Freizeitgelände zwischen Hafen und Rhein

Im Zuge des Neubaus der Schiersteiner Brücke soll sich auch das direkte Umfeld der Schiersteiner Brücke verändern. Pläne für einen Großparkplatz hat Umwelt- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol bereits vorgestellt. Weniger Beachtung fand dabei bisher Kowols Aufforderung, sich in die Planungen für das freiwerdende Grundstück zwischen Raiffeisen-Silo und Brücke einzubringen. Auf den ersten Blick erscheint das nicht unbedingt als das attraktivste Grundstück im Hafenumfeld. Aber es ist nunmal das einzige, auf dem wir offenbar noch frei über die Nutzung entscheiden können und das zumindest eine beachtliche Größe hat, um hier eine größere zusammenhängende Fläche zu entwickeln.

Claudia Wagner hat sich hierzu einige Gedanken gemacht, die wir gerne mit den Menschen in Schierstein diskutieren möchten:

Jugendliche und junge Erwachsene treffen sich gerne im öffentlichen Raum. Dies zeigte u.a. die Wiesbadener Jugendbefragung 2017. In Schierstein sind die Möglichkeiten für solche Treffen sehr beschränkt. Der zwar mit viel Elan und Engagement gestaltete Jugendplatz an der Saarbrücker Allee sollte nicht alles sein, was wir für unsere Jugendlichen „übrig“ haben. Auf Spielplätzen sind sie nicht erwünscht und die wenigen kleinen Parkanlagen bieten ihnen nichts außer Sitzbänke.

Die freiwerdende Fläche zwischen dem Futtersilo von Agravis und der Schiersteiner Brücke böte ausreichend Platz, eine attraktive Freifläche für Jugendliche und junge Erwachsene direkt zwischen Hafen und Rhein zu gestalten. Möglich wären Aufschüttungen mit Sand, wo z.B. ein Beachvolleyballfeld entstehen könnte. Auch Basketballkörbe mit entsprechendem Platz sind denkbar. Der Platz ist ortsnah, gut zu erreichen und gelegentlicher Lärm würde niemanden stören.

Möglicherweise könnten die Schiersteiner Sportvereine ab und zu hier passende Veranstaltungen anbieten und wenn an den Wochenenden im Sommer ein Getränkeverkauf stattfinden könnte, ein paar trendige Sitzliegen (siehe Rheinufer Eltville) und zum Beispiel in untermittelbarer Nähe auf dem Großparkplatz unter der Brücke eine Toilettenanlage vorhanden wären, könnte dieser Platz zu einer runden Sache werden – auch über alle Generationen hinweg.

Denkbar wäre auch, einen Teil der Fläche unter der Schiersteiner Brücke in das Konzept zu integrieren und hier überdachte Freizeitmöglichkeiten zu schaffen.

Nicht vergessen sollten wir gerade an dieser Stelle direkt neben der Autobahnbrücke das Stadtklima: Eine Idee könnte die Begrünung der Fassade des Agravis-Gebäudes sein. Eine verbesserte Luftqualität und Abkühlung an heißen Sommertagen wären die Investition wert.

Claudia Wagner, Initiative Zukunft Schierstein

Ausschnitt aus dem Strukturkonzept Mainz-Wiesbaden, abrufbar unter: https://www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/planen/stadtentwicklung/regionale-projekte/rheinuferentwicklungskonzept.php

Der Westhafen wird vorrangig von den Vereinen genutzt, die Hafenpromenade steht zum „Flanieren“ und für gastronomische Angebote zur Verfügung, am Osthafen dominiert künftig die Büronutzung und die Bismarksaue wird seit Jahren als Biotopfläche entwickelt, auf der zwar Spaziergänge aber möglichst kein Aufenthalt stattfinden soll.


Bürgervorschlag: Outdoor-Fitness-Park am Osthafen

Uns erreichte ein Bürgervorschlag zur Umgestaltung des 1.000 bis 2.000 qm großen Dreiecks aus Gras und Bäumen an der Spitze des Schiersteiner Osthafens ungefähr vor dem Raiffeisen-Silo.

Der Vorschlag ist so detailliert erläutert und mit einem Für und Wider versehen ist, dass wir ihn gerne hier mit Ihnen teilen und zur Diskussion stellen möchten.

Haben Sie Anregungen dazu oder eigene (auch andere) Ideen für diese (oder andere) Flächen und Projekte in Schierstein?
Dann schreiben Sie uns: info@zukunft-schierstein.de

Outdoor-Fitness-Park für jedermann

„Es sind verschiedenerlei Geräte aus Metall die zur Gesunderhaltung dienen und an Geräte aus dem Fitnessstudio erinnern. Dabei denke ich weniger an die klassischen Klimmzugstangen, sondern an frei gelagerte Geräte, die praktisch wie Kabelzugmaschinen, Stepper und Crosstrainer funktionieren. Diese wirken recht massiv und belastbar. Man könnte es quasi als Spielplatz für Erwachsene beschreiben.

Ein paar Impressionen, was ich meine, findet ihr hier:

https://doyouremember.com/105394/elderly-playgrounds-boost-activity

https://www.caloo.co.uk/product/community-gym-bundle/

https://www.globalmobilefamily.com/2011/10/adult-playground/

https://pin.it/3yTQoy2

Vorteile:

  • Ich denke, dass ein solcher kleiner Fitnesspark gut auf das Dreieck am Osthafen passen könnte. Man hätte beim Sporttreiben einen tollen Blick über den Hafen.
  • Es würde Schierstein als Jogging/Workout-Standort in Wiesbaden ausprägen (man sieht aktuell ja schon viele Menschen joggen, die könnten dort einen Zwischenstopp einlegen und ihre Kräftigungsübungen machen).
  • Da die Geräte recht einfach in der Handhabung sind und mit Eigengewicht arbeiten, sind diese für Hobbysportler und vor allem auch für Senioren, die sich fithalten möchten, gut geeignet.
  • Aber auch die einheimischen Sportvereine könnten die Station in ihrer Saisonvorbereitung (in der Rundenlaufen am Hafen zum Pflichtprogramm gehört) mit einbeziehen.
  • Ein öffentlich zugänglicher Fitness-/Gesundheitspark würde sozial Benachteiligten die Teilhabe bzw. den Zugang zu gesundheitserhaltenden Geräten ermöglichen. Eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio kann und will sich ja nicht jeder leisten.
  • Vielleicht gibt es auch Bundesprogramme oder Sponsoren die eine Umsetzung eines solchen Programmes fördern würden. Vielleicht spendet auch jede der Schiersteiner Firmen Geräte -> vor allem für die Schufa oder DOW, deren Mitarbeiter in ihrer Mittagspause dort ein kleines Workout machen könnten,  bevor es wieder an den Schreibtisch geht ;-).
  • Der Park könnte zudem sicherlich organisch in die Natur eingebunden werden. (Muss nicht so „steril“ und futuristisch sein, wie man es in manchen Internetfotos so sieht.)

Mögliche Bedenken:

  • Ich kann nicht genau beurteilen, wie wartungsintensiv diese Geräte sind. Sie wirken recht robust, ich weiß aber nicht wie „Vandalismus-resistent“ sie sind und ob vor allem die beweglichen Geräte nicht regelmäßig gewartet werden müssen.
  • Vor allem die „aufwendigeren“, freischwingenden Geräte werden sicherlich etwas kostenintensiver sein. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass so ein Projekt gefördert werden könnte (s.o.)
  • Zudem höre ich schon die Kommentare „ein Spielplatz für Senioren wird für X€ gebaut und der für die Kinder vergammelt“. Hier wäre es sicherlich ratsam, wenn eine Neugestaltung des Hafenspielplatzes im zeitlichen Zusammenhang auch stattfindet. ;-)

Vielleicht gefällt euch ja die Idee so gut wie mir und ihr könnt was mit meinen Ausführungen anfangen :-).“


Veränderungen am Rheinufer - Entwurf für Bismarksaue

Am Donnerstag Nachmittag, 18. März 2021, hat das Umweltamt zusammen mit Stadtrat Andreas Kowol einen Entwurf für Veränderungen auf der Bismarksaue vorgestellt. Während eines Rundgangs erläuterten Vertreter des Umweltamtes, darunter auch Amtsleiter Dr. Klaus Friedrich, einigen Ortsbeiratsmitgliedern und uns „Neuen“ von Zukunft Schierstein ihre Vorstellungen für die Bismarksaue.

Eine Plandarstellung hierzu, die uns als Plakat gezeigt wurde, soll zeitnah veröffentlicht werden. So zumindest der einhellige Wunsch der anwesenden Schiersteiner*innen bzw. Ortsbeiratsmitglieder. Die Pläne könnten so gemeinsame Diskussionsgrundlage für die Weiterentwicklung des Rheinufers – und hier speziell der Bismarksaue – sein. Vielleicht könnten damit auch schon gezieltere Vorschläge der Bürger*innen im Rahmen der aktuell nur noch bis zum 18. April laufenden Bürgerbeteiligung zur Rheinufergestaltung mit einfließen. Das ist natürlich nur dann möglich, wenn auch alle die Pläne zum – vom Umweltamt so genannten – „Masterplan Bismarksaue“ schnellstmöglich kennen.

Bis dahin wollen wir hier schon über ein paar Punkte aus dem Rundgang mit dem Umweltamt informieren.

Damit kein Missverständnis entsteht: Die Pläne des Umweltamtes sind in der Entwurfsphase, können sich also noch verändern!

Quelle: Google Maps - Bearbeitung: Zukunft Schierstein

 

Gestaltungsfreiheit besteht vor allem noch für

  • das ca. 1.000 bis 2.000 qm große Dreieck aus Gras und Bäumen an der Spitze des Schiersteiner Osthafens ungefähr vor dem Raiffeisen-Silo. Dieses Grundstück könnte auch für Freizeitnutzung herhalten.

    Quelle: Google Maps
  • Außerdem ist noch ein Grundstück frei gestaltbar, das zwischen Autobahnbrücke und Silo am Rheinufer liegt (wir berichteten).

 

Für den „Eingang“ zur Bismarksaue wünscht sich das Umweltamt eine Schranke, damit der Hafenweg ab dort wirklich nur noch von Anliegern (Wasser- und Schifffahrtsamt, DLRG, Angelsportverein und natürlich Feuerwehr und Rettungsdienste) befahren werden kann.

Das ehemalige CEMEX-Betonmisch-Gelände westlich neben dem Raiffeisen-Gebäude, das derzeit noch als Lagerfläche für den Brückenneubau genutzt wird, soll sehr wahrscheinlich an das Wasser- und Schifffahrtsamt gehen, das dort Schiffsanleger einrichten könnte (wir berichteten).

Im Gegenzug könnte der Stadt das Gelände des ehemaligen Tankdienstes Rein im Westen der Bismarksaue übertragen werden. Es ist aktuell noch im Eigentum des Wasser- und Schifffahrtsamts. Das Grundstück wäre aber frühestens 2025 nutzbar, da es kontaminiert ist durch einen Mineralölschaden, der sich über die Jahre auf natürliche Weise abbauen soll. So lange soll die Oberflächenversiegelung erhalten bleiben. (Siehe hierzu auch einen ausführlichen Bericht auf Schierstein 24). Gegen den Rückbau der Betonaufbauten auf dem Grundstück spreche aber nichts.

 

Ein weiteres Grundstück, für das Handlungsbedarf besteht, ist das Gelände neben dem Angelverein am Nordufer der Bismarksaue. Hier hat das Umweltamt Rodungen und Rückschnitte vornehmen lassen, die notwendig gewesen seien, um zum Beispiel Nistplätze für Buschbrüter zu schaffen, also für Vögel, die nicht auf Bäumen, sondern in Büschen ihre Nester bauen.

 

Das Umweltamt will auch hier – wie auf der gesamten Bismarksaue – keine Freizeitnutzung oder Aufenthaltsmöglichkeiten. Trotzdem sind Gestaltungsideen gefragt.

Die Bismarcksaue soll also vorrangig zum Spaziergang, aber nicht zum „Verweilen“ einladen.

Der bestehende Asphaltweg (Hafenweg) am Rheinufer im Südwesten der Bismarksaue soll entsiegelt und zum „Leinpfad“ für Fußgänger umgewandelt werden.

Quelle: Google Maps

Der jetzige bessere „Trampelpfad“ unmittelbar hinter dem Wasser- und Schiffahrtsamt und dem Angelverein soll ausgebaut und befestigt werden, sodass er mit PKW und Rettungswagen befahren werden kann. Auch Radfahrer sollen zukünftig nur noch diesen Weg nutzen und nicht mehr unten am Rhein entlangfahren dürfen.

Wir würden uns sehr über Rückmeldungen/Ideen hierzu freuen!
Gerne per Mail an: info@zukunft-schierstein.de


Kompensation für Bürobauten am Osthafen – Park & Ride unter der Schiersteiner Brücke

Anfang März hat Andreas Kowol, Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr, sowohl im Schiersteiner Ortsbeirat als auch in einer Online-Sitzung über die Pläne für das Osthafen-Umfeld und einen Park & Ride-Parkplatz unter der Schiersteiner Brücke informiert.

Am Osthafen sei eine sehr dichte Bebauung geplant, sagte Kowol. „Man muss nicht alles machen, was baulich geht, aber die Verdichtung, die jetzt nicht auszuschließen ist, muss ausgeglichen werden an vielen anderen Stellen.“

Doch keine Freizeitnutzung für CEMEX-Gelände

Genaue Pläne dazu, wie das im direkten Umfeld des Osthafens geschehen könnte, stellte Kowol noch nicht vor. Er schränkte allerdings ein, dass eine Renaturierung des ehemaligen CEMEX-Betonmisch-Geländes neben dem Raiffeisen-Gebäude ausgeschlossen sei. Dieses Gelände war in der Diskussion um die Osthafenbebauung häufig als „grüne Ausgleichsfläche“ genannt worden. Aber daraus wird wohl nichts: „Wir mussten feststellen, dass sich die Verträge mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt nicht nur auf das jetzige Betriebsgelände auf der Bismarksaue beschränken“, sagte Kowol. Dem Amt stehe auch die Nutzung des Geländes auf der Westseite des Raiffeisengebäudes (ehemals CEMEX) zu. Was genau das Wasser- und Schifffahrtsamt hier plane, konnte Kowol nicht sagen. Er habe auch davon gehört, dass Schiffsanleger eine Option seien.

Derzeit wird das ehemalige CEMEX-Gelände noch als Lagerfläche für den Neubau der Schiersteiner Brücke genutzt. Doch mit der Fertigstellung der Brücke ist auch eine Umnutzung – dann wohl durch das Wasser- und Schifffahrtsamt – möglich.

Bild: Auf dem ehemaligen CEMEX-Gelände lagert aktuell Material für den Neubau der Schiersteiner Brücke. Eine Renaturierung des Geländes wird es voraussichtlich auch nach Abschluss der Brückenbauarbeiten nicht geben. 

Ideen für Grundstücksstreifen zwischen Silo und Autobahn gefragt

Doch ein anderes Grundstück stehe noch zur Verfügung: Kowol forderte die Schiersteiner*innen ausdrücklich auf, Ideen für den Streifen zwischen dem Raiffeisen-Silo und der Autobahnbrücke zu entwickeln. Hier könnten sich Ortsbeirat und Bürger*innen mit Gestaltungsideen einbringen.

Bild: Über die Nutzung des Streifens zwischen Silo und Autobahn sollen sich die Schiersteiner*innen Gedanken machen. 

Bis zu 450 Stellplätze unter der Brücke

Eigene detaillierte Ideen hat das Dezernat von Stadtrat Kowol zu einem Park & Ride-Parkplatz unter der Schiersteiner Brücke vorgelegt. Hier will das Verkehrsdezernat unter der gesamten Länge der Brücke 400 bis 450 Stellplätze schaffen. Noch könne der Schiersteiner Ortsbeirat Ideen dazu einbringen und über das Bewirtschaftungskonzept mitentscheiden, aber spätestens in diesem Sommer sollen die Pläne für den Parkplatz stehen, damit sie gleich mit dem Rückbau der Baustelle unter der Brücke umgesetzt werden können.

Zufahrt über den Hafenweg?

Irritationen gab es in der Online-Konferenz über die geplante Zufahrt zu diesem Großparkplatz. In der Ortsbeiratssitzung am 5. März hatte Kowol hierfür noch die Rheingaustraße direkt unter der Brücke genannt. In der Online-Sitzung am 7. März sprach er dann davon, dass die Zufahrt über den Hafenweg westlich der Brücke erfolgen solle. Die Skizze, die Kowol in der Ortsbeiratssitzung und zwei Tage später auch in der Online-Sitzung zeigte, lässt beide Varianten zu (siehe gelbe Markierungen): Einmal die direkte Zufahrt über die Rheingaustraße und die Zufahrt über den Hafenweg in einen Kreisel und von dort wahlweise auf den nördlichen oder südlichen Teil des Parkplatzes.

Bildquelle: Stadt Wiesbaden - Beschriftung "Rheingaustraße", "Hafenweg" und "Rad- und Fußweg" ergänzt durch "Zukunft Schierstein".

Sollte die Zu- und Abfahrt über den Hafenweg erfolgen, dürfte hier mit einem erheblichen zusätzlichen Verkehrsaufkommen zu rechnen sein, das gerade an Wochenenden (jetzt schon) zu gefährlichen Situationen zwischen Autofahrern, Fußgängern und Radfahrern führt.

Ähnlich schwierig oder sogar gefährlich dürfte sich die Situation am Hafenweg gestalten, wenn dort – wie von Ortsvorsteher Urban Egert in der Ortsbeiratssitzung ins Gespräch gebracht – noch zusätzliche Stellflächen geschaffen werden bzw. beibehalten bleiben, die dann weiterhin Park- und Parksuchverkehr an die Hafenpromenade ziehen.

Bild: Der Hafenweg wird jetzt schon als Parkfläche genutzt. Das führt gerade an Wochenenden zu Konflikten mit Fußgängern und Radfahrern.

Parkplatz für Flohmärkte und Festivals nutzbar

Die Großraum-Park & Ride-Anlage soll nach den Vorstellungen des Dezernats zweigeteilt werden, sodass ein Teil des Parkplatzes auch für Flohmärkte oder Festivals genutzt werden könne. Die Trennung der Parkanlage ist dort vorgesehen, wo ein Streifen für Radfahrer und Fußgänger ihn durchquert.

Pendler aus Rheinland-Pfalz abfangen

Der Parkplatz unter der Brücke soll vor allem auch Pendler aus Rheinland-Pfalz aus der Stadt heraushalten. Über die Autobahnabfahrt Äppelallee und nach drei Ampelanlagen könnten diese die Park & Ride-Anlage anfahren.

Um ausreichend attraktiv für Pendler zu sein, könnte eine Schnellbuslinie von der Park & Ride-Anlage direkt in die Wiesbadener Innenstadt eingerichtet werden.

Bilder: Nach der Autobahnabfahrt Äppelalle müssen Pendler aus Rheinland-Pfalz drei Ampelanlagen passieren, um die geplante Park & Ride-Anlage zu erreichen.

Parkplätze für neue Bürostadt am Osthafen

Ob für Pendler überhaupt noch ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen, wenn erst einmal alle Bürobauten am Schiersteiner Osthafen fertiggestellt sind, wurde in beiden Sitzungen nicht thematisiert. Eine Bruttogeschossfläche von 16.000 qm kann nach den Plänen des Stadtplanungsamtes am Schiersteiner Osthafen für Büros und Gewerbe entstehen. Hierfür müssen ca. 300 bis 400 Stellplätze eingeplant werden, wobei vermutlich mit doppelt so vielen Arbeitsplätzen zu rechnen ist. Einen Großteil der Plätze unter der Brücke dürften dann an Werktagen die neuen Mitarbeiter*innen in der Bürostadt am Osthafen belegen – vor allem dann, wenn die Parkplätze unter der Brücke im Gegensatz zu den Tiefgaragenplätzen kostenfrei wären.

Bewohnerparken im Ortskern

Ausdrücklich angesprochen wurde hingegen, dass der Großparkplatz den Ortskern vor allen Dingen am Wochenende entlasten und für externe Hafenbesucher zur Verfügung stehen soll. Damit diese den Parkplatz annehmen, der gut zehn Gehminuten vom Weinstand auf dem Hans-Römer-Platz und 20 Minuten Gehweg vom Westhafen entfernt ist, schlug Kowol vor, im Ortskern Bewohnerparken einzurichten: „Wir wollen diejenigen, die von außen im Ortskern parken möchten, gar nicht mehr dort zulassen. Das ist aber eine Entscheidung des Ortsbeirats.“

Bislang hat der Schiersteiner Ortsbeirat eine Bewohnerparkregelung für den Ortskern immer abgelehnt. Zuletzt war dieses Thema bei einer Bürgerversammlung im Oktober 2018 ausführlich mit rund 100 Bürger*innen diskutiert worden.

Die damaligen Ausführungen der Verwaltung zum Thema hatten nahegelegt, dass für die Einführung des Bewohnerparkens die jetzigen Parkgelegenheiten umstrukturiert werden müssten. Das könnte dazu führen, dass im Ortskern am Ende weniger Parkraum für die Anwohner zur Verfügung steht: So müssten weiterhin Parkplätze für Besucher eingerichtet werden, die dann zwei Stunden mit Parkscheibe dort stehen könnten. Gleichzeitig könne so manche Parkmöglichkeit wegfallen, da im Anwohnerparkgebiet die Parkplätze eingezeichnet sein müssten.

Kowol relativierte nun diese Vorgaben: „Der halblegale Zustand, den wir jetzt haben, könnte weiter aufrechterhalten werden. Wir müssten gerade im Ortskern nicht jeden Platz markieren.“

 


Zehn Eckpunkte zur Kommunalwahl 2021 für den Ortsbeirat Schierstein

Unter Beachtung der folgenden zehn Eckpunkte möchte die Initiative Zukunft Schierstein sich – ab April 2021 auch direkt im Ortsbeirat – weiterhin in engem Austausch mit den Schiersteiner*innen für unseren Ort einsetzen.

Unsere zehn Eckpunkte für die Arbeit im Ortsbeirat: 

  1. Bürgerbeteiligung

Die Kommunikation mit den Bürger*innen vor Ort ist gerade für die Planung und Umsetzung von Großprojekten enorm wichtig. Umwälzungen im Ortskern oder gravierenden Eingriffen in das Ortsbild muss die Akzeptanz der Menschen in Schierstein vorausgehen. Wir wollen regelmäßig – mindestens halbjährlich – Bürgerversammlungen abhalten bzw. im Ortsbeirat mitorganisieren. Thematisch offen oder zu bestimmten Themenkomplexen können wir so, nach Möglichkeit unterstützt durch Fachleute, gemeinsam an komplexen Fragestellungen und Forderungen für Schierstein arbeiten. Der Kontakt zu Bürgerinitiativen und speziell betroffenen Personengruppen (z.B. Gastronom*innen, Einzelhändler*innen, Schulgemeinschaften, Vereinen) ist uns wichtig.

Zusammen geht mehr – auch das ist eine Form der Bürgerbeteiligung: Unsere Lichterdemo im September 2020

 

  1. Transparent handeln

Sofern wichtige Entscheidungen anstehen, werden wir diese und unsere Haltung dazu bereits im Vorfeld transparent machen, um eine offene Diskussion mit und unter den Menschen in Schierstein zu ermöglichen.

 

  1. Umweltschutz, Klimaschutz und Klimaanpassung

Schierstein ist ein intensives innerstädtisches Überwärmungsgebiet mit eingeschränktem Luftaustausch, also ein Hotspot des Klimawandels in Wiesbaden. Flächenversiegelung (Bebauung), die zusätzlich zur Hitzebildung beiträgt, wollen wir konsequent stoppen. Entsiegelungen/Begrünungen – wo immer möglich – müssen Priorität vor jeglicher zusätzlichen Bebauung haben. Freiflächen sollen nicht länger als „Baulücken“, sondern als wertvolle bewahrenswerte Freiräume im sowieso schon stark verdichteten und versiegelten Ortskern begriffen werden.

Wir setzen uns für eine Renaturierung des Lindenbachs ein und fordern eine Durchgrünung des gesamten Ortskerns. Dazu gehört zum Beispiel zumindest eine Randbegrünung des Hans-Römer-Platzes sowie die Aufwertung und Pflege der bestehenden Grünflächen (z.B. Bremser- und Söhnlein-Anlage) mit hitzebeständigen und insektenfreundlichen Blühpflanzen.

Ein unterschätztes Kleinod: Die Karl-Heinz-Bremser-Anlage dient vielen nur als schnelle Wegeverbindung

 

  1. Hafenschule und Erich Kästner-Schule an ihren Standorten erhalten

Wir halten die Erweiterung und Sanierung von Erich Kästner-Schule und Hafenschule an ihren derzeitigen Standorten für die beste, umweltverträglichste und vermutlich schnellste Lösung. Die bisherigen Zusammenlegungs- und Verlegungsvorschläge haben sich bereits als nicht tragfähig erwiesen und den Prozess unnötig und auf Kosten der Schulgemeinschaften – aber auch der Steuerzahler*innen – in die Länge gezogen. Die kompletten bestehenden Flächen aller Schulen in Schierstein – auch der Joseph-von-Eichendorff-Schule – müssen für Bildung erhalten bleiben.

 

  1. Osthafen

Bereits seit 2018 setzen wir uns aktiv und vielfach wahrnehmbar für den Erhalt der Freiflächen am Osthafen und eine Aufwertung als grüne Freizeitflächen ein. Anders als unsere Initiative standen die Ortsbeiratsfraktionen den Plänen zur Bebauung des Osthafens bis kurz vor der endgültigen Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung weitestgehend unkritisch gegenüber und fanden sie lange Zeit sogar „gut“. Erst nach unserer intensiven Aufklärungsarbeit wurden die verschiedenen negativen Auswirkungen der geplanten Bebauung im Ortsbeirat thematisiert. Unsere Intervention hat vermutlich überhaupt erst den Weg frei gemacht für den Sinneswandel im Ortsbeirat, der dort schließlich die Ablehnung der Pläne zur Folge hatte und dazu führte, dass wir Schiersteiner*innen zumindest noch mit einigen Stellschrauben Einfluss auf den im September 2020 beschlossenen Bebauungsplan zum Osthafen nehmen können. Wir werden unsere unermüdliche Arbeit mit Blick auf den Osthafen fortsetzen und die weitere Entwicklung genau im Blick behalten. Es gilt nun, das Beste daraus zu machen – im Sinne des Klimaschutzes, einer verkehrlichen Entlastung und eines höheren Freizeitwerts am Osthafen.

Osthafen: Freiflächen – soweit jetzt noch möglich – erhalten und durch Entsiegelung und Begrünung aufwerten – statt maximaler Bebauung

 

  1. Weniger Verkehr

Wiesbaden und besonders Schierstein leiden am Verkehr. Dauerstau, Durchgangsverkehr und Parksuchverkehr belasten alle Schiersteiner*innen. Die Forderung nach einem Verkehrskonzept für Schierstein besteht seit mehr als zehn Jahren. Die Ausarbeitung lässt jedoch auf sich warten. Wir wollen uns – auch mit der Erarbeitung eines „Masterplans lebenswertes Schierstein“– für ein nachhaltiges, menschen- und umweltgerechtes Verkehrskonzept in unserem Ortsteil einsetzen.

(Nicht nur) bei schönem Wetter ist hier und an vielen anderen Stellen im Schiersteiner Tiefgebiet alles zugeparkt.

 

  1. Müllvermeidung und attraktives Ortsbild

Müll ist kein schöner Anblick, er hat aber vor allem auch auf unsere Umwelt ganz konkreten, negativen Einfluss. Unsere besondere Verantwortung gilt auch dem Hafenbecken und seinem direkten Anschluss an den Rhein. Der Müll, der in Schierstein überall am Ufer liegt oder im Wasser schwimmt, wird zum Teil mit der Rheinströmung in die Nordsee getragen. So beginnt die Vermüllung der Meere auch im schönen Schierstein. Es ist dringend notwendig, dass mehr öffentlich nutzbare Abfallbehälter im gesamten Ort aufgestellt und häufiger geleert werden.

Einzige nachhaltige Lösung ist aber die Müllvermeidung und die Sensibilisierung der Hafenbesucher*innen. Dies ließe sich mit einer konsequenten Reduzierung der Einweg-Kaffeebecher, -Eisbecher etc. realisieren. Können wir unsere Schiersteiner Bäckereien, Gastronom*innen und die Schausteller*innen des Hafenfestes überzeugen, auf Mehrweg-Artikel umzustellen? Kann die Stadt Wiesbaden hierfür ökonomische Anreize schaffen?

Müllsammlung beim Rhine-Clean-Up: Leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein – Müllvermeidungs-Konzepte sind gefragt.

 

  1. Barrierefreiheit

Selbst neue Projekte (z.B. Sommergastronomie „RheinLounge“) werden von den städtischen Gesellschaften nicht barrierefrei geplant. Bei der anstehenden weiteren Bebauung des Osthafens müssen kurze barrierefreie Wegeverbindungen unbedingt von Beginn an umgesetzt sein. Abgesehen von neuen Baumaßnahmen müssen wir auch im Bestand ein deutlich besseres Gespür für Barrierefreiheit entwickeln: Massive Unebenheiten auf den Spazier- und Gehwegen und zugeparkte Fußwege sind für mobil eingeschränkte Menschen nicht nur ein Ärgernis, sondern ein Hindernis.

Barrierefreiheit von Anfang an mitdenken und umsetzen – nicht nur in der von der Stadtentwicklungsgesellschaft geplanten Sommergastronomie.

 

  1.  Nachhaltigkeit

Wir setzen uns für echte nachhaltige Stadtentwicklung ein. Schulgebäude, die nur auf wenige Jahrzehnte ausgelegt sind, Bürogebäude, für die gar kein echter Bedarf besteht, neue Wohnbebauung ohne gleichzeitige Schaffung von besserer Infrastruktur können wir uns nicht mehr leisten. In derartigen Bauprojekten werden Steuergelder verschwendet, die sinnvoller und gezielter eingesetzt werden müssten. Wir wollen Konzepte, die auf Dauer Lebensqualität für Bürger*innen ermöglichen und die die Bedrohungen des Klimawandels nicht noch zusätzlich verschärfen.

 

  1. Toleranz und Respekt

Wir lehnen jede Form von Diskriminierung, Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt ab.

Schiersteiner*innen sind für uns alle, die sich hier zu Hause fühlen und ihren Nachbar*innen mit Toleranz und Respekt begegnen, egal, ob sie in vierter Generation, seit 50 Jahren oder seit sechs Monaten hier leben.

Ausgrenzung beginnt im Kleinen – doch ihre Auswirkung kann monströs sein

 

Unsere bisherigen Aktivitäten zu den Schwerpunktthemen Osthafen, Schulneubauten, Verkehr und Klima waren unter anderem:

  • die erfolgreiche Beantragung einer offiziellen Bürgerbeteiligung bei der Stadt Wiesbaden mit dem Titel „Masterplan lebenswertes Schierstein“
  • die vertiefte und kritische Auseinandersetzung mit allen bisherigen Bauplänen bzw. Machbarkeitsstudien
  • die Information der Schiersteiner*innen mit allen wesentlichen Fakten auf unserer Homepage, in mehreren Infoflyern und auf zwei Infoveranstaltungen
  • die Petition gegen den Bebauungsplan Osthafen
  • Lichter-Demonstrationen im September 2020 am Schiersteiner Osthafen

Wir drängen seit Jahren darauf, vor allem die Großprojekte Schulerweiterungen und Osthafen mit ihren Auswirkungen auf ganz Schierstein zu sehen und auch in ihren Wechselwirkungen vor allem mit den Themen Klimaentwicklung und Verkehrsbelastung zu beurteilen.

Auf diesen ganzheitlichen Ansatz zielt auch unsere Idee für einen „Masterplan lebenswertes Schierstein“, die wir bereits seit 2018 konsequent verfolgen.

Wir haben uns mit Briefen und in Gesprächen mit den verantwortlichen Politiker*innen jetzt schon kontinuierlich in das politische Gespräch eingebracht. Und wir haben uns dafür eingesetzt, dass die Einwände der Menschen vor Ort – auch auf Stadtebene – gehört werden.

Petitionsübergabe an Oberbürgermeister Mende und Stadtrat Keßler zum Bebauungsplan Osthafen. Foto: Hugo Dönges

Als unabhängige Wählergruppe wollen wir dies weiterhin so tun. Wir können wie bisher jederzeit klar unsere Meinung sagen zu Maßnahmen, die im Wiesbadener Rathaus oder bei den städtischen Gesellschaften ersonnen werden, aber für unseren Ortsteil von Nachteil sind – wie zum Beispiel die Osthafenbebauung. Wir müssen keine Rücksicht nehmen auf Parteikolleg*innen in den Dezernaten und der Stadtverordnetenversammlung oder auf die eigene Karriereleiter in einer Partei, sondern können uns frei und unabhängig von den etablierten Parteien für die besten Lösungen hier vor Ort einsetzen.


Ein Schiersteiner Jahresrückblick

Ein Schiersteiner Jahresrückblick – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ergänzungsvorschläge oder Korrekturen sind sehr erwünscht.

Gerne per Mail an info@zukunft-schierstein.de

31. Dezember 2019/ 1. Januar 2020:


Der Jahreswechsel verläuft in Schierstein wie immer – unter anderem mit Raketen und viel Geböller am Hans-Römer-Platz. Noch ahnt niemand, was 2020 bringt und dass es ein Jahr später deutlich stiller zugehen wird. (Korrektur 1.1.2021: es ging nicht wirklich viel stiller zu, da Schierstein gar nicht erfasst war von der Allgemeinverfügung zur Bestimmung publikumsträchtiger öffentlicher Orte im Sinne von § 6b Satz 1 CoKoBeV, auf denen zum Jahreswechsel das Abbrennen von Feuerwerkskörpern untersagt ist )

14. Januar:
2. Infoveranstaltung der Initiative Zukunft Schierstein zur geplanten Osthafenbebauung und den Schulen in Schierstein.

21. Januar:
Die Zusammenlegung von Hafenschule und Erich Kästner-Schule (EKS) am selben Standort wird von der Stadt Wiesbaden nicht weiter verfolgt. Stattdessen soll die Erich Kästner-Schule im Trinkwasserschutzgebiet neu gebaut werden und die Hafenschule auf ca. einem Drittel der Fläche des bisherigen EKS-Standorts untergebracht werden. Der Rest des Geländes soll mit Wohnungen bebaut werden.

23. Januar:


Die große alte Trauerweide am Grunselsbörnchen wird gefällt. Grund dafür ist laut Wiesbadener Umweltamt starker Pilzbefall.

Anfang Februar:
Die Hafenanlieger halten gebannt den Rheinpegel im Blick. Das Hochwasser fließt aber dann doch relativ unaufgeregt an Schierstein vorbei.

10. Februar:
Sturmtief Sabine gibt uns einen Vorgeschmack auf das, was uns ab Mitte März blühen wird: Alle Schulen bleiben an diesem Montag geschlossen.

Februar:
Schierstein feiert Fastnacht: Zwei Kappensitzungen und die „TG-Night Fever-Party“ sind gesetzt. Noch macht sich keiner wirklich Sorgen um “Corona”.

26. Februar:

Bei nasskaltem Wetter eröffnen Stadtrat Andreas Kowol, Ortsvorsteher Urban Egert und der Leiter des Straßenverkehrsamts, Winnrich Tischel, am Aschermittwoch die Fußgängerzone in der Hafenstraße.

1. März:
Der erste offizielle Coronavirus-Fall in Wiesbaden: Eine 1967 geborene Frau kehrte mit grippalen Symptomen aus Südtirol zurück und wurde positiv getestet. Danach geht es Schlag auf Schlag mit den gemeldeten Fällen …

13. März:
Corona – es wird ernst:
– Verbot von Großveranstaltungen
– Schulen und Kindertagesstätten schließen
– Kultureinrichtungen schließen
– Bäder schließen usw.

Gefühlt die halbe Region verbringt ihre Freizeit jetzt bei einem Spaziergang um den Schiersteiner Hafen – es ist proppenvoll bei schönstem Frühlingswetter.

22. März 2020:
Der erste „Lockdown“ in Deutschland tritt in Kraft. Er soll mindestens zwei Wochen gelten, dauert dann aber bis Anfang Mai.

März:


Ausgerechnet Klopapier wird Mangelware und türmt sich ab sofort in privaten Kellern, Abstellkammern oder auf Balkonen – nur nicht mehr im Real in der Äppelallee.

April:


Spazieren und Wandern sind die neuen Trend-Freizeitbeschäftigungen. Da lockt vor allem die Frauensteiner Kirschblüte.

1. April:

Sensationsfund aus der Merowingerzeit unter dem Grundstück der Schiersteiner Hafenschule:

https://zukunft-schierstein.de/sensationsfund-aus-der…/

11. April:
Zur Osternacht brennen unzählige Kerzen in St. Peter und Paul Schierstein. Viele Menschen haben dort im Tagesverlauf ihre Kerzen und zum Teil auch Bilder von ihren Familien in die Bänke gelegt. Die Kerzen werden in der Nacht am Osterfeuer entzündet.

Ende April:
Das Leben geht ganz langsam wieder normaler weiter. Schulen, Geschäfte und Eisdielen dürfen unter Auflagen wieder öffnen …

27. April:
Die Maskenpflicht in Geschäften und dem öffentlichen Nahverkehr wird eingeführt.

15. Mai:
Restaurants, Cafés und Gaststätten dürfen unter Auflagen wieder für Gäste öffnen.

21. Mai:

Der Schiersteiner Weinstand öffnet mit einem detaillierten Sicherheitskonzept.

29. Mai:
Schierstein erhält neue Markierungen für Fahrradfaher: In den Einbahnstraßen, in denen man mit dem Fahrrad in beide Richtungen fahren darf, werden weiße Fahrrad-Piktogramme auf den Straßenbelag aufgebracht.

Anfang Juni:
Vollsperrung der Saarstraße und Teilsperrung der Stielstraße – die Radwege zwischen Schierstein und der Innenstadt werden ausgebaut.

19. Juni:
Die ersten Freibäder öffnen!

22. Juni:

Die Shisha-Bar „Nawabi’s Lounge“ gibt es nicht mehr. Im Jahr 2020 hatte sie nicht mehr geöffnet und ist nun abgemeldet.

24. Juni:
Nach einer Corona-Pause tagt auch wieder der Schiersteiner Ortsbeirat – allerdings bis auf weiteres nicht mehr im Schiersteiner Rathaus, sondern zuerst im Gemeindehaus von St. Peter und Paul in Schierstein und dann im Bürgerhaus Dotzheim.

Juni:
Auch das Restaurant „Rheinhalle“ am Schiersteiner Hafen steht nun erstmal leer und wird umgebaut. 2020 wird es nicht mehr öffnen.

26. Juni:


Mit Verspätung öffnet die Ausstellung auf der Kunstmole.

Ende Juni:
Die Spatzen pfeifen es schon von den Dächern: Aus dem Neubau der EKS im Trinkwasserschutzgebiet wird wohl nichts. Das Umweltamt hat Einwände. Gewissheit über die gescheiterten Ideen zum  Neubau erhalten die Schiersteiner*innen aber erst Anfang Dezember.

30. Juni:

Mit einer Postkarte von Schierstein wünscht die Initiative „Zukunft Schierstein“ schöne Ferien. „Einfach mal die Kirche im Dorf lassen…und die Schulen auch“, lautet die Botschaft, die Anfang Dezember wieder ganz aktuell werden soll.

5. Juli:
Die Tamara sticht „in See“! Die Überfahrt auf die Rettbergsau ist wieder möglich.

Juli 2020:
Das 72. Schiersteiner Hafenfest findet 2020 nicht statt.

28. Juli:
Das ZDF besucht den „Lieblingsplatz“, das Kaffeemobil, am Schiersteiner Hafen. Ein Bericht der „Aktion Mensch“ folgt am 23. August im ZDF.

Ende Juli:

Eine Befestigung für die „Liebesschlösser“ auf der Dyckerhoff Brücke wird zerstört. Viele Schlösser verschwinden. Das „gekappte“ Seil wurde wenig später ersetzt – inzwischen hängen auch wieder viele Schlösser.

Anfang August:
Die Initiative Zukunft Schierstein verteilt Flyer, mit denen sie die Schiersteiner*innen aufruft, den Ortsbeiratsmitgliedern ihre Meinung zur geplanten Osthafenbebauung mitzuteilen. Viele Schiersteiner*innen machen daraufhin ihrem Unmut über die Planungen Luft.

14. August:
Erst regnet es wochenlang überhaupt nicht und dann zu viel: Nach dem Starkregen am Freitagnachmittag steht die Unterführung in der Saarstraße in Wiesbaden-Schierstein unter Wasser.

19. August:
Lange sah es nicht danach aus, doch „auf den letzten Metern“ entscheidet sich der Schiersteiner Ortsbeirat fast einstimmig gegen die Bebauung des Osthafens. Nur die FDP-Vertreterin enthält sich, weil sie „nicht genug weiß“ über die Pläne, die seit 2018 öffentlich einsehbar sind.

21. August:

Die Initiative Zukunft Schierstein schlägt den  Ortsbeiratsmitgliedern vor, eine Demo gegen die Osthafenbebauung zu organsieren – so wie der Ortsbeirat auch vor einiger Zeit am Kreisel nach Walluf/Frauenstein demonstriert hatte. Die Resonanz ist verhalten. Zukunft Schierstein organisiert darum selbst zwei Demos.

22. August:
Die Initiative Zukunft Schierstein startet eine Petition gegen die Bebauungspläne für den Osthafen.

1. September:
Die anhaltende Wasserknappheit macht auch vor dem Lindenbach nicht halt. Die Stadt „schließt“ darum die Quelle am Grunsels Börnchen für die öffentliche Wasserentnahme.

6. und 13. September:


Lichterdemos am Osthafen. Viele Schiersteiner*innen demonstrieren unter Corona-Auflagen mit.

12. September:

Beim RhineCleanUp wird auch in Schierstein am Hafen jede Menge Müll von Ehrenamtlichen eingesammelt.

17. September:
Die Stadtverordnetenversammlung stimmt mehrheitlich für den Bebauungsplan Osthafen. Die Schiersteiner Urban Egert und Jens Groth stimmten im Stadtparlament gegen die Pläne. Der Schiersteiner Eberhard Seidensticker war bei der Abstimmung nicht anwesend. Aglaja Beyes, die auf der Liste der Schiersteiner SPD für den Ortsbeirat kandidiert, verließ vor der Abstimmung den Saal.

23. September:


Auf gemeinsame Initiative des Schiersteiner Ortsbeirats, der Auferstehungsgemeinde, der Christophorusgemeinde und von St. Peter und Paul wird an der Gedenkstätte “Schiersteiner Synagoge” eine Stele aufgestellt, die zum Erinnern und niemals vergessen einlädt.

25. September:
Der Kunstrasenplatz am Saareck (Ecke Alte Schmelze/Saarbrücker Allee) wird eingeweiht.

2. Oktober:


Dezernent Andreas Kowol kommt zum Kiezgespräch über die CityBahn auf den Hans-Römer-Platz in Schierstein.

14. Oktober:
Die Erich Kästner-Schule wird 50 Jahre alt! Am 14. Oktober 1970 wurde die Erich Kästner-Schule als Haupt- und Realschule eingeweiht. Höhepunkt dieser Feier war die Anwesenheit des Namensgebers Erich Kästner.

15. Oktober:
Die Corona-Fallzahlen ziehen wieder deutlich an und übersteigen die Werte aus dem Frühjahr: Wiesbaden erreicht die „Eskalationsstufe dunkelrot“

21. Oktober:
Der “Stifterabbeler” wird auf dem Hans-Römer-Platz aufgestellt.

25. Oktober:
Am Schiersteiner Osthafen sammeln mal wieder Ehrenamtliche Müll ein: Noch ein CleanUp!

1. November 2020:
Bürgerentscheid Citybahn – Die Wiesbadener*innen lehnen die City-Bahn mehrheitlich (62,1 Prozent) ab. In Schierstein geben weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Davon votieren aber sogar mehr als 70 Prozent mit „Nein“.

2. November 2020:
Der „Lockdown light“ beginnt. Die Gastronomie muss wieder schließen.

11. November:
Martins-Umzüge gibt es keine im Lockdown Light, aber überall trifft man am Hafen auf singende Kinder mit Laternen – coronakonform nur mit ihren Eltern und auf Abstand zu anderen „Martins-Lieder-Sängern“.

23. November:
Das Grunsels Börnchen bekommt eine neue Trauerweide.

26. November:

Die Initiative Zukunft Schierstein gibt bekannt: Wir treten zur Wahl des Schiersteiner Ortsbeirats am 14. März an!

27. November:
Die Weihnachtskrippe im Hafen wird (inoffiziell) eingeweiht.

28. November:
Lichterglanz für Schierstein – der Verschönerungsverein hängt die Weihnachtsbeleuchtung auf.

2. Dezember:
Lange hat es gedauert, bis wir einen Termin zur Übergabe der Petition gegen die Bebauungspläne zum Osthafen erhielten. Im Dezember werden dann zwei Vertreter von „Zukunft Schierstein“ zum Gespräch mit Oberbürgermeister Mende und Stadtrat Kessler eingeladen.

3. Dezember:
Der Wiesbadener Kurier berichtet über die Schiersteiner Schulen: Das Regierungspräsidium Darmstadt hat dem Neubau der EKS im Trinkwasserschutzgebiet eine Absage erteilt. Gerüchte darüber, dass nun neben der Autobahnbrücke auf Biebricher Seite neu gebaut werden könnte, zerstreut das Schulamt schnell: Die „Ertüchtigung“ von Hafen- und Erich Kästner-Schule an ihren jeweiligen Standorten wird nun geprüft.

16. Dezember:
Der „harte“ Lockdown beginnt – Schulen und Geschäfte schließen.

24. Dezember:
Frohe Weihnachten!

31. Dezember:

In der Neujahrsnacht sollte nicht geböllert werden. Verboten ist es in Schierstein aber nicht. Trotzdem richten sich die meisten auf eine stillere Feier – dafür läuten aber (wie jedes Jahr) die Kirchenglocken von St. Peter und Paul und der Christophoruskirche um Punkt 0 Uhr:

Frohes neues Jahr!


Fußgängerzone am Hafen eröffnet

Das nasskalte Wetter war wenig einladend zur Eröffnung der Fußgängerzone. Trotzdem fanden Presse, Ortspolitiker und jede Menge Menschen aus Schierstein sich ein, um dabei zu sein, als Stadtrat Andreas Kowol, Ortsvorsteher Urban Egert und der Leiter des Straßenverkehrsamts, Winnrich Tischel, am Aschermittwoch gegen Mittag die blaue Plastikplane von den neuen Verkehrsschildern an der Hafenstraße/Ecke Backfischgasse entfernten.

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2. Infoveranstaltung Zukunft Schierstein - Präsentation ab sofort abrufbar

Ganz herzlichen Dank an die rund 80 interessierten Schiersteinerinnen und Schiersteiner, die unsere Infoveranstaltung am 14. Januar 2020 mit einer lebhaften Diskussion bereichert haben. Danke vor allem auch für die Bereitschaft einiger, sich gemeinsam mit uns zu engagieren. Für weiteren Kontakt zu uns, schreibt eine Mail an:
info@zukunft-schierstein.de

Die Präsentation zur Veranstaltung ist hier abrufbar:


Infos aus der Ortsbeiratssitzung Schierstein vom 23. Oktober 2019

Die gestrige Ortsbeiratssitzung war gut besucht, die Plätze für Gäste komplett belegt. In der Bürgerfragestunde wurde unter anderem nach dem Stand der Planung zum „Campus“ Hafenschule/EKS gefragt. Außerdem waren das Grundstück der Firma Georg Luh am Bahnübergang in der Freudenbergstraße und die Pläne zur Bebauung des Osthafens mit Gewerbe und Büros Thema. Der Start der Fußgängerzone verschiebt sich auf Ende des Jahres.

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Info-Veranstaltung Zukunft Schierstein

Zu unserer Infoveranstaltung am 3. September 2019 in Schierstein durften wir rund 100 interessierte Schiersteinerinnen und Schiersteiner begrüßen. Ganz herzlichen Dank für Euer/Ihr Interesse. Für weiteren Kontakt zu uns, schreibt eine Mail an:
info@zukunft-schierstein.de

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