Am Donnerstag Nachmittag, 18. März 2021, hat das Umweltamt zusammen mit Stadtrat Andreas Kowol einen Entwurf für Veränderungen auf der Bismarksaue vorgestellt. Während eines Rundgangs erläuterten Vertreter des Umweltamtes, darunter auch Amtsleiter Dr. Klaus Friedrich, einigen Ortsbeiratsmitgliedern und uns „Neuen“ von Zukunft Schierstein ihre Vorstellungen für die Bismarksaue.

Eine Plandarstellung hierzu, die uns als Plakat gezeigt wurde, soll zeitnah veröffentlicht werden. So zumindest der einhellige Wunsch der anwesenden Schiersteiner*innen bzw. Ortsbeiratsmitglieder. Die Pläne könnten so gemeinsame Diskussionsgrundlage für die Weiterentwicklung des Rheinufers – und hier speziell der Bismarksaue – sein. Vielleicht könnten damit auch schon gezieltere Vorschläge der Bürger*innen im Rahmen der aktuell nur noch bis zum 18. April laufenden Bürgerbeteiligung zur Rheinufergestaltung mit einfließen. Das ist natürlich nur dann möglich, wenn auch alle die Pläne zum – vom Umweltamt so genannten – „Masterplan Bismarksaue“ schnellstmöglich kennen.

Bis dahin wollen wir hier schon über ein paar Punkte aus dem Rundgang mit dem Umweltamt informieren.

Damit kein Missverständnis entsteht: Die Pläne des Umweltamtes sind in der Entwurfsphase, können sich also noch verändern!

Quelle: Google Maps – Bearbeitung: Zukunft Schierstein

 

Gestaltungsfreiheit besteht vor allem noch für

  • das ca. 1.000 bis 2.000 qm große Dreieck aus Gras und Bäumen an der Spitze des Schiersteiner Osthafens ungefähr vor dem Raiffeisen-Silo. Dieses Grundstück könnte auch für Freizeitnutzung herhalten.

    Quelle: Google Maps
  • Außerdem ist noch ein Grundstück frei gestaltbar, das zwischen Autobahnbrücke und Silo am Rheinufer liegt (wir berichteten).

 

Für den „Eingang“ zur Bismarksaue wünscht sich das Umweltamt eine Schranke, damit der Hafenweg ab dort wirklich nur noch von Anliegern (Wasser- und Schifffahrtsamt, DLRG, Angelsportverein und natürlich Feuerwehr und Rettungsdienste) befahren werden kann.

Das ehemalige CEMEX-Betonmisch-Gelände westlich neben dem Raiffeisen-Gebäude, das derzeit noch als Lagerfläche für den Brückenneubau genutzt wird, soll sehr wahrscheinlich an das Wasser- und Schifffahrtsamt gehen, das dort Schiffsanleger einrichten könnte (wir berichteten).

Im Gegenzug könnte der Stadt das Gelände des ehemaligen Tankdienstes Rein im Westen der Bismarksaue übertragen werden. Es ist aktuell noch im Eigentum des Wasser- und Schifffahrtsamts. Das Grundstück wäre aber frühestens 2025 nutzbar, da es kontaminiert ist durch einen Mineralölschaden, der sich über die Jahre auf natürliche Weise abbauen soll. So lange soll die Oberflächenversiegelung erhalten bleiben. (Siehe hierzu auch einen ausführlichen Bericht auf Schierstein 24). Gegen den Rückbau der Betonaufbauten auf dem Grundstück spreche aber nichts.

 

Ein weiteres Grundstück, für das Handlungsbedarf besteht, ist das Gelände neben dem Angelverein am Nordufer der Bismarksaue. Hier hat das Umweltamt Rodungen und Rückschnitte vornehmen lassen, die notwendig gewesen seien, um zum Beispiel Nistplätze für Buschbrüter zu schaffen, also für Vögel, die nicht auf Bäumen, sondern in Büschen ihre Nester bauen.

 

Das Umweltamt will auch hier – wie auf der gesamten Bismarksaue – keine Freizeitnutzung oder Aufenthaltsmöglichkeiten. Trotzdem sind Gestaltungsideen gefragt.

Die Bismarcksaue soll also vorrangig zum Spaziergang, aber nicht zum „Verweilen“ einladen.

Der bestehende Asphaltweg (Hafenweg) am Rheinufer im Südwesten der Bismarksaue soll entsiegelt und zum „Leinpfad“ für Fußgänger umgewandelt werden.

Quelle: Google Maps

Der jetzige bessere „Trampelpfad“ unmittelbar hinter dem Wasser- und Schiffahrtsamt und dem Angelverein soll ausgebaut und befestigt werden, sodass er mit PKW und Rettungswagen befahren werden kann. Auch Radfahrer sollen zukünftig nur noch diesen Weg nutzen und nicht mehr unten am Rhein entlangfahren dürfen.

Wir würden uns sehr über Rückmeldungen/Ideen hierzu freuen!
Gerne per Mail an: info@zukunft-schierstein.de