Bürgervorschlag: Outdoor-Fitness-Park am Osthafen

Uns erreichte ein Bürgervorschlag zur Umgestaltung des 1.000 bis 2.000 qm großen Dreiecks aus Gras und Bäumen an der Spitze des Schiersteiner Osthafens ungefähr vor dem Raiffeisen-Silo.

Der Vorschlag ist so detailliert erläutert und mit einem Für und Wider versehen ist, dass wir ihn gerne hier mit Ihnen teilen und zur Diskussion stellen möchten.

Haben Sie Anregungen dazu oder eigene (auch andere) Ideen für diese (oder andere) Flächen und Projekte in Schierstein?
Dann schreiben Sie uns: info@zukunft-schierstein.de

Outdoor-Fitness-Park für jedermann

„Es sind verschiedenerlei Geräte aus Metall die zur Gesunderhaltung dienen und an Geräte aus dem Fitnessstudio erinnern. Dabei denke ich weniger an die klassischen Klimmzugstangen, sondern an frei gelagerte Geräte, die praktisch wie Kabelzugmaschinen, Stepper und Crosstrainer funktionieren. Diese wirken recht massiv und belastbar. Man könnte es quasi als Spielplatz für Erwachsene beschreiben.

Ein paar Impressionen, was ich meine, findet ihr hier:

https://doyouremember.com/105394/elderly-playgrounds-boost-activity

https://www.caloo.co.uk/product/community-gym-bundle/

https://www.globalmobilefamily.com/2011/10/adult-playground/

https://pin.it/3yTQoy2

Vorteile:

  • Ich denke, dass ein solcher kleiner Fitnesspark gut auf das Dreieck am Osthafen passen könnte. Man hätte beim Sporttreiben einen tollen Blick über den Hafen.
  • Es würde Schierstein als Jogging/Workout-Standort in Wiesbaden ausprägen (man sieht aktuell ja schon viele Menschen joggen, die könnten dort einen Zwischenstopp einlegen und ihre Kräftigungsübungen machen).
  • Da die Geräte recht einfach in der Handhabung sind und mit Eigengewicht arbeiten, sind diese für Hobbysportler und vor allem auch für Senioren, die sich fithalten möchten, gut geeignet.
  • Aber auch die einheimischen Sportvereine könnten die Station in ihrer Saisonvorbereitung (in der Rundenlaufen am Hafen zum Pflichtprogramm gehört) mit einbeziehen.
  • Ein öffentlich zugänglicher Fitness-/Gesundheitspark würde sozial Benachteiligten die Teilhabe bzw. den Zugang zu gesundheitserhaltenden Geräten ermöglichen. Eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio kann und will sich ja nicht jeder leisten.
  • Vielleicht gibt es auch Bundesprogramme oder Sponsoren die eine Umsetzung eines solchen Programmes fördern würden. Vielleicht spendet auch jede der Schiersteiner Firmen Geräte -> vor allem für die Schufa oder DOW, deren Mitarbeiter in ihrer Mittagspause dort ein kleines Workout machen könnten,  bevor es wieder an den Schreibtisch geht ;-).
  • Der Park könnte zudem sicherlich organisch in die Natur eingebunden werden. (Muss nicht so „steril“ und futuristisch sein, wie man es in manchen Internetfotos so sieht.)

Mögliche Bedenken:

  • Ich kann nicht genau beurteilen, wie wartungsintensiv diese Geräte sind. Sie wirken recht robust, ich weiß aber nicht wie „Vandalismus-resistent“ sie sind und ob vor allem die beweglichen Geräte nicht regelmäßig gewartet werden müssen.
  • Vor allem die „aufwendigeren“, freischwingenden Geräte werden sicherlich etwas kostenintensiver sein. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass so ein Projekt gefördert werden könnte (s.o.)
  • Zudem höre ich schon die Kommentare „ein Spielplatz für Senioren wird für X€ gebaut und der für die Kinder vergammelt“. Hier wäre es sicherlich ratsam, wenn eine Neugestaltung des Hafenspielplatzes im zeitlichen Zusammenhang auch stattfindet. ;-)

Vielleicht gefällt euch ja die Idee so gut wie mir und ihr könnt was mit meinen Ausführungen anfangen :-).“


Veränderungen am Rheinufer - Entwurf für Bismarksaue

Am Donnerstag Nachmittag, 18. März 2021, hat das Umweltamt zusammen mit Stadtrat Andreas Kowol einen Entwurf für Veränderungen auf der Bismarksaue vorgestellt. Während eines Rundgangs erläuterten Vertreter des Umweltamtes, darunter auch Amtsleiter Dr. Klaus Friedrich, einigen Ortsbeiratsmitgliedern und uns „Neuen“ von Zukunft Schierstein ihre Vorstellungen für die Bismarksaue.

Eine Plandarstellung hierzu, die uns als Plakat gezeigt wurde, soll zeitnah veröffentlicht werden. So zumindest der einhellige Wunsch der anwesenden Schiersteiner*innen bzw. Ortsbeiratsmitglieder. Die Pläne könnten so gemeinsame Diskussionsgrundlage für die Weiterentwicklung des Rheinufers – und hier speziell der Bismarksaue – sein. Vielleicht könnten damit auch schon gezieltere Vorschläge der Bürger*innen im Rahmen der aktuell nur noch bis zum 18. April laufenden Bürgerbeteiligung zur Rheinufergestaltung mit einfließen. Das ist natürlich nur dann möglich, wenn auch alle die Pläne zum – vom Umweltamt so genannten – „Masterplan Bismarksaue“ schnellstmöglich kennen.

Bis dahin wollen wir hier schon über ein paar Punkte aus dem Rundgang mit dem Umweltamt informieren.

Damit kein Missverständnis entsteht: Die Pläne des Umweltamtes sind in der Entwurfsphase, können sich also noch verändern!

Quelle: Google Maps - Bearbeitung: Zukunft Schierstein

 

Gestaltungsfreiheit besteht vor allem noch für

  • das ca. 1.000 bis 2.000 qm große Dreieck aus Gras und Bäumen an der Spitze des Schiersteiner Osthafens ungefähr vor dem Raiffeisen-Silo. Dieses Grundstück könnte auch für Freizeitnutzung herhalten.

    Quelle: Google Maps
  • Außerdem ist noch ein Grundstück frei gestaltbar, das zwischen Autobahnbrücke und Silo am Rheinufer liegt (wir berichteten).

 

Für den „Eingang“ zur Bismarksaue wünscht sich das Umweltamt eine Schranke, damit der Hafenweg ab dort wirklich nur noch von Anliegern (Wasser- und Schifffahrtsamt, DLRG, Angelsportverein und natürlich Feuerwehr und Rettungsdienste) befahren werden kann.

Das ehemalige CEMEX-Betonmisch-Gelände westlich neben dem Raiffeisen-Gebäude, das derzeit noch als Lagerfläche für den Brückenneubau genutzt wird, soll sehr wahrscheinlich an das Wasser- und Schifffahrtsamt gehen, das dort Schiffsanleger einrichten könnte (wir berichteten).

Im Gegenzug könnte der Stadt das Gelände des ehemaligen Tankdienstes Rein im Westen der Bismarksaue übertragen werden. Es ist aktuell noch im Eigentum des Wasser- und Schifffahrtsamts. Das Grundstück wäre aber frühestens 2025 nutzbar, da es kontaminiert ist durch einen Mineralölschaden, der sich über die Jahre auf natürliche Weise abbauen soll. So lange soll die Oberflächenversiegelung erhalten bleiben. (Siehe hierzu auch einen ausführlichen Bericht auf Schierstein 24). Gegen den Rückbau der Betonaufbauten auf dem Grundstück spreche aber nichts.

 

Ein weiteres Grundstück, für das Handlungsbedarf besteht, ist das Gelände neben dem Angelverein am Nordufer der Bismarksaue. Hier hat das Umweltamt Rodungen und Rückschnitte vornehmen lassen, die notwendig gewesen seien, um zum Beispiel Nistplätze für Buschbrüter zu schaffen, also für Vögel, die nicht auf Bäumen, sondern in Büschen ihre Nester bauen.

 

Das Umweltamt will auch hier – wie auf der gesamten Bismarksaue – keine Freizeitnutzung oder Aufenthaltsmöglichkeiten. Trotzdem sind Gestaltungsideen gefragt.

Die Bismarcksaue soll also vorrangig zum Spaziergang, aber nicht zum „Verweilen“ einladen.

Der bestehende Asphaltweg (Hafenweg) am Rheinufer im Südwesten der Bismarksaue soll entsiegelt und zum „Leinpfad“ für Fußgänger umgewandelt werden.

Quelle: Google Maps

Der jetzige bessere „Trampelpfad“ unmittelbar hinter dem Wasser- und Schiffahrtsamt und dem Angelverein soll ausgebaut und befestigt werden, sodass er mit PKW und Rettungswagen befahren werden kann. Auch Radfahrer sollen zukünftig nur noch diesen Weg nutzen und nicht mehr unten am Rhein entlangfahren dürfen.

Wir würden uns sehr über Rückmeldungen/Ideen hierzu freuen!
Gerne per Mail an: info@zukunft-schierstein.de


Kompensation für Bürobauten am Osthafen – Park & Ride unter der Schiersteiner Brücke

Anfang März hat Andreas Kowol, Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr, sowohl im Schiersteiner Ortsbeirat als auch in einer Online-Sitzung über die Pläne für das Osthafen-Umfeld und einen Park & Ride-Parkplatz unter der Schiersteiner Brücke informiert.

Am Osthafen sei eine sehr dichte Bebauung geplant, sagte Kowol. „Man muss nicht alles machen, was baulich geht, aber die Verdichtung, die jetzt nicht auszuschließen ist, muss ausgeglichen werden an vielen anderen Stellen.“

Doch keine Freizeitnutzung für CEMEX-Gelände

Genaue Pläne dazu, wie das im direkten Umfeld des Osthafens geschehen könnte, stellte Kowol noch nicht vor. Er schränkte allerdings ein, dass eine Renaturierung des ehemaligen CEMEX-Betonmisch-Geländes neben dem Raiffeisen-Gebäude ausgeschlossen sei. Dieses Gelände war in der Diskussion um die Osthafenbebauung häufig als „grüne Ausgleichsfläche“ genannt worden. Aber daraus wird wohl nichts: „Wir mussten feststellen, dass sich die Verträge mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt nicht nur auf das jetzige Betriebsgelände auf der Bismarksaue beschränken“, sagte Kowol. Dem Amt stehe auch die Nutzung des Geländes auf der Westseite des Raiffeisengebäudes (ehemals CEMEX) zu. Was genau das Wasser- und Schifffahrtsamt hier plane, konnte Kowol nicht sagen. Er habe auch davon gehört, dass Schiffsanleger eine Option seien.

Derzeit wird das ehemalige CEMEX-Gelände noch als Lagerfläche für den Neubau der Schiersteiner Brücke genutzt. Doch mit der Fertigstellung der Brücke ist auch eine Umnutzung – dann wohl durch das Wasser- und Schifffahrtsamt – möglich.

Bild: Auf dem ehemaligen CEMEX-Gelände lagert aktuell Material für den Neubau der Schiersteiner Brücke. Eine Renaturierung des Geländes wird es voraussichtlich auch nach Abschluss der Brückenbauarbeiten nicht geben. 

Ideen für Grundstücksstreifen zwischen Silo und Autobahn gefragt

Doch ein anderes Grundstück stehe noch zur Verfügung: Kowol forderte die Schiersteiner*innen ausdrücklich auf, Ideen für den Streifen zwischen dem Raiffeisen-Silo und der Autobahnbrücke zu entwickeln. Hier könnten sich Ortsbeirat und Bürger*innen mit Gestaltungsideen einbringen.

Bild: Über die Nutzung des Streifens zwischen Silo und Autobahn sollen sich die Schiersteiner*innen Gedanken machen. 

Bis zu 450 Stellplätze unter der Brücke

Eigene detaillierte Ideen hat das Dezernat von Stadtrat Kowol zu einem Park & Ride-Parkplatz unter der Schiersteiner Brücke vorgelegt. Hier will das Verkehrsdezernat unter der gesamten Länge der Brücke 400 bis 450 Stellplätze schaffen. Noch könne der Schiersteiner Ortsbeirat Ideen dazu einbringen und über das Bewirtschaftungskonzept mitentscheiden, aber spätestens in diesem Sommer sollen die Pläne für den Parkplatz stehen, damit sie gleich mit dem Rückbau der Baustelle unter der Brücke umgesetzt werden können.

Zufahrt über den Hafenweg?

Irritationen gab es in der Online-Konferenz über die geplante Zufahrt zu diesem Großparkplatz. In der Ortsbeiratssitzung am 5. März hatte Kowol hierfür noch die Rheingaustraße direkt unter der Brücke genannt. In der Online-Sitzung am 7. März sprach er dann davon, dass die Zufahrt über den Hafenweg westlich der Brücke erfolgen solle. Die Skizze, die Kowol in der Ortsbeiratssitzung und zwei Tage später auch in der Online-Sitzung zeigte, lässt beide Varianten zu (siehe gelbe Markierungen): Einmal die direkte Zufahrt über die Rheingaustraße und die Zufahrt über den Hafenweg in einen Kreisel und von dort wahlweise auf den nördlichen oder südlichen Teil des Parkplatzes.

Bildquelle: Stadt Wiesbaden - Beschriftung "Rheingaustraße", "Hafenweg" und "Rad- und Fußweg" ergänzt durch "Zukunft Schierstein".

Sollte die Zu- und Abfahrt über den Hafenweg erfolgen, dürfte hier mit einem erheblichen zusätzlichen Verkehrsaufkommen zu rechnen sein, das gerade an Wochenenden (jetzt schon) zu gefährlichen Situationen zwischen Autofahrern, Fußgängern und Radfahrern führt.

Ähnlich schwierig oder sogar gefährlich dürfte sich die Situation am Hafenweg gestalten, wenn dort – wie von Ortsvorsteher Urban Egert in der Ortsbeiratssitzung ins Gespräch gebracht – noch zusätzliche Stellflächen geschaffen werden bzw. beibehalten bleiben, die dann weiterhin Park- und Parksuchverkehr an die Hafenpromenade ziehen.

Bild: Der Hafenweg wird jetzt schon als Parkfläche genutzt. Das führt gerade an Wochenenden zu Konflikten mit Fußgängern und Radfahrern.

Parkplatz für Flohmärkte und Festivals nutzbar

Die Großraum-Park & Ride-Anlage soll nach den Vorstellungen des Dezernats zweigeteilt werden, sodass ein Teil des Parkplatzes auch für Flohmärkte oder Festivals genutzt werden könne. Die Trennung der Parkanlage ist dort vorgesehen, wo ein Streifen für Radfahrer und Fußgänger ihn durchquert.

Pendler aus Rheinland-Pfalz abfangen

Der Parkplatz unter der Brücke soll vor allem auch Pendler aus Rheinland-Pfalz aus der Stadt heraushalten. Über die Autobahnabfahrt Äppelallee und nach drei Ampelanlagen könnten diese die Park & Ride-Anlage anfahren.

Um ausreichend attraktiv für Pendler zu sein, könnte eine Schnellbuslinie von der Park & Ride-Anlage direkt in die Wiesbadener Innenstadt eingerichtet werden.

Bilder: Nach der Autobahnabfahrt Äppelalle müssen Pendler aus Rheinland-Pfalz drei Ampelanlagen passieren, um die geplante Park & Ride-Anlage zu erreichen.

Parkplätze für neue Bürostadt am Osthafen

Ob für Pendler überhaupt noch ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen, wenn erst einmal alle Bürobauten am Schiersteiner Osthafen fertiggestellt sind, wurde in beiden Sitzungen nicht thematisiert. Eine Bruttogeschossfläche von 16.000 qm kann nach den Plänen des Stadtplanungsamtes am Schiersteiner Osthafen für Büros und Gewerbe entstehen. Hierfür müssen ca. 300 bis 400 Stellplätze eingeplant werden, wobei vermutlich mit doppelt so vielen Arbeitsplätzen zu rechnen ist. Einen Großteil der Plätze unter der Brücke dürften dann an Werktagen die neuen Mitarbeiter*innen in der Bürostadt am Osthafen belegen – vor allem dann, wenn die Parkplätze unter der Brücke im Gegensatz zu den Tiefgaragenplätzen kostenfrei wären.

Bewohnerparken im Ortskern

Ausdrücklich angesprochen wurde hingegen, dass der Großparkplatz den Ortskern vor allen Dingen am Wochenende entlasten und für externe Hafenbesucher zur Verfügung stehen soll. Damit diese den Parkplatz annehmen, der gut zehn Gehminuten vom Weinstand auf dem Hans-Römer-Platz und 20 Minuten Gehweg vom Westhafen entfernt ist, schlug Kowol vor, im Ortskern Bewohnerparken einzurichten: „Wir wollen diejenigen, die von außen im Ortskern parken möchten, gar nicht mehr dort zulassen. Das ist aber eine Entscheidung des Ortsbeirats.“

Bislang hat der Schiersteiner Ortsbeirat eine Bewohnerparkregelung für den Ortskern immer abgelehnt. Zuletzt war dieses Thema bei einer Bürgerversammlung im Oktober 2018 ausführlich mit rund 100 Bürger*innen diskutiert worden.

Die damaligen Ausführungen der Verwaltung zum Thema hatten nahegelegt, dass für die Einführung des Bewohnerparkens die jetzigen Parkgelegenheiten umstrukturiert werden müssten. Das könnte dazu führen, dass im Ortskern am Ende weniger Parkraum für die Anwohner zur Verfügung steht: So müssten weiterhin Parkplätze für Besucher eingerichtet werden, die dann zwei Stunden mit Parkscheibe dort stehen könnten. Gleichzeitig könne so manche Parkmöglichkeit wegfallen, da im Anwohnerparkgebiet die Parkplätze eingezeichnet sein müssten.

Kowol relativierte nun diese Vorgaben: „Der halblegale Zustand, den wir jetzt haben, könnte weiter aufrechterhalten werden. Wir müssten gerade im Ortskern nicht jeden Platz markieren.“

 


Der Lindenbach als Lebensader

Die Renaturierung des Lindenbaches stand bereits im März 2019 im Ortsbeirat Schierstein auf der Tagesordnung. Katja Folland vom Umweltamt Wiesbaden referierte mögliche Maßnahmen und zeigte erste Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie. Die AG Hafen des Ortsbeirats sagte in dieser Sitzung zu, Ideen zum Thema zu entwickeln. Ob das geschehen ist, ist zumindest nicht öffentlich bekannt. Das Thema scheint vielmehr seit zwei Jahren brach zu liegen. Doch das sollte sich ändern, denn die Renaturierung könnte durchaus mehrere positive Effekte auf den Lindenbach und seine Umgebung haben. Je nach Planung könnte eventuell auch das Thema Hochwasser entschärft werden.

Grundsätzlich ist das Ziel der Renaturierung, den Lindenbach in einen besseren Zustand zu versetzen, wie ihn die europäische Wasserrahmenrichtlinie vorsieht. Die Renaturierung des Lindenbaches könnte vor allem auch die Biodiversität stärken: Fischbestände und andere Wassertiere könnten sich erholen bzw. ansiedeln. Auch das Mikroklima in unmittelbarer Nähe eines natürlichen Bachlaufes ist um ein Vielfaches günstiger. Die Wohn-, und Lebensqualität nehmen dadurch zu.

Oberhalb von Frauenstein wurden bei den Zuflüssen des Lindenbachs schon einige Maßnahmen getroffen, doch in Schierstein ist das Bild des Lindenbaches noch ein ganz anderes: Spätestens ab dem Grunselsbörnchen und gut sichtbar ab der Bahnlinie fließt er mit hoher Geschwindigkeit in einer „Abflussrinne“ auf den Hafen zu. Mehrere Abstürze (Stufen) verstärken diesen Effekt. Fische haben hier keine Chance. Die letzte „Betonierung“ der Bachsohle erfolgte entlang des Geländes der ehemaligen Söhnlein Sektkellerei vor ein paar Jahren. Es entstand ein Fließgewässer, das keinerlei Lebensraum für Fische, Amphibien, bachbegleitende Insekten, Schmetterlinge und andere Tiere bietet.

Sicherlich ist es nicht einfach in einem dicht bewohnten Stadtteil einem Bach seine „natürliche“ Form zurückzugeben und auch die Hochwassergefahr nicht aus dem Auge zu verlieren. Aber unmöglich ist es nicht. Dies zeigt die Renaturierung des Klingenbaches in Breckenheim, die im August des letzten Jahres abgeschlossen wurde. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Nach anfänglicher Skepsis fand die Maßnahme eine breite Unterstützung und ist ein zusätzlicher Gewinn an Lebensqualität für die Breckenheimer. Übrigens wurden 85 % der Kosten vom Land Hessen übernommen. Auch für den Lindenbach könnte die Stadt Wiesbaden auf Fördermittel zurückgreifen.

Wir möchten, dass der Lindenbach wieder eine Lebensader wird.

Die Machbarkeitsstudie sollte zu einem Abschluss gebracht und die daraus resultierenden Maßnahmen vor Ort und vor allem mit den direkt betroffenen Lindenbach-Anliegern besprochen und geplant werden.

Nicht ganz einfach wird eine Lösung für den Verlauf des Baches unter der Christian-Bücher-Straße und der Loos-Anlage sein. In unserer Nachbargemeinde Walluf, wo ganz ähnliche Gegebenheiten anzutreffen sind, kann man sehen, wie eine Lösung für den Wallufbach, die Straße und die Grünanlage gefunden und sehr attraktiv gestaltet wurde.

Dass all diese Maßnahmen nicht von heute auf morgen geschehen, versteht sich von selbst, aber sie sollten in Angriff genommen werden.

Claudia Wagner

 


Neue Spielplatz-Broschüre

Die neue Spielplatz-Broschüre führt für Schierstein insgesamt sieben Spielplätze auf - einer davon ist mit einem Stern als "besonders schön" gekennzeichnet: der Spielplatz Elbestraße.

Die Stadt verspricht, bei der Neugestaltung von Spielplätzen in Zukunft auch Kinderwünsche zu berücksichtigen.

Hört sich so an, als könnten unsere kleinen "Bürger*innen" sich dann aktiv einbringen...

Zur Spielplatzbroschüre geht es hier:


Zukunft Schierstein plädiert für Info-Livestream aus dem Ortsbeirat

Coronabedingt fällt erneut eine Ortsbeiratssitzung in Schierstein aus. Diesmal ist der Termin am 27. Januar 2021 betroffen. Alternative könnte ein Online-Angebot sein. Eine offizielle Videositzung mit Beschlüssen scheint nach den Vorgaben des Landes Hessen zwar nicht erlaubt zu sein. Doch nichts spräche gegen einen Livestream, bei dem der Ortsvorsteher den Ortsbeirat und interessierte Bürger*innen über die neuesten Entwicklungen informiert und sich dazu austauscht – ohne Beschlüsse zu fassen.

Der Oberbürgermeister macht es ja schon länger vor und bietet Online-Sprechstunden an. Diese Sprechstunden sind sogar noch nach ihrem Ende im Netz abrufbar: https://www.wiesbaden.de/rathaus/stadtpolitik/oberbuergermeister/buergersprechstunde.php

Genau in diesem Rahmen darf und kann sicher auch ein Ortsvorsteher bzw. ein Ortsbeirat informieren.

Die Mitglieder des Schiersteiner Ortsbeirats treffen sich zwar am 27. Januar zu einer „informellen“ Online-Sitzung zwecks Informationsaustauschs und ohne Beschlüsse oder Teilnahmepflicht. Für die Bürger*innen  gibt es aber keinen Zugang.

Auf Anfrage bei Ortsvorsteher Urban Egert teilte dieser bereits vergangene Woche mit, dass der Ortsbeirat noch keine Lizenzversion für eine Online-Sitzung habe, die eine “virtuelle” Teilnahme der Bürger*innen ermöglichen würde. Die Lizenz sei aber beantragt.

Zukunft Schierstein hofft, dass diese Lizenz dann bald da ist. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass in etwas mehr als einem Monat, am 3. März, auch die nächste geplante Ortsbeiratssitzung entfällt oder wieder nur eine Handvoll Gäste im Dotzheimer Bürgerhaus erlaubt sein werden, ist groß. Schade wär’s, denn gerade das ist auch die letzte Sitzung des amtierenden Ortsbeirats vor der Ortsbeiratswahl am 14. März.

Auch wenn dann (online) wieder keine Beschlüsse getroffen werden können, so steht doch in Schierstein genug Interessantes auf der Agenda, wozu die Menschen vor Ort auf Infos hoffen – unter anderem:

  • Wie geht es weiter mit unseren Schulen, gibt es schon erste Erkenntnisse zum Verbleib von Hafenschule und Erich Kästner-Schule an ihren Standorten?
  • Vor vier Monaten wurde der Bebauungsplan Osthafen beschlossen. Hat bereits ein Investor einen Bauantrag gestellt? Gibt es inzwischen Interessenten für die Grundstücke am östlichen Ende des Areals?
  • Bereits Ende 2019 wurde über die Entwicklung des Grundstücks an der Freudenbergstraße hinter dem Bahnübergang diskutiert. Anwohner berichteten, dass es Gerüchte über den Verkauf des Grundstücks der Firma Georg Luh und der Pferdewiese daneben gebe. Gibt es hierzu Neuigkeiten?


Wie wird der Ortsbeirat gewählt? Testlauf mit dem interaktiven Probestimmzettel!

Der Musterstimmzettel für die Ortsbeiratswahl Schierstein ist online und abrufbar auf der Homepage der Stadt Wiesbaden.

Wer schon mal zur Probe abstimmen und ausprobieren will, wie “panaschieren” und “kumulieren” für den Schiersteiner Ortsbeirat funktioniert, kann das auf dem interaktiven Probestimmzettel tun:

https://wahlergebnisse.wiesbaden.de/a-web/_wahl/kw_probestimmzettel/27/index.html

Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch und bestimmen sie am 14. März 2021 – oder vorher per Briefwahl – mit, wer Ihre Interessen im Schiersteiner Ortsbeirat vertritt.

Das Recht, die Mitglieder des Ortsbeirats Schierstein zu wählen, haben alle Schiersteiner*innen, die

  • Bürger*innen der Europäischen Union sind,
  • am Wahltag ihr 18. Lebensjahr vollendet haben und
  • mindestens drei Monate im Ortsbezirk Schierstein wohnhaft sind.

Hier klicken, um ihn anzusehen, den

Stimmzettel Schierstein


Zehn Eckpunkte zur Kommunalwahl 2021 für den Ortsbeirat Schierstein

Unter Beachtung der folgenden zehn Eckpunkte möchte die Initiative Zukunft Schierstein sich – ab April 2021 auch direkt im Ortsbeirat – weiterhin in engem Austausch mit den Schiersteiner*innen für unseren Ort einsetzen.

Unsere zehn Eckpunkte für die Arbeit im Ortsbeirat: 

  1. Bürgerbeteiligung

Die Kommunikation mit den Bürger*innen vor Ort ist gerade für die Planung und Umsetzung von Großprojekten enorm wichtig. Umwälzungen im Ortskern oder gravierenden Eingriffen in das Ortsbild muss die Akzeptanz der Menschen in Schierstein vorausgehen. Wir wollen regelmäßig – mindestens halbjährlich – Bürgerversammlungen abhalten bzw. im Ortsbeirat mitorganisieren. Thematisch offen oder zu bestimmten Themenkomplexen können wir so, nach Möglichkeit unterstützt durch Fachleute, gemeinsam an komplexen Fragestellungen und Forderungen für Schierstein arbeiten. Der Kontakt zu Bürgerinitiativen und speziell betroffenen Personengruppen (z.B. Gastronom*innen, Einzelhändler*innen, Schulgemeinschaften, Vereinen) ist uns wichtig.

Zusammen geht mehr – auch das ist eine Form der Bürgerbeteiligung: Unsere Lichterdemo im September 2020

 

  1. Transparent handeln

Sofern wichtige Entscheidungen anstehen, werden wir diese und unsere Haltung dazu bereits im Vorfeld transparent machen, um eine offene Diskussion mit und unter den Menschen in Schierstein zu ermöglichen.

 

  1. Umweltschutz, Klimaschutz und Klimaanpassung

Schierstein ist ein intensives innerstädtisches Überwärmungsgebiet mit eingeschränktem Luftaustausch, also ein Hotspot des Klimawandels in Wiesbaden. Flächenversiegelung (Bebauung), die zusätzlich zur Hitzebildung beiträgt, wollen wir konsequent stoppen. Entsiegelungen/Begrünungen – wo immer möglich – müssen Priorität vor jeglicher zusätzlichen Bebauung haben. Freiflächen sollen nicht länger als „Baulücken“, sondern als wertvolle bewahrenswerte Freiräume im sowieso schon stark verdichteten und versiegelten Ortskern begriffen werden.

Wir setzen uns für eine Renaturierung des Lindenbachs ein und fordern eine Durchgrünung des gesamten Ortskerns. Dazu gehört zum Beispiel zumindest eine Randbegrünung des Hans-Römer-Platzes sowie die Aufwertung und Pflege der bestehenden Grünflächen (z.B. Bremser- und Söhnlein-Anlage) mit hitzebeständigen und insektenfreundlichen Blühpflanzen.

Ein unterschätztes Kleinod: Die Karl-Heinz-Bremser-Anlage dient vielen nur als schnelle Wegeverbindung

 

  1. Hafenschule und Erich Kästner-Schule an ihren Standorten erhalten

Wir halten die Erweiterung und Sanierung von Erich Kästner-Schule und Hafenschule an ihren derzeitigen Standorten für die beste, umweltverträglichste und vermutlich schnellste Lösung. Die bisherigen Zusammenlegungs- und Verlegungsvorschläge haben sich bereits als nicht tragfähig erwiesen und den Prozess unnötig und auf Kosten der Schulgemeinschaften – aber auch der Steuerzahler*innen – in die Länge gezogen. Die kompletten bestehenden Flächen aller Schulen in Schierstein – auch der Joseph-von-Eichendorff-Schule – müssen für Bildung erhalten bleiben.

 

  1. Osthafen

Bereits seit 2018 setzen wir uns aktiv und vielfach wahrnehmbar für den Erhalt der Freiflächen am Osthafen und eine Aufwertung als grüne Freizeitflächen ein. Anders als unsere Initiative standen die Ortsbeiratsfraktionen den Plänen zur Bebauung des Osthafens bis kurz vor der endgültigen Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung weitestgehend unkritisch gegenüber und fanden sie lange Zeit sogar „gut“. Erst nach unserer intensiven Aufklärungsarbeit wurden die verschiedenen negativen Auswirkungen der geplanten Bebauung im Ortsbeirat thematisiert. Unsere Intervention hat vermutlich überhaupt erst den Weg frei gemacht für den Sinneswandel im Ortsbeirat, der dort schließlich die Ablehnung der Pläne zur Folge hatte und dazu führte, dass wir Schiersteiner*innen zumindest noch mit einigen Stellschrauben Einfluss auf den im September 2020 beschlossenen Bebauungsplan zum Osthafen nehmen können. Wir werden unsere unermüdliche Arbeit mit Blick auf den Osthafen fortsetzen und die weitere Entwicklung genau im Blick behalten. Es gilt nun, das Beste daraus zu machen – im Sinne des Klimaschutzes, einer verkehrlichen Entlastung und eines höheren Freizeitwerts am Osthafen.

Osthafen: Freiflächen – soweit jetzt noch möglich – erhalten und durch Entsiegelung und Begrünung aufwerten – statt maximaler Bebauung

 

  1. Weniger Verkehr

Wiesbaden und besonders Schierstein leiden am Verkehr. Dauerstau, Durchgangsverkehr und Parksuchverkehr belasten alle Schiersteiner*innen. Die Forderung nach einem Verkehrskonzept für Schierstein besteht seit mehr als zehn Jahren. Die Ausarbeitung lässt jedoch auf sich warten. Wir wollen uns – auch mit der Erarbeitung eines „Masterplans lebenswertes Schierstein“– für ein nachhaltiges, menschen- und umweltgerechtes Verkehrskonzept in unserem Ortsteil einsetzen.

(Nicht nur) bei schönem Wetter ist hier und an vielen anderen Stellen im Schiersteiner Tiefgebiet alles zugeparkt.

 

  1. Müllvermeidung und attraktives Ortsbild

Müll ist kein schöner Anblick, er hat aber vor allem auch auf unsere Umwelt ganz konkreten, negativen Einfluss. Unsere besondere Verantwortung gilt auch dem Hafenbecken und seinem direkten Anschluss an den Rhein. Der Müll, der in Schierstein überall am Ufer liegt oder im Wasser schwimmt, wird zum Teil mit der Rheinströmung in die Nordsee getragen. So beginnt die Vermüllung der Meere auch im schönen Schierstein. Es ist dringend notwendig, dass mehr öffentlich nutzbare Abfallbehälter im gesamten Ort aufgestellt und häufiger geleert werden.

Einzige nachhaltige Lösung ist aber die Müllvermeidung und die Sensibilisierung der Hafenbesucher*innen. Dies ließe sich mit einer konsequenten Reduzierung der Einweg-Kaffeebecher, -Eisbecher etc. realisieren. Können wir unsere Schiersteiner Bäckereien, Gastronom*innen und die Schausteller*innen des Hafenfestes überzeugen, auf Mehrweg-Artikel umzustellen? Kann die Stadt Wiesbaden hierfür ökonomische Anreize schaffen?

Müllsammlung beim Rhine-Clean-Up: Leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein – Müllvermeidungs-Konzepte sind gefragt.

 

  1. Barrierefreiheit

Selbst neue Projekte (z.B. Sommergastronomie „RheinLounge“) werden von den städtischen Gesellschaften nicht barrierefrei geplant. Bei der anstehenden weiteren Bebauung des Osthafens müssen kurze barrierefreie Wegeverbindungen unbedingt von Beginn an umgesetzt sein. Abgesehen von neuen Baumaßnahmen müssen wir auch im Bestand ein deutlich besseres Gespür für Barrierefreiheit entwickeln: Massive Unebenheiten auf den Spazier- und Gehwegen und zugeparkte Fußwege sind für mobil eingeschränkte Menschen nicht nur ein Ärgernis, sondern ein Hindernis.

Barrierefreiheit von Anfang an mitdenken und umsetzen – nicht nur in der von der Stadtentwicklungsgesellschaft geplanten Sommergastronomie.

 

  1.  Nachhaltigkeit

Wir setzen uns für echte nachhaltige Stadtentwicklung ein. Schulgebäude, die nur auf wenige Jahrzehnte ausgelegt sind, Bürogebäude, für die gar kein echter Bedarf besteht, neue Wohnbebauung ohne gleichzeitige Schaffung von besserer Infrastruktur können wir uns nicht mehr leisten. In derartigen Bauprojekten werden Steuergelder verschwendet, die sinnvoller und gezielter eingesetzt werden müssten. Wir wollen Konzepte, die auf Dauer Lebensqualität für Bürger*innen ermöglichen und die die Bedrohungen des Klimawandels nicht noch zusätzlich verschärfen.

 

  1. Toleranz und Respekt

Wir lehnen jede Form von Diskriminierung, Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt ab.

Schiersteiner*innen sind für uns alle, die sich hier zu Hause fühlen und ihren Nachbar*innen mit Toleranz und Respekt begegnen, egal, ob sie in vierter Generation, seit 50 Jahren oder seit sechs Monaten hier leben.

Ausgrenzung beginnt im Kleinen – doch ihre Auswirkung kann monströs sein

 

Unsere bisherigen Aktivitäten zu den Schwerpunktthemen Osthafen, Schulneubauten, Verkehr und Klima waren unter anderem:

  • die erfolgreiche Beantragung einer offiziellen Bürgerbeteiligung bei der Stadt Wiesbaden mit dem Titel „Masterplan lebenswertes Schierstein“
  • die vertiefte und kritische Auseinandersetzung mit allen bisherigen Bauplänen bzw. Machbarkeitsstudien
  • die Information der Schiersteiner*innen mit allen wesentlichen Fakten auf unserer Homepage, in mehreren Infoflyern und auf zwei Infoveranstaltungen
  • die Petition gegen den Bebauungsplan Osthafen
  • Lichter-Demonstrationen im September 2020 am Schiersteiner Osthafen

Wir drängen seit Jahren darauf, vor allem die Großprojekte Schulerweiterungen und Osthafen mit ihren Auswirkungen auf ganz Schierstein zu sehen und auch in ihren Wechselwirkungen vor allem mit den Themen Klimaentwicklung und Verkehrsbelastung zu beurteilen.

Auf diesen ganzheitlichen Ansatz zielt auch unsere Idee für einen „Masterplan lebenswertes Schierstein“, die wir bereits seit 2018 konsequent verfolgen.

Wir haben uns mit Briefen und in Gesprächen mit den verantwortlichen Politiker*innen jetzt schon kontinuierlich in das politische Gespräch eingebracht. Und wir haben uns dafür eingesetzt, dass die Einwände der Menschen vor Ort – auch auf Stadtebene – gehört werden.

Petitionsübergabe an Oberbürgermeister Mende und Stadtrat Keßler zum Bebauungsplan Osthafen. Foto: Hugo Dönges

Als unabhängige Wählergruppe wollen wir dies weiterhin so tun. Wir können wie bisher jederzeit klar unsere Meinung sagen zu Maßnahmen, die im Wiesbadener Rathaus oder bei den städtischen Gesellschaften ersonnen werden, aber für unseren Ortsteil von Nachteil sind – wie zum Beispiel die Osthafenbebauung. Wir müssen keine Rücksicht nehmen auf Parteikolleg*innen in den Dezernaten und der Stadtverordnetenversammlung oder auf die eigene Karriereleiter in einer Partei, sondern können uns frei und unabhängig von den etablierten Parteien für die besten Lösungen hier vor Ort einsetzen.


Petitionsübergabe zum Osthafen am 2. Dezember 2020

Bereit zur Übergabe: Am 2. Dezember empfängt der Oberbürgermeister zwei Vertreter von Zukunft Schierstein.

Zur Übergabe der Petition gegen den Bebauungsplan Schiersteiner Osthafen lädt Oberbürgermeister Mende am 2. Dezember 2020 ein. Die Teilnahme am Termin ist auf zwei Personen beschränkt. Die Initiative "Zukunft Schierstein" wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass in einer Bürgerbeteiligung für Schierstein alle noch möglichen Gestaltungsspielräume am Osthafen ausgeschöpft werden. Die Initiative will außerdem die künftigen Prozesse aktiv und direkt im Ortsbeirat Schierstein mitgestalten. Zukunft Schierstein tritt darum mit einer eigenen Liste zur Ortsbeiratswahl am 14. März 2021 an.

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Zwei Jahre Bürgerbeteiligung Masterplan Schierstein – Ortsbeirat fragt nach Sachstand

Die Idee einer Bürgerbeteiligung zu einem Masterplan für Schierstein nahm bei einem "VorOrt"-Besuch des damaligen Oberbürgermeisters Sven Gerich an Halloween auf dem Hans-Römer-Platz Fahrt auf.

Zwei Jahre ist es schon her, dass Schiersteiner Bürgerinnen und Bürger bei der Stadt Wiesbaden am 2. November 2018 eine Bürgerbeteiligung für ihren Ortsteil beantragt haben. Die Bürgerbeteiligung mit dem Namen "Masterplan Schierstein" ist im Stadtparlament seit 2019 beschlossene Sache, nur durchgeführt wird sie bislang nicht. Darum will der Ortsbeirat jetzt vom Magistrat über den Stand der Bürgerbeteiligung informiert werden.

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