen sich viele Häuser in Alt-Schierstein weihnachtlich heraus: mit Märchenbildern. Unten haben wir einige gesammelt und die jeweiligen Märchen dazu verlinkt. Doch auch die Märchenbilder selbst haben eine Geschichte, die Herbert G. Just für uns so erzählt:

"Vor ca. 30 Jahren hatte Marianne Klarmann die Idee, für sich und ihre Nachbarn Märchenfiguren herzustellen in ihrem Atelier in der Zehntenhofstraße. Sie begann mit Figuren der Gebrüder Grimm im engeren Lindenviertel. Mit der Zeit hatte fast jedes Haus ein eigenes Motiv. Später kamen dann Märchen von Hans Christian Andersen hinzu, vorwiegend im Bereich der Anglergasse. Frau Klarmann stellte die Figuren zum Materialpreis zur Verfügung.

Einige Anwohner haben in Eigeninitiative weitere "Märchenfiguren" aufgestellt, z.B. aus dem Dschungelbuch oder andere Walt Disney-Geschichten.

Viele Besucher erfreuen sich jedes Jahr in der Adventszeit an den Figuren und die Anwohner geben gerne Auskunft zu den weniger bekannten Märchen, z.B. König Drosselbart. Leider sind bereits einige Figuren verschwunden oder werden nicht mehr aufgehängt. "Die sieben Schwaben" fehlen seit Jahren an der Hafenschule. Schade drum."

Aus alten Zeitungsberichten und im Gespräch mit verschiedenen Schiersteiner*innen konnten wir noch folgendes erfahren:

1989 war es, als Marianne Klarmann ihre Idee von den Märchenbildern in die Tat umsetzte. Seither hängen die Figuren vom 1. Advent bis Anfang des neuen Jahres an den Hauswänden. Die Idee hatte damals für soviel Begeisterung gesorgt, dass 1991 auch die Backfischgasse mit Bildern ausgestattet wurde - ausschließlich mit Figuren aus den Geschichten von Wilhelm Busch: Max und Moritz, Witwe Bolte oder Hans Huckebein. In der Anglergasse hingen Bilder aus den Märchen von Hans Christian Andersen.

Im Jahr 1999 erhielt dann auch das Schiersteiner Rathaus ein passendes Motiv: Die Schildbürger. Die sollen aber irgendwann vom Balkon des Rathauses gestürzt sein und wurden dann nie mehr gesehen.

Foto aus dem Wiesbadener Anzeiger vom 9.12.1999.

Bis zum Jahr 2004 hatte Marianne Klarmann mit tatkräftiger Unterstützung ihres Sohnes Thorsten 160 Holztafeln mit Märchenfiguren kreiert. Das kostete sie durchaus bis zu 35 Stunden Arbeit je Holzplatte. Manche davon wurden auf Bestellung sogar für Biebrich (Sterntaler), Bierstadt (Die sieben Zwerge) oder Rauenthal im Rheingau (Sandmann) angefertigt.

Viele Bewohner in Schierstein, die sich einst ein Märchenbild anfertigen ließen, leben heute nicht mehr in ihren Häusern, haben aber die Märchenbilder meistens dagelassen, denn - das weiß Tanja Schickel aus der Backfischgasse zu berichten – "Das Bild gehört zum Haus. Das kaufst Du mit!" Sie ist auch eine derjenigen, die zusammen mit ihrer Familie so ein "mitgekauftes Schild" heute noch jedes Jahr aufhängt und weihnachtlich dekoriert. Einige brechen aber mit der Tradition und lassen die Märchenbilder auf dem Dachboden oder in der Garage stehen. Manch beherzter ehemalige Eigentümer hat schon dafür gesorgt, dass sein Schild dann zumindest an ein Nachbarhaus gehängt werden konnte.

Mit den Märchenbildern hatte sich damals auch eine schöne Sitte entwickelt: Wie in einem älteren Zeitungsbericht zu lesen ist, besuchten zwei Frauen aus dem Lindenviertel am Heiligabend die Alleinstehenden in der Nachbarschaft und brachten den Älteren auch Plätzchen und Piccolo mit.

FROHE WEIHNACHTEN!


Newsletter abonnieren!

Infos von und zu Zukunft Schierstein gibt es jetzt auch per Newsletter!

Hier geht's zur Anmeldung (Klick hier!):

und hier zu unserem ersten Newsletter (Klick hier!):

 


Bäume und Ruhe

Bäume und Ruhe – auch das wünschen sich einige Schiersteiner*innen für die noch freien Flächen am Osthafen. „Schafft Renaturierung, pflanzt Bäume und Büsche und lasst der Natur ihren Lauf! Hört auf, neue ‚Attraktionen‘ in Schierstein zu schaffen,“ fordert eine Schiersteinerin. 

Vor allem die Hafenpromenade in Fortführung der Dieter-Horschler-Promenade ist vielen zu „nackt“. Hier fehle Schatten und Grün: Eine Allee aus Nussbäumen, Obstbäumen und Esskastanienbäumen bis hin zur Schiersteiner Brücke, ist eine der konkreten Ideen dazu.

Eine andere Bürgerin schlägt eine Beteiligung an der seit 1989 bestehenden Aktion „Jahresbaum“ vor: „Am Osthafen könnte sich Schierstein ab sofort an diesem Aktionstag mit der Pflanzung des Jahresbaumes beteiligen und in den folgenden Jahren dort die weiteren Bäume des Jahres pflanzen. Um insbesondere bei Kindern das Interesse an der heimischen Natur zu wecken und zu fördern, könnte der Rundweg um den Schiersteiner Hafen als Baumlehrpfad ausgewiesen werden. Der Osthafen sollte Pforte zum Baumlehrpfad werden“, erläutert sie ihre Idee und schlägt vor, dass Schautafeln einen umfassenden Überblick „über die Vielfalt der bereits vorhandenen Baumarten und deren besondere Eigenschaften“ geben könnten.

Denkbar sei dabei auch eine Beteiligung an der „Spendenaktion Stadtbaum Wiesbaden – Zukunft die wächst“, zu der die Stiftung Wiesbaden aufgerufen hat, einen Baum zu spenden. Der Standort für den gespendeten Baum darf selbst ausgesucht werden. Das könnte dann der Osthafen sein.

Der Wunsch nach Ruhe und Natur entspringt bei manchem vor allem aus der Wahrnehmung, dass Schierstein vor allem bei schönem Wetter an Wochenenden und auch nach Feierabend überlaufen ist: „Schon seit einigen Jahren können wir Ortsansässigen unseren Hafen an Wochenenden nicht mehr genießen, weil wir einen dermaßen großen Zulauf an Ausflüglern und Wochenendbesuchern zu verkraften haben, dass wir gerade in Corona-Zeiten nach Ausweichmöglichkeiten (Wald, Feld, Taunus etc.) suchen müssen. Unsere Hunde-Besitzer nehmen Reißaus und suchen bereits Ausweichmöglichkeiten im Umland“, beschreibt eine Schiersteinerin. Man müsse sich darüber im Klaren sein, dass Neuerungen (je nach Art der Gestaltung) auf den genannten Freiflächen weitere Ausflügler und Besucher nach Schierstein ziehen.

 

 


Flyer zu aktuellen Entwicklungen – Vor-Ort-Termine

Zukunft Schierstein informiert seit einigen Tagen per Flyer über aktuelle Entwicklungen in Schierstein:

Download hier: Flyer Zukunft Schierstein, April 2021

Read more


APRIL, APRIL! Pilotprojekt Ortspartnerschaft: Schierstein und Delkenheim

Liebe Leser*innen,

dieser Beitrag ist ein April-Scherz. Allerdings mit einem wahren Kern, denn tatsächlich sind die Kompensationsmaßnahmen für die Bebauung des Osthafens in der Delkenheimer Kiesgrube vorgenommen worden. Die Busfahrten und die Ortspartnerschaft entspringen aber (bislang) nur der Phantasie!

Die Stadt Wiesbaden zieht aus der Corona-Pandemie nun auch erste Konsequenzen für das Thema Städtepartnerschaften. Angesichts der Reisebeschränkungen, die den Kontakt mit den Städten im Ausland seit über einem Jahr erschweren, sollen sich in den nächsten Monaten alle Wiesbadener Ortsteile zu „Pärchen“ zusammenfinden  und sogenannte „Ortspartnerschaften“ eingehen. Das Projekt läuft unter dem Motto: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“.

Read more