Ideen für Infotafeln am Rheinufer gesucht

Es gibt ein neues Projekt im Rahmen des Rhein.Main.Ufer-Konzepts!

Über das Wiesbadener Ufer von Rhein und Main verteilt sollen an mehreren Standorten entlang der Regionalparkroute Leinpfad Informationstafeln geschaffen werden. Dort sollen interessante Fakten und Geschichten für Jung und Alt ansprechend präsentiert werden.

Das Stadtplanungsamt hat bereits eine Vorauswahl an übergeordneten Themen getroffen und sucht im Rahmen der Beteiligung Wissenswertes und Besonderheiten dazu.

Quelle Bild: Bürgerbeteiligung Informationsangebote für das Rhein- und Mainufer

Um eine umfassende Sammlung an Informationen für die Infotafeln zu erhalten, fragt das Stadtplanungsamt deshalb die Bürgerinnen und Bürgern: Was wollten Sie schon immer mal wissen? Kennen Sie besondere Fakten oder Geschichten zu den Orten?

Auf www.dein.wiesbaden.de/infoangebote gibt es mehr Infos dazu und können Ideen geteilt werden bis zum 29. September 2024.

Das Projekt wird unterstützt durch Fördergelder des Regionalparks RheinMain.

Quelle Beitragsbild: Rhein.Main.Ufer-Konzept


Fuß- und Radweg zur Rettbergsaue Mitte September fertig

Nun geht es Schlag auf Schlag: Mit dem Rückbau der Baustelle unter der Schiersteiner Brücke rückt auch der Eröffnungstermin des unter der Brücke halb abgehängten Fuß- und Radweges zur Rettbergsaue näher – und auch der Abgang zur Rettbergsaue von der Autobahnbrücke soll dann möglich sein.

Aktualisierung vom 25.9.2024: Die in der Ortsbeiratssitzung Ende August 2024 kommunizierte Fertigstellung des Weges bis Mitte September 2024 hat allerdings leider noch nicht zur Folge, dass der Radweg auch geöffnet ist. Stattdessen wird der abgehängte Rad- und Gehweg zur Erschließung der Rettbergsaue erst nach vollständiger Räumung des Baufeldes unter der Schiersteiner Brücke nutzbar sein – was allerdings noch nicht der Fall ist.

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Ab 16. September wird ausgebaggert!

Ganze zwei Wochen kann es dauern bis ungefähr 3.000 Kubikmeter Sediment aus dem Seitenarm am Badestrand der Schiersteiner Rettbergsaue weggebaggert sind. Das erläuterte ein Vertreter der zuständigen Mattiaqua am Mittwochabend, 28. August 2024, im Ortsbeirat Schierstein. Start der Maßnahme ist am 16. September 2024.

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Schiersteiner Brücke: Freizeitfläche soll teilweise eingerichtet werden

Unter der Schiersteiner Brücke soll eine große Freizeitfläche entstehen. Das ist bereits seit Jahren erklärter Wille - nicht nur im Ortsbeirat Schierstein, sondern inzwischen auch in der Stadtpolitik. Die ursprünglichen Pläne, die komplette Fläche zwischen Schiersteiner Hafengebiet und Biebricher Rheinwiesen als Großparkplatz zu nutzen, wurden zugunsten einer Kompromisslösung, für die sich der Ortsbeirat stark gemacht hatte, verworfen. Der Kompromiss sieht aktuell wie folgt aus:

Quelle: https://piwi.wiesbaden.de/sitzungsvorlage/detail/3326295

Parkplätze werden unterhalb der Rheingaustraße bis zur Höhe des Hafenwegs eingerichtet. Danach folgt eine sogenannte Multifunktionsfläche mit beweglichen Spielelementen, die im Bedarfsfall abgebaut werden können, um die Fläche anderweitig zu nutzen. Das letzte Drittel hin zum Rhein soll mittelfristig als feste Freizeitfläche ausgebaut werden.

Mit einer Vorlage zur Sitzung des Ortsbeirats soll nun zunächst die Multifunktionsfläche vorbereitet werden. Die Planungen hierfür sehen wie folgt aus:

Quelle: https://piwi.wiesbaden.de/sitzungsvorlage/detail/3326295

Im Wesentlichen werden Möglichkeiten zum Skaten, ein Pumptrack, ein Streetbasketballfeld und eine Tischtennisplatte sowie Sitzgelegenheiten eingerichtet. Die Verantwortlichen im Stadtplanungsamt haben sich bei den Planungen hierfür von den Ergebnissen der Bürgerbefragung leiten lassen, die 2021 im Rahmen der Erstellung des Rhein-Main-Ufer.Konzepts von der Stadt durchgeführt wurde.

Die Kosten für den ersten Teilabschnitt "Multifunktionsfläche" belaufen sich für die Stadt auf 180.000 Euro:

Quelle: https://piwi.wiesbaden.de/sitzungsvorlage/detail/3326295

Zu den weiteren in der Gesamtplanung für das Areal vorgesehenen Einrichtungen – unter anderem eine Toilettenanlage – gibt es noch keine Detailplanung, was vermutlich auch der aktuell angespannten Finanzsituation der Stadt Wiesbaden zu geschuldet ist. In der Ortsbeiratssitzung ist daher auch nur die genannte Multifunktionsfläche Gegenstand der Beratung und Entscheidung.


Ortsbeirat Schierstein tagt am 28. August 2024

Die nächste öffentliche Sitzung des Ortsbeirats Schierstein findet statt am

Mittwoch, 28. August 2024

um 19:00 Uhr,

Ortsverwaltung Schierstein, Zimmer 3 (EG), Karl-Lehr-Straße 6, Wiesbaden-Schierstein

Die Tagesordnung kann HIER abgerufen werden.

Unter anderem werden Themen sein

Wie immer findet vor Eintritt in die Tagesordnung eine Fragestunde für Bürgerinnen und Bürger statt. Im Schiersteiner Ortsbeirat können Gäste sich zu Themen, die ohnehin auf der Tagesordnung stehen, auch noch nach der Fragestunde während der Sitzung beim jeweiligen Tagesordnungspunkt zu Wort melden.

 


Rettbergsaue: Ausbaggern nun doch deutlich günstiger

Jetzt muss nur noch der Wettergott mitspielen und der Wasserstand sinken. Bestenfalls sieht es im September 2024 so aus wie auf diesem Bild hier von September 2023:

Denn dann kann auf der Rettbergsaue Schierstein am Badestrand ausgebaggert werden. Der Grund: Es liegt ein vergleichsweise günstiges Angebot für das Ausbaggern vor, das offenbar finanzierbar ist.

Hierüber berichtet der Wiesbadener Kurier am 5. August 2024 in einem Plus-Artikel.

Bislang sprachen die knappen Kassen der Stadt gegen das Ausbaggern. Denn angeblich – so hatte die Verwaltung "auf Zuruf" einer Firma erfahren – sollte das Ausbaggern unfassbare 150.000 Euro kosten. Diese Summe stellte anscheinend nur der Schiersteiner Ortsbeirat in Frage. Mehr dazu hier.

Nun jedenfalls liegt dank der hartnäckigen Nachfrage des Ortsbeirats Schierstein ein Angebot über einen Bruchteil dieser Summe vor.

Das Ergebnis zählt! Trotzdem für Interessierte hier eine kurze Zusammenfassung, wie es nun so "plötzlich" zum neuen Angebot kam:

Tatsächlich hatte die Vorsitzende der AG Umwelt im Ortsbeirat, Claudia Wagner, nach einigen Recherchen und Anrufen eine offenbar geeignete und möglicherweise günstigere Firma ausfindig machen können. Darüber wurde schon bei der Ortsbeiratssitzung auf der Rettbergsaue Anfang Juli berichtet. Der Ortsbeirat hatte dann den Kontakt zu mattiaqua (der für die Rettbergsaue zuständigen städtischen Gesellschaft) hergestellt. Ortstermin und und ein deutlich günstigeres Angebot folgten und nun wird mattiaqua das Ausbaggern noch diese Woche beauftragen.

Wenn alles glatt läuft und der Wasserstand auf der Rettbergsaue bis September deutlich sinkt, dann sind vom Ursprungsantrag im Ortsbeirat vom 9. November 2022 bis zum Ausbaggern weniger als zwei Jahre vergangen.

Da gibt's tatsächlich Projekte, auf deren Umsetzung wir in Schierstein länger warten mussten – aber dazu demnächst mehr ...


Rettbergsaue: Abwasserentsorgung in Gefahr

Das ist der nach dem Neubau der Schiersteiner Brücke "wiederhergestellte" Anfahrtsweg zur neuen Pumpstation für den Abwasserabtransport von der Rettbergsaue.

Für eine Detailansicht auf die Bilder klicken!

Bis zu 100 Abwassertransporte pro Saison notwendig

Seit über 40 Jahren sorgen Mitglieder der Campingfreunde auf der Rettbergsaue ehrenamtlich für die Entsorgung des in den Freizeiteinrichtungen auf beiden Seiten der Insel (Schierstein und Biebrich) anfallenden Abwassers. Das  Abwasser wird in Gruben gesammelt, von Vereinsmitgliedern regelmäßig ausgepumpt und in 5.000 Liter fassenden Anhängern mit Traktoren des Campingvereins – zwischen 60 und 100 Mal pro Saison – zu einer Pumpstation unter der Schiersteiner Brücke gebracht, die das Abwasser dann zum Festland pumpt.

Zufahrtswege zerstört

Im Rahmen des Neubaus der Schiersteiner Brücke musste eine neue Pumpstation gebaut werden. Während der Bauarbeiten zur Brücke wurden die alten Zufahrtswege hierhin zerstört.

Erhebliche Unfallgefahr durch weiche Erde

Zum bevorstehenden Ende der Bauarbeiten wird die Baustelle auf der Rettbergsaue zurückgebaut und neue Erde wurde auf dem Boden unter der Brücke flächendeckend aufgebracht. Diese Erde ist so weich, dass die Zufahrt zur Pumpstation mit den Fahrzeugen und Gerätschaften, über die der Campingverein verfügt, unmöglich bzw. mit erheblichen Gefahren verbunden ist: Beim Abwassertransport durch die weiche Erde unter der Brücke besteht zum einen die Gefahr stecken zu bleiben. Wenn sich in der weichen Erde zudem große Unebenheiten im Untergrund bilden, könnten Traktor und Anhänger zur Seite kippen. Das wäre abgesehen vom Sachschaden vor allem für den Fahrer lebensgefährlich.

Keine Lösung in Sicht

Am 11. Juni 2024 haben die Campingfreunde sich daher direkt an die Autobahn GmbH gewandt, um auf die Unmöglichkeit der Abwasserentsorgung hinzuweisen und darum zu bitten, eine pragmatische Lösung zu ermöglichen. Am 19. Juni 2024 antwortete die Autobahn GmbH und bat um Zeit für eine ausführliche Antwort. Lösungsvorschläge gab es jedoch seither nicht.

Betrieb der Freizeiteinrichtungen in Gefahr

Angesichts der anstehenden Sommerferien, in denen auf der Rettbergsaue mit starkem Besucherverkehr und entsprechenden Abwässern zu rechnen ist, muss eine kurzfristige Lösung gefunden werden, um den Abwassertransport gefahrlos zu gewährleisten und den Betrieb der beiden Freizeitgelände in Schierstein und Biebrich aufrechtzuerhalten.

Stadt Wiesbaden soll vermitteln

Die Campingfreunde haben dieses Problem gestern in der Sitzung des Ortsbeirats Schierstein erläutert. Der Ortsbeirat hat daraufhin einen Antrag an den Magistrat der Stadt Wiesbaden gerichtet, auf die Autobahn GmbH dahingehend einzuwirken, dass die Zufahrtswege zur neuen Abwasser-Pumpstation auf der Rettbergsaue kurzfristig befestigt werden.  Das ist wichtig, um die Abwassertransporte gefahrlos für Mensch und Gerätschaften mit den vorhandenen Traktoren und Anhängern der Campingfreunde zu ermöglich. Denn wenn die Abwasserentsorgung nicht mehr gewährleistet ist, muss auch der Freizeitbetrieb auf der Insel eingestellt werden.


Rettbergsaue: 150.000 Euro oder des Kaisers neue Kleider?

Das Ausbaggern des Seitenarms auf der Rettbergsaue ist nun schon lange ein leidiges Dauerbrennerthema im Ortsbeirat Schierstein. Inzwischen hat es bekanntlich auch die Stadtverwaltung bzw. die Stadtversammlung erreicht.

Nachdem – entgegen zunächst anderslautender Auskünfte des Oberbürgermeisters – geklärt werden konnte, dass auf der Aue definitiv ausgebaggert werden darf, geht es nun darum:

Wer zahlt?

Wer zahlt bzw. wer zahlen kann, hängt aber ganz entscheidend von der Frage ab:

Was kostet es?

Tja, und das scheint eher eine Glaubens- als eine Wissensfrage zu sein. Und weil Glauben viel mit (Heiligem?) Geist zu tun hat, geistert seit Wochen eine enorme Summe durch die Stadt, die angeblich für das Ausbaggern anfallen soll:

Fette 150.000 Euro?!?

Quelle hierfür ist aber nicht etwa ein konkretes schriftliches Angebot – oder sogar mehrere – sondern (so wurde es auf der Ortsbeiratssitzung in Schierstein am 5. Juni 2024 berichtet):

Eine telefonische Auskunft, die ein Verwaltungsmitarbeiter bei einer Wasserbaufirma einholte.

Das hört sich doch mal nach einer seriösen und belastbaren Recherche an! Oder etwa nicht?

Eine Erklärung dafür, warum das vor etwa anderthalb Jahren durchgeführte Ausbaggern rund um Stege im Schiersteiner Hafen dem Vernehmen nach nur ein Bruchteil hiervon gekostet haben soll, gibt es nicht. Und darüber scheint sich auch – außer im Schiersteiner Ortsbeirat – niemand zu wundern. Obwohl der Aushub aus dem Hafenbecken gesondert und teuer entsorgt werden musste, was auf der Rettbergsaue übrigens gar nicht notwendig wäre.

Also hantiert die Stadtpolitik – und die Verwaltung – weiter mit der telefonisch erfragten Summe von 150.000 Euro. Die einen nehmen (wegen oder dank der Summe) eine Abwehrhaltung ein: Können wir nicht zahlen! Die anderen mühen sich (löblich aber vermutlich aussichtslos) ab, doch noch irgendwo das Geld aufzutreiben.

Aber die eigentliche Frage, die stellt irgendwie keiner mehr:

Was kostet es denn nun wirklich?

Es ist fast wie mit des Kaisers neuen Kleidern, die alle bewundern müssen, weil der Kaiser fest davon überzeugt ist, dass er sie trägt, obwohl er pudelnackt vor seinem Volk steht. Es ist halt der Kaiser und da braucht man ja nicht zu fragen, ob er vielleicht nackt ist (obwohl man es sieht). Er wird schon Recht haben.

Und bestimmt ist auch die immense Summe von 150.000 Euro für eine Arbeit, die das THW noch vor wenigen Jahren gegen einen Kasten Bier und ein paar warme Worte an einem Wochenende durchgeführt hat, total realistisch.

Oder sollte vielleicht doch mal jemand nach einem schriftlichen Angebot fragen. Nein lieber nicht! Das wäre ja, als würde jemand rufen: „Könnte es sein, dass der Kaiser nackt ist?“

Christina Kahlen-Pappas


Reif für die Insel: Ortsbeirat tagt auf Rettbergsaue

Am Mittwoch, 10. Juli 2024, tagt der Schiersteiner Ortsbeirat auf der Rettbergsaue Schierstein.

Alle, die an der Sitzung teilnehmen möchten, sind eingeladen, sich zur gemeinsamen

Überfahrt auf die Rettbergsaue
ab Anleger der Personenfähre Tamara im Schiersteiner Hafen (Hafenstraße/Einmündung Schiffergasse)
um 17:30 Uhr

einzufinden.

Die Rückfahrt ist als Sonderfahrt gegen 20:30 – 21:00 Uhr geplant.

Die Kosten für die Überfahrt von Bürgerinnen und Bürgern, die an der Sitzung teilnehmen, werden vom Ortsbeirat getragen.

Im Mittelpunkt der Sitzung steht die Zukunft der Rettbergsaue als Ausflugsziel.

Unter TOP 2 der Tagesordnung

  • wird der Ortsvorsteher über den aktuellen Sachstand notwendiger Maßnahmen (unter anderem das Ausbaggern des Seitenarms am Badestrand) und die Erkenntnisse der Stadt sowie des Ortsbeirats hierzu berichten.
  • Die Mittelstufenschule Dichterviertel hat sich dem Thema Rettbergsaue künstlerisch genähert und wird ihr Projekt „Down by the River“ vorstellen: Jugendliche der Schule kämpfen mit New-Roses-Sänger Timmy Rough für das „Wiesbadener Inselparadies“ und haben zusammen mit ihrem Lehrer Olli Back ein Lied von The New Roses neu aufgenommen. Mit dem Song sowie mit Gemälden und Aktionen wollen sie auf die Missstände um die Wiesbadener Insel Rettbergsau aufmerksam machen.
  • Ein Berichtsantrag der AG Umwelt, Klima und Sauberkeit im Ortsbeirat befasst sich ebenfalls mit der Rettbergsaue und den bisher schleppenden Fortschritten.
Außerdem stehen auf der Tagesordnung:

Von Spielplätzen in Schierstein, Demokratie und schaukelnden Dezernet:innen

Kleine Schleife bevor wir zum Thema kommen:

Die Ergebnisse der Europawahl sind ernüchternd und vermutlich nicht zuletzt auch Zeichen einer tiefsitzenden Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Politik, die sich auch bei den überzeugtesten Demokrat:innen und Europäer:innen breit macht (Ja, hier wird jetzt mal ganz bewusst gegendert, denn das ist nicht unser größtes Problem in diesem Land). Ein echtes Problem – von mehreren – ist aber das ständige Gefühl, nichts bewirken zu können, nicht ernst, ja nicht einmal wahrgenommen zu werden. Und das gilt sogar für ehrenamtlich tätige, demokratisch gewählte Ortspolitiker:innen, die sich eigentlich selbst voll Zuversicht und Tatendrang engagieren sollen. Nur was, wenn dieses (unentgeltliche) Engagement ein Kampf gegen Windmühlen ist?

Ein Beispiel von vielen: Der (Spiel)Platz in der Schiersteiner Söhnleinanlage - "Spiel" in Klammern, da es hier schon seit Monaten nicht mehr wirklich viel zu spielen gibt. Im Frühjahr 2023 wurde auch noch das Kombispielgerät mit diversen Klettermöglichkeiten abgebaut. Auf einen Antrag aus dem Schiersteiner Ortsbereit vom 8. März 2023 antwortete die zuständige Dezernentin Hinninger mit Schreiben vom 23. Mai 2023, dass für Ersatz gesorgt werde, die Lieferzeiten aber bis zu 20 Wochen dauern würden. Der Ortsbeirat rechnete daher spätestens im Herbst 2023 mit einem neuen Spielgerät, das allerdings bis heute nicht vorhanden ist.

Im März 2024 hakte der Schiersteiner Ortsbeirat per Brief an die Dezernentin nach - bis heute (drei Monate später) ohne jede Rückmeldung.

Dezernentin Hinninger auf der Hollywoodschaukel (Mitte). Quelle: Stadt Wiesbaden - https://www.wiesbaden.de/medien/rathausnachrichten/PM_Zielseite.php?showpm=true&pmurl=https://www.wiesbaden.de/guiapplications/newsdesk/publications/Landeshauptstadt_Wiesbaden/141010100000465770.php

Gleichzeitig lässt sich die Stadt für zwei Hollywoodschaukeln auf dem Dern‘schen Gelände feiern, die Dezernentin Christiane Hinninger am Donnerstag, 2. Mai 2024, "der Öffentlichkeit übergeben hat". Ja, das eine hat mit dem anderen sicher nichts zu tun. Es ist vielleicht sogar "populistisch", das Bild der schaukelnden Dezernentin im Zusammenhang mit dem Schiersteiner Spielplatzproblem zu "posten". Aber was haben wir in den vergangenen Monaten gelernt? Argumente bringen wenig, Populismus ebnet den Weg. Das bringt die Stadtpolitik den ehrenamtlich tätigen Ortspolitikern schon immer wieder bei, wenn Anträge zum Teil auf Jahre unbeantwortet bleiben. Sowas hinterlässt mal mindestens ein schales Gefühl, wenn man in Schierstein darauf wartet, dass den hiesigen Kindern ein Spielplatz übergeben wird, der seinen Namen auch verdient. Und wie gesagt: Das ist nur ein Beispiel von vielen.

Und jetzt schließt sich der Kreis: Demokratie stärken? Ja bitte! Aber das geht nur, wenn die demokratisch gewählten Ehrenamtlichen, die übrigens direkte Ansprechpartner der Menschen vor Ort sind, zumindest Antworten erhalten und keinen dauerhaft frustrierenden Kampf gegen Windmühlen führen müssen.

Bedauern muss das niemand, aber vielleicht endlich verstehen, dass durch diese Haltung der "Stadtregierung" gegenüber den Ehrenamtlichen in den Ortsteilen der rechte Rand und die Erzählung von "die da oben" gestärkt werden.

Christina Kahlen-Pappas

 


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