Ortsbeirat tagt

Am 5. Juni 2024  tagt der Schiersteiner Ortsbeirat

um 19:00 Uhr,

Ortsverwaltung Schierstein, Zimmer 3 (EG), Karl-Lehr-Straße 6, WiesbadenSchierstein

erneut mit einer vergleichsweise kurzen Tagesordnung.

Wie immer können Bürgerinnen und Bürger teilnehmen und in der Fragestunde um 19 Uhr ihre Fragen und Anregungen an den Ortsbeirat richten. Aber auch im Verlauf der Sitzung erhalten Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich zu den Themen auf der Tagesordnung zu äußern.

Das wären

Baumaßnahmen und Raumsituation Eichendorffschule

Hierzu hat der Ortsbeirat die Verwaltung eingeladen, um über den Stand der Dinge angesichts einer dringend notwendigen Erweiterung der Mensa zu berichten. Die Eichendorffschule möchte ihr Ganztagsangebot auf den "Pakt für den Ganztag" umstellen und benötigt hierzu räumliche Kapazitäten.

Toilette Hans-Römer-Platz

Der Ortsbeirat ist sich darüber einig, dass die vorhandene Toilette am Hans-Römer-Platz nicht mehr ausreicht. Die Nutzung des Platzes ist nicht zuletzt und erfreulicherweise durch den Wochenmarkt gestiegen und Schierstein wird als Ausflugsziel immer beliebter. Es besteht darum schon länger der Wunsch, die Toilette nach dem Vorbild am Wallufer Weinstand zu erneuern und zu erweitern. Der Ortsbeirat ist bereit, hierzu aus seinen Mitteln Gelder zur Verfügung zu stellen und sich für weitere Finanzierungsmöglichkeiten einzusetzen. Das alles macht aber nur Sinn, wenn die Stadt endlich signalisiert und zusichert, dass sie ebenfalls ein solches Projekt (das auch im Sinne ihrer touristischen Weiterentwicklung wäre) unterstützt und zumindest teilfinanziert. Diese Unterstützung fordert der Ortsbeirat nun mit einem Antrag ein.

Friedhof

Die SPD Schierstein bittet in einem Antrag um Auskünfte zum Schiersteiner Friedhof: Welche unterschiedlichen Beerdigungsformen gibt es derzeit in Wiesbaden und welche sind in Schierstein möglich – z.B. auch alternative Bestattungsformen wie Urnen-Baumgrab, Urnen-Haingrab? Wie ist der Zustand der Gebäude und der Trauerhalle und sind Sanierungsmaßnahmen geplant?

Sachstandsbericht Fußgängerzone

Dem Ortsbeirat liegen nach lange zurückliegenden Beschlüssen und einer mehrjährigen Planungszeit bei der Stadt nun erste Infos vor, wie es weitergehen könnte mit der Fußgängerzone am Hafen. Erklärtes gemeinsames Ziel des Ortsbeirats ist es, die Fußgängerzone bis zur Wasserrolle zu erweitern, um die Aufenthaltsqualität – auch mit weiteren Maßnahmen zur Verschönerung der Straße am Ufer – zu verbessern. Hierüber wird in der Sitzung berichtet.

Sachstandsbericht Rettbergsaue

Die Rettbergsaue ist und bleibt weiter ein vernachlässigtes Sorgenkind. Aktuell ist sie wegen des Hochwassers nicht erreichbar, aber auch bei einem Besuch im Mai stellte sich heraus, dass sich an der Situation vor Ort noch nicht viel geändert hat. Inzwischen sollen aber zumindest einige kleinere Verbesserungen vorgenommen worden sein – unter anderem die Installation von Wickeltischen in den Toilettenräumen.

Eine sehr gute Nachricht ist allerdings, dass die Beprobung der Badestelle auf der Rettbergsaue ergeben hat: Es darf ausgebaggert werden. Nur, wer zahlt?

Diese und weitere Fragen werden in der Ortsbeiratssitzung thematisiert.

Erneuerung Heizung und Sonnenschutz in der Hafenschule

Die AG Freizeit, Soziales und Bürgerbeteiligung kümmert sich, seitdem die AG Jugend des Ortsbeirats aufgelöst wurde, auch um das Thema Schulen. Nun wurde bekannt, dass in der Hafenschule im vergangenen Winter die Heizung wegen eines Defekts ausgefallen ist und nur notdürftig repariert wurde. Um die volle Heizleistung in Schule und der (von den Vereinen mitbenutzten) Turnhalle im nächsten Winter sicherzustellen, müssten weitere Erneuerungen vorgenommen werden. Das ist bisher nicht geschehen. Gleichzeitig leidet die Hafenschule im Sommer unter Hitze, da die Jalousien defekt sind. Mit ihrem Antrag zur "Erneuerung Heizung und Sonnenschutz in der Hafenschule" will die AG Freizeit, Soziales, Bürgerbeteiligung auf die Probleme aufmerksam machen und die Stadt veranlassen, für Abhilfe zu sorgen.


Ein Hoch auf das Engagement in Schierstein

„Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott“, diese Erkenntnis setzt sich zunehmend in Schierstein durch. Anstelle von: „Da müsste die Stadt Wiesbaden doch mal …“, wird hier einiges selbst von den Menschen vor Ort angepackt und umgesetzt. Aktuelles Paradebeispiel ist der Wochenmarkt mit seinen vielen „Begleitaktionen“, der diesen Dienstag sein Einjähriges feiert (Bericht im WK online vom 25. April 2024) und auf Eigeninitiative von Bürgerinnen und Bürgern entstand. Ein ganz frisches Beispiel ist auch die Aktion am Osthafen (Bericht im WK online vom 24. April 2024), mit der ebenfalls auf Initiative und mit Hilfe von Bürgerinnen und Bürgern, der hohe Gitterzaun an der Promenade eingekürzt wurde – in Absprache mit dem zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt. Das Ergebnis: Freier Blick auf Hafen und Dyckerhoff-Brücke statt Gefängnisfeeling im Schiersteiner Osten.

Manch andere eigeninitiativ gestartete Aktion ist weniger spektakulär, lautloser und dennoch wertvoll – dazu tragen auch Menschen bei uns im Ort bei, die zum Beispiel Blumenzwiebeln oder Samen an Wegrändern pflanzen und den Spaziergang nutzen, Müll von den Plätzen aufzusammeln oder diverse Aufkleber von Sitzflächen oder Straßenschildern zu entfernen.

Manches Mal sind die Aktionen symbolischer Natur und können eher wenig für eine nachhaltige Verbesserung, immerhin aber für einen Gedankenanstoß, sorgen: Vor einigen Wochen haben Unbekannte am „Eisernen Steg“ mit einer kleinen pink markierten Rampe (Bericht im WK online vom 10. April 2024) für einen fast barrierefreien Zugang zum Hafen gesorgt. Während die einen eine erhebliche Unfallgefahr für Radfahrer wittern, lobt der Wiesbadener Seniorenbeirat die Rampe als wirkungsvolle Maßnahme und hofft auf weitere Initiativen dieser Art. Die provisorische Form der Rampe wird jedenfalls bald wieder verschwinden müssen, wie die Stadt Wiesbaden auf Rückfrage des Ortsvorstehers ankündigte. Doch vielleicht kann die Aktion Anstoß dafür sein, dass doch noch eine genehmigte barrierefreie Lösung umgesetzt wird.

Sicherlich gibt es noch jede Menge andere Beispiele tatkräftiger Menschen in Schierstein. Auch das in den vielen hiesigen Vereinen organisierte Engagement ist unverzichtbar.

Doch alle Aktionen – ob sie nun jedem gefallen oder manchen nicht – zeigen eins: In Schierstein leben viele Menschen, die sich Gedanken machen über unseren Ort und die sich einsetzen können und wollen für eine gute Gemeinschaft – wir müssen dieses Potenzial nur nutzen – am besten zusammen!

oben: eingekürzter Zaun am Osthafen, links: Schiersteiner Wochenmarkt, rechts: Minirampe am "Eisernen Steg"

 


Ein Jahr Schiersteiner Wochenmarkt

Am 2. Mai 2024 wird der Schiersteiner Wochenmarkt ein Jahr alt. Grund genug zurückzublicken auf die vielen Aktivitäten der Interessengeinschaft Schiersteiner Wochenmarkt, die am 12. März 2023 gegründet wurde.

Der Schiersteiner Wochenmarkt startete mit sechs Marktständen und dem kleinen Weinstand vom Weingut Manuel Klepper. Inzwischen ist der Markt auf insgesamt elf Stände angewachsen. Straßenmusik und verschiedene Highlights, wie die Kletterwand, die von der Interessengemeinschaft gemeinsam mit dem Verein Nordwand aufgestellt wurde, oder das Zwiebelkuchenfest mit den Bewohnern des Jan-Niemöller-Hauses, bereichern das Angebot. Das Engagement spiegelt sich in  den vielen Besuchern wider, die inzwischen nicht nur aus Schierstein zum Wochenmarkt kommen.

Abgesehen vom Wochenmarkt, der Sommer wie Winter dienstags nachmittags stattfindet, bereicherte die Interessengemeinschaft den Hans-Römer-Platz in den tristen Wintermonaten zusätzlich mit einem Glühweintreff. Vom 11. November 2023 bis Anfang März 2024 gab es hier außer Glühwein und kalten Getränken auch weitere kulinarische Angebote an den Wochenenden.  

Auch für das zweite Jahr „Schiersteiner Wochenmarkt“ hat sich die Interessengemeinschaft viel vorgenommen. Nur soviel vorab: Am 30. April 2024 soll am Hafen ein „kleiner Jubiläumsmarkt“ stattfinden. 

Wer selbst daran mitwirken möchte, dass der Markt so attraktiv bleibt, kann sich mit Mundpropaganda oder einer Mitgliedschaft in der Interessengemeinschaft dafür einsetzen. Mehr zum Schiersteiner Wochenmarkt erfährt man jeden Dienstag Nachmittag direkt vor Ort auf dem Hans-Römer-Platz, auf der Webseite der Interessengemeinschaft oder bei Facebook.


Sorgenkind Spielplatz Söhnleinanlage

Der Spielplatz in der Söhnleinanlage am Schiersteiner Hafen wird immer mehr zum Sorgenkind. Die große eingezäunte Fläche, teils mit schattenspendenenden Bäumen, ist eigentlich ideal für Familien mit kleinen Kindern. Doch die Spielgeräte sind in die Jahre gekommen und ein großes Kletterspielgerät wurde zuletzt im Frühjahr vor einem Jahr abgebaut und bisher nicht ersetzt. Für viele Kinder ist der Spielplatz inzwischen langweilig. Andere Spielplätze in unmittelbarer Hafennähe existieren nicht.

Der Ortsbeirat hatte sich darum bereits im vergangenen Jahr mit zwei Anträgen an die Stadt gewendet. Antworten gab es zwar, aber an der unbefriedigenden Situation hat sich bis heute nichts geändert.

Die AG Freizeit, Soziales, Bürgerbeteiligung des Ortsbeirats hat darum vor einigen Tagen einen Brief an die zuständige Dezernentin Hinninger gesendet. Wir hoffen, dass sich nun bald etwas auf dem Spielplatz tut und vor der Sommersaison 2024 mindestens das abgebaute Spielgeräte durch ein neues ersetzt wird.

Nachzulesen ist der Brief hier.


Termin: Ortsbeiratssitzung am 13. März 2024

Die öffentliche Sitzung des Ortsbeirats Schierstein findet statt

am Mittwoch, 13. März 2024
um 19:00 Uhr,
in der Ortsverwaltung Schierstein, Zimmer 3 (EG), Karl-Lehr-Straße 6, Wiesbaden- Schierstein.

Wie immer haben Bürgerinnen und Bürger vor dem Eintritt in die Tagesordnung um 19 Uhr Gelegenheit, Fragen an den Ortsbeirat zu stellen. Fragen zu Themen, die auf der Tagesordnung stehen, können noch während der Sitzung gestellt werden.

Zur Tagesordnung geht es hier!

Abschlussbericht der Historischen Fachkommission – Umbenennung Christian-Bücher-Straße

Unter TOP 2 wird ein Mitglied der Kommission über den Abschlussbericht der Historischen Fachkommission zur Überprüfung nach Personen benannter Verkehrsflächen, Gebäude und Einrichtungen der Landeshauptstadt Wiesbaden berichten. Für Schierstein gibt es eine Empfehlung zur Umbenennung der Christian-Bücher-Straße. Diese war bis 1950 als Verlängerung der Hafenstraße bekannt und erhielt mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 23. März 1950 ihren heutigen Namen. Erste Gespräche im Ortsbeirat Schierstein ließen die Tendenz erkennen, dass der Ortsbeirat eine "Zurück-Umbenennung" in Hafenstraße befürworten könnte. Der Ortsvorsteher hat angekündigt, sofern der Ortsbeirat zu dem Schluss komme, dass eine Umbenennung erfolgen soll, vorzuschlagen, dass die Christian-Bücher-Straße in „Hafenstraße“ umbenannt wird.
Details zur Umbenennung gibt es hier: https://zukunft-schierstein.de/umbenennung-der-christian-buecher-strasse-wird-diskutiert/

Schwimmendes Bootshaus

Unter TOP 3 berät der Ortsbeirat über die Ausführungsvorlage zum Neubau des Schwimmenden Bootshauses. Das bisherige Schulbootshaus – gemeinschaftlich genutzt von mehreren Wiesbadener Schulen für den Unterricht im Rudern und der Rudergesellschaft Wiesbaden Biebrich – ist seit mehreren Jahren abgängig und darf seit Dezember 2021 nicht mehr betreten werden. Das neue Schulbootshaus soll nun am alten Standort im Westhafen errichtet werden.
Mehr dazu gibt es hier: https://zukunft-schierstein.de/vorarbeiten-fuer-neues-schulbootshaus-laufen/

Bewohnerparken

TOP 4 der Ortsbeiratssitzung befasst sich erneut mit dem Bewohnerparken. Allerdings liegt kein Antrag zur Abstimmung vor, sodass nicht über die Einführung eines Bewohnerparkens entschieden werden kann. Bereits in der vergangenen Ortsbeiratssitzung am 31. Januar 2024 kristallisierte sich heraus, dass der Ortsbeirat abwarten wird, wie sich der neue Parkplatz, der unter der Schiersteiner Brücke nach deren Fertigstellung eingerichtet werden soll, auf die Parkplatzsituation im Ortskern auswirkt.
Siehe hierzu auch den Bericht zur Diskussion um das Bewohnerparken im Ortsbeirat am 31. Januar 2023: https://zukunft-schierstein.de/moegliches-bewohnerparken-sorgt-fuer-diskussionen/

In der Sitzung am 13. März soll nun ein Stimmungsbild zum Bewohnerparken aus den Fraktionen eingeholt und über das weitere Vorgehen beraten werden.


Vorarbeiten für neues Schulbootshaus laufen

Die Vorarbeiten für das neue Schulbootshaus haben in der Woche vom 4. März 2024 begonnen. Aktuell wird das marode Schulbootshaus, für das die Stadt Wiesbaden im Dezember 2021 ein endgültiges Betretungsverbot ausgesprochen hatte, demontiert.

Am 13. März 2024 wird der Ortsbeirat über die Ausführungsvorlage für das neue Schulbootshaus entscheiden, am 29. Mai 2024 dürfte die Vorlage dann zur Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung stehen (Nachtrag: Zunächst war der 21. März als Abstimmungstermin in der Stadtverordnetenversammlung genannt. Dieser konnte aber aufgrund von Verzögerungen bei der Planung nicht gehalten werden. SEG-Geschäftsführer Andreas Guntrum sagte in der Ortsbeiratssitzung am 13. März 2024, dass sich dies nicht auf die geplante Inbetriebnahme des Bootshauses im Mai 2025 auswirken werde.). Das grundsätzliche OK für die Gesamtkosten in Höhe von rund 4,5 Mio. Euro für das Projekt hatte es bereits im Zuge der Haushaltsberatungen im Winter 2023 gegeben.

Für die aktuellen Abbrucharbeiten am alten Bootshaus wurde ein Autokran auf die dreieckige Grünfläche in der Südwestecke des Schiersteiner Hafens gestellt. Der Fußweg entlang des Uferbereichs musste im Bereich der Baustelle gesperrt werden. Der Fußweg führt nun über die Grünfläche Richtung Westen bis zum asphaltierten Weg. Hierfür erfolgte eine Absperrung mit Bauzäunen und Hinweisschildern. Der Fußweg ist mit rutschfesten Matten im Bereich der Wiese ausgelegt.

Mit einem Klick auf das jeweilige Bild lassen sich die Bilder vergrößern. Sie zeigen den Stand der Arbeiten am 8. März 2024.

Der Abbruch erfolgt über die weitestgehend vegetationsfreie Südwestecke des Schiersteiner Hafens. Ein Rückschnitt ist im westlichen Bereich der Ecke erforderlich. Seitens Umwelt- und Grünflächenamt werden die vorhandenen Bäume und Sträucher bodennah zurückgeschnitten. Für den im Treppenbereich stehenden Baum liegt mittlerweile eine Fällgenehmigung vor. Der Baum ist massiv geschädigt.

Der Zustand der Grünfläche wird nach Beendigung der Arbeiten wiederhergestellt.

Laut Zeitplan wird der Abbruch der bestehenden Bootsanlage ca. sechs Wochen Zeit in Anspruch nehmen. Die weiteren Schritte bis zur Inbetriebnahme des neuen Schulbootshauses, die im Mai 2025 stattfinden soll, können dem unterstehenden Zeitplan entnommen werden.

Das alte Schulbootshaus aus dem Jahr 1986 war bereits seit 2017 nur noch eingeschränkt und "im Notbetrieb" nutzbar. Anfang 2022 stand dann fest, dass es endgültig nicht mehr zu retten ist. Die Nutzer des Schulbootshauses hatten schon seit Jahren und mehrfach vergeblich um Abhilfe bezüglich diverser Missstände im und am Bootshaus gebeten. Eine detaillierte Auflistung der Mängel, die von der Stadt bis zum endgültigen Aus für das Bootshaus und damit auch für den Rudersport der Kinder und Jugendlichen in Wiesbaden nicht abgestellt wurden, findet sich auf der Seite des Fördervereins Schulbootshaus: https://foerderverein-schulbootshaus.jimdofree.com/informationen-zum-schulbootshaus/

Mehrere Wiesbadener Schulen und die Rudergesellschaft Wiesbaden Biebrich nutzen das Schulbootshaus für Kinder und Jugendliche, die nur hier das Rudern ohne die Gefahren, die auf dem Rhein durch Schiffsverkehr und Strömung  bestehen, erlernen und trainieren können. Der Druck, das Schulbootshaus zu erneuern, stieg als die Sperrung dafür sorgte, dass im Hafen für mehrere Monate nicht mehr gerudert werden konnte. Dank eines provisorisches Bootshauses, das ausschließlich für zwei Jahre im Trinkwasserschutzgebiet auf der Wiese am Westhafen genehmigt wurde, konnte der Ruderbetrieb mit Einschränkungen wieder aufgenommen werden.

 


Umbenennung der Christian-Bücher-Straße wird diskutiert

In der Ortsbeiratssitzung am 13. März 2024 wird über die Umbenennung der Christian-Bücher-Straße entschieden. Sie ist die Verlängerung der Hafenstraße in Richtung Westen und war bis 1950 auch als solche bekannt. Erst im März 1950 erhielt sie mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung ihren heutigen Namen. Anlass für den Vorschlag zur Umbenennung ist der Abschlussbericht der Historischen Fachkommission zur Überprüfung nach Personen benannter Verkehrsflächen, Gebäude und Einrichtungen der Landeshauptstadt Wiesbaden. Die Kommission begründet in Ihrem Abschlussbericht, warum eine Aufrechterhaltung einer Namensgeberschaft nach Christian Bücher nicht haltbar ist, da sie das Ansehen der Landeshauptstadt Wiesbaden beschädigen würde.

Im Abschlussbericht heißt es dazu unter anderem (komplett nachzulesen auf den Seiten 20-24 des Berichts):

Christian Bücher hat verschiedenen nationalsozialistischen Organisationen (NSDAP, NSV, RLSB, NS-Bund Deutscher Technik, Reichsbund Deutsche Jägerschaft) angehört. Christian Bücher hat durch eine Rede vor der Belegschaft des Wiesbadener Wasserwerks öffentlich nationalsozialistische Ideologie artikuliert.

Als Vorstandsvorsitzender der Wiesbadener Stadtwerke AG trug Bücher die Gesamtverantwortung für den Einsatz von mindestens 35 französischen Kriegsgefangenen. Hierdurch war Bücher an der bewussten Schädigung von anderen Personen zwischen 1933 und 1945 beteiligt.

Ein Mitglied der Historischen Fachkommission wird die Details des Abschlussberichts und die Gründe für die Umbenennungsempfehlung in der Ortsbeiratssitzung am 13. März 2024 vorstellen. Bürgerinnen und Bürger haben die Gelegenheit, sich an der Diskussion zu beteiligen. Für den Fall, dass der Ortsbeirat zu dem Schluss kommt, dass eine Umbenennung erfolgen soll, hat der Ortsvorsteher angekündigt vorzuschlagen, dass die Christian- Bücher-Straße in „Hafenstraße“ umbenannt wird.


Erweiterung der Fußgängerzone rückt näher

Bereits seit längerer Zeit hat der Ortsbeirat Schierstein sich um eine Verlängerung der Fußgängerzone in der Hafenstraße bemüht. Die ausschlaggebenden Beschlüsse zur Umsetzung wurden bereits in den Septembersitzungen des Ortsbeirats und der Stadtverordnetenversammlung gefasst. Heute nun erfolgte die Öffentliche Bekanntmachung im Wiesbadener Kurier, mit der die "straßenrechtliche Teileinziehung" angekündigt wird. Konkret bedeutet dies, dass die bereits bestehende Fußgängerzone in der Hafenstraße künftig von der Bernhard-Schwarz-Straße bis zur Wasserrolle reichen soll.

Eine Begehung des Bereichs und der angrenzenden Straßen, um z.B. Einbahnstraßenregelungen neu zu fassen und die An- und Abfahrt der dortigen Anlieger reibungslos zu gestalten, erfolgte bereits vor gut zwei Jahren unter Beteiligung des Ortsbeirats und des zuständigen Tiefbau- und Vermessungsamtes. Die nun aktuell geplante exakte Regelung liegt dem Ortsbeirat aber nicht vor.

Der Ortsbeirat hatte außerdem darum gebeten, im Zuge der Erweiterung der Fußgängerzone alle weißen Poller am derzeitigen Fahrbahnrand, beginnend ab etwa Hafenstraße Hausnummer 3, zu entfernen. Der Kostenberechnung für die Erweiterung der Fußgängerzone ist zumindest nicht zu entnehmen, dass diese Maßnahme, die Poller zu entfernen, umgesetzt würde.

 

 

 


Erste Verbesserungen auf der Rettbergsaue zum Saisonstart 2024

Auf der Rettgerbergsaue soll es zum Saisonstart 2024 erste Verbesserungen geben. Mehre Gesprächsrunden mit Mattiaqua und den Ortsbeiräten Schierstein und Biebrich haben inzwischen stattgefunden. Erste greifbare Ergebnisse gab es nun zum Jahresbeginn. In diesem Beitrag geht es um die Fortschritte, die für Schierstein anstehen.

Größtes und schwierigstes Projekt zur Aufwertung ist das mehrfach vom Schiersteiner Ortsbeirat angemahnte Ausbaggern des Seitenarms am Inselcafé auf der Schiersteiner Seite der Rettbergsaue. Der zuständige städtische Eigenbetrieb mattiaqua hat inzwischen die offenbar notwendige Beprobung der Sedimente im Seitenarm beauftragt. Von den Ergebnissen dieser Beprobung hängen maßgeblich die Kosten ab, die für das Ausbaggern des Seitenarms anfallen werden. Sollte das Erdreich belastet sein, müsste es aufwändig entsorgt werden und könnte nicht kostengünstig auf der Insel verbleiben. Dies wiederum hat Einfluss auf die Finanzierung, die Seitens der Stadt bisher nicht zugesagt wurde. Der Ortsbeirat wird bereit sein, sich an den Kosten zu beteiligen, ist aber hierbei eingeschränkt durch die Mittel, die ihm für die Finanzierung von Projekten in Schierstein zur Verfügung stehen.

Fest steht, dass aus Gründen des Vogelschutzes ein Freibaggern des Seitenarms nur in der Zeit von Anfang September bis Ende Oktober durchgeführt werden kann. Für die kommende Saison 2024 wird es also definitiv noch keine Verbesserung bzgl. des Seitenarms, der bei Niedrigwasser regelmäßig verlandet, geben. Der Schiersteiner Ortsbeirat drängt dennoch auf eine möglichst schnelle  Beprobung, um dann schnellstmöglich Angebote zum Ausbaggern des Seitenarms einholen zu können. Ziel ist es, die Maßnahme auf jeden Fall im Herbst 2024 endlich auszuführen, sodass auch bei Niedrigwasser ab der Saison 2025 wieder ein echter Strand mit Zugang zum Wasser vor dem Inselcafé entsteht.

Um die Insel aber bereits 2024 attraktiver für Gäste – insbesondere Familien mit Kindern – zu gestalten, sollen auf dem Schiersteiner Teil noch vor Saisonbeginn zwei neue Großspielgeräte installiert werden. Zudem sollen die Sanitäranlagen im Inselcafé mit einfachen Ausbesserungsmaßnahmen in Stand gesetzt und ein bisher fehlender Wickeltisch installiert werden. Aquastopp-Armaturen – auch für die Außendusche – sollen verhindern, dass die Sickergrube in Schierstein zu schnell vollläuft. Dies wäre auch eine geringfügige Erleichterung für die Campingfreunde, die für den Abtransport der Abwässer verantwortlich sind und vor allem in den Sommermonaten mit starker Frequenz auf der Insel gefordert sind.

Auf eine Instandsetzung des Weges am Inselufer zwischen Schierstein und Biebrich müssen die Gäste der Rettbergsaue allerdings bis zum Saisonstart 2025 warten. Diese Maßnahme hängt auch mit der Fertigstellung der Schiersteiner Brücke und dem dortigen Fuß- und Fahrradweg zusammen, der immer noch nicht fertiggestellt ist. Auch hier dürfte bis Anfang 2025 keine Freigabe erfolgen.

Wer sich noch einmal in die Chronologie der Ereignisse rund um die "Rettung der Rettbergsaue als Freizeitgebiet" einlesen will, wird hier fündig:
https://zukunft-schierstein.de/chronologie-rettet-die-stadt-wiesbaden-die-rettbergsaue/

 


Wohnraumbedarfsprognose: Oberbürgermeister gibt keine neue Studie für Wiesbaden in Auftrag

Mit einem gesteigerten Wohnraumbedarf begründet die Stadt Wiesbaden unter anderem die geplante Bebauung des Westfelds zwischen Schierstein und Dotzheim. Doch werden in Wiesbaden tatsächlich mittelfristig neue Wohngebäude auf der jetzt noch grünen Wiese benötigt? Zweifel daran haben nicht zuletzt die sinkenden Vorausberechnungen des Statistischen Landesamtes (HSL) gesät.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende will trotzdem keine Wohnraumbedarfsprognose für Wiesbaden in Auftrag geben. Dabei hatte er genau das noch Anfang 2023 als Reaktion auf die Vorausberechnungen des HSL zum Bevölkerungsrückgang in der Landeshauptstadt Wiesbaden versprochen.

In einem Antwortschreiben an den Ortsbeirat Schierstein führt er aus, die Stadt Wiesbaden orientiere sich an dem „Rahmen, den die Regionalplanung vorgibt“. Dazu gehöre die vorliegende Wohnraumbedarfsprognose des Institut Wohnen und Umwelt (IWU). Aus Sicht der Verwaltung der Stadt Wiesbaden bestehe „keine Veranlassung, an der Belastbarkeit der IWU-Studie von 2020 als Arbeitsgrundlage“ für den neuen Wiesbadener Flächennutzungsplan „zu zweifeln“.

Im Frühjahr 2023 hatte der Oberbürgermeister sich hierzu noch ganz anders geäußert. Damals hatte er als Reaktion auf die Vorausberechnungen des Statistischen Landesamtes (HSL) zum Bevölkerungsrückgang in der Landeshauptstadt Wiesbaden mehrere Untersuchungen angekündigt – unter anderem auch eine Aktualisierung der Wohnraumbedarfsprognose. Im Wiesbadener Kurier wurde er hierzu mit den Worten zitiert, dass er das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) in Darmstadt beauftragen werde, „die Wohnraumbedarfsprognose zu aktualisieren und dabei die Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Landesamts zu berücksichtigen”. Anlässlich einer „VorOrt auf Tour”-Veranstaltung des Wiesbadener Kuriers am 26. April 2023 in Dotzheim wiederholte Oberbürgermeister Mende die Ankündigung, eine neue Wohnraumbedarfsprognose für Wiesbaden zu beauftragen.

Inzwischen lehnt der Oberbürgermeister aber ab, dass die Stadt Wiesbaden sich diese neue Datengrundlage aus eigenem Antrieb beschafft. Auch auf die bereits seit Jahren bestehende Kritik aus der eigenen Verwaltung an der Verwertbarkeit der IWU-Studie geht Mende in seinem Antwortschreiben nicht ein. Dies obwohl der Ortsbeirat Schierstein ihn hierauf in seiner Anfrage ausdrücklich hingewiesen hat: Das Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik (heute: Amt für Statistik und Stadtforschung) der Landeshauptstadt Wiesbaden hatte die „Aussagekraft der Expertise der IWU“ in einer Stellungnahme als beeinträchtigt und „die Ergebnisse als stark verzerrt“ bezeichnet (Seite 1 der Stellungnahme). Der Ortsbeirat Schierstein hatte darum in seinem Antrag klargestellt: „Die Verlässlichkeit der IWU-Prognose 2020 als Datengrundlage für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans für ganz Wiesbaden – und damit auch für die Perspektivfläche West (Westfeld) – wirft also viele Fragen auf, die unbedingt vor allen weiteren Entscheidungen im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans geklärt werden müssen.“

Eine Klärung dieser Fragen scheitert indes an der Haltung des Oberbürgermeisters.

 


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