Schulen: Ausweichstandort Frauenstein war "Missverständnis"

In einem Schreiben des Schuldezernenten vom Mai 2022 war dem Schiersteiner Ortsbeirat die Fläche des Kleinspielfeldes südlich des Sportplatzes "Bodenwaage" in Frauenstein als möglicher Ausweichstandort für die Schiersteiner Schulen EKS und Hafenschule genannt worden. Im Wiesbadener Kurier korrigiert Christian Lahr (bislang Schulplaner für Hafenschule und EKS) diese Aussage: Die Nennung des Standorts in Frauenstein sei ein Fehler im Schreiben gewesen. Gemeint wäre das Schiersteiner Saareck, also der Bereich der ehemaligen Tennisplätze und der Jugendplatz an der Saarbrücker Allee.

Auf den ehemaligen Tennisplätzen im Hintergrund könnten Schulcontainer aufgestellt und der Jugendplatz als "Schulhof" und nachmittags weiter von den Jugendlichen genutzt werden.

Das Gelände des Jugendplatzes könnte dann als Schulhof dienen und nachmittags weiterhin von den Jugendlichen genutzt werden. Schulcontainer könnten auf den ehemaligen öffentlichen Tennisplätzen aufgestellt werden, wird Lahr im Wiesbadener Kurier vom 7. Juni 2022 zitiert. Diese Ausweichfläche - so berichtet der Wiesbadener Kurier - sei dann gleichermaßen für die Schüler*innen von Erich-Kästner- und Hafenschule gedacht.

Der Schiersteiner Ortsbeirat war sehr verwundert über das Schreiben des Schuldezernats im Mai, in dem die Fläche in Frauenstein als Ausweichstandort genannt wurde. In einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen hatte das Gremium darum in seiner Sitzung am 1. Juni 2022 unter anderem nachgefragt, wie die betroffenen Schulen zu diesen Plänen stehen und wie insbesondere der Transport der Grundschüler*innen nach Frauenstein organisiert werden solle. Der Ortsbeirat hatte in seinem Antrag außerdem mehrere Optionen genannt, die das Schulamt als Ausweichstandort prüfen könne – darunter auch der Standort am Saareck.

Favorit des Ortsbeirats und laut Wiesbadener Kurier auch des Schulamts ist jedoch weiterhin die Festwiese an der Kleinaustraße als Ausweichstandort. Der hängt aber von einer Genehmigung des Regierungspräsidiums in Darmstadt ab, die vermutlich aus Trink- und Hochwasserschutzgründen nicht erfolgen wird.


Zwei Carsharing-Autos für Schierstein

Voraussichtlich ab August 2022 bietet book-n-drive gleich zwei Carsharing-Autos in Schierstein an. Das Unternehmen hat sich entschieden, von der Möglichkeit der Stationierung eines zweiten Fahrzeuges in der Reichsapfelstraße von Beginn an Gebrauch zu machen.

Hier in der Reichsapfelstraße werden von Beginn an zwei Carsharing-Autos für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen.

Wer Fragen zum neuen Angebot hat: Im Rahmen der Bürgerbeteiligung "Viel los in Schierstein" wird am Donnerstag, 9. Juni 2022, ab 16 Uhr book-n-drive beim Forum am Weinstand zum Thema Mobilität und Verkehr am Hans-Römer-Platz dabei sein. Das Unternehmen gibt dort Auskunft zu Carsharing im Allgemeinen natürlich zum neuen Angebot in Schierstein.

Am Forum am Weinstand werden am 9. Juni nach aktuellem Stand außerdem dabei sein:

o Rad+ App Umweltamt
o Radbüro
o Community-Ladesäule ESWE-Versorgung
o ESWE-Verkehr: Allgemeine Mobilitätsberatung
o Lilja-Lastenrad
o Angefragte: Norschter Dorfmobil
o Stabsstelle Bürgerbeteiligung

Am 9. Juni können direkt auch Anregungen zum Thema Verkehr in Schierstein bei den Vertreterinnen der Stabsstelle Bürgerbeteiligung eingebracht werden. Wer sich vorher schon online beteiligen möchte, kann das hier tun:

https://dein.wiesbaden.de/wiesbaden/de/mapconsultation/57304


Schiersteiner Schulen: Suche nach Ausweichstandort bereitet Probleme

Im Dezember 2021 stellten Schulamt, Stadtplanungsamt und die beauftragten Architekten in einer öffentlichen Sitzung des Ortsbeirats die neuen Machbarkeitsstudien für Erich Kästner- und Hafenschule vor. Die freudige Nachricht: Beide Schulen können an ihren Standorten saniert bzw. erneuert werden.

ZUKUNFT SCHIERSTEIN hatte damals ausführlich berichtet:
https://zukunft-schierstein.de/unsere-themen/schulcampus-und-dreifeldersporthalle/

Doch eine wesentliche Frage blieb ungeklärt und ist offenbar auch bis heute nicht gelöst:
Wohin mit den Schulen während der Neubauzeit?

Der Ortsbeirat hat zu Beginn des neuen Jahres der Stadt mitgeteilt, dass idealer „Interimsstandort“ ein Teil des Festplatzes an der Kleinaustraße wäre. Die bekannten Probleme an dieser Stelle (Trinkwasser- und Hochwasserschutz) wollte das Schulamt schnellstmöglich mit dem Regierungspräsidium in Darmstadt abklären.

Mit Schreiben vom 11. Mai 2022 signalisierte das Schuldezernat dem Ortsbeirat, dass die bevorzugte Interimsfläche für beide Schulen, der Festplatz an der Kleinaustraße, möglicherweise aus Gründen des Trinkwasserschutzes und des Hochwasserschutzes nicht durch das Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt werde. Das Schulamt verfolge daher die Strategie, durch Einschaltung eines Gutachters diese Fläche doch noch in Anspruch nehmen zu können.

Alternativ werde geprüft,

  • ob das Wäldchen südlich des 08er-Sportplatzes als Fläche genutzt werden könne, da hier zwar Trinkwasserschutz bestehe, aber der Hochwasserschutz keine Hürde sei.
  • ob eine Fläche südlich des Sportplatzes Bodenwaage in Frauenstein für die Schulen in Frage komme,
  • ob die EKS-Sporthalle in der Zehntenhofstraße vorzeitig abgerissen werden könne und diese Fläche genutzt werden könne.
"Ich kann zu Fuß zur Schule gehen", mit einem Ausweichstandort in Frauenstein dürfte das für Schiersteiner Grundschulkinder unmöglich sein.

Für den Schiersteiner Ortsbeirat sind die genannten Alternativen nicht gerade überzeugend. Vor allen Dingen der Vorschlag einen Ausweichstandort in Frauenstein südlich des Sportplatzes Bodenwaage zu schaffen, scheint doch komplett an der Realität – vor allem der Grundschulkinder – vorbeizugehen. Wie soll allein der Transport der Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren in den Nachbarort funktionieren?

Aber auch die Idee die Sporthalle an der Erich Kästner-Schule vorzeitig abzureißen, ist wenig überzeugend: Welche Ausweichmöglichkeiten hätten die Schiersteiner Vereine, die durch einen vorzeitigen Abbruch ihre Hallentrainingsmöglichkeiten verlieren?

Der Ortsbeirat will darum in seiner nächsten Sitzung am 1. Juni von der Stadt wissen:

Ob die Fläche neben der Schiersteiner Brücke auf Biebricher Seite für beide Schulen als Interimsstandort – insbesondere in Bezug auf die dort vorgenommenen Bodensanierungsarbeiten – dienen könnte oder ob hier gesundheitliche Gefahren hinsichtlich Boden- oder Luftbelastung zu befürchten wären.

Ob folgende Optionen – zumindest für die ortsnahe Auslagerung der Hafenschule – durchgeprüft werden oder wurden (Wenn nein, warum nicht?):

  • Teile des Freigeländes/Schulhofs der Eichendorff-Schule
  • die Brachfläche der ehemaligen öffentlichen Tennisplätze hinter dem Jugendplatz Saareck in Kombination mit dem Fritz-Brüderlein-Haus, das über den Sportplatzweg nur wenige Minuten Fußweg entfernt ist.
  • die noch unbebauten Flächen am Osthafen im Sondergebiet 3 (SO 3), für die keine Einschränkungen durch Fischer Chemie bestehen und die nutzbar wären, sobald durch die Fertigstellung des Schufa-Baus keine Baustellenzufahrt mehr notwendig wäre und solange dieses Gebiet noch nicht vermarktet ist.

ZUKUNFT SCHIERSTEIN hatte bereits in den Weihnachtsferien eine Liste der möglichen Ausweichstandorte erstellt und mit in die öffentliche Diskussion eingebracht.

Siehe:

https://zukunft-schierstein.de/ausweichstandorte-wo-sollen-die-schulen-waehrend-der-bauzeit-hin/

 

Hierüber war in der Ortsbeiratssitzung im Januar aber nicht abschließend diskutiert worden, da die Ortsbeiratsmitglieder zunächst die Option „Festplatz“ prüfen lassen wollten. Eine gemeinsame Priorisierung weiterer möglicher Standorte gab es nicht. Wohl aber den ausdrücklichen Wunsch – für den Fall, dass der Standort am Festplatz nicht möglich sein sollte – zeitnah alternative Standorte gemeinsam zu besprechen.


Stefan "Bussi" Bussmann †23.5.2022

Wir sind dankbar für die Zeit, die wir mit Dir hatten.

Unser Freund und Weggefährte Stefan "Bussi" Bussmann ist am 23. Mai 2022 verstorben. Wir sind unendlich traurig, aber mindestens genauso dankbar, dass er einen wichtigen Teil unseres Weges mit uns gegangen ist. Wir vermissen ihn und möchten ihn gerne, wo und wie immer es geht, bei uns behalten, auch auf dieser Seite.


Fast fertig! Zwei Schilder fehlen noch ...

Der "Ersatzweg" vom Kormoranweg zum Hafen sorgt in Schierstein für fast so viel Diskussion, wie die Bebauung des Osthafens selbst. Warum der Weg bzw. der "Eiserne Steg", nachdem er endlich im Oktober stand, bisher länger als ein halbes Jahr verschlossen blieb, konnte im Ort niemand so richtig nachvollziehen.

Oberbürgermeister Mende wusste beim Vor-Ort-Gespräch in Schierstein Ende April von nichts, wollte sich kundig machen und dazu beim Ortsbeirat melden. Bislang ist zumindest letzteres nicht geschehen.

Auf Nachfrage beim Bauherrn des Wegs des neuen Bürogebäudes im Osthafen, Union Investment Real Estate, teilt dieser mit:

Wir befinden uns – hinsichtlich der finalen Öffnung des Weges – noch in Abstimmung mit der Schufa. Des Weiteren werden zur verbesserten Absicherung der Nutzer zwei weitere Hinweisschilder zum Hafenweg errichtet. Diese sollten kurzfristig aufgestellt und im Anschluss der Weg freigegeben werden. Wir halten Sie hierzu auf dem Laufenden.

Das neue Bürogebäude ist derweil fast fertig, die Fenster zum Teil schon eingesetzt. Auf dem Bild sieht man gut, wo einst der Weg zum Hafen lang führte. An der Stelle hängt bereits seit über einem Jahr ein Schild mit der Aufschrift:

Wir bauen für Sie einen Fußweg zum Hafen ...
Die Fertigstellung wird voraussichtlich im Sommer 2021 erfolgen.


Aktionsgemeinschaft Westfeld erhalten! gegründet

Aktionsgemeinschaft Westfeld erhalten! gegründet: Unterstützende sind willkommen.
Weitere Infos auf www.westfeld-erhalten.de

Am 13. Mai 2022 haben sich Eigentümer und Pächter der Flächen im Westfeld (von der Stadt "Perspektivfläche West" genannt) zusammen mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft dazu entschlossen, eine gemeinsame Aktionsgemeinschaft Westfeld erhalten! zu gründen.

Die Aktionsgemeinschaft Westfeld erhalten! setzt sich dafür ein, das Westfeld uneingeschränkt und mit allen seinen Funktionen für das Stadtklima, die Nahversorgung und die Naherholung zu bewahren. Eine Versiegelung und Bebauung der Flächen lehnt das Aktionsbündnis ab.

Eine Homepage (bereits online), mit der über die Konsequenzen für unser Klima, die Nahversorgung und die Naherholung informiert wird ist im Aufbau:

www.westfeld-erhalten.de

Hier existiert auch eine Rubrik, in der Unterstützer*innen der Aktionsgemeinschaft aufgeführt sind:

https://www.westfeld-erhalten.de/unterstutzende

Noch ist die Rubrik überschaubar, weil gerade frisch aufgelegt und da die Aktionsgemeinschaft von jedem eine schriftliche Bestätigung braucht, der dort genannt werden will. Dazu reicht eine Mail, in welcher Form der- bzw. diejenige genannt werden will – als Privatperson, als Firma, Verein o.ä. Gerne – wenn vorhanden – auch mit jeweiligem Logo!

Bitte die Unterstützung und das Einverständnis, auf der Homepage genannt zu werden, per Mail erklären an:

mailto:kontakt@westfeld-erhalten.de

Das Westfeld – von der Stadt „Perspektivfläche West“ genannt – wird bisher vor allem für Landwirtschaft und Gartenbau genutzt. Es zeichnet sich durch besonders hochwertige Böden aus, ist Nahversorgungs- und Naherholungsgebiet und das letzte größere zusammenhängende Kalt- und Frischluftentstehungsgebiet zwischen Dotzheim und Schierstein. Nicht zuletzt ist das Areal Heimat und Existenzgrundlage der ansässigen Landwirte und Gartenbauer.

Mehr zum Westfeld gibt es unter anderem auch hier: https://zukunft-schierstein.de/westfeld/


Sondersitzung: Bioklima in Schierstein - Was kommt auf uns zu?

In einer Sondersitzung mit dem Schwerpunkt-Thema

"Bioklimatische Auswertung/Auswirkung für Wiesbaden und insbesondere Schierstein"

stellt das Wiesbadener Umweltamt die aktuellen Klimakarten für Wiesbaden und insbesondere Schierstein vor:

am Dienstag, 17. Mai 2022, um 19 Uhr,
im Gemeindesaal von St. Peter und Paul,
Alfred-Schumann-Straße 27,
65201 Wiesbaden-Schierstein

Häufigere Hitzewellen und „veränderte Niederschlagsmuster“ – gemeint sind Starkregenereignisse und Dürren – , davor warnt der Weltklimarat immer eindringlicher. Am 10. Mai 2022 berichtete die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf, dass die globale Durchschnittstemperatur eines Jahres bis 2026 erstmals mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau liegen könnte. Was hat das mit uns zu tun, mit Wiesbaden, mit Schierstein?

Analysen und umfangreiches Kartenmaterial des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) und der Landeshauptstadt Wiesbaden zeigen die Betroffenheit Wiesbadens und seiner Stadtteile jetzt und in der sehr nahen Zukunft. Bereits die ersten Anfang 2020 von der Stadt Wiesbaden veröffentlichten Karten, die auf der KlimPrax-Studie des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und des HLNUG basieren, zeigten, dass Schierstein ein „Hotspot“ der Klimakrise ist.

Im August 2021 hat die Stadt Wiesbaden weitere Klimakarten veröffentlicht, die konkrete Aussagen auch für unseren Ortsteil treffen:
Das Tiefgebiet zwischen Hafen und Bahnlinie gehört zu den Flächen mit den höchsten bioklimatischen Belastungen (Gesundheitsgefahr besonders für Menschen ab 75) in der (sehr nahen) Zukunft (ab 2031): dunkelviolett eingefärbt = extrem belastet.
Die Gebiete weiter nördlich sind dunkelrot eingefärbt = sehr hoch belastet.
Das sogenannte "Westfeld", für das die Stadt eine Bebauung plant, ist im südlichen Schiersteiner Bereich der Fläche dunkelviolett schraffiert. In der Legende zur Klimakarte wird dies beschrieben als

Besonders gefährdete Zonen

Zonen hoher thermischer Empfindlichkeit;
zusätzliche Versiegelungen und bauliche Verdichtungen könnten zur Verknüpfung von Überwärmungsgebieten und durch die Erhöhung des Verkehrsaufkommens zur Verstärkung der Luftbelastung führen.

* Aus klimafunktionalen Gründen sollten diese Zonen grundsätzlich von weiteren baulichen Entwicklungen frei gehalten werden.

Eine vergleichbare (extreme) Belastung wie im Schiersteiner Tiefgebiet zeigt sich in Wiesbaden nur in den weiteren an der Rheinschiene gelegenen Ortsteilen und im stark verdichteten Innenstadtbezirk.

Die Probleme sind also erkannt und vielfach belegt mit offiziellem Kartenmaterial von Stadt und Land, das bis in einzelne Straßenzüge unseres Ortsteils hinein Aussagen zur Entwicklung des Mikroklimas zulässt.

Weniger detailliert sind bisher allerdings die Schlussfolgerungen, die aus den bereits im nächsten Jahrzehnt zu erwartenden Klimaentwicklungen in Kombination mit der besonderen Lage Schiersteins zu ziehen sind. Eine der aktuellen Fragen lautet: Können und dürfen wir es uns leisten, ein 125 Hektar großes Areal wie das Westfeld (im Sprachgebrauch der Stadt "Perspektivfläche West") zu bebauen, das als Frischluft- und Kaltluftquellgebiet dient und ein bedeutender Temperaturpuffer ist? Welche Auswirkungen hat das auf Schierstein und Dotzheim?

 


Es geht los! Bürgerbeteiligung in Schierstein

Flyer "Viel los in Schierstein" - Bürgerbeteiligung zum Verkehr

Zum Vergrößern Klick aufs Bild

Und so funktioniert es

  • Online-Beteiligung:
    26. April bis 12. Juni 2022
    Jede/r kann online Ideen und Vorschläge einreichen über: dein.wiesbaden.de/schierstein
  • Auftaktveranstaltung:
    Mittwoch, 4. Mai 2022, 19 Uhr, Gemeindesaal St. Peter und Paul, Alfred-Schumann-Straße 29
    Die Stabsstelle Bürgerbeteiligung stellt das Projekt und die Beteiligungsmöglichkeiten vor. Prof. Dr. Bernd Steffensen hält einen kurzen Einstiegsvortrag zum Thema. Anschließend bleibt Zeit für einen Austausch mit allen Gästen der Veranstaltung.
  • Forum am Weinstand:
    Donnerstag, 9. Juni, 16 bis 19 Uhr, Hans-Römer-Platz

    Hier haben noch einmal alle Gelegenheit sich über die Bürgerbeteiligung zu informieren und ihre Ideen direkt "analog" einzubringen.

Wie es dann weitergeht

Die gesammelten Ideen und Einreichungen werden über den Sommer hinweg ausgewertet. Im Herbst 2022 besteht dann die Möglichkeit darüber abzustimmen, welche Themen für Schiersteinerinnen und Schiersteiner eine besondere Relevanz haben. Die Ergebnisse der Abstimmung dienen dann der weiteren Arbeit des Ortsbeirates.

Wie alles begann

Am kommenden Donnerstag, 28. April 2022, kommt der Oberbürgermeister nach Schierstein! Er stellt sich im Format „VorOrt“ ab 17.30 Uhr auf dem Hans-Römer-Platz den Fragen der Bürger*innen.

Grund genug für einen kleinen Rückblick auf den letzten VorOrt-Besuch eines Oberbürgermeisters in Schierstein: Das war am 31. Oktober 2018 – vor dreieinhalb Jahren. Oberbürgermeister war damals noch Sven Gerich, der bei der Veranstaltung den Tipp gab: „Beteiligen Sie sich unter dein.wiesbaden.de an der Stadtentwicklung.“

Bericht zum VorOrt-Besuch an Halloween 2018. Mit Klick aufs Bild vergrößern.

So entstand bei einer Gruppe aus Schierstein die Idee von einer Bürgerbeteiligung zu einem „Masterplan lebenswertes Schierstein“. Der Grundstein für die Bürgerinitiative „Zukunft Schierstein“ war gelegt.

Was folgte, waren ein Initiativantrag auf Bürgerbeteiligung über dein.wiesbaden.de, mehrere Sitzungen, Beschlüsse, die Bewilligung von Geldern im Haushalt, Briefe, Nachfragen, noch mehr Sitzungen und dann – lange nichts.

Schließlich erfuhr die Initiative Zukunft Schierstein bei der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Bürgerbeteiligung, Ehrenamt und Sport am 16. September 2021: Eine Bürgerbeteiligung zum Masterplan Schierstein sei nicht realisierbar.

Alles umsonst? Nein!

Nach einem Gespräch am 2. November 2021 mit der Stabsstelle für Bürgerbeteiligung, dem Büroleiter des Oberbürgermeisters und Vertretern der Initiative Zukunft Schierstein konnten wir eine Lösung finden, der wenig später auch der Ortsbeirat zustimmte:

Das Thema Verkehr sollte aus dem ursprünglich beantragten „Masterplan Schierstein“ ausgekoppelt und in einer Bürgerbeteiligung in Schierstein diskutiert werden – unter Federführung des Ortsbeirates und mit Unterstützung durch die Stabsstelle Bürgerbeteiligung. Die gemeinsamen Rahmenbedingungen hierfür entwickelte die Stabsstelle zusammen mit der AG Bürgerbeteiligung des Schiersteiner Ortsbeirats.

Und heute – am 26. April 2022 – ist es endlich soweit:

In Schierstein startet (als abgespeckte Version der ursprünglich beantragten Bürgerbeteiligung „Masterplan Schierstein“) eine allererste Bürgerbeteiligung zum Thema Verkehr in Schierstein.

 

 


Schiersteiner Ortsbeiratssitzung am 27. April 2022 in Dotzheim

Der Schiersteiner Ortsbeirat lädt zu seiner nächsten Sitzung wieder nach Dotzheim ein:

Mittwoch, 27. April 2022, um 19:00 Uhr,
Ortsverwaltung Dotzheim / Haus der Vereine, Saal im EG,
Im Wiesengrund 14,
65199 Wiesbaden-Dotzheim

Wie immer findet vor Eintritt in die Tagesordnung eine Fragestunde für Bürgerinnen und Bürger statt.

Es gibt KEINE Einlassbeschränkungen mehr! Allerdings wird dringend empfohlen, während der Sitzung eine medizinische oder FFP2-Maske zu tragen.

Zur Tagesordnung geht es hier:

https://piwi.wiesbaden.de/sitzung/detail/2817985/tagesordnung/oeffentlich

Tagesordnung
1. Geschäftsordnungsangelegenheiten
1.1 Tagesordnung
1.2 Mitteilungen des Vorsitzenden
1.3 Niederschrift über die Ortsbeiratssitzung am 09.03.2022
1.4 Fraktionspost
2. Situation an den Schiersteiner Schulen
3. Zukünftige Nutzung unter der Schiersteiner Brücke
22-V-61-0008
4. Neues Projekt in Verbindung mit dem Cafemobil an der Wilhelm-Loos-Anlage
5. Planungen für das Westfeld [alle Fraktionen]
22-O-22-0013
6. Masterplan Bismarksaue: Stand der Umsetzung und eventuelle Planänderungen [Zukunft Schierstein]
22-O-22-0014
7. Neuwahl eines Ortsgerichtsschöffen / einer Ortsgerichtsschöffin für den Ortsgerichtsbezirk VI (Wiesbaden-Schierstein)
8. Auferstehungsgemeinde; Mitnutzung des Gemeindehauses durch Kita
9. Ehrung von Herrn Thomas Mahler
10. Bericht AG Freizeit, Soziales und Bürgerbeteiligung
11. Bericht AG Jugend, Schule und Kultur
11.1 Geschwindigkeit-Anzeigetafel [OBM Mahler]
22-O-22-0011
12. Bericht AG Bau, Verkehr und Infrastruktur
12.1 Antrag Verkehrsüberwachung [AG Bau, Verkehr und Infrastruktur]
22-O-22-0015
13. Bericht AG Umwelt, Klima und Sauberkeit
14. Finanzmittel
14.1 Finanzmittel - Zuschussantrag Ortsring - Kunstmole
14.2 Finanzmittel - Zuschussantrag Ortsring - Beleuchtung an der Schiersteiner Brücke
14.3 Finanzmittel - Akkus und Material für Geschwindigkeitsmesstafel
15. Verschiedenes


April, April! Stadt Wiesbaden plant Südfeld

Noch nicht ganz verdaut sind die Nachrichten von der möglichen Bebauung des Westfelds und auch das Ostfeld sorgt noch für Diskussionen. Da werden durch eine Indiskretion schon neue Pläne der Stadt Wiesbaden zur Bebauung eines weiteren Areals bekannt: das „Südfeld“.

Die „Südfeld“ genannte 28 Hektar große Freifläche liegt im Schiersteiner Tiefgebiet. Grenzt im Süden, Osten und teils auch Norden an den Hafenweg, nordwestlich an die Hafenstraße und die Christian Bücher-Straße, sowie südwestlich an den Weg „Unterm Hafen“.

Lageplan: Ostfeld, Westfeld, Südfeld auf einen Blick.

Noch gehört das Gelände der Bundesrepublik Deutschland (BRD), mit der die Stadt Wiesbaden aber in Verhandlungen über das Areal steht. Auf Anfrage heißt es hierzu aus dem Rathaus: „Es ist ein deutschlandweit einzigartiges und zukunftsweisendes Projekt und wir arbeiten mit der BRD nun schon seit Jahren intensiv an der erforderlichen Landgewinnung.“ Es werde nicht mehr lange dauern, bis Baureife erreicht werden könne, zeigen sich Stadt und Bund in freudiger Erwartung.

Das Prinzip ist einfach: Aktuell ist das fast direkt am Rhein gelegene „Südfeld“ noch nahezu ganz von Wasser bedeckt. Die anhaltenden Trockenperioden, die im Zuge des Klimawandels zunehmen werden, wirken allerdings bereits wahre Wunder: immer mehr Land kommt zum Vorschein. „Wir hatten diesen einzigartigen Effekt bei den Planungen für das Areal gar nicht auf dem Schirm. Aber wir beschweren uns darüber natürlich auch nicht“, räumen Vertreter des Stadtverplanungsamtes und der Stadtverwicklungsgesellschaft hocherfreut über diese Entwicklung ein.

Ein toller Begleiteffekt des Klimawandels: Dank Trockenheit und Hitze entsteht ganz nebenbei neues Bauland wo vorher Grün vorherrschte und Wasser floss.

Eigentlicher Ideengeber für das neue „Südfeld“ ist allerdings das Dezernat für Umwelt, Wasserflächen und Verkehr. Denn das setzt bereits seit Jahren auf eine gezielte Verschlammung der Flächen in Süd-Schierstein, um so Bauland zu schaffen. „Die ständigen Anfragen aus dem Schiersteiner Ortsbeirat, wann denn endlich die giftigen Schlämme weggebaggert würden, habe ich erfolgreich ignoriert“, ist der amtierende Umwelt- und Wasserflächen-Dezernent stolz.

Tatsächlich hatte der Ortsbeirat im regelmäßigen Turnus diese Forderung wiederholt und damit auch noch die Leute verunsichert: Die Fläche gleiche einer Sondermülldeponie aus Schlamm mit sehr giftigen Organozinnverbindungen und Schwermetallen, wurde da behauptet. Schließlich machte auch noch das Gerücht die Runde, dass im Jahr 2010 Ironman-Teilnehmer an Durchfall erkrankten, weil sie ihren Sport auf dem Areal ausübten. Der Umwelt- und Wasserflächen-Dezernent räumt ein: „Das war's dann, der Ironman fand seitdem nie mehr in Wiesbaden statt. An der Stelle mussten wir natürlich reagieren. Wir wollten aber auf keinen Fall eine zweistellige Millionensumme investieren, um den angeblich giftigen Schlamm wegzubaggern.“ Also entschied der Dezernent, das bisher hauptsächlich für Freizeit und zur Verklappung von Fäkalien genutzte Areal solle Bauland werden. „Denn bekanntlich lässt sich unter Beton einiges begraben“, stimmte ihm das Stadtverplanungsamt zu.

Schluss mit Ironman in Wiesbaden: Grund ist die ständige Nörgelei über giftige Sedimente in Schierstein.

Die Sache habe natürlich zunächst unter höchster Geheimhaltung eingefädelt werden müssen. Außer ein paar Alt- und Ex-Oberbürgermeistern, die bereits vertrauensvoll ihre Intimi in der Immobilienbranche kontaktieren, wusste niemand Bescheid. „Uns war direkt klar, dass diese Fläche ein Sahnestückchen wird, das es mit den richtigen Leuten zu teilen gilt“, erklärt ein Geschäftsführer der Stadtverwicklungsgesellschaft.

Geschäftsmann aus der Immobilienbranche bei einer Tortenschlacht im Wiesbadener Rathaus.

Der Bürgermeister ließ auf Anfrage mitteilen, dass das Projekt „noch ganz am Anfang stehe“. Trotzdem habe er sich entschlossen, einige Wochen nach Erscheinen dieses Berichts vielleicht auch den Schiersteiner Ortsbeirat darüber zu informieren: „Wir lassen das Hafenbecken gezielt verschlammen und machen daraus ein Prestigeprojekt für die ganze Region! Sicher wird sich schon bald eine Landes- oder Bundesbehörde melden, die Interesse am Standort hat. Ich wette, der Ortsbeirat wird außer sich vor Freude sein - und mit ihm alle Leute in Schierstein.“

Modelldarstellung der künftigen Neubauten und Baugrube im "Südfeld".

Weil die Stadtverwaltung mit großer Resonanz aus der Bevölkerung rechnet, sei auch schon eine Bürgerbeteiligung angedacht. Die solle zwar unsinnige Themen wie Umweltverträglichkeit und Verkehrsbelastung komplett ausblenden, erläutert der Bürgermeister, „aber dafür dürfen die Bürgerinnen und Bürger bei der Namensgebung für das neue Baugebiet demokratisch mitentscheiden!“ Bisher gibt es schon zwei Vorschläge aus der Stadtverwaltung für das neue Quartier: „Südliches-Steinmeer“ und „Schlamm-Assel“. Weitere Vorschläge für den Quartiersnamen können in den Kommentaren zu diesem Beitrag bei Facebook hinterlassen werden:

https://www.facebook.com/groups/zukunftschierstein

APRIL, APRIL ;-)