Ein Schiersteiner Jahresrückblick

Ein Schiersteiner Jahresrückblick – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ergänzungsvorschläge oder Korrekturen sind sehr erwünscht.

Gerne per Mail an info@zukunft-schierstein.de

31. Dezember 2019/ 1. Januar 2020:


Der Jahreswechsel verläuft in Schierstein wie immer – unter anderem mit Raketen und viel Geböller am Hans-Römer-Platz. Noch ahnt niemand, was 2020 bringt und dass es ein Jahr später deutlich stiller zugehen wird. (Korrektur 1.1.2021: es ging nicht wirklich viel stiller zu, da Schierstein gar nicht erfasst war von der Allgemeinverfügung zur Bestimmung publikumsträchtiger öffentlicher Orte im Sinne von § 6b Satz 1 CoKoBeV, auf denen zum Jahreswechsel das Abbrennen von Feuerwerkskörpern untersagt ist )

14. Januar:
2. Infoveranstaltung der Initiative Zukunft Schierstein zur geplanten Osthafenbebauung und den Schulen in Schierstein.

21. Januar:
Die Zusammenlegung von Hafenschule und Erich Kästner-Schule (EKS) am selben Standort wird von der Stadt Wiesbaden nicht weiter verfolgt. Stattdessen soll die Erich Kästner-Schule im Trinkwasserschutzgebiet neu gebaut werden und die Hafenschule auf ca. einem Drittel der Fläche des bisherigen EKS-Standorts untergebracht werden. Der Rest des Geländes soll mit Wohnungen bebaut werden.

23. Januar:


Die große alte Trauerweide am Grunselsbörnchen wird gefällt. Grund dafür ist laut Wiesbadener Umweltamt starker Pilzbefall.

Anfang Februar:
Die Hafenanlieger halten gebannt den Rheinpegel im Blick. Das Hochwasser fließt aber dann doch relativ unaufgeregt an Schierstein vorbei.

10. Februar:
Sturmtief Sabine gibt uns einen Vorgeschmack auf das, was uns ab Mitte März blühen wird: Alle Schulen bleiben an diesem Montag geschlossen.

Februar:
Schierstein feiert Fastnacht: Zwei Kappensitzungen und die „TG-Night Fever-Party“ sind gesetzt. Noch macht sich keiner wirklich Sorgen um “Corona”.

26. Februar:

Bei nasskaltem Wetter eröffnen Stadtrat Andreas Kowol, Ortsvorsteher Urban Egert und der Leiter des Straßenverkehrsamts, Winnrich Tischel, am Aschermittwoch die Fußgängerzone in der Hafenstraße.

1. März:
Der erste offizielle Coronavirus-Fall in Wiesbaden: Eine 1967 geborene Frau kehrte mit grippalen Symptomen aus Südtirol zurück und wurde positiv getestet. Danach geht es Schlag auf Schlag mit den gemeldeten Fällen …

13. März:
Corona – es wird ernst:
– Verbot von Großveranstaltungen
– Schulen und Kindertagesstätten schließen
– Kultureinrichtungen schließen
– Bäder schließen usw.

Gefühlt die halbe Region verbringt ihre Freizeit jetzt bei einem Spaziergang um den Schiersteiner Hafen – es ist proppenvoll bei schönstem Frühlingswetter.

22. März 2020:
Der erste „Lockdown“ in Deutschland tritt in Kraft. Er soll mindestens zwei Wochen gelten, dauert dann aber bis Anfang Mai.

März:


Ausgerechnet Klopapier wird Mangelware und türmt sich ab sofort in privaten Kellern, Abstellkammern oder auf Balkonen – nur nicht mehr im Real in der Äppelallee.

April:


Spazieren und Wandern sind die neuen Trend-Freizeitbeschäftigungen. Da lockt vor allem die Frauensteiner Kirschblüte.

1. April:

Sensationsfund aus der Merowingerzeit unter dem Grundstück der Schiersteiner Hafenschule:

https://zukunft-schierstein.de/sensationsfund-aus-der…/

11. April:
Zur Osternacht brennen unzählige Kerzen in St. Peter und Paul Schierstein. Viele Menschen haben dort im Tagesverlauf ihre Kerzen und zum Teil auch Bilder von ihren Familien in die Bänke gelegt. Die Kerzen werden in der Nacht am Osterfeuer entzündet.

Ende April:
Das Leben geht ganz langsam wieder normaler weiter. Schulen, Geschäfte und Eisdielen dürfen unter Auflagen wieder öffnen …

27. April:
Die Maskenpflicht in Geschäften und dem öffentlichen Nahverkehr wird eingeführt.

15. Mai:
Restaurants, Cafés und Gaststätten dürfen unter Auflagen wieder für Gäste öffnen.

21. Mai:

Der Schiersteiner Weinstand öffnet mit einem detaillierten Sicherheitskonzept.

29. Mai:
Schierstein erhält neue Markierungen für Fahrradfaher: In den Einbahnstraßen, in denen man mit dem Fahrrad in beide Richtungen fahren darf, werden weiße Fahrrad-Piktogramme auf den Straßenbelag aufgebracht.

Anfang Juni:
Vollsperrung der Saarstraße und Teilsperrung der Stielstraße – die Radwege zwischen Schierstein und der Innenstadt werden ausgebaut.

19. Juni:
Die ersten Freibäder öffnen!

22. Juni:

Die Shisha-Bar „Nawabi’s Lounge“ gibt es nicht mehr. Im Jahr 2020 hatte sie nicht mehr geöffnet und ist nun abgemeldet.

24. Juni:
Nach einer Corona-Pause tagt auch wieder der Schiersteiner Ortsbeirat – allerdings bis auf weiteres nicht mehr im Schiersteiner Rathaus, sondern zuerst im Gemeindehaus von St. Peter und Paul in Schierstein und dann im Bürgerhaus Dotzheim.

Juni:
Auch das Restaurant „Rheinhalle“ am Schiersteiner Hafen steht nun erstmal leer und wird umgebaut. 2020 wird es nicht mehr öffnen.

26. Juni:


Mit Verspätung öffnet die Ausstellung auf der Kunstmole.

Ende Juni:
Die Spatzen pfeifen es schon von den Dächern: Aus dem Neubau der EKS im Trinkwasserschutzgebiet wird wohl nichts. Das Umweltamt hat Einwände. Gewissheit über die gescheiterten Ideen zum  Neubau erhalten die Schiersteiner*innen aber erst Anfang Dezember.

30. Juni:

Mit einer Postkarte von Schierstein wünscht die Initiative „Zukunft Schierstein“ schöne Ferien. „Einfach mal die Kirche im Dorf lassen…und die Schulen auch“, lautet die Botschaft, die Anfang Dezember wieder ganz aktuell werden soll.

5. Juli:
Die Tamara sticht „in See“! Die Überfahrt auf die Rettbergsau ist wieder möglich.

Juli 2020:
Das 72. Schiersteiner Hafenfest findet 2020 nicht statt.

28. Juli:
Das ZDF besucht den „Lieblingsplatz“, das Kaffeemobil, am Schiersteiner Hafen. Ein Bericht der „Aktion Mensch“ folgt am 23. August im ZDF.

Ende Juli:

Eine Befestigung für die „Liebesschlösser“ auf der Dyckerhoff Brücke wird zerstört. Viele Schlösser verschwinden. Das „gekappte“ Seil wurde wenig später ersetzt – inzwischen hängen auch wieder viele Schlösser.

Anfang August:
Die Initiative Zukunft Schierstein verteilt Flyer, mit denen sie die Schiersteiner*innen aufruft, den Ortsbeiratsmitgliedern ihre Meinung zur geplanten Osthafenbebauung mitzuteilen. Viele Schiersteiner*innen machen daraufhin ihrem Unmut über die Planungen Luft.

14. August:
Erst regnet es wochenlang überhaupt nicht und dann zu viel: Nach dem Starkregen am Freitagnachmittag steht die Unterführung in der Saarstraße in Wiesbaden-Schierstein unter Wasser.

19. August:
Lange sah es nicht danach aus, doch „auf den letzten Metern“ entscheidet sich der Schiersteiner Ortsbeirat fast einstimmig gegen die Bebauung des Osthafens. Nur die FDP-Vertreterin enthält sich, weil sie „nicht genug weiß“ über die Pläne, die seit 2018 öffentlich einsehbar sind.

21. August:

Die Initiative Zukunft Schierstein schlägt den  Ortsbeiratsmitgliedern vor, eine Demo gegen die Osthafenbebauung zu organsieren – so wie der Ortsbeirat auch vor einiger Zeit am Kreisel nach Walluf/Frauenstein demonstriert hatte. Die Resonanz ist verhalten. Zukunft Schierstein organisiert darum selbst zwei Demos.

22. August:
Die Initiative Zukunft Schierstein startet eine Petition gegen die Bebauungspläne für den Osthafen.

1. September:
Die anhaltende Wasserknappheit macht auch vor dem Lindenbach nicht halt. Die Stadt „schließt“ darum die Quelle am Grunsels Börnchen für die öffentliche Wasserentnahme.

6. und 13. September:


Lichterdemos am Osthafen. Viele Schiersteiner*innen demonstrieren unter Corona-Auflagen mit.

12. September:

Beim RhineCleanUp wird auch in Schierstein am Hafen jede Menge Müll von Ehrenamtlichen eingesammelt.

17. September:
Die Stadtverordnetenversammlung stimmt mehrheitlich für den Bebauungsplan Osthafen. Die Schiersteiner Urban Egert und Jens Groth stimmten im Stadtparlament gegen die Pläne. Der Schiersteiner Eberhard Seidensticker war bei der Abstimmung nicht anwesend. Aglaja Beyes, die auf der Liste der Schiersteiner SPD für den Ortsbeirat kandidiert, verließ vor der Abstimmung den Saal.

23. September:


Auf gemeinsame Initiative des Schiersteiner Ortsbeirats, der Auferstehungsgemeinde, der Christophorusgemeinde und von St. Peter und Paul wird an der Gedenkstätte “Schiersteiner Synagoge” eine Stele aufgestellt, die zum Erinnern und niemals vergessen einlädt.

25. September:
Der Kunstrasenplatz am Saareck (Ecke Alte Schmelze/Saarbrücker Allee) wird eingeweiht.

2. Oktober:


Dezernent Andreas Kowol kommt zum Kiezgespräch über die CityBahn auf den Hans-Römer-Platz in Schierstein.

14. Oktober:
Die Erich Kästner-Schule wird 50 Jahre alt! Am 14. Oktober 1970 wurde die Erich Kästner-Schule als Haupt- und Realschule eingeweiht. Höhepunkt dieser Feier war die Anwesenheit des Namensgebers Erich Kästner.

15. Oktober:
Die Corona-Fallzahlen ziehen wieder deutlich an und übersteigen die Werte aus dem Frühjahr: Wiesbaden erreicht die „Eskalationsstufe dunkelrot“

21. Oktober:
Der “Stifterabbeler” wird auf dem Hans-Römer-Platz aufgestellt.

25. Oktober:
Am Schiersteiner Osthafen sammeln mal wieder Ehrenamtliche Müll ein: Noch ein CleanUp!

1. November 2020:
Bürgerentscheid Citybahn – Die Wiesbadener*innen lehnen die City-Bahn mehrheitlich (62,1 Prozent) ab. In Schierstein geben weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Davon votieren aber sogar mehr als 70 Prozent mit „Nein“.

2. November 2020:
Der „Lockdown light“ beginnt. Die Gastronomie muss wieder schließen.

11. November:
Martins-Umzüge gibt es keine im Lockdown Light, aber überall trifft man am Hafen auf singende Kinder mit Laternen – coronakonform nur mit ihren Eltern und auf Abstand zu anderen „Martins-Lieder-Sängern“.

23. November:
Das Grunsels Börnchen bekommt eine neue Trauerweide.

26. November:

Die Initiative Zukunft Schierstein gibt bekannt: Wir treten zur Wahl des Schiersteiner Ortsbeirats am 14. März an!

27. November:
Die Weihnachtskrippe im Hafen wird (inoffiziell) eingeweiht.

28. November:
Lichterglanz für Schierstein – der Verschönerungsverein hängt die Weihnachtsbeleuchtung auf.

2. Dezember:
Lange hat es gedauert, bis wir einen Termin zur Übergabe der Petition gegen die Bebauungspläne zum Osthafen erhielten. Im Dezember werden dann zwei Vertreter von „Zukunft Schierstein“ zum Gespräch mit Oberbürgermeister Mende und Stadtrat Kessler eingeladen.

3. Dezember:
Der Wiesbadener Kurier berichtet über die Schiersteiner Schulen: Das Regierungspräsidium Darmstadt hat dem Neubau der EKS im Trinkwasserschutzgebiet eine Absage erteilt. Gerüchte darüber, dass nun neben der Autobahnbrücke auf Biebricher Seite neu gebaut werden könnte, zerstreut das Schulamt schnell: Die „Ertüchtigung“ von Hafen- und Erich Kästner-Schule an ihren jeweiligen Standorten wird nun geprüft.

16. Dezember:
Der „harte“ Lockdown beginnt – Schulen und Geschäfte schließen.

24. Dezember:
Frohe Weihnachten!

31. Dezember:

In der Neujahrsnacht sollte nicht geböllert werden. Verboten ist es in Schierstein aber nicht. Trotzdem richten sich die meisten auf eine stillere Feier – dafür läuten aber (wie jedes Jahr) die Kirchenglocken von St. Peter und Paul und der Christophoruskirche um Punkt 0 Uhr:

Frohes neues Jahr!


Osthafen: eine Frage der Ästhetik?

Katja Hammer und Herbert G. Just überreichen Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Stadtrat Hans-Martin Kessler die Petition "Lehnt den Bebauungsplan Osthafen ab". Foto: Hugo Dönges

Zur Petitionsübergabe im Wiesbadener Rathaus empfingen am Mittwoch, 2. Dezember 2020, Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Stadtrat Hans-Martin Kessler zwei VertreterInnen von Zukunft Schierstein: Katja Hammer und Herbert G. Just. Es blieb auch Zeit für ein Gespräch, in dem sich über die Positionen zum Osthafen ausgetauscht wurde.

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Petitionsübergabe zum Osthafen am 2. Dezember 2020

Bereit zur Übergabe: Am 2. Dezember empfängt der Oberbürgermeister zwei Vertreter von Zukunft Schierstein.

Zur Übergabe der Petition gegen den Bebauungsplan Schiersteiner Osthafen lädt Oberbürgermeister Mende am 2. Dezember 2020 ein. Die Teilnahme am Termin ist auf zwei Personen beschränkt. Die Initiative "Zukunft Schierstein" wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass in einer Bürgerbeteiligung für Schierstein alle noch möglichen Gestaltungsspielräume am Osthafen ausgeschöpft werden. Die Initiative will außerdem die künftigen Prozesse aktiv und direkt im Ortsbeirat Schierstein mitgestalten. Zukunft Schierstein tritt darum mit einer eigenen Liste zur Ortsbeiratswahl am 14. März 2021 an.

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Bermuda-Dreieck im Schiersteiner Hafen

Oder wie in der Stadtverordnetenversammlung im September 2020 zwischen zwei Abstimmungen eine mehr als fußballfeldgroße Grünfläche verschwand.

Wenn sich Grünflächen in Luft auflösen ...

Im Planverfahren zum Schiersteiner Osthafen ist offenbar eine Grünfläche von 8.000 qm verloren gegangen. Und das nicht etwa zwischen altem Bebauungsplanbeschluss von 1980 und neuem von 2020, sondern in ein und derselben Stadtverordnetenversammlung am 17. September 2020 zwischen zwei zeitgleich beschlossenen Plänen. Auf der Suche nach der verlorenen Grünfläche am Osthafen:

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Neues aus Schierstein: Beratung über Bürgerbeteiligung – Schufa stellt Pläne im Schiersteiner Ortsbeirat vor – weiterhin kein Plan für Neubau EKS und Hafenschule

In der Sitzung des Ausschusses für Bürgerbeteiligung am 3. November und in der Sitzung des Schiersteiner Ortsbeirats am 5. November wird auch die Bebauung des Osthafens auf unterschiedliche Weise Thema sein. Über ein anderes "großes" Schiersteiner Thema – den Neubau von Erich Kästner- und Hafenschule – sollte ursprünglich im Herbst 2020 – informiert werden. Auf der aktuellen Tagesordnung der Ortsbeiratssitzung ist es aber nicht zu finden.

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Ortsbeiratsantrag zum Knochenmühlen-Gelände greift Hinweise der Initiative Zukunft Schierstein auf

Zukunft Schierstein hatte die Bedeutung des Geländes der ehemaligen Knochenmühle bereits bei einer Infoveranstaltung der Initiative am 14. Januar 2020 thematisiert. Hier im Bild: Präsentation, Seite 25.

Der Schiersteiner Ortsbeirat (siehe auch WK vom 6. Oktober 2020) hat den Magistrat mit einem einstimmig beschlossenen Antrag der Grünen-Fraktion um erweiterte Klimauntersuchungen für den Osthafen gebeten und damit Hinweise der Initiative Zukunft Schierstein zum ehemaligen "Knochenmühlen-Gelände" aufgegriffen. Zukunft Schierstein hatte bereits seit über einem Jahr im Zusammenhang mit der geplanten Bürobebauung am Osthafen immer wieder den Blick auf die Bedeutung des "Knochenmühlen-Geländes" gelenkt, das nicht im Eigentum der Stadt steht. Im Flächennutzungsplan der Stadt Wiesbaden ist das Gelände als „gewerbliche Baufläche“ ausgewiesen und kann daher vermutlich ohne größere Einschränkungen und ohne Einfluss der Stadt vom Eigentümer bebaut werden kann. Zukunft Schierstein bemängelt bereits seit Monaten, dass die Untersuchungen zum Bebauungsplan Osthafen auf das in direkter Nachbarschaft gelegene Gelände der ehemaligen Knochenmühle und auf eventuelle Wechselwirkungen einer dortigen Bebauung in keiner Weise eingehen.

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Schiersteiner Osthafen: Bürgerbeteiligung jetzt!

Zukunft Schierstein fordert die seit Mai 2019 vom Stadtparlament beschlossene Bürgerbeteiligung zum Osthafen ein.

Bootskran, Bootsrampe und selbst das bisher wenig attraktiv gestaltete Ufer am Osthafen werden jetzt schon zur Naherholung genutzt. Eine Bürgerbeteiligung könnte hier weitere Verbesserungen bringen.

Der Bebauungsplan zum Osthafen wurde vom Stadtparlament mehrheitlich beschlossen (45 Ja, 19 Nein, 1 Enthaltung). Zukunft Schierstein dankt allen Stadtverordneten, die sich der Argumentation des Schiersteiner Ortsbeirats und der Initiative gegen den Bebauungsplan Osthafen nicht verschlossen haben. Aus allen Fraktionen – außer CDU und FDP – haben sich Politiker gegen den Bebauungsplan stark gemacht. Ein einhelliges „Ja“ für den Bebauungsplan gab es darum nicht. Für ein klares „Nein“ hat es aber trotz des sichtbaren massiven Widerstands aus Schierstein auch nicht gereicht. Darum ist es nun an der Zeit, die Menschen vor Ort in die weiteren Planungen einzubeziehen und die seit Frühjahr 2019 versprochene Bürgerbeteiligung durchzuführen.

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Stadtverordnete stimmen Bebauungsplan Osthafen mehrheitlich zu - namentliche Abstimmung

Die Stadtverordnetenversammlung tagte im Kurhaus Wiesbaden.

Die Stadtverordneten haben in ihrer Sitzung am 17. September 2020 um kurz nach 23 Uhr in namentlicher Abstimmung (siehe am Ende dieses Beitrags) mehrheitlich für den Bebauungsplan Osthafen votiert. Allerdings mit immerhin 19 Gegenstimmen und einer Enthaltung.

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Letzter Versuch der Kontaktaufnahme vor der Entscheidung zum Schiersteiner Osthafen

Noch könnten die Stadtverordneten die Kurve kriegen ...

Offener Brief an alle Wiesbadener Stadtverordneten, 17. September 2020

Sehr geehrte Stadtverordnete,

heute entscheiden Sie über eine Änderung des Flächennutzungsplans und einen höchst umstrittenen Bebauungsplan für den Schiersteiner Osthafen.

Unsere Initiative hat Sie hierzu mehrfach angeschrieben und versucht, Kontakt zu Ihnen herzustellen. Außer sehr vereinzelten Rückmeldungen einzelner Stadtverordneter und einer klaren Positionierung der Rathausfraktion Linke/Piraten haben wir darauf nichts von Ihnen gehört – nicht mal eine simple Eingangsbestätigung.

Die Initiative Zukunft Schierstein hat in ihren Anschreiben ein Anliegen vorgetragen, dass mindestens vom Schiersteiner Ortsbeirat und von weiteren mehr als 1.500 Wiesbadener Bürgerinnen und Bürgern – davon weit mehr als 1.000 nur aus Schierstein – unterstützt wird (siehe Petition). Wir haben bei zwei sehr gut besuchten Demonstrationen am Schiersteiner Hafen unsere Position nochmals verdeutlicht – auch das hat die allermeisten von Ihnen bisher nicht dazu bewegen können, sich zumindest mit uns in Kontakt zu setzen.

Unsere Kontaktbemühungen:

  • Am 12. August haben wir jede einzelne Fraktion angeschrieben und Ihnen unsere Bedenken zu den Plänen für den Osthafen mitgeteilt. Wir hatten deutlich unsere Gesprächsbereitschaft signalisiert.
  • Am 31. August hatten wir die Mitglieder des Umweltausschusses angeschrieben.
  • Am 8. September hatten wir die Mitglieder des Umweltausschusses und des Planungsausschusses angeschrieben.
  • Am 14. September hatten wir nochmals jeden einzelnen von Ihnen – teils persönlich, teils über Ihre Fraktionen – angeschrieben.

Wir erhielten darauf die Rückmeldung nur einer einzigen Fraktion und nicht mal einer Handvoll Stadtverordneter.

Vermutlich haben jedes Schiersteiner Ortsbeiratsmitglied, jeder Unterstützer unserer Initiative Zukunft Schierstein und viele Menschen in Schierstein sich deutlich intensiver und umfassender mit den Auswirkungen des Bebauungsplans Osthafen auseinandergesetzt als die meisten von Ihnen das bis heute getan haben. Sie wollten uns dazu aber offenbar nicht hören bzw. zumindest nicht mit uns ins Gespräch kommen. Trotzdem entscheiden heute Sie über unsere Zukunft hier in Schierstein – und das vermutlich ganz anders als wir Schiersteinerinnen und Schiersteiner das selbst tun würden.

Die Zeit wird nun knapp, in wenigen Stunden fällt eine Entscheidung, die genauso gut noch einmal vertagt und gründlicher (unter Einbeziehung der Bedenken der Menschen vor Ort und des Ortsbeirats!) überarbeitet werden könnte. 

Wenn Sie sich heute für den Bebauungsplan Osthafen aussprechen, dann entscheiden Sie nicht nur gegen die Menschen in Schierstein, sondern Sie entscheiden sich auch gegen Bürgernähe und Demokratie. Sie entscheiden sich dann gegen einen Bürgerbeteiligungsprozess für den Sie selbst im aktuellen Haushalt 180.000 Euro eingestellt haben. Sie entscheiden sich gegen ein Miteinander und gegen politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger. Sie entscheiden sich nicht nur für einen Bebauungsplan, sondern für die zunehmende Politikverdrossenheit in unserer Stadt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Initiative Zukunft Schierstein


Bebauungsplan Osthafen: Manche Stadtverordnete haben zugesagt, die Pläne abzulehnen

Die Rathausfraktion von Linke/Piraten wird den Bebauungsplan Osthafen in der Stadtverordnetenversammlung am 17. September 2020 geschlossen ablehnen. Das sagte die Fraktion heute in einer Pressemeldung zu, in der es heißt, dass Linke/Piraten die Kritik der Initiative „Zukunft Schierstein" teilt. Linke/Piraten sind damit die bisher einzige Rathausfraktion, die offen zur Kritik an den Osthafen-Plänen Stellung nimmt. Ansonsten haben bisher nur einzelne Stadtverordnete zugesagt, gegen den Bebauungsplan stimmen zu wollen. Darunter Urban Egert, Jens Groth (beide SPD) und Christian Bachmann (Freie Wähler).

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