Ortsbeirat will Gehwegparken erreichen
In seiner Sitzung am Mittwoch, 28. Januar 2026, berät der Schiersteiner Ortsbeirat über einen Dringlichkeitsantrag zum Parken in Schierstein.
Anlass sind die am 22. Januar 2026 durch die Stadt Wiesbaden aufgestellten Parkverbotsschilder in der Ehrengartstraße. Mit einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen im Schiersteiner Ortsbeirat soll die weitere Umsetzung von ähnlichen Maßnahmen zum Parkverbot in Schierstein mit sofortiger Wirkung gestoppt werden. Die bereits in diesem Zusammenhang in der Ehrengartstraße eingerichteten Verkehrszeichen sollen außer Kraft gesetzt bzw. abgedeckt werden.
In einer öffentlichen (Sonder-)Sitzung des Schiersteiner Ortsbeirats soll das Verkehrsdezernat erläutern, welches Gesamtkonzept zum Parken in Schierstein verfolgt wird. Vor allem soll das Dezernat darlegen wie und wo das Gehwegparken (Parken mit zwei Rädern auf dem Bordstein) erlaubt und entsprechend eingerichtet werden kann. Dabei sollen Fragen und Anregungen nicht nur des Ortsbeirats, sondern auch der Schiersteiner Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden.
Im Anschluss an diese Information und Beratung soll dem Schiersteiner Ortsbeirat ein Konzept zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Hintergrund dieses Antrags ist das (teilweise) Parken auf den Bürgersteigen in Schierstein, das mindestens seit November 2024 eins der beherrschenden Themen im Ort ist. Nachdem seit Jahrzehnten das halbseitige Parken auf den Gehwegen in unserem Ortsteil Usus war und offenbar geduldet wurde, ahndete die Stadt Wiesbaden das Gehwegparken nun ohne zuvor den Ortsbeirat oder die Bürgerinnen und Bürger auf die neue Praxis hinzuweisen. In Schierstein sorgte diese plötzlich und unangekündigt geänderte Praxis für Ärger.
Der Ortsbeirat suchte darum eine konstruktive Lösung, um regelkonformes Parken zu ermöglichen und dabei möglichst viele Parkflächen in Schierstein zu erhalten. Letzteres wäre durchaus möglich, da nach den durch den Ortsbeirat selbst durchgeführten Messungen in vielen Straßen, in denen das Gehwegparken seit Jahrzehnten praktiziert und geduldet wurde, die Bürgersteige breit genug sind, um zum Beispiel ein Parken (mit 2 Rädern) auf dem Bürgersteig ausdrücklich zu erlauben und entsprechend zu kennzeichnen.
Der Ortsbeirat nahm daher bereits Ende 2024 Kontakt zum Verkehrsdezernat auf, legte dort die Messungen zum möglichen erlaubten Gehwegparken vor und bat um einen dringenden Termin, damit ein Konzept zur Umsetzung des rechtskonformen Gehwegparkens in die Wege geleitet werden könnte.
In einem Termin im Frühjahr 2025 erläuterte das Dezernat den Ortsbeiratsmitgliedern der „AG Verkehr“ mündlich Ideen zu einem Konzeptentwurf und sagte zu, wenig später dem Ortsbeirat ein Konzept zur weiteren Beratung zur Verfügung zu stellen.
Trotz mehrfacher dringlicher Rückfragen wurde dem Schiersteiner Ortsbeirat nie ein Konzept vorgelegt. Stattdessen begann die Stadt am 22. Januar 2026 OHNE vorherige Beschlussfassung oder andere Befassung des Ortsbeirats oder auch nur eine blanke Information des Ortsbeirats mit der Umsetzung von Maßnahmen zum Parken (Parkverbot auf einer Straßenseite) in der Ehrengartstraße. Auch das weitere Konzept zum Parken ist dem Ortsbeirat bis heute nicht bekannt. Geschweige denn konnten sich die Schiersteiner Bürgerinnen und Bürger bzw. stellvertretend der Ortsbeirat mit einem Konzept auseinandersetzen. Die eigentlich angedachten Verbesserungen bzgl. einer rechtskonformen Parksituation, die durch eingezeichnete „Gehwegparkplätze“ hätte erreicht werden können, sind damit genau ins Gegenteil verkehrt worden. Das will der Schiersteiner Ortsbeirat mit seinem Antrag in der Sitzung am 28. Januar um 19 Uhr im Schiersteiner Rathaus ändern.
Krembergstraße wird Tempo-30-Zone
Kaum vorstellbar, aber in der Krembergstraße durfte Tempo 50 gefahren werden. Und da mancher tut, was man grundsätzlich darf, auch wenn es gegen jede Vernunft ist, haben Anwohner der Krembergstraße den Ortsbeirat darum gebeten, hier für eine Verkehrsberuhigung zu sorgen. Der Ortsbeirat beantragte daher am 13. November 2024 die Prüfung zur Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone für die Krembergstraße (https://piwi.wiesbaden.de/antrag/detail/3381164).
Die Stadt fand das nicht gut und lehnte die Verkehrsberuhigung im März 2025 ab (https://piwi.wiesbaden.de/dokument/v/3466320). Begründung: Die Krembergstraße müsse „durch ihre besondere Gestaltung den Eindruck vermitteln, dass die Aufenthaltsfunktion überwiegt und der Fahrzeugverkehr eine untergeordnete Rolle spielt“. Es sei aber so, dass der motorisierte Verkehr den öffentlichen Raum in der Krembergstraße dominiere, daher sei ein Umbau erforderlich, den die Stadt aber nicht vornehmen werde. Stattdessen wäre die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der gesamten Krembergstraße eine sinnvolle Alternative, teilte die Stadt mit.
Also beantragte der Schiersteiner Ortsbeirat bei der Stadt die Einrichtung einer Tempo-30-Zone (https://piwi.wiesbaden.de/antrag/detail/3468588) – das war im April 2025. Und nicht mal ein halbes Jahr später (kann man auch mal positiv erwähnen) kam die Antwort der Stadt: Machen wir!
Vielleicht stehen die neuen Tempo-30-Schilder ja schon an beiden Ein- bzw. Ausfahrten der Krembergstraße, wo sie laut einer verkehrsrechtlichen Anordnung vom Herbst 2025 aufgestellt werden sollten.
Ein Zebrastreifen für Schierstein
Juchhu! Wir bekommen einen Zebrastreifen in der Rheingaustraße auf Höhe zur Gartenstadt.
Die Freude darüber ist sehr ernst gemeint! Wir brauchen diesen Zebrastreifen, um einen sicheren Überweg für alle zu haben, die nicht die beiden gut 400 Meter voneinander entfernten Ampelanlagen bei Tegut und Penny bzw. an der Kreuzung Reichsapfelstraße/Wasserrolle benutzen wollen.
Dazu kann es ja gute Gründe geben. Zum Beispiel wenn man von der Turnhalle in der Ehrengartstraße kommt und gegenüber in die Gartenstadt möchte. Oder wenn demnächst oder irgendwann (hoffentlich) die Grundschulkinder der Hafenschule zu ihrem vorübergehenden Schulstandort am Saareck laufen – und zurück. Also wirklich: Super! Es wurde Zeit, dass dieser Zebrastreifen eingerichtet wird.
Wobei „Zeit“ ein gutes Stichwort ist, um anhand dieses Zebrastreifens zu beschreiben, wie so ein „Fußgängerüberweg“ in Schierstein entsteht – und zwar bzgl. der politischen Wege, die dafür zurückzulegen sind.
Spoiler – der Entstehungsprozess zieht sich über fast 5 Jahre:
3. März 2021: Der Ortsbeirat Schierstein beantragt, die Einrichtung eines Fußgängerüberweges an der Querungshilfe in der Rheingaustraße in Höhe der Emil-Dietz-Straße zu prüfen – https://piwi.wiesbaden.de/dokument/v/2575684
24. April 2021: Das Verkehrsdezernat antwortet, dass zunächst „Erhebungen zur Verkehrsstärke des KFZ-Verkehrs und der Fußgängerfrequenz“ durchgeführt werden müssen – https://piwi.wiesbaden.de/dokument/v/2693971
6. Juli 2021: Die angekündigte Verkehrszählung auf der Rheingaustraße in Höhe der Emil-Dietz-Straße am vorhandenen Fahrbahnteiler zur Prüfung der Einrichtung eines Fußgängerüberwegs wird durchgeführt.
26. November 2021: Dem Ortsbeirat Schierstein wird das Ergebnis der Erhebung vom 6. Juli 2021 durch das Tiefbau- und Vermessungsamt mitgeteilt. Ergebnis: „Aufgrund der festgestellten Verkehrsdaten in der morgendlichen Spitzenstunde ist die Einrichtung eines Fußgängerüberwegs rechtlich möglich. Die Maßnahme wird in das Programm Verkehrsberuhigung / Fußgängersicherung aufgenommen.“
Daraufhin tut sich aber fast zwei Jahre nichts – zumindest nichts öffentlich Sichtbares. Der Ortsbeirat Schierstein stellt darum erneut einen Antrag am
13. September 2023: Der Ortsbeirat beantragt, einen Fußgängerüberweg (FGÜ) an der Querungshilfe in der Rheingaustraße, Höhe Emil-Dietz-Straße, einzurichten – https://piwi.wiesbaden.de/dokument/v/3177494
5. Januar 2024: Der Ortsbeirat erhält eine Mitteilung des Verkehrsdezernenten, der darüber informiert, dass die Planung für den Fußgängerüberweg erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Umsetzung sei für 2024 vorgesehen.
10. Juli 2024: Das Tiefbau- und Vermessungsamt legt dem Ortsbeirat eine Sitzungsvorlage vor, mit der die Einrichtung eines Fußgängerüberwegs in der Rheingaustraße beschlossen werden soll – https://piwi.wiesbaden.de/sitzung/detail/3221264/tagesordnung/oeffentlich?dokument=v3331639
Der Ortsbeirat stimmt zu, genauso wie am 12.9.2024 der Mobilitätsausschuss, am 18.9.2024 der Finanzausschuss und am 26.9.2024 die Stadtverordnetenversammlung.
Und dann tat sich wieder über ein Jahr nichts – zumindest nichts öffentlich Sichtbares.
24. Oktober 2025: Die Stadt kündigt per Pressemitteilung die Einrichtung des Fußgängerüberwegs an der Rheingaustraße an und beschreibt die damit einhergehenden Verkehrseinschränkungen. Die Baumaßnahmen für den neuen Überweg sollen bis zum 21. November dauern – https://www.wiesbaden.de/pressemitteilungen/pressereferat/2025/oktober/251024-Fussgaengerweg
27.10.2025: Die Baustelle für den Fußgängerüberweg wird eingerichtet. Innerhalb nur eines Tages werden zwei vorübergehende Zebrastreifen auf der Rheingaustraße aufgebracht und eine entsprechende Beschilderung aufgestellt.
Wenn alles klappt, hat die Umsetzung des Projekts "Fußgängerüberweg Rheingaustraße" dann vom ersten Antrag am 3. März 2021 bis zu seiner Fertigstellung am 21. November 2025 insgesamt 4 Jahre und 9 Monate gebraucht. Und dabei handelt sich hier nur um einen Zebrastreifen.
Falls jetzt noch jemand Fragen hat, wann die Spielfläche unter der Schiersteiner Brücke eingerichtet wird, wann die Einzeichnung des Bürgersteigparkens vorgenommen wird oder sogar, wann denn endlich die Schiersteiner Schulen saniert bzw. neu gebaut werden: Immer daran denken, ein Zebrastreifen dauert fünf Jahre. Multipliziert mit der Größe oder Komplexität anderer Projekte, kommt man da leicht auf mehrere Jahrzehnte Bearbeitungszeit.
Tödlicher Verkehrsunfall: Mahnwache und Maßnahmen
Tödliche Verkehrsunfälle sorgen unmittelbar für Anteilnahme. Das zeigte die durch den ADFC organisierte Fahrraddemonstration eine Woche nach dem Unfall am 29. September 2025 an der Kreuzung Rheingaustraße/Äppelallee/Hafenweg, bei dem eine 50jährige Radfahrerin starb. Aber auch einen Monat später ist die Betroffenheit in Schierstein noch groß. Darum versammelten sich am 26. Oktober 2025 vor allem Menschen aus Schierstein zu einer von zwei ortsansässigen Bürgerinnen organisierten Mahnwache am Osthafen.
Die Mahnwache galt vor allem der im September verstorbenen Radfahrerin, erinnerte aber auch an den Unfall, bei dem nur wenige Meter entfernt im Hafenweg im Juni 2021 eine weitere Frau ums Leben kam. Sie war damals auf ihrem Fahrrad von einem LKW erfasst worden und starb noch am Unfallort.
Die Organisatorinnen der Mahnwache beschrieben einen weiteren neuralgischen Punkt unmittelbar am Osthafen an der Kreuzung zwischen Hafenweg, Weg zur Bootsrampe und dem neuen breiten Fahrradweg in Richtung Biebrich. Hier sei der nächste Unfall schon vorprogrammiert, weil zum einen Tempo 50 erlaubt sei auf einem Weg, der stark von Fußgängern und Radfahrern genutzt wird und andererseits für Ortsunkundige nicht ersichtlich sei, dass an dieser Kreuzung ein Fahrradweg ende.

Der Ortsbeirat Schierstein wird sich in seiner nächsten Sitzung am 5. November 2025 nochmals mit der prekären Verkehrssituation im Hafenweg beschäftigen und voraussichtlich einen weiteren Antrag zur Verbesserung der Situation an die Stadt stellen.
In seiner Sitzung am 1. Oktober 2025 hatte das Gremium bereits nochmals bekräftigt, dass die seit Jahren für Schierstein geforderten Geschwindigkeitsreduzierungen endlich von der Stadt umgesetzt werden müssen.
In einem Antrag des Gremiums heißt es hierzu in Zusammenhang mit dem tödlichen Unfall vom 29. September 2025:
Auch wenn der Unfallhergang bezüglich des tödlich Unfalls mit einer Radfahrerin an der Kreuzung Rheingaustraße/Äppelallee noch nicht abschließend geklärt ist, sieht der Ortsbeirat Schierstein Handlungsbedarf, zumal es sich um den zweiten tödlichen Fahrradunfall in dem Bereich handelt. Wir sehen insbesondere die Notwendigkeit, die schwächeren Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger stärker zu schützen. Dies umso mehr als zu erwarten ist, dass der Bereich künftig durch den neuen Radweg zwischen Biebrich und Schierstein sowie den Ausbau der Fläche unter der Schiersteiner Brücke als Parkplatz und Freizeitfläche noch erheblich stärker durch Fahrradfahrer und Fußgänger genutzt wird.
Auch wird die Rheingaustraße durch die provisorische Nutzung der Flächen an der Saarbrücker Allee durch die Hafenschule verstärkt als Schulweg genutzt werden. Und, da die Halle der TG Schierstein künftig für den Schulsport zur Verfügung steht, wird auch die Querung der Rheingaustraße durch (Grund)Schulkinder häufig stattfinden.
Aus den genannten Gründen beschließt der Ortsbeirat:
Der Magistrat der Landeshauptstadt wird gebeten,
den Kreuzungsbereich Rheingaustraße/Äppelallee/Hafenweg durch bauliche und technische Maßnahmen (insbesondere für Radfahrer und Fußgänger) sicherer zu machen.
Die vom Ortsbeirat bereits beantragten Geschwindigkeitsreduzierungen in der Söhnleinstraße, Karl-Lehr-Straße, Reichsapfelstraße und Rheingaustraße zeitnah umzusetzen. In der Rheingaustraße sollte eine Tempo 30 Regelung von der Reichsapfelstraße bis zur Schiersteiner Brücke eingerichtet werden. Siehe Beschlüsse des Ortsbeirats Nr. 0114 vom 02. Oktober 2024 sowie Nr. 0065 vom 16. Juni 2021.
Die vor Jahren beantragte und bereits genehmigte – jedoch immer wieder verschobene – Einrichtung eines Fußgängerüberwegs auf der Rheingaustraße im Bereich der Emil-Dietz-Straße sollte umgehend umgesetzt werden. (Anmerkung: Die Einrichtung des Zebrastreifens hat aktuell begonnen).
Für die nächste Sitzung am 05. November 2025 soll zudem das Radbüro eingeladen werden, um gemeinsam zu erörtern, welche Verbesserungen der Verkehrsführung möglich sind.
Neue Wegführung auf dem Hans-Römer-Platz
Seitdem der Hans-Römer-Platz als Fußgängerzone ausgewiesen ist, sucht der Ortsbeirat Schierstein nach einer Lösung, wie Radfahrer möglichst konfliktfrei von der Dieter-Horschler-Promenade in die Hafenstraße fahren können. Da der Hans-Römer-Platz fast an allen Tagen stark genutzt wird, unter anderem durch Wochenmarkt und Weinstand bzw. Glühweintreff, ist die Wegführung mitten über den Platz keine gute Lösung mehr.
Darum sollen Radfahrer möglichst entlang des Zauns zum Seniorenheim und dann entweder auf die Storchenallee oder weiter am Rand des Hans-Römer-Platzes in die Hafenstraße einbiegen. So wie es auch schon an Markttagen praktiziert wird.
Gehwegparken: Lösung in Sicht
Das zuständige Amt der Stadt Wiesbaden hat dem Schiersteiner Ortsbeirat mitgeteilt:
Wir werden Gehwegparken in Straßen erlauben, wo der Gehweg ausreichend breit ist. In diesen Fällen wird der Gehweg entsprechend markiert.
In Straßen, in denen der Gehweg nicht ausreichend breit ist, werden wir entweder das Parken auf einer Seite erlauben oder alternierendes Parken planen.
Es ist noch zu prüfen, mit welcher Variante weniger Parkplätze wegfallen.
Denn so wie auf diesem Bild war das Gehwegparken zwar Jahrzehnte in Schierstein (und anderen Wiesbadener Stadtteilen) geduldet, aber nach geltendem Recht noch nie erlaubt.

Inzwischen wird das Gehwegparken in Schierstein geahndet. Das haben in den vergangenen Wochen viele Autofahrerinnen und -fahrer leidvoll erfahren.
Die Folge: Es wird auf der Straße geparkt, aber das führt eben auch zu Problemen, wenn dadurch die vorgeschriebene Restfahrbahnbreite unterschritten wird und Lieferanten, Müllabfuhr und im schlimmsten Fall auch Feuerwehr und Krankenwagen nicht mehr durchkommen.
Nachdem die AG Verkehr des Ortsbeirats in Schierstein in allen betroffenen Straßen die Bürgersteige und Farbahnbreiten ausgemessen und diese Erhebung dem zuständigen städtischen Amt zur Verfügung gestellt hat, sieht es nun nach einer Lösung aus. Wann genau die umgesetzt wird, hat das Amt allerdings bisher nicht mitgeteilt.
Schiersteiner Brücke: Abgehängter Geh- und Radweg wird freigegeben
Aktualisiert: Die Eröffnung wurde wieder abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben.
Am Montag, 16. Dezember 2024, wird der abgehängte Geh- und Radweg unter der Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden offiziell eröffnet.
Die Zuwegungen auf beiden Seiten sind allerdings noch provisorisch und es ist auch noch keine Beschilderung vorhanden. Ebenfalls noch nicht möglich ist der Zugang zur Rettbergsaue, die sich allerdings bis zum Frühjahr ohnehin noch in der Winterpause befindet.
Aber der Weg von und nach Mainz kann nun genutzt werden!
Die Autobahn GmbH hatte die Arbeiten am abgehängten Radweg im September 2024 abgeschlossen. Die Stadt Wiesbaden muss nun im Baufenster zwischen 21.10.2024 und 31.05.2025 eigene Baumaßnahmen durchführen, um die komplette Anbindung des Radwegs (inklusive Zuwegungen und Beschilderung) und die Anbindung des Radwegs zur Rettbergsaue zur Verfügung zu stellen.
Außerdem wird derzeit auch der Hessische Fernradweg R3 zwischen dem Schiersteiner Hafenweg und der Rheinparkstraße in Biebrich als neuer "Uferradweg" hergestellt. Derzeit verläuft der R3 entlang der Rheingaustraße.
Fußgängerzone gilt jetzt schon ab dem Hans-Römer-Platz
Nun kam es doch schneller als angekündigt und recht überraschend: Die Fußgängerzone in der Hafenstraße gilt schon ab dem Hans-Römer-Platz. Die grundsätzlichen Regelungen sind dieselben, wie sie schon seit der Einrichtung der Fußgängerzone (als Verkehrsversuch) im Jahr 2020 auf dem Teilstück zwischen Schiffergasse und Bernhard-Schwarz-Straße gelten:
- Die Hafenstraße ist grundsätzlich für Kraftfahrzeuge gesperrt.
- Be- und Entladen ist montags bis freitags zwischen 6 und 11 Uhr erlaubt, samstags von 6 bis 9 Uhr.
- Für Anwohner gelten Sonderregelungen, damit sie ihre Grundstücke erreichen können.
- Parken in der Fußgängerzone ist nicht erlaubt.
- Das Befahren der Fußgängerzonen mit dem Fahrrad ist erlaubt, da der Hessische Radfernweg R3 über die Hafenstraße führt.

Wahrscheinlich weil die Parkmarkierungen noch nicht entfernt sind, stehen doch immer noch PKW in der "neuen" Fußgängerzone. Da die Fußgängerzone zwar mit viel Vorlauf, aber dann doch zum jetzigen Zeitpunkt unerwartet kam, hat die Stadtpolizei versichert, dass erst einmal keine Strafzettel im neuen Teil der Fußgängerzone geschrieben werden, es sollen zunächst "Gelbe Karten" verteilt werden, um auf die Situation aufmerksam zu machen.
Schierstein wird zwei Tage zur Umleitungsstrecke
Die Autobahn GmbH sperrt von Donnerstag, 14. November, 9 Uhr, bis Freitagabend, 15. November, die Fahrbahn der A66 in Richtung Frankfurt zwischen Frauenstein und dem Schiersteiner Kreuz. Grund ist die Erneuerung der Fahrbahn und schadhafter Betonplatten. Der Verkehr wird über Schierstein und über die Anschlussstelle Äppelallee zurück auf die A66 geleitet. Ortskundige können auch über die Saarstraße (hoch auf die A643) oder in Biebrich auf die A66 auffahren.
Fest steht, dass Schierstein die einzige Umleitungsstrecke sein wird, da eine Durchfahrt durch Frauenstein bereits jetzt wegen einer umgestürzten Mauer stark erschwert ist.
Von den möglichen Umleitungsstrecken durch Schierstein wird nur der Weg via Söhnleinstraße und von dort über die Reichsapfelstraße offiziell ausgewiesen.

Die Hafenstraße wird nicht als Umleitungsstrecke eingerichtet aber die Poller werden entfernt.
Die Bauernbrücke wird ebenfalls nicht als offizielle Umleitungsstrecke eingerichtet, soll aber insbesondere für Notfälle und Rettungsdienste genutzt werden.
Die Stadtpolizei wird insbesondere an der Umleitungsstrecke präsent sein, also insbesondere auch in der Reichsapfelstraße.
Zum Hintergrund der Maßnahme: Am vergangenen Mittwoch, 6. November, sind zwei Betonplatten auf der Fahrbahn der A66 gebrochen. Seitdem ist der rechte Fahrstreifen gesperrt, was bereits jetzt zu starken Verkehrsbehinderungen rund um die Sperrung führt.
Gibt es Parkplätze für die neuen Büros am Osthafen?
Die angespannte Parksituation in Schierstein ist hinlänglich bekannt. Ein Grund, warum auch im Zusammenhang mit der Bebauung am Osthafen immer ausreichend Parkplätze für die zusätzlichen Mitarbeitenden in den neuen Büros gefordert wurden. Insgesamt sollen nun 4.000 qm Bürofläche entstehen, doch wie sieht es mit den dazugehörigen Parkplätzen aus?
















