Konstruktiver Ansatz: Neue Untersuchung zum Hafen gefordert

„Gesund“ sah er diesen Sommer mal wieder nicht aus, der Schiersteiner Hafen. Die Gründe mögen vielfältig sein, einige davon können wir nicht ändern: lange Trockenperioden und Hitze. Auch der Rhein selbst leidet darunter mit gravierenden Folgen. Eine Dokumentation des ZDF fasst das zusammen und zeigt auch deutlich: Besser wird es nicht mehr.

planet e.: Dürre am Rhein – Die Folgen der Wassernot

https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-duerre-am-rhein--die-folgen-der-wassernot-100.html

Die Klimakrise lässt uns auch hier keine andere Wahl: Wir werden uns – und den Hafen – an die Gegebenheiten anpassen müssen. ZUKUNFT SCHIERSTEIN unterstützt darum den Antrag zur „Wasserqualität im Schiersteiner Hafen“, den die SPD zur kommenden Ortsbeiratssitzung stellt. Statt auf Jahrzehnte alte Studien zurückzugreifen und das (finanzielle) Desinteresse des Bundes am Hafen zu beklagen, fordert der Antrag eine neue Überprüfung in Auftrag zu geben, die zum einen den unterbrochenen Kanal zwischen Rhein und Hafen durch die Bismarksaue thematisiert, aber auch nach anderen Methoden zur Verbesserung der Wasserqualität fragt. Außerdem soll die Mitverantwortung des Bundes erneut herausgestellt und eingefordert werden. (Ausführlicher Antragstext: https://piwi.wiesbaden.de/dokument/1/2971723)

ZUKUNFT SCHIERSTEIN regt an, darüber hinaus die Daten aus den vergangenen Sommern und insbesondere aus dem Sommer 2022 zur Wasserbeschaffenheit zu erfragen, darunter zu Schadstoffen, Grün- und Blaualgenwachstum, Wassertemperatur.


Sicherheit an der Hafenpromenade: Wie lässt sich Fuß- und Radverkehr vereinen?

In der Fußgängerzone der Hafenstraße wird es besonders am Wochenende eng.

In der Ortsbeiratssitzung am 20. Juli diskutierte der Ortsbeirat darüber, wie künftig gefährliche Situationen zwischen Radfahrer*innen und Fußgänger*innen an der Hafenpromenade vermieden werden können.

Ausgangspunkt für die Diskussion war die im östlichen Bereich auf Höhe der Rheinlounge sehr enge Dieter-Horschler-Promenade, an der wegen Bänken und Bäumen der eigentlich separate Fußweg kaum genutzt werden kann.

An dieser Engstelle laufen Fußgänger*innen "zwangsläufig" über den Radweg.

Hinzu kommt, dass der neue "eiserne Steg", der als Ersatzweg vom Kormoranweg zur Promenade dienen soll, für Fußgänger*innen unmittelbar auf dem Radweg endet. Weder für Radfahrer*innen an der Promenade noch für Fußgänger*innen auf dem "eisernen Steg" ist der jeweils andere Weg einsehbar, Unfälle damit vorprogrammiert und der "eiserne Steg" darum immer noch aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Der neue "eiserne Steg" führt Fußgänger direkt auf den Radweg.

Aber auch im folgenden Verlauf Richtung Westen gibt es mehrere Gefahrenstellen - so zum Beispiel am Weinstand auf dem Hans-Römer-Platz, über dessen Mitte der Radweg führt und auch in der Fußgängerzone der Hafenstraße.

Für Abhilfe könnten zum Beispiel sogenannte Umlaufgitter oder andere Vorrichtungen sorgen, die eine Reduzierung der Geschwindigkeit beim Radfahren erforderlich machen. Da der Radweg am Hafen aber gleichzeitig der offizielle Fernradweg R3 ist, erscheint es unsicher, ob solche (baulichen) Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung gestattet sind. Sollte dies nicht der Fall sein, wäre es überlegenswert, den Radfernweg R3 vom Ufer wegzulegen - so wie es auch im weiteren Verlauf Richtung Rheingau praktiziert wird.

Rad(fern)reisende, die nicht gezielt Schierstein anfahren, sondern nur durchfahren wollen, hätten dann eine zusätzliche Wegemöglichkeit, die ihnen ein schnelleres Fortkommen ermöglicht. Denn Ortsfremde werden durch die R3-Beschilderungen an den Hafen geleitet und bleiben gerade an Wochenende in denen viele Fußgänger*innen am Hafen unterwegs sind, unverhofft im "Getümmel stecken", obwohl sie Schierstein vielleicht nur als Durchfahrt zu einem anderen Ziel nutzen wollten.

Für Radfahrer*innen mit Ziel Schierstein bliebe dann weiterhin die Möglichkeit das Rheinufer mit dem Rad zu besuchen. Schnellfahrer*innen könnten dagegen optional auf die Umgehung ausweichen.

Eine entsprechende Beschilderung an Schiersteins Eingängen im Osten und Westen könnte das System verdeutlichen und einen "Genussweg" sowie einen "Schnellweg" ausweisen.

Die Ortsbeiratsmitglieder waren sich einig, dass der Ortsvorsteher Kontakt mit dem Wiesbadener Radbüro aufnimmt, um die Optionen und Vorgaben für baulich herbeigeführte Geschwindigkeitsreduzierungen zu erfragen. Erst dann kann entschieden werden, wie in der Frage der Verkehrssicherheit an der Hafenpromenade weiter vorgegangen werden kann.


Vom Bootshaus für die Schulsanierung lernen

Das provisorische Bootshaus auf der Regattawiese am Westhafen

Es hat geklappt! Der Ausweichstandort für das seit Dezember 2021 gesperrte schwimmende Schulbootshaus im Schiersteiner Hafen steht: Auf der „Regattawiese“ im Westhafen wurde Anfang Juli ein Zelt zur Lagerung der Boote aufgebaut – unter strengen Auflagen und nur mit Ausnahmegenehmigung des Regierungspräsidiums Darmstadt.

Von der Sperrung des maroden schwimmenden Bootshauses im Schiersteiner Westhafen bis zum Aufbau des Provisoriums hat es „nur“ sieben Monate gedauert. Zwar lang genug für all diejenigen, die einige Monate nicht trainieren konnten: Schulen und Rudergesellschaft. Aber doch eine kurze Zeit im Vergleich zu anderen Projekten in Schierstein, die sich teils Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte hinziehen, immer wieder ins Stocken geraten und aktuell in der Warteschleife hängen. Prominentestes Beispiel sind Sanierung und Neubau von Erich Kästner-Schule und Hafenschule, die nicht wirklich vorankommen: Bisher hat dieses Projekt mehr als zehn Jahre Planungs-Hickhack mit Plan A, Plan B, Plan C, viel Stillstand und nun der unendlichen Suche nach dem passenden Ausweichstandort für die beiden Schulen auf dem Buckel.

Natürlich ist es wesentlich komplexer, zwei Schulen zu erneuern und für mehrere hundert Schülerinnen und Schüler eine provisorische Unterkunft während der Bauzeit zu finden. Aber trotzdem scheint es etwas zu geben, was beim Bootshaus deutlich besser lief, als bisher bei den Schulen: Kommunikation!

Von Beginn an waren die Nutzer des Schulbootshauses und der Schiersteiner Ortsbeirat in die enge Abstimmung mit der Verwaltung und der mit dem Projekt beauftragten Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) eingebunden. Ortstermine und ein regelmäßiger konstruktiver Austausch per Videokonferenz sorgten dafür, dass offene Fragen, Belange und örtliche Gegebenheiten schnell und unkompliziert in die Planungen miteinfließen konnten. Dazu geschah natürlich noch viel Planungs- und Koordinierungsarbeit hinter den Kulissen. Aber der offene und transparente Austausch mit den Betroffenen dürfte einen Großteil dazu beigetragen haben, dass der Prozess erfolgreich und zügig verlief.

Sicherlich ist auch beim Bootshaus nicht alles Gold was glänzt, denn dem Zelt-Provisorium auf der Regattawiese ging eine lange Zeit voraus, in der die Stadt mit dem schwimmenden Vorgänger im Westhafen sehenden Auges in ihr Unglück lief: Seit 2017 ist das Bootshaus auf dem Hafen in Schieflage, nur notdürftig mit einem zusätzlich angebrachten Schwimmkörper gestützt. Und auch das neu errichtete Zelt auf der Regattawiese im Westhafen ist nur für den Übergang geeignet und gedacht. Nun muss der Neubau des Bootshauses – wieder auf dem Wasser – folgen. Aber immerhin: Ein erster wichtiger Schritt dazu ist getan.

Ein Erfolg, den Schierstein in Sachen Schulen nicht verbuchen kann. Deshalb: Warum nicht vom Bootshaus für die Schulsanierung lernen?

Genau das beantragt die Fraktion ZUKUNFT SCHIERSTEIN zur kommenden Ortsbeiratssitzung am 20. Juli: „Einen regelmäßigen Runden Tisch zu Interimsstandort, Neubau bzw. Sanierung der Erich Kästner-Schule und der Hafenschule einzuberufen, an dem alle künftigen Nutzergruppen und der Ortsbeirat Schierstein beteiligt werden.“

5-2022, Schulsanierung

Hand in Hand arbeiten kann so einfach sein – und erfolgreich! Hoffen wir, dass das Beispiel Bootshaus Schule macht – im wahrsten Sinne des Wortes.

 


Sie lieben Hunde? Wir auch!

Liebe Frauchen und Herrchen!

Sie lieben Hunde?

Wir auch!

Und darum tut es uns immer wieder leid, wenn unsere Vierbeiner komplett unverschuldet für Ärger sorgen. Denn Ihr Hund kann seine Häufchen ja leider nicht selbst wegräumen und er weiß auch nicht, wo er ohne Leine laufen darf.

Damit Sie und Ihr Hund weiterhin fröhlich Ihre Gassi-Runde durch Schierstein drehen können, haben wir zwei Anliegen:

1. Straßen, Wege, Plätze und Beete ohne Hundehaufen

Festwiese und Bremser-Anlage sind offenbar die "Hundeklos" von Schierstein.

Sie gehören mit Sicherheit zum „guten Hundepersonal“, das fleißig Häufchen in Kotbeutel verpackt und in Abfalleimern entsorgt. Auch die von der sogenannten „Hundewiese“ am Schiersteiner Hafen. Danke dafür! Aber sicher treffen Sie auch ab und an auf Ihren Runden auf Menschen, die das nicht so handhaben. Sie würden deren Hunden sehr helfen, wenn Sie sich ein Herz fassen und mit diesen Leuten darüber ins Gespräch kommen,

dass Hundekot

  • zwar natürlich, aber unter Schuhen einfach eklig ist.
  • für andere Tiere und den Menschen ein gesundheitliches Risiko birgt. Im Hundekot tummeln sich nicht selten Würmer, Salmonellen und andere Keime. Andere Hunde, Kinder und immungeschwächte Menschen sind besonders gefährdet.
  • teuer werden kann, wenn er nicht umgehend beseitigt wird: 100 bis 150 Euro.
  • kein Dünger ist – ganz im Gegenteil. Hundekot gelangt mit der Zeit in Böden und Gewässer und kann das Grundwasser mit Bakterien verunreinigen.
  • bietet schließlich leider auch Hundehassern Futter (Stichwort Giftköder).

2. Klarheit, wo Leinenpflicht gilt – insbesondere am Hafen

Eins vorweg: Es geht hier nicht um die Ausweitung der Leinenpflicht!

Infoaktion zu Leinenpflicht, Hundekot und "Schierstein räumt auf" auf der Festwiese am 12. März.

Wir wollen nur dafür sorgen, dass für alle eindeutig klar ist, wo nach der Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Wiesbaden eine Leinenpflicht besteht. Unklar war das besonders für einige Flächen am Hafen, die von der Stadt als „gärtnerisch gestaltete Anlagen“ eingeordnet werden.

Die Stadt hat dem Ortsbeirat einen Plan zur Verfügung gestellt.

In diesen „gärtnerisch gestalteten Anlagen“ herrscht Leinenpflicht:

Ein Klick auf das Bild öffnet den Plan zur Leinenpflicht in Schierstein.

Wichtig ist, dass über die eingezeichneten Flächen hinaus auch eine Leinenpflicht besteht:

  • in Fußgängerzonen, auf Brücken, Treppen, Rampen und Überführungen sowie in Durchgängen und Unterführungen,
  • in öffentlichen Verkehrsmitteln,
  • bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten, Märkten, Messen und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen sowie in Gaststätten,
  • auf beschilderten Waldlehrpfaden.

Siehe dazu auch unseren Beitrag vom 30. November.

Viel Freude mit Ihrem treuen Begleiter am Schiersteiner Hafen!

P.S.: Die "Echt Scheiße"-Fähnchen räumen wir spätestens am 19. März bei "Schierstein räumt auf" wieder weg.

 

 


Schiersteiner Wasserwerk: Weg nach Walluf wegen Abriss im Spätsommer gesperrt

In den kommenden Monaten wird das 1961 erbaute „Rheinwasseraufbereitungswerk“ auf dem Gelände des Wasserwerks Schierstein rückgebaut. Der Weg über den Deich zwischen Walluf und Schierstein wird deswegen vom 1. August bis maximal zum 30. September 2022 gesperrt sein. Thomas Pfeffermann, der zuständige Projektleiter von Hessenwasser, erläuterte den Abriss in der öffentlichen Ortsbeiratssitzung am 9. März 2022. 

Die Sperrung bezieht sich zwar nur auf ein Teilstück des Weges entlang des Wasserwerks, wer aber von Schierstein nach Walluf – oder umgekehrt – gelangen möchte, wird ab 1. August auf die Söhnleinstraße ausweichen müssen.

Gelbe Markierung: Wegführung Schiersteiner Hafen/Walluf von 1. August bis 30. September 2022. Rote Markierung: Sperrung bzw. Sackgasse während des Rückbaus. Bildquelle: Google Maps

Bis auf das „Rheinwasserpumpwerk 2“ wird auf dem Gelände kein Gebäude mehr stehen bleiben. Das Pumpwerk bleibt erhalten, um weiterhin die Wasserbecken zu befüllen. Ansonsten würde das Schilf dort eingehen, erklärte Pfeffermann.

Die Baustelleneinrichtung hat bereits im Februar 2022 begonnen. Ein Bauzaun mit Holzbeplankung für Schall- und Sichtschutz und eine Zwischenlagerfläche für das Material, mit dem die „Rückbaugrube“ verfüllt werden soll, wurden errichtet. Außerdem wurden potentielle Bruthöhlen untersucht und verschlossen.

Das Gebäude wir ab Anfang Mai zunächst entkernt – noch ohne die Fenster zu entfernen, um sicherzustellen, dass keine Tiere in das Gebäude gelangen. Der eigentliche Rückbau des Gebäudes inklusive Bodenplatte beginnt zum 1. August und muss aus Gründen des Vogelschutzes bis zum 30. September beendet sein. Das schließt auch die Verfüllung des Geländes ein.

Die Beeinträchtigung für Tier und Mensch soll so gering wie möglich gehalten werden, versicherte Pfeffermann. Das Projekt werde daher durchgehend von einem Experten begleitet, der die Auswirkungen auf die Umwelt im Blick hat.

Hessenwasser informiert bereits seit Wochen mit Aushängen in den Schaukästen am Deichweg und will die Informationen während der Rückbauphase auch austauschen und aktuell halten.

Klick aufs Bild für eine größere Ansicht.

Im Ortsbeirat wurde angeregt, dass Fußgänger*innen und Radfahrer*innen bereits frühzeitig am Schiersteiner Hafen durch entsprechende Beschilderung auf die Teilsperrung des Deichwegs aufmerksam gemacht werden sollen. So soll verhindert werden, dass der Weg mit Ziel Walluf „umsonst“ beschritten wird. Hierzu soll rechtzeitig mit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde Kontakt aufgenommen werden.

Weitere Infos über die Homepage Hessenwasser.


Schulbootshaus: Provisorium am Westhafen voraussichtlich unter Auflagen möglich

Auf der Regattawiese am Schiersteiner Westhafen darf voraussichtlich unter einigen Auflagen ein Provisorium als Ersatz für das marode Schulbootshaus aufgestellt werden.

Zum seit Dezember gesperrten Schulbootshaus im Schiersteiner Hafen zeichnen sich erste Lösungsansätze ab. Fest steht, dass das jetzige Schulbootshaus nicht mehr in Betrieb genommen werden darf. Zu groß sind die Schäden. Die Planung für einen Ersatzneubau an derselben Stelle hat inzwischen die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) Wiesbaden übernommen und bereits erste Planungsschritte unternommen. Da der Neubau noch mindestens anderthalb Jahre auf sich warten lassen dürfte, soll noch in diesem Frühjahr ein Provisorium errichtet werden.

Inzwischen besteht Hoffnung, dass bald auf der „Regattawiese“ im Westhafen ein Zelt zur Lagerung der Boote aufgebaut werden darf – allerdings unter strengen Auflagen und nur mit Ausnahmegenehmigung des Regierungspräsidiums Darmstadt. Denn die Wiese grenzt an ein Naturschutzgebiet, liegt im Trinkwasserschutzgebiet II und in der Hochwasserzone. Eine der Auflagen wird sein, das Provisorium so nah wie möglich an das Ufer zu stellen, damit die Wiese möglichst wenig betreten werden muss, um mit den Booten ins Wasser zu gelangen. Außerdem muss das geplante Zelt „durchströmbar“ sein. Das bedeutet, es muss vom Boden aus für 15 cm geöffnet bleiben. Ein Gitter ist allerdings erlaubt, um zu verhindern, dass Tiere sich in das Innere verirren.

Der Schwimmclub (SCW) stellt den Nutzern des Schulbootshauses für die Zeit, in der das Provisorium notwendig ist, seine Sanitäranlagen zur Verfügung.

Ein mobiler Steg soll zudem von der nördlich gelegenen Steintreppe aus, die am Westhafen zum Wasser führt, begehbar sein. Hierzu wird in den nächsten Wochen die Steintreppe, die durch mehrere Hochwasser stark unterspült ist, wiederhergestellt.

Da die „Regattawiese“ auch für Veranstaltungen genutzt wird, stehen nun noch Gespräche an, beispielsweise das Hafenkino „Schiff“ in diesem Jahr etwas weiter südlich auf der Wiese im Westhafen unterzubringen oder auf der Festwiese. Bereits im vergangenen Jahr musste das „Schiff“ auf die Festwiese umziehen, nachdem die Wiese im Westhafen wegen eines Hochwassers im Sommer unbenutzbar geworden war.

Nachdem die Details mit dem Zeltbauer geklärt sind, soll schnellstmöglich der Antrag zur Ausnahmegenehmigung beim Regierungspräsidium gestellt werden.

 

 


Schierstein räumt auf

Am 19. März räumt Schierstein mal wieder auf!

Hierzu informiert der Ortsring-Vorsitzende Volker Birck wie folgt:

Es ist wieder soweit – Schierstein räumt auf

Dank einiger immer noch aktiven und unbelehrbaren Zeitgenossen sieht es rund um den Schiersteiner Hafen und in unserer Gemarkung wieder einmal ziemlich wild aus. Aus diesem Grund wollen wir am Samstag, den 19. März 2022, ab 09:00 Uhr aufräumen.

Die Schiersteiner Jäger und die Storchengemeinschaft sammeln den Müll in der Gemarkung ein. Die Wassersportvereine, der Angelsportverein sowie alle sonstigen Vereine und fleißige Helferinnen/Helfer sammeln rund um den Hafen und am Rheinufer. Jeder, der mitmachen möchte, ist herzlich willkommen.

Der Ortsvorsteher wird ab 09.00 Uhr am Hans-Römer-Platz Handschuhe und Müllsäcke verteilen und, wenn nötig, hoffentlich hilfreiche und auf jeden Fall kostenlose Tipps, wo möglicherweise noch Müll liegen könnte bzw. noch niemand sammelt.

Der am Hafen gesammelte Müll sollte vorzugsweise in den Container an der Rampe am Osthafen geworfen werden. Die Sammler im westlichen Bereich können die Müllsäcke am Hans-Römer-Platz abstellen, diese werden ab 13.00 Uhr dort abgeholt.

Bitte keine weiteren Sammelpunkte einrichten und nach 13.00 Uhr keine Säcke mehr am HRP abstellen, da sonst der Müll über das Wochenende stehen bleibt.

Leider können wir aus bekannten Gründen auch in diesem Jahr keinen gemeinsamen Imbiss bzw. Getränke anbieten – wir holen das nach.

Viele Grüße und gutes Gelingen
Volker Birck
ortsring.schierstein@web.de

Zukunft Schierstein macht natürlich auch mit und bewirbt die Aktion mit Plakaten:


Schiersteiner Ortsbeirat tagt am 26. Januar 2022

SITZUNG DES SCHIERSTEINER ORTSBEIRATS
26.1.2022 – 19 Uhr
im Gemeindehaus von St. Peter und Paul

Wie immer wird es zu Beginn der Tagesordnung eine Bürgerfragestunde geben, aber auch zu den einzelnen Tagesordnungspunkten im Verlauf der Sitzung werden Fragen in der Regel zugelassen.

Diese Punkte stehen auf der Tagesordnung:

1. Geschäftsordnungsangelegenheiten
1.1 Tagesordnung
1.2 Mitteilungen des Vorsitzenden
1.3 Niederschrift über die Ortsbeiratssitzung am 08.12.2021
1.4 Fraktionspost

2. Interimsfläche für Auslagerung Erich Kästner- und Hafenschule

3. Carsharing-Standorte in Schierstein (Ergebnisse der Videokonferenz am 13.01.)

4. Einrichtung von Carsharing-Standorten in Schierstein [Zukunft Schierstein; SPD; Bündnis 90 / Die Grünen] 22-O-22-0001

5. Erweiterung der Zone „Nur zeitlich begrenztes Parken erlaubt“ in der Reichsapfelstraße [CDU] 22-O-22-0002

6. Barrierefreien Weg am Osthafen sicherstellen [Zukunft Schierstein] 22-O-22-0003

7. Wiederherstellung/Restaurierung der „Jupitersäule“ in der Wilhelm-Loos-Anlage [SPD] 22-O-22-0004

8. Bericht AG Freizeit, Soziales und Bürgerbeteiligung
8.1 Wiederaufnahme des Rudersports im Schiersteiner Hafen – Weitere Schritte Neubau Schulbootshaus [AG Freizeit, Soziales und Bürgerbeteiligung] 22-O-22-0005
8.2 Toilettenanlagen am Schiersteiner Hafen [AG Freizeit, Soziales und Bürgerbeteiligung] 22-O-22-0006

9. Bericht AG Jugend, Schule und Kultur

10. Bericht AG Bau, Verkehr und Infrastruktur

11. Bericht AG Umwelt, Klima und Sauberkeit

12. Finanzmittel

13. Verschiedenes

Zur kompletten Tagesordnung geht es hier:
https://piwi.wiesbaden.de/sitzung/detail/2817955

Die Sitzung wird unter 3G-Bedingungen durchgeführt. Das heißt: Der Zugang darf nur durch solche Personen erfolgen, die nachweislich geimpft, genesen oder negativ getestet sind (3G-Regelung). Als Testnachweis gilt ein vor höchstens 48 Stunden vor Sitzungsbeginn vorgenommener PCR-Test oder ein vor höchstens 24 Stunden vor Sitzungsbeginn vorgenommener Antigentest (z. B. vorgenommen im Rahmen einer sog. Bürgertestung).

Die genauen Regelungen finden Sie hier: Schierstein Anordnung der Ortsvorsteher für die Durchführung von OBRS unter 3G

Leider muss die Anzahl der Besucherplätze auch wieder begrenzt werden - auf 10.
Beim Betreten und Verlassen des Tagungsortes ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutz erforderlich, zusätzlich wird dringend empfohlen, während der gesamten Sitzung einen medizinischen Mund-Nase-Schutz zu tragen.


Schulbootshaus bleibt gesperrt: Provisorium dringend notwendig

Der Trainingsbetrieb steht still, der Zugang zu den Booten im Schulbootshaus ist bereits seit dem 9. Dezember 2021 untersagt. Foto: Rudergesellschaft Wiesbaden-Biebrich 1888 e.V.

Das schwimmende Bootshaus am Schiersteiner Hafen bleibt gesperrt. Ein Industrietaucher hatte kurz vor Weihnachten Fotos von dem im Wasser liegenden Teil des Gebäudes angefertigt. Das Urteil des Statikers dazu war eindeutig, wie das Schulamt am 12. Januar 2022 der Rudergesellschaft Wiesbaden-Biebrich (RWB) und dem Ortsbeirat mitteilte: "Ein Weiterbetrieb – auch temporär - ist aufgrund von Korrosion im Tragwerksstahl des Gebäudes nicht möglich."

Zur kommenden Sitzung des Ortsbeirats am 26. Januar 2022 hat die AG Freizeit, Soziales und Bürgerbeteiligung des Ortsbeirats darum einen Antrag gestellt, dass "zur schnellstmöglichen Wiederaufnahme des Sportbetriebes für das Schul- und Leistungsrudern am Schiersteiner Hafen vorübergehend z.B. eine Miethalle mit Sanitärmöglichkeiten und direktem Zugang zum Wasser (etwa auf dem SCW-Gelände oder der Regattawiese)" errichtet werden soll. 

Auch die RWB drängt in einer Pressemeldung vom 17. Januar 2022 auf eine schnelle Lösung für ein Provisorium: "Das bedeutet eine provisorische Bootshalle von ca. 25m x 14m, sanitäre Anlagen sowie unmittelbarer Hafenzugang und Bootssteg. Um die Saison nicht völlig zu verlieren, sollte die Lösung bis spätestens zum 31.3.2022 stehen, besser vorher."

Das Schulamt hatte bereits am 12. Januar 2022 mitgeteilt, dass Schuldezernent Axel Imholz die Verwaltung gebeten habe, am Hafen eine kurzfristige Alternative zur Unterbringung der Boote zu suchen, damit der Ruderbetrieb möglichst bald wieder aufgenommen werden kann. Hierzu soll ein Runder Tisch stattfinden mit den Nutzerinnen und Nutzern des Bootshause (Schulen und Vereine), hafenanliegenden Vereinen, dem Ortsbeirat sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Laut Pressemitteilung der RWB ist dieser Runde Tisch auf den 31. Januar terminiert.

Die RWB plant nun eine erneute Protestaktion inklusive Trockenrudern in der Stadtmitte, die am 27. Januar 2022 um 16.30 Uhr stattfinden soll - und damit kurz bevor die Ausschusssitzungen für Sport und Schule im Wiesbadener Rathaus stattfinden.

Die Projektsteuerung für den Neubau des Schwimmenden Bootshauses hat inzwischen die SEG – Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH - übernommen. Laut Mitteilung des Schulamtes wird die SEG nun die ersten Planungsschritte einleiten, für die nach Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung 100.000 Euro bereitstehen. Nach diesen ersten Planungen und einer Kostenschätzung ist vorgesehen, dass die Stadtverordnetenversammlung endgültig über einen Neubau entscheidet.


Keine zusätzlichen Steganlagen im Schiersteiner Hafen

Am 3. Januar 2022 berichtete die FAZ darüber, dass ein Investor eine zusätzliche Steganlage für Bootsliegeplätze im Schiersteiner Hafen errichten will:
"Investor plant neue Liegeplätze"

Dem Ortsbeirat lagen schon im Sommer informelle Informationen vor, dass eine Anlage von ca. 70 Bootsliegeplätzen im Osthafen Schierstein beim Wasser- und Schifffahrtsamt und den Ämtern der Landeshauptstadt Wiesbaden angefragt worden war.

Diese Anfrage soll, wie ebenfalls nur informell in Erfahrung gebracht werden konnte, abschlägig beschieden worden sein.

Der Ortsbeirat Schierstein hat dennoch bereits im September 2021 vorsorglich beantragt, dass Anfragen für weitere Liegeplätze und ähnliche Anlagen eine generelle Absage erteilt werden soll.

Aus folgenden Gründen:

  • Im Schiersteiner Hafen wird von Vereinen und Schulen Wassersport betrieben. Es werden in diesem Zusammenhang nationale und internationale Regatten ausgetragen. Eine Verkürzung oder Verengung der Strecke durch weitere Bootsliegeplätze oder ähnliche Anlagen würde dafür das Aus bedeuten. Insbesondere der Rudersport, der gerade auch von den Schulen angeboten und betrieben wird, würde stark beeinträchtigt, da die Boote einen langen Auslauf benötigen. Auch die Durchführung von Drachenbootrennen wäre in Gefahr. Ein Breitensport, der sich großer Beliebtheit erfreut und ein Markenzeichen des Schiersteiner Hafen ist. Das Segeln würde ebenfalls eingeschränkt.
  • Ein zusätzlicher Aspekt wäre die zu erwartende weitere Beeinträchtigung der Wasserqualität durch Verunreinigungen vonseiten der Boote (Treibstoff, Kupfer durch Antifoulinganstriche u.ä.) und der Bootsbesatzungen selbst. Die Übernutzung mit Booten und weitere Stege oder ähnliche Anlagen würden den Wasseraustausch noch mehr zum Stillstand bringen (extreme Algenbildungen zwischen den bereits vorhandenen Stegen sind jetzt schon zu beobachten).
  • Zunehmende Lärmbelästigung wäre zu erwarten.
  • Aus ökologischer Sicht wären weitere Stege und ähnliche Anlagen ebenfalls abzulehnen. An der Stirnseite des Osthafens z.B. haben sich Ufer- und Wasserpflanzen etabliert, die einer Vielzahl von Tieren im und am Wasser einen Lebensraum (der eher noch erweitert werden müsste) bieten.
  • Mehr Motorboote würden diesen Lebensraum massiv stören. Schiffsschrauben schädigen Organismen und wirbeln Sedimente auf. Ein Rückzugsort für Tiere, der nur noch in einem sehr begrenzten Maße vorhanden ist, ginge verloren.